Nothing Serious - ARD Comedy-Hörspiele

Nothing Serious - ARD Comedy-Hörspiele

By ARDComedy
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Nothing Serious - ARD Comedy-Hörspiele episodes

  • Saal 101: Das Trio im Untergrund, Zwickau - Beweisaufnahme (17/24)
    Das Trio im Untergrund, Zwickau - Beweisaufnahme (17/24)
    Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe finanzierten sich ihr Leben im Untergrund durch Banküberfälle. Beate Zschäpe war im Alltagsleben für die Legendierung, also die Tarnung nach Außen, zuständig. Sie gab sich als nette und kontaktfreudige Nachbarin, während Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos kaum in Erscheinung traten. Vor Gericht werden zahlreiche Nachbarinnen und Nachbarn der letzten beiden Zwickauer Wohnungen, in denen das Trio wohnte, befragt. Der eine der Männer sei Zschäpes Freund, der andere sein Bruder gewesen. Mit Beate Zschäpe unter dem Alias-Namen Susann Dienelt, genannt Lisa, habe es regelmäßigen Kontakt gegeben. Die Aussagen sind teilweise von Widersprüchen und Verharmlosungen geprägt: Obwohl bei geselligen Zusammentreffen in einem der Keller ein Porträt von Adolf Hitler gestanden habe, sei rechte Gesinnung kein Thema gewesen. Über Waffen und Schießübungen sei gesprochen worden, es seien aber nur Computerspiele gemeint gewesen.
    BR für die ARD und DLF 2021 mit Bibiana Beglau, Katja Bürkle, Martina Gedeck u.a.
    https://ndr.de/radiokunst
    28 min
  • Saal 101: Netzwerke und Unterstützer - Beweisaufnahme (16/24)
    Netzwerke und Unterstützer - Beweisaufnahme (16/24)
    Haben die deutschen Sicherheitsbehörden erst im Jahr 2011 von der Existenz einer Terrorgruppe namens NSU erfahren? Im Zeugenstand steht unter anderem David P., zum Zeitpunkt der Befragung NPD-Landtagsabgeordneter in Mecklenburg-Vorpommern und ehemaliger Herausgeber des rechten Fanzines „Weißer Wolf“. In einer Ausgabe vom Frühjahr 2002 findet sich eine Grußbotschaft an den NSU. Doch der Zeuge kann sich an wichtige Details angeblich nicht erinnern. Ähnlich unbefriedigend bleibt die Vernehmung von Torsten A., dem ehemaligen Herausgeber des Neonazi-Fanzines „Fahnenträger“: Torsten A. soll 2002 vom NSU eine Geldspende über 500 Euro erhalten haben. Dieser "NSU-Brief" gilt als das erste Dokument des "Nationalsozialistischen Untergrund". Beide Publikationen lagen nachweislich dem Verfassungsschutz vor.
    BR für die ARD und DLF 2021 mit Thomas Schmauser, Florian Fischer u.a.
    https://ndr.de/radiokunst
    27 min
  • Saal 101: V-Mann-Führer Andreas Temme - Beweisaufnahme (15/24)
    V-Mann-Führer Andreas Temme - Beweisaufnahme (15/24)
    Der ehemalige V-Mann-Führer Andreas Temme, der sich während des Mordes an Halit Yozgat zur Tatzeit am Tatort befunden hatte, wird während des Prozesses sechs Mal gehört und von Richter Götzl intensiv und kritisch befragt. Auf Anträge der Nebenklagevertreter der Familie Yozgat hin werden auch Zeugen aus dem hessischen Landesamt für Verfassungsschutz gehört. Zu einer Reihe von Widersprüchen, in die sich Temme schon bei früheren Vernehmungen verwickelte, gehört, dass er den toten Halit Yozgat, der hinter dem Tresen im Internetcafé lag, angeblich nicht gesehen hatte, als er das Geld für die Internetnutzung auf den Tresen legte. Doch am 296. Verhandlungstag erklärt der Senat Temme überraschend für glaubhaft.
    BR für die ARD und DLF 2021 mit Thomas Thieme, Michael Rotschopf u.a.
    https://ndr.de/radiokunst
    28 min
  • Saal 101: Die NSU Morde 2006-2007 - Beweisaufnahme (14/24)
    Die NSU Morde 2006-2007 - Beweisaufnahme (14/24)
    Im April 2006 ermordeten Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt kurz nacheinander den 39-jährigen Ladenbesitzer Mehmet Kubaşik in Dortmund und den 21-jährigen Halit Yozgat in dessen Internet-Café in Kassel. Eindrücklich schildert Gamze Kubaşik, Tochter von Mehmet Kubaşik, vor Gericht, wie ihre Familie von der Polizei verdächtigt wurde. Auch die Eltern von Halit Yozgat treten als Zeugen auf. In einer Vernehmungsgegenüberstellung stellt İsmail Yozgat Fragen an den ehemaligen V-Mann-Führer Andreas Temme, der sich zur Tatzeit am Tatort befunden hatte, aber von dem Mord nichts gehört oder gesehen haben will. Das letzte tödliche Verbrechen des NSU ist der Mord an der jungen Polizistin Michèle Kiesewetter in Heilbronn. Ihr Kollege Martin A., der als Zeuge im NSU-Prozess auftritt, überlebte den Mordversuch schwer verletzt.
    BR für die ARD und DLF 2021 mit Barbara Nüsse, Martina Gedeck u.a.
    https://ndr.de/radiokunst
    28 min
  • Saal 101: Das Trio im Untergrund: Fehmarn - Beweisaufnahme (13/24)
    Das Trio im Untergrund: Fehmarn - Beweisaufnahme (13/24)
    Während zahlreicher Campingplatz-Urlaube auf der Ostsee-Insel Fehmarn machten Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe Bekanntschaft mit mehreren Familien. Als diese im November 2011 die wahre Identität des Trios erfuhren, brach für einige von ihnen eine Welt zusammen. Vor Gericht beschreiben sie Beate Zschäpe weitgehend übereinstimmend als diejenige, die das Geld der drei verwaltete – das Geld stammte aus den Banküberfällen von Böhnhardt und Mundlos. Zschäpe wird von den Zeugen als gleichberechtigter Teil der Gruppe beschrieben. Für die Bundesanwaltschaft sind dies wichtige Belege für Zschäpes Mitspracherecht innerhalb des Trios.
    BR für die ARD und DLF 2021 mit Bibiana Beglau, Katja Bürkle, Martina Gedeck u.a.
    https://ndr.de/radiokunst
    27 min
  • Saal 101: Die NSU Morde 2004-2005 - Beweisaufnahme (12/24)
    Die NSU Morde 2004-2005 - Beweisaufnahme (12/24)
    Von Februar 2004 bis Juni 2005 findet die Mordserie des NSU ihre Fortsetzung, mit den Morden an Mehmet Turgut, der in Rostock für seinen Onkel spontan die Öffnung seines Döner-Imbisses übernommen hatte. An İsmail Yaşar, der in seinem Döner-Stand in Nürnberg erschossen wird, und an Theodoros Boulgarides, der zwei Wochen vor seinem Tod einen Schlüsseldienst in München eröffnet hatte. In der Beweisaufnahme zum Mordfall Yaşar wird eine eklatante Ermittlungspanne deutlich. Im Gerichtsaal werden die Aufnahmen der Überwachungskamera in der Nähe der Kölner Keupstraße gezeigt. Die Aufnahmen, die Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos zeigen, wurden einer Zeugin aus Nürnberg bereits 2006 bei einer Vernehmung zum Mordfall Yaşar vorgespielt. Damals hatte sie ausgesagt, dass es sich um dieselben Männer handele, die sie ein Jahr zuvor am Dönerstand beobachtet hatte. Die Polizeibeamten hatten ihre Aussage nicht ernst genommen und abgeschwächt.
    BR für die ARD und DLF 2021 mit Bibiana Beglau, Katja Bürkle, Gonca de Haas u.a
    https://ndr.de/radiokunst
    28 min
  • Saal 101: Der Verfassungsschutz und der NSU - Beweisaufnahme (11/24)
    Der Verfassungsschutz und der NSU - Beweisaufnahme (11/24)
    Von Februar 2004 bis Juni 2005 findet die Mordserie des NSU ihre Fortsetzung, mit den Morden an Mehmet Turgut, der in Rostock für seinen Onkel spontan die Öffnung seines Döner-Imbisses übernommen hatte. An İsmail Yaşar, der in seinem Döner-Stand in Nürnberg erschossen wird, und an Theodoros Boulgarides, der zwei Wochen vor seinem Tod einen Schlüsseldienst in München eröffnet hatte. In der Beweisaufnahme zum Mordfall Yaşar wird eine eklatante Ermittlungspanne deutlich. Im Gerichtsaal werden die Aufnahmen der Überwachungskamera in der Nähe der Kölner Keupstraße gezeigt. Die Aufnahmen, die Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos zeigen, wurden einer Zeugin aus Nürnberg bereits 2006 bei einer Vernehmung zum Mordfall Yaşar vorgespielt. Damals hatte sie ausgesagt, dass es sich um dieselben Männer handele, die sie ein Jahr zuvor am Dönerstand beobachtet hatte. Die Polizeibeamten hatten ihre Aussage nicht ernst genommen und abgeschwächt.
    BR für die ARD und DLF 2021 Katja Bürkle, Michael Rotschopf, Thomas Schmauser, u.a.
    https://ndr.de/radiokunst
    27 min
  • Saal 101: Das NSU-Trio im Untergrund ab Januar 1998 – Beweisaufnahme (10/24)
    Das NSU-Trio im Untergrund ab Januar 1998 – Beweisaufnahme (10/24)
    Nach dem Abtauchen konnte das Trio weiterhin mit Unterstützung aus der rechten Szene rechnen, auch mit finanzieller Hilfe von Mundlos‘ und Böhnhardts Eltern. So berichtet Zeugin Böhnhardt, Mutter von Uwe Böhnhardt, in der Beweisaufnahme von Geldübergaben bis 1999 und persönlichen Treffen bis 2002. Sie gibt den Behörden eine Mitschuld am Tod von Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt. Zeuge Böhnhardt, Vater von Uwe Böhnhardt, berichtet von erfolglosen Versuchen, die drei zur Rückkehr zu überreden. Zeugenaussagen belegen: Die rechte Szene in Jena wusste anfangs genau über den Aufenthalt der mutmaßlichen Terroristen Bescheid. Sie half bei der Wohnungsbeschaffung, stellte Dokumente für falsche Identitäten zur Verfügung und unterstützte mit Geld. Tino Brandt, der sieben Jahre lang für den Thüringer Verfassungsschutz arbeitete, schildert während seiner Befragung, wie er Geld an das Trio weitergab.
    BR für die ARD und DLF 2021 Michael Rotschopf, Thomas Schmauser, Thomas Thieme u.a.
    https://ndr.de/radiokunst
    28 min
  • Saal 101: Der Weg in den Untergrund - Beweisaufnahme (9/24)
    Der Weg in den Untergrund - Beweisaufnahme (9/24)
    Auch zahlreiche Verfassungsschützer und V-Männer werden im NSU-Prozess als Zeugen gehört. Das Bild, das sie von ihrer Arbeit zeichnen, ist erschreckend: Rechte Strukturen wurden mit Geld des Verfassungsschutzes aufgebaut, Akten vernichtet und der Quellenschutz über alles andere gestellt. Ein ehemaliger V-Mann-Führer schildert in der Befragung seinen ehemaligen Informanten Tino Brandt als wichtigste Quelle, die umfangreich und wahrheitsgemäß berichtet hat. Warum der Ex-Verfassungsschützer diese Aussage heute noch so trifft, ist schwer nachzuvollziehen: Zentrale Aufgabe von Brandt war, Informationen über den Aufenthaltsort des untergetauchten Trios zu beschaffen. Doch Brandt, der Anfang der 1990er Jahre ganz dicht am Trio dran war, lieferte nicht. Ein Zeuge aus dem engsten Freundeskreis von Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe erklärt im Prozess, Brandt habe Geld für die Untergetauchten gespendet. Umgerechnet 200 000 Euro soll er vom Verfassungsschutz erhalten haben, was Brandt selbst in seiner Befragung nicht abstreitet. Offenbar ging ein Teil des Informantenlohns für den V-Mann an die polizeilich gesuchten Neonazis.
    BR für die ARD und DLF 2021 mit Barbara Nüsse, Michael Rotschopf, Thomas Schmauser u.a.
    https://ndr.de/radiokunst
    27 min
  • Saal 101: Thüringer Heimatschutz - Beweisaufnahme (8/24)
    Thüringer Heimatschutz - Beweisaufnahme (8/24)
    Die Aussagen zahlreicher Jugendfreunde und Bekannter, die in der Beweisaufnahme zu Wort kommen, verdeutlichen: Beate Zschäpes, Uwe Mundlos‘ und Uwe Böhnhardts Weltbild entstand nicht im luftleeren Raum. So berichtet André K., enger Vertrauter des Trios und einer der Hauptakteure der Neonazi-Kameradschaft „Thüringer Heimatschutz“, über die gemeinsame Zeit in Jena. Auch Tino Brandt, in den 1990-er Jahren V-Mann der Thüringer rechten Szene, hatte häufig Kontakt zu Beate Zschäpe. Bei seiner Vernehmung schildert er den „Thüringer Heimatschutz“ als ein Forum, in dem diskutiert und abgestimmt wurde. Laut Brandt nahm auch Zschäpe an ideologischen Schulungen teil und verfügte über Fachwissen in Bezug auf Germanentum und Nationalsozialismus. Mehrere Zeugen und Zeuginnen zeichnen ein Bild von Beate Zschäpe als selbstbewusste und schlagkräftige junge Frau.
    BR für die ARD und DLF 2021 mit Katja Bürkle, Florian Fischer, Thomas Schmauser u.a
    https://ndr.de/radiokunst
    27 min

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