"Träumchen“ und "Schätzchen“ heißen die beiden Pandas, die Chinas Präsident Xi den Berlinern mitgebracht hat. Niedlich, harmlos und ein bisschen träge sind sie, also genau das Gegenteil von dem, was wir mit der asiatischen Weltmacht üblicherweise verbinden. Wird Donald Trump jetzt mit einem Weißkopfseeadler kontern? Bringt Macron einen Hahn mit? Die National- und Wappentiere sind seit alten Zeiten viel beschäftigt in der Politik: sie sollen dem Rest der Welt klar machen, wie man als Familie und als Volk so ist - stolz wie ein Adler, schlau wie ein Fuchs und friedfertig wie ein Panda. Und ebenso lang sind die Tiere gefragt als Aushilfsdiplomaten. Schon vor zwölfhundert Jahren schenkte Kalif Harun-ar-Raschid Karl dem Großen einen Elefanten. Was für ganz akzeptable Beziehungen zwischen Abend- und Morgenland sorgte, jedenfalls bis zum Ersten Kreuzzug. "Lasst Tiere sprechen“ ist seither eine politische Option, aber wie bei der Sprache der Blumen gibt es da symbolische und inhaltliche Feinheiten, in denen man sich verirren kann.