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Wie spannend ein Literaturpreis ist, hängt entscheidend von der Qualität der Jury ab – und das Schicksal (aka der ORF und die BBC) meint es gut mit uns: Insa Wilke ist zurück als Juryvorsitzende des Bachmannpreises, und Jarvis Cocker ist in diesem Jahr Juror beim Booker Prize! Ob Letzterer nach Papierstau-Maßstäben abgeliefert hat, ist zum Zeitpunkt der Ausstrahlung dieser Show bereits bekannt, aber Eure Lieblingspodcaster*innen haben aufgezeichnet, kurz bevor die Longlist veröffentlicht wurde: Surft mit uns durch die große Spekulationszeitschleife!
Dann geht es einmal mehr um den Ex-Saxofonisten der legendären „Tiffanys“: Heinz Strunks neue Novelle „Memories of Heidelberg“ erzählt von einem Ehepaar, das zwar schon lange nicht mehr glücklich miteinander ist, aber in einer Art Leichenstarre verharrt, anstatt etwas an den eigenen Lebensumständen zu ändern – bis die beiden Norddeutschen ins titelgebende Heidelberg reisen, wo ein Restaurantschiff zum Katalysator zunehmend grotesker Ereignisse wird…
Als nächstes befassen wir uns mit kühnen Träumen aus dem Silicon Valley: „Annie Robot“, die Protagonistin des Romans von Sierra Greer, ist eine Androidin mit Körbchengröße D und ihrem Eigentümer Doug stets zu Diensten. Doch als Doug den Autodidaktikmodus aktiviert, lernt Annie für den Geschmack ihres Halters ein bisschen zu viel dazu – sind es am Ende vielleicht die Roboter, die das Patriarchat zu Fall bringen?
Und zu guter Letzt droht Köln-Kalk die Apokalypse: Der kommunistische Philosoph Gramsci erlebte die historische Transformation als „Zeit der Monster“, und Şeyda Kurt zeigt in ihrem Debütroman einen gesellschaftlichen Mikrokosmos, der von Umbrüchen durchgeschüttelt wird. Eine Fitnessstudiobesitzerin streut Endzeitgerüchte, die immer weitere Kreise ziehen, während die Protagonistin sich auf die Suche nach ihrer besten Freundin begibt. Außerdem Thema: Diego Maradona, Mesopotamien, Karneval, ein frustrierter Gottesmann, ein enigmatischer Silberbecher und vieles mehr.
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Titel: Memories of Heidelberg
Titel: Annie Robot
Titel: Zeit der Monster
Der Beitrag #352: Hobosexual erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Papierstau Podcast ist zurück aus der Sommerfrische und direkt in bester Feierlaune! Anlässe gibt es genug: Robins Geburtstag, Preise für Clemens J. Setz, Elias Hirschl und Christine Wunnicke sowie einen Bachmannwettbewerb mit starkem Gewinnertext und deutlichen Worten des Juryvorsitzenden a.D. Klaus Kastberger. Beunruhigend sind dagegen die Zahlen, die der Börsenverein des Deutschen Buchhandels vorgelegt hat: Die Buchverkäufe gehen deutlich zurück. Umso wichtiger, dass wir wieder am Start sind und Lust aufs Lesen machen!
In seinem neuen Buch schreibt Dave Eggers nicht über digitale Welten oder gesellschaftliche Dystopien, sondern legt mit „Contrapposto“ einen epischen Roman über die Kunst vor. Protagonist Cricket ist noch ein Kind, als er sein Talent fürs Zeichnen und seine Liebe zur etwas älteren Olympia entdeckt. Eggers erzählt von einer Freundschaft über viele Jahrzehnte mit vielen Höhen und Tiefen – Seitenhiebe auf die Kunstszene inklusive.
Lange, bevor es zum guten Ton gehörte, war Kurt Cobain lautstarker Kämpfer für Frauenrechte und gegen das Patriarchat. Die vier Freundinnen in „In Bloom“, dem Debüt von Liz Allan, verehren den Sänger zwar, tun sich mit der Solidarität unter Mädchen jedoch schwer: Als eine von ihnen einen beliebten Lehrer des Missbrauchs beschuldigt, sorgt das für Unmut in der Clique.
Lust aufs Wandern? Wir eigentlich auch nur bedingt, aber wenn Steffen Kopetzky seinen Rucksack schnürt und auf Heinrich Heines Spuren wandelt, gehen wir einfach mal mit auf „Die Harzreise“. Das Wandertagebuch des Romanciers führt von Göttingen über den Brocken bis nach Thale und ist gespickt mit Erzählungen und Erlebnissen rund um das Mittelgebirge, seine Geschichte und Bewohner*innen.
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Titel: Contrapposto
Titel: In Bloom
Titel: Die Harzreise
Der Beitrag #351: Loui, der Gallertpriniz erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Der Preislistenpodcast ist mal wieder on top of its game: Wir gratulieren den Gewinnerinnen des Women’s Prize for Fiction und Nonfiction, lassen den International Booker Revue passieren und freuen uns auf den Children’s Booker sowie den regulären Booker, um dann unser Augenmerk gen Klagenfurt zu richten, wo der Ingeborg-Bachmann-Preis in Bälde sein 50-jähriges Jubiläum feiert – wir haben bereits unsere Popcorn-Vorräte aufgestockt und freuen uns auf süße und salzige Debatten vor laufenden Fernsehkameras!
Apropos salty: Sarah Wynn-Williams‘ Enthüllungsschinken „Mein Traumjob bei Facebook und wie ich all meine Ideale verlor“ hat den guten Mark Zuckerberg so sauer gemacht, dass der milliardenschwere Medienmogul das Büchlein seiner Ex-Mitarbeiterin verbieten lassen wollte – weshalb jetzt erst Recht alle darüber sprechen. Während wir bezüglich der Motive der datendealenden Plattformkapitalist*innen ohnehin keine Illusionen mehr haben, fragen wir uns allerdings, welche Absichten die Ex-Diplomatin Wynn-Williams mit ihren Ausführungen verfolgt…
Nach der Internetapokalypse geht’s im Gute-Laune-Podcast direkt weiter mit der Klimakatastrophe: In ihrer Dystopie „Das Wasser wiegt schwerer als die Zeit“ erzählt die italienische Autorin Ginevra Lamberti von einer jungen Frau, die in einer Welt voller Hitze, Einsamkeit und Ressourcenknappheit aufwächst. Sie flüchtet sich in eine Bergsiedlung, in der es noch so etwas wie menschliche Gemeinschaft gibt, doch der fragile Frieden ist nicht von langer Dauer…
Und zu guter Letzt widmen wir uns dem wohl umstrittensten Autor der polnischen Gegenwartsliteratur: In „Sehnsucht“ stellt uns Szczepan Twardoch Schlesier Erwin vor, einen verrenteten Bergmann, der auf dem heimischen Stausee die ganze Welt umsegelt. Und den Deutschen Erwin, der nach Deutsch-Südwestafrika auswandert. Und den Europäer Erwin, der Präsident von Polen wird. Und das ist alles derselbe Erwin, sagt zumindest dieser Typ namens Szczepan Twardoch, der ebenfalls durch diesen kurzen Meta-Meta-Meta-Roman geistert…
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Titel: Mein Traumjob bei Facebook und wie ich alle meine Ideale verlor
Titel: Das Wasser wiegt schwerer als die Zeit
Titel: Sehnsucht
Der Beitrag #350: Wir sind einfach zu funny erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Papierstau Podcast haut euch heute auf die Schnauze – natürlich nur im literarischen Sinne! Denn in unserer heutigen Sonderfolge beschäftigen wir uns mit Büchern, in denen Gewalt eine besondere Rolle spielt und die – ja, was genau? Gewalt als ästhetisches Mittel einsetzen? Sie verherrlichen? Oder mit ihrem Inhalt Lesende gar zu Mord und Totschlag anstiften? Bevor wir uns unseren drei Werken zuwenden, sprechen wir darüber, wie gefährlich Gewalt in der Literatur ist, welche Folgen sie hat und ob Triggerwarnungen der Weisheit letzter Schluss sind.
Unser Hau-Drauf-Festival wird von Hubert Selby Jr. eröffnet. Sein Roman „Letzte Ausfahrt Brooklyn“ hat zwar schon rund 60 Jahre auf dem Buckel, doch die literarische Milieustudie kann mit zahlreichen gesellschaftlichen Themen aufwarten, die kaum an Aktualität verloren haben. Wie schlägt sich das Buch, das uns (uns!) aufgrund einer besonders schockierenden Szene nachhaltig verstört hat?
Als nächstes betritt mit Ottessa Moshfegh eine unserer Lieblingsautorinnen den Ring. Obwohl sie eine Meisterin der Weird Girl Fiction ist, stehen bei ihr auch mal Männer im Mittelpunkt, wie in ihrer Debütnovelle „McGlue“. Deren gleichnamiger Titelheld ist ein alkoholkranker Seemann, der wegen seines Dauerrauschzustands nicht weiß, ob er im Suff möglicherweise seinen besten Kumpel ermordet hat.
Zum Finale hauen wir ein Schwergewicht raus, in dem Prügeln zur Achtsamkeitsübung wird: Die Männer in Chuck Palahniuks „Fight Club“ schlagen sich gegenseitig blutig, um überhaupt irgendwas zu fühlen. Ein Buch, ein Film und viel Unverständnis seitens der Manosphere, die den Charakter Tyler Durdan als Helden mit Durchblick feiert. Wir untersuchen den Kultklassiker in Bezug auf Themen, Interpretationen und – habt ihr es kommen sehen? – Karl Marx.
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Titel: Letzte Ausfahrt Brooklyn
Titel: McGlue
Titel: Fight Club
Der Beitrag #349: Ultraviolence erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Endlich: Martins Piekar Debütroman „Vom Fällen eines Stammbaums“ ist erschienen! Drei Jahre lang haben wir sehnsüchtig darauf gewartet, denn damals trafen wir Martin beim Klagenfurter Bachmannwettbewerb und waren von seinem Vortrag geflasht. Jetzt haben wir erneut mit ihm gesprochen: Über die Familiengeschichte des jungen deutsch-polnischen Mannes, der im Buch seine alkoholkranke, depressive Mutter pflegt, über die Macht von Freundschaft, Musik und Poesie, und darüber, warum er ein echter Bastard ist (seine Worte, nicht unsere! :-)). Schaltet ein und lauscht dem wunderbaren Martin Piekar!
Der Beitrag Interview: Martin Piekar erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Der Christian-Kracht-Fanpodcast gratuliert fellow Fanboi Marius Goldhorn, der mit „Die Prozesse“ gerade den Literaturpreis der deutschen Wirtschaft abgestaubt hat! Kracht-Freund Moritz von Uslar ist hingegen schwer geknickt (vermuten wir zumindest): In Zehdenick, Schauplatz seiner zwei „Deutschboden“-Bände über den Rechtsruck im Osten, wurde zum ersten Mal in Brandenburg ein AfD-Bürgermeister direkt gewählt. Und der Zuckerberg Mark versucht mal wieder, seine KI kostenlos mit anderer Leute Kunst zu trainieren – wir haben alle Infos.
Dann steigt die Stimmung rapide und ins Unermessliche: Martin Piekar, unser Spezi aus dem Bachmannpreisjahrgang 2023, hat aus seinem umjubelten und preisgekrönten Text einen autofiktionalen Debütroman komponiert. In „Vom Fällen eines Stammbaums“ geht es um einen jungen deutsch-polnischen Mann, der seine alkoholkranke, depressive Mutter pflegt – und wir haben mit Martin über das Buch gesprochen!
Und natürlich haben wir gleich alle sechs Ohren auch auf den englischsprachigen Literaturmarkt gerichtet: Dort wird einmal mehr Investigativjournalist Patrick Radden Keefe abgefeiert. In „Der Sohn des Oligarchen“ widmet er sich einem 19-jährigen Londoner Hochstapler, der sich eines nachts von einem Balkon in die Themse stürzt – und entwirft ganz nebenbei ein dunkles Bild der Finanzmetropole.
Last, aber ganz sicher nicht least schließen wir den Kreis mit einem weiteren Mutter-Buch, diesmal einem Memoir: Nora Gomringer erzählt in „Am Meerschwein übt das Kind den Tod“ von ihrer Mutter Nortrud, der Ehe ihrer Eltern (ihr Vater Eugen Gomringer gilt als Begründer der Konkreten Poesie) und ihrer eigenen Kindheit. Ob kurzlebige Nager wirklich auf das Sterben vorbereiten und viele andere Fragen hat uns Nora höchstselbst beantwortet – hört rein!
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Titel: Vom Fällen eines Stammbaums
Titel: Der Sohn des Oligarchen
Titel: Am Meerschwein übt das Kind den Tod
Der Beitrag #348: Baby-Barbecue? Witzig! erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
INTERVIEW! Garth Greenwell’s new novel „Small Rain“ (German translation: „Kleiner Regen“) tells the story of a man who is hospitalized with a severe illness: While COVID is raging, he lies in the ICU and ponders what his life has amounted to. Was it the right decision to dedicate himself to literature? How has his life changed over the last years, when he ceased adventuring in Eastern Europe in favor of living with a poet in Iowa? And is kindness an effective weapon in Trump’s America? Once more, Garth Greenwell dives into examining human consciousness in a body under pressure, and we are very happy to welcome one of America’s finest authors on our show – for the second time!
Der Beitrag Interview: Garth Greenwell erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Und schon wieder hat es Wolfram Weimer in unseren Nachrichtenblock geschafft. Nach seinem fragwürdigen Ausschluss dreier Buchhandlungen von einem Preisverfahren hat nun einer der betroffenen Läden geklagt und vom Berliner Verwaltungsgericht Recht bekommen: Auch ein Kulturstaatsminister darf andere nicht als „politische Extremisten“ bezeichnen, ohne dafür konkrete Beweise vorzulegen. Wir schauen außerdem auf den Lesenachwuchs, denn es gibt Neuigkeiten zur Premiere des Children’s Booker Prize!
Papierstau-Liebling Garth Greenwell ist zurück, und sein aus den Vorgängerwerken bereits bekannter Protagonist steht in „Kleiner Regen“ erneut im Mittelpunkt. Oder, besser gesagt, er liegt, denn eine potenziell tödliche Erkrankung zwingt ihn inmitten der COVID-Pandemie ins Krankenhaus. Dort sinniert er über Lebensentscheidungen, Kultur und Politik. Ein breites Themenfeld, über das wir mit Garth höchstpersönlich gesprochen haben.
Ein in seinem Heimatland Frankreich mit gleich zwei Preisen ausgezeichneter Debütroman darf in unserem Programm natürlich nicht fehlen: In „Ein ziemlich anderes Leben“ beschreibt Mokhtar Amoudi eine besonders herausfordernde Kindheit. Der zehnjährige Skander muss nach dem Tod seiner Pflegemutter in einen berüchtigten Pariser Vorort ziehen, in dem für ihn neue Regeln gelten und er der Gewalt kaum ausweichen kann.
Natalie, die Hauptfigur in Caro Claire Burkes Debüt „Yesteryear“, hat wenig zu lachen. Für ihre 5 Millionen Follower*innen spielt sie die Rolle der glücklichen Tradwife, doch hinter der konservativen Fassade brodelt es. Burkes Roman wird stark gehypt, Anne Hathaway hat sich die Filmrechte gesichert und das Internet überschlägt sich mit teils abenteuerlichen Kritiken – diese Diskussion lassen wir uns natürlich nicht entgehen!
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Titel: Kleiner Regen
Titel: Ein ziemlich anderes Leben
Titel: Yesteryear
Der Beitrag #347: Das doppelte Zombiechen erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Ist der alte weiße Bücherdude Denis Scheck ein schlimmer Sexist, Rassist, Ableist, Klassist, ein Typ ohne jegliche Qualifikation, eine Gefahr für die Demokratie, ein Mann, der angetreten ist, um die Literatur zu zerstören? Wir sprechen eine Triggerwarnung für den Buzzword-Überbietungswettkampf aus, der im Internet ausgebrochen ist. Welche Form der Kritik verdient die Literaturkritik? Der Metapodcast debattiert.
Und wenn wir gerade dabei sind, über die Mitglieder der Kunstbubble zu lästern (jaja, wir wissen, dass wir selbst dazugehören – meta, Leute!), schauen wir auf den Debütroman von Zoe Dubno: In „Nur das Allerbeste“ versucht sie sich nämlich als weiblicher Thomas Bernhard. Der Wiener Hassbolzen hat in seinem Klassiker „Holzfällen“ so hart über Kollegen vom Leder gezogen, dass er sogar verklagt wurde. Dubno holt die Geschichte ins New York der Gegenwart – aber ist sie genauso fies und pointiert?
Der schottische Autor Douglas Stuart schreibt traditionell gegen den Hass an, und in seinem neuen Roman „John of John“ geht es einmal mehr um die Frage, ob Menschen sich gegenseitig durch Liebe retten können. Im Mittelpunkt steht ein junger Mann, der auf seine schottische Heimatinsel Harris zurückkehrt, wo er ein Geheimnis bewahren will – und nicht nur er. Gewinnt Stuart für die Story nochmal den Booker?
Und zu guter Letzt begleiten wir den Prager Josef Kaarl (Kafka-Referenz, yayy!) und seine Familie auf eine besondere Reise: Nachdem das Töchterlein als vermeintliche Linksextremistin verhaftet wird, will das Familienoberhaupt der frechen Göre zeigen, wie der Kommunismus wirklich war – und reist mit ihr in die kommunistische Tschechoslowakei der 1950er Jahre. Wir diskutieren Ondřej Hübls „Der Vorhang“!
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Titel: Nur das Allerbeste
Titel: John of John
Titel: Der Vorhang
Der Beitrag #346: Kurz und schmutzig erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
Der Podcast, der literarische Preislisten liebt, ist mal wieder in seinem Element: Herzlich willkommen zu unserer Sonderfolge zum International Booker Prize 2026, der nicht nur Autor*innen, sondern auch Übersetzer*innen auszeichnet. Die dreizehn Bücher der Longlist repräsentieren 14 Länder auf vier Kontinenten und wurden aus elf Sprachen ins Englische übersetzt. Wir stellen euch drei Werke näher vor, schauen aber zunächst auf die Shortlist und den großen Favoriten „Lichtspiel“ von Daniel Kehlmann (Übersetzer: Ross Benjamin).
Shahrnush Parsipur erzählt in ihrem gleichnamigen Kurzroman von „Frauen ohne Männer“, die in den Wirren nach dem iranischen Staatsstreich 1953 versuchen, in der sehr patriarchalisch geprägten Gesellschaft zurechtzukommen. In einem Haus auf dem Land tauschen fünf von ihnen ihre Erlebnisse aus und spenden sich gegenseitig Trost und Kraft.
In „Wachskind“ widmet sich Olga Ravn einem dunklen Kapitel der Geschichte ihres Heimatlandes: Christence Kruckow war die einzige dänische Adlige, die als Hexe hingerichtet wurde. Im Roman wird das Schicksal dieser Frau fiktionalisiert erzählt, die im 17. Jahrhundert ihren Mitmenschen mithilfe mystischer Rituale einfach nur helfen wollte.
Brutales aus Brasilien: „On Earth As It Is Beneath“ von Ana Paula Maia spielt in einem abgelegenen Gefängnis, in dem sich Moral und Menschlichkeit schon lange verabschiedet haben, und das auf allen Seiten. Kann die Geschichte über männliche Gewalt, Kolonialismus und Sklaverei sich mit dem kafkaesken Vorbild messen?
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Titel: Frauen ohne Männer
Titel: Wachskind
Titel: On Earth As It Is Beneath
Der Beitrag #345: International Booker Prize 2026 erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
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