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Auch in der heutigen Folge debütiert mit Elisabeth und Ben wieder ein neues Tag-Team. Die beiden haben gar nicht so viel zu bequatschen, denn sie haben einen spannenden Gast mit einem spannenden (und ziemlich anrüchigen) Thema mitgebracht. Julia Wiatr hat nämlich Konrad von Würzburgs halbe Birne dabei – also seine Märe über den Ritter Arnold und seine spannende Interaktion mit der Königstochter.
Julia hat sich, wie so viele von uns, nach einem Lehramtsstudium der Geschichte und der Germanistik im Bachelor im Master voll und ganz der mediävistischen Germanistik gewidmet. Dass dafür ihr Herz schlägt, obwohl sie gerade für den Landessportbund NRW arbeitet, erklärt sie Ben am Anfang der Folge – und beide sind sich schließlich einig, dass es Zeit wird die Mediävistik endlich in die moderne Pop-Kultur zu integrieren.
Dieses Unterfangen scheint auch gar nicht so utopisch, wenn man sich überlegt, wie frisch Konrads halbe Birne heute noch ist: Im Zentrum der Quelle stehen nämlich Themen wie Sittlichkeit, Lust und Homoerotik. Mit letzterem hat sich Julia explizit in ihrer Bachelorarbeit befasst und homoerotische Elemente zwischen der Königstochter und ihrer Magd Irmgard identifiziert. Und wenn das nicht genug wäre, hat sie in ihrer Masterarbeit auch noch die Frage der Autorenschaft des literarischen Werks ins Zentrum gestellt und mit einer klaren Tendenz pro-Konrad konklusiv beantwortet. Wie anschlussfähig die Inhalte und Motive dieser spannenden Quelle sind, diskutieren die drei angeregt und gelangen zu dem Fazit, dass die Autorenschaft Konrads im Gesamtkontexte seiner vielfältigen Werte eine spannende Forschungslücke ist, die nur darauf wartet, geschlossen zu werden.
Wenn ihr auch noch wissen wollt, warum Julia in ihrer Arbeit Äpfel mit Birnen vergleicht, schnappt euch eure Kopfhörer und hört jetzt rein – überall wo es Podcasts gibt!
Shirley und Judith sind wieder vereint. Aufgeregt und voller Vorfreude darf Judith ihre erste Folge als Moderatorin aufnehmen. Gleichzeitig ist es Shirleys letzte Folge, denn sie hat ihre Masterarbeit erfolgreich abgegeben und bricht auf zu neuen Ufern. Der kleine Dämpfer wird schnell mit guter Laune wettgemacht, und Shirley kann den letzten Punkt auf ihrer Bucketlist abhaken.
Zu Gast ist diesmal kein unbekanntes Gesicht – oder eher: keine unbekannte Stimme. Denn Marco hat den Schulalltag kurz beiseitegelegt, um seine Masterarbeit vorzustellen. Diese handelt von wilden Partys, horrender Feierei und gesellschaftlichen Trends – nur halt im Mittelalter. Marco hat sich nämlich gefragt, inwiefern die staufischen Festlichkeiten Friedrich Barbarossas in den Jahren 1184 und 1188 die Ideen des Höfischen und der Ritterlichkeit beschworen haben. Gab es diese Ideen vorher überhaupt? Wie liefen diese Feste ab? Wer war eingeladen? Fragen über Fragen.
Im Raum mit zwei ausgewiesenen Expert*innen konnte Judith es sich nicht nehmen lassen, Marco und Shirley zum Prozess des Masterarbeit-Schreibens zu löchern und Marco auch über sein Referendariat auszufragen: Was gefällt ihm in seiner neuen Rolle? Welche Erfahrungen hat er bereits gesammelt? Eine neue Herausforderung lauert nämlich außerhalb der universitären Theorie – Zwischenmenschlichkeit. Leider verlässt auch Marco das Team von MediäWAT!?, weshalb Shirley und Judith ein wenig nostalgisch darauf zurückblicken, wie Marco die beiden geprägt hat und viel zu oft als Ruhepol dienen musste.
Ihr wollt die heißesten Tipps für die Abschlussarbeit? Einmal hören, wie das Referendariat aussehen kann, oder einfach erfahren, ob Friedrich Barbarossa tatsächlich Party-Trendsetter des Mittelalters war? Schaltet wieder ein – auf der Homepage von Pergament und Mikrofon, bei Spotify und überall, wo es Podcasts gibt!
Heute erkunden Nina und Anika die Welt es Erzählens. Gemeinsam mit Friedrich Michael Dimpel öffnen sie den Werkzeugkasten der Erzählanalyse und sprechen über die vielen Instrumente, mit denen man einen Text untersuchen kann. Was unser Planetensystem und Harry Potter verbindet und wieso die Beschäftigung mit mittelalterlicher Literatur auch für die Einordnung aktueller politischer Diskurse hilfreich sein kann, erfahrt Ihr in der 79. Folge unserer Coffeetalks.
Heute am Mikrofon: Patrik und – ganz neu im Team – Elisabeth! In der Folge erzählt Elisabeth auch ein wenig über ihren bisherigen Weg und was sie in Zukunft vorhat.
Der heutige Gast ist Laura Zander. Aus ihrer Bachelorarbeit ist ein wissenschaftlicher Aufsatz entstanden, der sich mit den Klangwelten der Burgunderkriege beschäftigt. Anhand der berühmten Berner Chronik zeigt sie, wie sich Geräusche wie Kampfgeschrei, Kanonendonner oder Tierlaute aus mittelalterlichen Text- und Bildquellen rekonstruieren lassen – und wie Klang unsere Wahrnehmung von Geschichte prägt.
Wir sprechen außerdem mit ihr über ihren Weg von der Bachelorarbeit zur Publikation, welche Herausforderungen dieser Prozess mit sich bringt und wie sich eine erste eigene Veröffentlichung anfühlt. Darüber hinaus gibt sie spannende Einblicke in ihre Forschung und verrät, warum sich ein Blick – oder besser gesagt: ein Hinhören – auf mittelalterliche Quellen lohnt. Leiht uns also auch euer Ohr und hört rein, wenn wir gemeinsam mit Laura in die Welt der mittelalterlichen Soundscapes eintauchen - wie gewohnt auf der Homepage von Pergament und Mikrofon und überall, wo es Podcasts gibt.
Heute geht es bei Nina und Anika um nichts weniger als die nackte Wahrheit. Zusammen mit der Kunsthistorikerin und Grako-Koordinatorin Mariam Hammami staunen sie über vormoderne Druckgrafiken und lösen ein geheimnisvolles Rebus. Wie es bei einem Grako hinter den Kulissen aussieht, auf welche Herausforderungen man im Wissenschaftsmanagement stößt und was an Fächern so reizvoll ist, erfahrt Ihr in der 78. Folge unserer Coffeetalks!
In Folge 11 von Locus Criminalis rekapitulieren Toni und Marco nochmal Marcos gefeierten Studienabschluss und enthüllen dunkle Wahrheiten über Buchausleihen, versäumte Rückgaben und gruselige Bibliotheksgebühren. Annis Folterkammer lehrt die beiden diesmal auf Grundlage von Hans Talhoffers Fechtbuch und Heinrichs von Neustadt Versroman ‚Apollonius von Tyrland‘ alles zum gerichtlichen (Ehe-)Zweikampf.
Nach über einem Jahr in Bochum dürfen wir Philip Flacke endlich bei uns im Podcast begrüßen. Philip promoviert bei uns an der RUB im Graduiertenkolleg 2945 „Wissen – Glauben – Behaupten“ zu Wahrheit und Unwahrheit bei Hans Sachs. Heute hat er uns nicht nur ein kreatives Geschenk mitgebracht, das ihr in unserer Story sehen konnt, sondern gleich eine Szene für unsere Storytime geschrieben!
In dieser Folge schickt er uns ins 16. Jahrhundert: Nürnberg, 1527, unmittelbar nach den Bauernkriegen. Toni, Marco, Anni und Philip leihen ihre Stimmen Hans und Kunigunde Hergots Geschichte. Was Hans an seiner Druckerpresse druckt, ist kein Gebetbuch, es ist ein Pamphlet, das von einer Welt ohne Adel und Klerus träumt. Nur Gott soll noch herrschen. Das Urteil, das ihm dafür ergeht: Enthauptung. Sein Werk wird durch seine Frau Kunigunde fortgesetzt, die nach seiner Hinrichtung die Druckerei weiterführt und die Schulden abträgt.
Heute haben Nina und Anika Besuch aus Bochum und laden zum Heimspiel-Kaffee: Dorothee Lindemann hat die Neuauflage des Lehrbuchs „Mittelhochdeutsch als fremde Sprache“ im Gepäck und plaudert über die Entstehung des Buches, das begleitende elearning-Programm neli und ihre Erfahrungen aus der Unterrichtspraxis. Warum ihr gerade die Studieneingangsphase am Herzen liegt, was das Besondere an Kapitel 4 ist und wieso die „Ablauttabelle to go“ eine wirkliche Errungenschaft ist, erfahrt Ihr in der 77. Folge unserer Coffeetalks!
In der heutigen Folge gibt unser neues Teammitglied Till sein Debüt in der Rolle des Hosts. Begleitet wird er dabei von Ben, der mögliche Gefühle der Nervosität sehr gut nachempfinden kann – schließlich heißt nervös sein ja auch, dass man mit dem Herzen bei der Sache ist! Außerdem quatschen die beiden über Tills Bachelorarbeit und April-Tagungen, bevor es ans Eingemachte geht: Der heutige Gast ist Maximilian Hauten, der sich in seiner Masterarbeit mit mittelalterlicher Visionsliteratur befasst hat. Besonders interessiert haben ihn Darstellungen von keinem geringerem Ort als der Hölle.
Doch bevor die drei gemeinsam die Pforten der ewigen Verdammnis passieren, erzählt uns Maximilian etwas von seinem neuen Job: Er hat es als Mediävist in den Bundestag geschafft! Dort ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter eines Bundestagsabgeordneten. Im Gespräch zeigt uns Maximilian tolle Perspektiven für alle Of-Arts-Absolvent:innen und beweist, dass auch abseits der Universität spannende akademische Laufbahnen stattfinden können.
Ganz im Herzen der heutigen Folge steht das Genre der Visionsliteratur. Maximilian hat in drei mittelalterlichen Quellen, den Visiones Pauli, Tnugdali und Lazari die Darstellung des literarischen Raums der Hölle untersucht. Dabei ist diese keinesfalls so eindeutig wie zuerst angenommen. Ihr wolltet schon immer wissen, welche nicht-weltlichen Orte es neben dem Fegefeuer noch gibt und wie eine mögliche Höllenreise aussehen könnte? Maximilian führt uns mit den Visiones durch die spannenden Aushandlungsprozesse des Mittelalters zu Höllen-Vorstellungen.
Heute verquatschen sich Nina und Anika mit Jan Mohr, der gleich eine ganze Reihe spannender Themen mit zum Kaffee nach Bochum bringt. Dabei geht es nicht nur um Artusromane, Minnesang und Passionsspiele, sondern auch um das Heisenberg-Programm der Deutsche Forschungsgemeinschaft und die damit verbundenen Möglichkeiten, Forschungsprojekte zu realisieren. Auf welche Weise sich der beste Ritter der Tafelrunde ermitteln lässt, wie im Mittelalter geseufzt wurde und warum sich eine Reise nach Oberammergau ebenso lohnt wie nach Slowenien, erfahrt Ihr in der 76. Folge unserer Coffeetalks!
Während diese Folge für euch aufgenommen wurde, waren die Weihnachtsvorbereitungen im vollen Gange. Da wir aber damals schon geahnt haben, dass ihr euch an diesem Inhalt erst an Ostern erfreuen könnt, erfahrt ihr von Toni und Annie alles über ihre Osterdienstag-Traditionen und wie schräg es ist, zu Weihnachten bereits vom Osterhasen zu sprechen.
Unser heutiger Gast, Hannah Semrau, ist Promotionsstudentin an der Goethe-Universität Frankfurt und durch den regen Austausch zwischen Bochum und Frankfurt des Öfteren zu Gast in Bochum; so auch im Rahmen unserer Studierenden-Tagung Narrating Truth. Neben dem Schwelgen in Erinnerungen über vergangene Projekte wie dem Workshop „Kunstbäume“ in Berlin und Frankfurt, geht es aber vor allem um Hannahs Vortrags- und Promotionsthema: den Weisskunig.
Maximilian I. steht im Mittelpunkt dieser Folge, ein Herrscher, der nichts dem Zufall überließ, schon gar nicht, was nachfolgende Generationen über ihn lesen konnten. Mit Hilfe von Schreibern, Holzschnittkünstlern und Gelehrten erschuf er im Weisskunig sein eigenes Denkmal – ein historiografisches Kollektivwerk, das seinen Ruhm verewigen sollte. Doch wie viel historische Wahrheit steckt hinter diesem und dem Konzept des gedechtnus, und warum ließ ein Kaiser sein eigenes Leben von anderen aufschreiben?
Es erwartet euch ein Gespräch über Selbstdarstellung und Erinnerungskultur im Spätmittelalter, über die feine Grenze zwischen Fakt und Fiktion und was es bedeutet, wenn ein Herrscher sein eigenes Andenken gestalten will.
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