Wenn also Joe Biden und Xi Jinping heute in San Francisco zu einem Tête-à-Tête zusammenkommen, werden sie sich eingestehen müssen, was sie wahrscheinlich lieber vermieden hätten: Sie brauchen einander.
Washington hat mit der Konfliktachse Moskau-Ukraine-Iran-Israel ohnehin schon viel zu viel am Hals. Und in China ist das Wachstumsmodell der kommunistischen Partei vor die Wand gefahren und steckt in einer Abwärtsspirale fest.
Dennoch ist es eine ungleiche, zum Teil fast einseitige Annäherung zwischen beiden Ländern.
Amin Maalouf, der Präsident der L’Académie Française, sagte, beide Supermächte hätten taktische Gründe für eine Annäherung, aber China brauche sie mehr als die USA.
Anders als noch vor ein paar Jahren gerade von anti-westlichen Stimmen geradezu frohlockend prophezeit, wird China wird die USA erst viel später als gedacht als größte Volkswirtschaft der Welt in den Schatten stellen können. Doch das dies überhaupt geschieht, kann als ziemlich unwahrscheinlich betrachtet werden.
Laut Experten wird es nun bis Mitte der 2060er Jahre dauern, bis Chinas Bruttoinlandsprodukt das der USA übersteigt – und selbst dann wird dies „nur geringfügig“ geschehen, bevor es „wieder zurückfällt“. Vor der Pandemie ging man davon aus, dass China bereits zu Beginn des nächsten Jahrzehnts die Spitzenposition einnehmen und halten würde.
Sebastian erklärt, was die strukturellen Probleme Chinas sind und rechnet vor, warum es schwierig sein wird, die USA zu überholen.
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