ERF Plus - Bibel heute

Petrus und Johannes vor dem Hohen Rat (2)


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„Freuet euch, und abermals sage ich euch: FREUET EUCH!“ So hat es der Apostel Paulus im Philipperbrief formuliert. Bestimmt ist diese Aufforderung für Christen damals und heute. Deshalb: „Freuet euch und abermals sage ich euch: Freuet euch.“ (Philipper 4,4)

Denn wir hier in Deutschland dürfen frei heraus von JESUS, unserem HERRN erzählen.

Wir haben nichts zu befürchten, kein Gefängnis und schon gar nicht den Tod, wenn wir uns auf der Straße auf ein Podest stellen und freimütig das Wort GOTTES, die GUTE BOTSCHAFT verkünden.

Wenn, ja wenn wir uns nicht immer wieder selbst in ein Gefängnis stecken würden! Das Gefängnis des „sich beobachtet Fühlens“ das Gefängnis der „SELBSTZWEIFEL“.

Als ich noch ein kleiner Junge war und so manches einfach völlig unbekümmert machen – eben einfach machen – wollte, bekam ich häufiger von meiner Mutter gesagt: „Es ist mir völlig egal, was die Leute sagen. Aber was sollen denn die Nachbarn denken?“

Mir ist es ganz und gar nicht egal, was unsere Nachbarn denken. Was so manche Leute denken, die ich eigentlich nicht gut kenne und die mich auch nicht richtig kennen, das ist mir schon eher egal. Aber meine Nachbarn sind mir wichtig! Die Menschen in meiner weiteren Umgebung wie Arbeitsstelle, Sportverein - die sind mir alle wichtig. Aber ist mir dabei wichtig, wie toll ich in ihren Augen bin? Oder sind wirklich sie mir wichtig, die Menschen?

Ich habe leider nicht, wie es hier in der Apostelgeschichte von Petrus und Johannes erzählt wird, die Gabe des HEILENS! Ich hätte sehr gerne diese Gabe! Dann könnte ich so manchem lieben Menschen in meiner Umgebung helfen, seine/ihre Leiden oder Krankheit zu vergessen. Aber ich habe diese Gabe nicht. Und ich bin mir sicher, den Wunsch danach, den Wunsch diese Gabe zu besitzen, diesen Wunsch teile ich mir mit unzähligen anderen Menschen.

Aber wenn ich sie hätte, diese Gabe, wie würde ich sie nutzen? Still und völlig natürlich, quasi im Vorübergehen? Oder würde ich im Zeitalter der unbeschränkten Kommunikationsmittel eine große Show nach der anderen daraus machen? Frei nach dem Motto: „Wenn ich schon diese Gabe besitze, dann sollen auch so viele Menschen wie nur irgend möglich davon profitieren“? Und, was ist schon dagegen einzuwenden, wenn ich dann auch ein wenig Geld damit verdiene? Oder auch ein wenig mehr?

Aber da liegt schon ein großer Fehler: Eine Gabe Gottes werde ich niemals BESITZEN! Sie ist und bleibt immer EIN GESCHENK!

Sie kann aber auch erstarken nach schwachem Beginn. Manchmal wissen wir noch gar nicht, dass wir sie haben. Aber sie ist bereits in uns angelegt. Und wächst. Wächst in gleichem Maße wie unser Glaube wächst, unser Vertrauen in Gott.

Und genau so kann mir eine göttliche Gabe auch wieder genommen werden. Wenn ich sie zu meinem eigenen Lob und nicht zu seinem, zu GOTTES Lob einsetze. Da bin ich dann wieder bei meiner Frage: Ist mir dabei wichtig, wie toll ich in den Augen anderer bin? Oder sind wirklich sie mir wichtig, die Menschen?

Ich glaube, genau hier haben wir unseren persönlichen Bezug zu dieser Erzählung aus der Apostelgeschichte:

Wir laufen hier in Deutschland nicht Gefahr, vor Gericht erscheinen zu müssen, wenn wir frei und offen unseren Glauben leben und Zeugnis davon geben. Wenn ich mich als Christen bezeichne, als GOTTES Kind, dann muss ich mich auch immer selbst unter diesem Maßstab betrachten und betrachten lassen: Ist meine Liebe zu Gott, meine Liebe zu Menschen so groß? Ist es diese Liebe, die mich so oder so handeln lässt? Oder ist meine Selbstverliebtheit der wahre Antrieb?

Aber ich versichere ihnen, aus eigener Erfahrung, je mehr ich GOTT, je mehr ich JESUS CHRISTUS meine ehrliche, aufrichtige Liebe entgegenbringe, desto mehr werde ich erfahren, dass seine wirklich grenzenlose Liebe mich befreit. Mich frei macht von dem Funktionieren-müssen, von dem Leisten-müssen. Von dem „Sich beweisen-müssen“.

Dies sind die Gefängnisse, in die ich mich immer noch manchmal selbst einweise. Dabei darf ich doch vollkommen FREIMÜTIG meinen Glauben bekennen. Man mag mich belächeln, man mag mich einen religiösen Spinner nennen. Aber: ist das schlimm? Wirklich schlimm?

Zugegeben, es kratzt auch bei mir immer noch manchmal an meinem Selbstverständnis, meinem Selbstwert-Gefühl. Aber, wird mein Selbstwert-Gefühl davon bestimmt, was andere Menschen über mich denken? Oder von dem, was ich hoffe, dass GOTT über mich denkt? Und so, wie ich GOTT mittlerweile durch die Bibel und meine eigenen Erfahrungen erlebt habe, ist GOTT so unglaublich liebevoller und gnädiger in seinem Blick auf uns.

Er hat es so vielfältig schon bewiesen. Durch diese wundervolle Schöpfung, die er uns zum Geschenk gemacht hat. Und durch seinen Sohn, Jesus Christus, der sein Leben für uns gab. Mehr Liebe geht doch gar nicht. Diese Liebe schenkt jedem Christen auf jeden Fall die Freiheit, jene Gabe völlig FREIMÜTIG zu nutzen, die JEDER von uns Christen geschenkt bekommen hat: ZU BETEN!

Beten heißt, mit GOTT zu reden. IHM freimütig alles anzuvertrauen, was uns quält, belastet und auch was uns freut. Zu bitten, … für den Frieden auf der Welt, für Arbeitsstellen und Gesundheit. Wir können oft nicht mitbestimmen, nicht mitregieren. Aber ist DAS meine AUFGABE? - Was ist meine Aufgabe?

Ich kann für unsere Politiker beten. Für gute Entscheidungen, möglichst unter GOTTES Führung. Leider gleiten wir immer mehr in ein Deutschland, in ein Europa, in dem der christliche Glaube immer weniger Bedeutung hat. Aber gerade deshalb ist es meine Aufgabe, bei jeder sich zeigenden Gelegenheit, freimütig Zeugnis zu geben von meinem Glauben. Von der Liebe Gottes, der Liebe Jesu Christi.

Autor: Armin Raether

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