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Linus ist ein letztes Mal dabei, bevor er am Shibuya Crossing getunte JDM-Karren als Tramper anhält. Los geht es mit Content-Empfehlungen, einem siebenstündigen Video-Essay von Franz Pökler, Battle Rap als Live-Erfahrung und einem kurzen Ausflug in Marcos Zeit als Videojournalist bei rap.de. Dann die Statistiken der Woche: Podcast-Werbeausgaben sind um 11 Prozent gestiegen und liegen bei drei Milliarden Dollar, 76% der Gen Z vertrauen Produkten eher, wenn ein Creator sie empfiehlt, 45% skippen den Werbeblock nicht, wenn der Creator ihn selbst einspricht, und auf Twitch sehen 79% Werbung gar nicht als Werbung, sondern als Unterstützung des Creators. Kleiner Themenschwenk: Früher zählte das Endprodukt, heute klickt sich das Making-of teilweise besser als das fertige Bild. Marco erklärt, warum der Prozess inzwischen der Vertrauensbeweis ist und nicht mehr die Qualität, warum Kunden im PPM nach dem Instagram-Reel statt nach der Kampagne fragen, wo für ihn die Grenze liegt, bevor alles entzaubert ist, und warum in fünf Jahren auf Kampagnen ein Human-Made-Stempel stehen wird statt eines KI-Hinweises. Zum Schluss geht es noch um Human Washing als neue Variante von Greenwashing, darum, warum man nicht jedes Hobby monetarisieren muss, um Nachbarschaft als verlerntes Handwerk, eine finnische Wetterbericht-Community, in der niemand Finnisch spricht, und einen Twingo-Roadtrip quer nach Südosteuropa. Und ey, nächste Folge ist Hagen wieder am Start - yeeees! Sayonara Doitsu! Bis in zwei Wochen!
Unser rasender Internet Reporter Linus ist wieder am Start, diesmal aus einem der neuen Studios von Justaddsugar. Neue Rubrik: was ging die letzten zwei Wochen im World-Wide-Web? Los gehts mit der ersten These: Junge Menschen konsumieren immer weniger echte Fiktion und damit geht Abstraktionsfähigkeit verloren. Wer sich nicht mehr in Herr der Ringe hineindenken kann, kann sich vielleicht auch keine bessere Gesellschaft mehr vorstellen. MrBeast hat Titanic nie gesehen und hält den Film für Zeitverschwendung. Dazu die Frage, ob Netflix und Marvel selbst dazu beitragen, dass gute Fiktion stirbt. Steile These. Ballright. Dann der Fall Jean Philanthrope: dieser exzentrische Franzose im burgunderroten Dreiteiler, der in Straßencafés zu Dirty UK Grime shadowboxt. Linus hat ihn auf LinkedIn gefeiert, bevor ihm auffiel, dass der Charakter KI-generiert ist und am Ende ein Shitcoin-Scam dranhängt. Krass gut gemacht, nahezu jeder drauf reingefallen. Außerdem: 78% halten KI-Werbung für weniger authentisch, 73% vertrauen ihr weniger, plus ein kurzer Exkurs zum Survivorship Bias in solchen Umfragen. Warum WC-Ente KI-Slop macht und wer das freigegeben hat? (Melde dich, falls du es warst <3) Ragebait als Strategie bei Sydney Sweeney und American Eagle. Wie sich Social Media Budgets gerade verschieben und warum Digital Video wächst. Lidl als Lehrstück für Social Media als Betriebssystem, vom Pinguin-Meme bis zum Döner-Croissant in der Tiefkühltruhe. Der DFB-Wechsel von Adidas zu Nike. Überprozessierte Content-Produktion und ein Freelancer, der allein zehnmal mehr Assets schafft als die ganze Crew. Und zum Schluss Bildschirmzeiten, Pferde (wtf) und das iPhone Duo. Genug Internet für heute, lasst eine Bewertung da. Bis in zwei Wochen! Adios!
// YouTuber Jarrett Moore: https://www.youtube.com/@jarrettmoore6458
Hagen packt noch seine Umzugskartons aus, aber Linus ist wieder am Start. Bad News: diesmal ohne Frühstücksei. Der CCO von Justaddsugar bringt ein Thema mit: die Dead Internet Theory. Angefangen hat es bei ihm mit einem Bot-Account unter einem politischen Reel, der auf einen Prompt hin brav ein Waffelrezept ausgespuckt hat. Bei Marco mit einem Sleepstory-Channel über Mittelalter, den er zwanzig Folgen lang gehört hat, bevor ihm auffiel, dass Stimme und Skript komplett KI-generiert sind. 53 Prozent des Internet-Traffics sind mittlerweile Bots, 40 Prozent davon Bad Bots. Die beiden sprechen über KI-generierte Lebensläufe, die von KI-Tools gelesen werden, über SEO, GEO und die Frage, ob Suchmaschinen bald nur noch für Agenten da sind, über Apples neues Echtheitszertifikat für Fotos und darüber, warum Behind the Scenes und unperfekte, analoge Bildsprache in der Werbefotografie gerade so gefragt sind. Human Proof als neues Qualitätssiegel. Tricky Thema: digitale Ausweispflicht, ja oder nein? Was passiert mit Reddit, mit Anonymität, mit Trolling als Ventil, wenn überall der Klarname steht? Dazu Bots in Counter-Strike, JP Morgan und Skin-Economy, Incogni und Datenbroker, Aufmerksamkeit als Energieerhaltungssatz und die Frage, ob der Offline-Trend das Ganze am Ende sowieso überholt. Alle Links as alaways in den Shownotes. Merci ihr Lieben, lasst eine Bewertung da. Bis in zwei Wochen!
/// Youtube Doku: https://youtu.be/UnJKOYOkRMk
Forum: https://forum.agoraroad.com/index.php?threads/dead-internet-theory-most-of-the-internet-is-fake.3011/
Imperium Podcast: https://open.spotify.com/show/4pK0IusbZQpEGIlLYY4qWM?si=65b7cf5c221740d8
Hagen steckt im Umzugshustle, deswegen sitzt diesmal Linus Specht neben Marco. Ihr kennt Linus: Memelord, äh, CCO bei Justaddsugar Agency und schon in S05E04 bei PB zu Gast. Diesmal bringt er ein Thema mit, das Marco bis vor ein paar Tagen null aufm Schirm hatte: Girl EDM. Nostalgischer Trance, hochgepitchte Nightcore-Vocals, übersteuerte Kicks, dazu Frutiger Aero und Windows Vista Ästhetik, Lensflares und Camcorder-Optik. Ein Genre irgendwo zwischen Hyperpop, Eurodance und Y2K, das nicht im Konferenzraum von Universal entstanden ist, sondern in Subreddits und Discord-Channels, über TikTok groß wurde und inzwischen Welttourneen füllt. Die beiden sprechen über Memphis LK, Ninajirachi und Porter Robinson, über Maximalismus als Gegenbewegung zum Vanilla-Girl-Millennial-Minimalismus, über "erfundene" Nostalgie und darüber, warum die Ästhetik bewusst unzugänglich ist. Wie geht man als Social Media Agentur mit so einer Bubble um, wenn ein Kunde plötzlich diese Gen Z Zielgruppe anzapfen will? Linus erzählt, was er über Culture Marketing gelernt hat, warum es immer ein Geben sein muss und wo für ihn persönlich die Grenze verläuft zwischen guter Remix-Kultur und einfach nur geklaut. Zudem geht es um KI in der Musikproduktion und Suno, um Türsteher in der EDM-Szene, den gestiegenen Frauenanteil auf Festival Line-ups und die Frage, ob das Female Empowerment hier real ist oder Industry Plant. Und ey, schaut diese Folge am besten mit Video, das Thema ist zur Hälfte visuell. An dieser Stelle auch nochmal sorry für Marcos Lags und die Latenz in dieser Folge. Links zu den Artists und Musikvideos gleich hier unten in den Show Notes. Ah noch eine Bitte: lasst eine Bewertung da, ihr lieben Piccolinis! <3
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Ninajirachi & Porter Robinson - WannaCry https://youtu.be/Ob_EDY9Eiis?list=RDOb_EDY9Eiis
Memphis LK - Some Kinda Heaven https://youtu.be/TBsWoI-JD_o
Ninajirachi - iPod Touch https://youtu.be/MxekyGtqcNE
Superjalda - BLOND https://youtu.be/yVySN4atljE?list=RDyVySN4atljE
Ryan Case, Halle Burnett - OVER & OVER https://youtu.be/Uo3ut7YhQEM?list=RDUo3ut7YhQEM
Diese Folge fängt an mit einem Blitz, den Hagen gatekeepen will und endet bei Speedo und Cowboyhut auf Ibiza. Wilde Fahrt. Aber tatsächlich starten die beiden Werbedullies mit dem EU AI Act. Seit dem 2. August müssen KI-generierte Werbebilder gekennzeichnet werden und Marco erzählt, warum eine Berliner Pilsner Kampagne die ganze Szene aufgescheucht hat, wer eigentlich haftet und warum manche Kunden gerade wieder angekrochen kommen und doch lieber fotografieren lassen wollen. Dann kommt der harte Cut in dieser Folge: welche Orte machen einen zu dem, der man ist? Hagen zieht raus aufs Land, an einem Ort, an dem er nicht beweisen muss, wer er ist. Marco redet über seine Ziele mit 24 in NYC. Und siehe da: ein Ziel, das sich zwölf Jahre später am Times Square erfüllt. So genug jetzt. Lasst gerne eine Bewertung da, ihr lieben Piccolinis. Bis in zwei Wochen. Kuss aufs Ohr. Ah und folgt uns mal auf Insta rein: @picobellopodcast
/// Edeltalk x Solmecke Folge: https://youtu.be/7yKx6GIp6PA
Was ist Inspiration eigentlich? Der kleine Bruder der Kreativität oder der Funke, der allem vorausgeht? In dieser Folge sprechen Marco und Hagen darüber, wann sie zuletzt wirklich inspiriert waren: von einer Parship Kampagne, die ein ganzes Portfolio umgekrempelt hat, über Krampus-Masken und Heimatarbeit bis zur Y2K-Nostalgie für das kommende RIN Album. Es wird wissenschaftlich (Evokation, Transzendenz, Motivation und das Default Mode Network), philosophisch (Team Nietzsche oder Team Heidegger?) und ehrlich: Warum verlernen wir, uns zu langweilen? Weshalb entstehen die besten Ideen unter der Dusche oder auf dem Laufband? Und wieso ist eine anonyme Drohmail vielleicht das beste Kompliment für ein Ausstellungsprojekt? Dazu gibt es konkrete Ansätze: produzieren statt warten und Anfänger bleiben. Was inspiriert euch? Schreibt es gerne in die Kommentare. Egal ob auf Spotify, YouTube oder Insta. Bleibt inspiriert, ihr lieben Piccolinis!
Nach 80 Tagen Sommerpause ist PICOBELLO endlich wieder zurück. Hagen & Marco sprechen über ein Thema, das jeden Kreativen irgendwann einholt: die Angst vor Bedeutungslosigkeit. Warum haben wir das Gefühl, ohne Sichtbarkeit nicht zu existieren? Warum verwechseln wir Aufmerksamkeit mit Bedeutung? Die beiden nehmen das Thema aus zwei Richtungen auseinander. Hagen blickt auf die Online-Welt, auf Social Media, Algorithmus und die Frage, warum Kreative ständig Angst haben, nicht gesehen zu werden. Marco zoomt raus und fragt, wofür man eigentlich in Erinnerung bleiben will und ob die eigene Arbeit überhaupt Spuren hinterlässt. Es geht um Sichtbarkeit vs. Bedeutsamkeit, Bestätigung vs. Resonanz, Followerzahlen, Engagement Rate und die Frage, ob ein Artist mit 500 Followern, der genau weiß warum er es macht, am Ende stabiler ist als einer mit 500.000. Dazu Themen wie Vertrauen im Kundenpitch, dem „Show you working, not your work“-Trend und die Geschichte von Sugarman, dem Musiker, der nicht wusste, dass er ein Superstar war. Lasst gerne etwas Liebe da und genießt den Sommer.
Warum hat eigentlich jeder Angst? Genau darüber geht es in dieser PICOBELLO Folge. Es geht um die Angstkultur in unserer Branche und darüber, wie sehr Unsicherheit, Absicherungsdenken und Hierarchien kreative Prozesse ausbremsen. Ausgangspunkt ist eine reale Kampagnensituation, in der aus endlosen Korrekturschleifen, politischem Taktieren und unausgesprochenen Spannungen erst dann wieder ein produktiver Prozess wurde, als der Elefant im Raum endlich benannt wurde. Von dort aus geht es tief rein in die Frage, warum so viele Entscheidungen heute nicht nach Qualität, Mut oder Überzeugung getroffen werden, sondern danach, was am wenigsten Risiko für die eigene Position bedeutet. Dazu kommen starke anonyme Stimmen aus dem PICOBELLO Beichtstuhl, die zeigen, wie Angst auf Kundenseite, in Agenturen, Produktionen und Kreativteams wirkt: von Entscheidungsvermeidung über Mittelmaß und Verantwortungs-Pingpong bis hin zu körperlichem Stress, innerem Druck und kreativer Lähmung. Marco und Hagen sprechen über Ego, Sicherheit, Statusverlust, Gleichgültigkeit, Vergleich, Kontrollzwang und darüber, warum mutige Ideen oft schon im System kleingemacht werden, bevor sie überhaupt eine Chance bekommen. Eine Folge über Arbeitskultur, Macht, Verantwortung und die Frage, was passieren würde, wenn alle Beteiligten in einem Prozess einmal radikal ehrlich sagen würden, wovor sie eigentlich wirklich Angst haben. Lasst und ein Follow da, Bewertung sowieso und bis in zwei Wochen zur nächsten Folge. Folgt PICOBELLO auf Instagram, damit ihr nichts verpasst.
// Buch von Rutger Bregman „Im Grunde gut“ https://amzn.eu/d/09ReUgr6
Videocalls bestimmen unseren Alltag, aber arbeiten wir dabei wirklich noch? Genau darum geht es in dieser PICOBELLO Folge. Hagen und Marco sprechen über Meeting-Inflation, schlechte Vorbereitung, stille Anwesenheit als Arbeitsnachweis und die absurde Realität, dass oft mehr über Arbeit geredet wird, als sie wirklich zu machen. Dazu kommen anonyme Stimmen aus dem PICOBELLO Beichtstuhl, die zeigen, wie sich unproduktive Calls in Kreativagenturen, Produktionen und auf Kundenseite anfühlen, von zehn Leuten im Call ohne klare Zuständigkeit bis zu endlosen Feedbackrunden, in denen alle dasselbe sagen und niemand wirklich weiterkommt. Es geht um Zeit, Aufmerksamkeit, Verantwortung, Angstkultur, Sichtbarkeit als Leistungsbeweis und die Frage, warum so viele Videocalls eher ein Symptom schlechter Organisation als echte Zusammenarbeit sind. Eine Folge über Arbeitskultur, Kommunikationschaos und darüber, wann ein Call wirklich sinnvoll ist und wann eine Mail, ein Anruf oder einfach still arbeiten die deutlich bessere Lösung wäre. Lasst wieder etwas Liebe da, Follow und Bewertung und bis in zwei Wochen zur nächsten Folge. Folgt PICOBELLO auf Instagram, damit ihr nichts verpasst: www.instagram.com/picobellopodcast
Artikel:
Harward Business: https://hbr.org/2022/03/dear-manager-youre-holding-too-many-meetings
Harward Business: https://hbr.org/2017/07/stop-the-meeting-madness
Du wachst auf und bist schon müde. Kein Chef, kein Nine-To-Five, aber im Kopf läuft trotzdem direkt die Dauerschleife aus Verantwortung, Unsicherheit und Delivery-Druck. Wie frisst sich dieser Dauerstress über Jahre in den Körper? Von verspannten Schultern, Tinitus über Zähneknirschen bis zu dem Gefühl, nach einer Abgabe mental loslassen zu wollen, während der Körper noch im Alarmmodus hängt. Hagen bringt die andere Seite rein: Angestellte haben den Druck ebenfalls, teils sogar brutaler, weil sie auf dem Katapultstuhl sitzen und im Zweifel fliegen. Gemeinsam sprechen sie über Stress als echten Kreativkiller, Entscheidungsblockade, Schockstarre und die Negativspirale aus Überforderung und Prokrastination. Dazu kommen harte Realitätspunkte aus der Praxis, von Verantwortungsthemen, die keiner sieht, bis zu Spätfolgen wie Tinnitus. Am Ende geht es um konkrete, alltagstaugliche Mechaniken statt Perfektion: Journaling, Gedanken aus dem Kopf schreiben, Atemtechniken, Routinen, Grenzen und vor allem die Akzeptanz, dass man nicht alles kontrollieren kann. Bewertung dalassen, folgen und bis in zwei Wochen! Instagram: @picobellopodcast
Bayes Business School Studie: https://www.bayes.citystgeorges.ac.uk/news-and-events/news/2026/january/new-research-reveals-the-true-extent-of-self-employment-on-stress
Huberman Lab: https://www.hubermanlab.com/
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