Soforthilfen, Kurzarbeitergeld, Kredite - die Bundesregierung hat im Kampf gegen Corona das größte Rettungspaket der bundesdeutschen Geschichte geschnürt: 1,2 Billionen Euro. Formal dürfen nur gesunde und von Corona betroffene Firmen diese staatlichen Darlehen beantragen. Aber für Geldwäscher und Pleite-Kandidaten bietet das schnelle Geld vom Staat eine prima Gelegenheit, ihre illegalen Geschäfte auszubauen oder zu gesunden, wenn sie vorher krank waren. Beispiel Condor. Die Chartergesellschaft brauchte bereits nach dem Aus der Muttergesellschaft einen Staatskredit. Karstadts Galeria Kaufhof verhandelte lange vor der Krise über Staatshilfe und schlüpft jetzt schnell noch unter einen Schutzschirm, ist erst einmal sicher vor den Gläubigern. Das schnelle Geld wird aber an der Börse gemacht: Ein Hedgefonds setzte Milliarden auf fallende Aktien in Europa. Jetzt schaut die Finanzaufsicht genauer hin. Was Pandemien anrichten, zeigt ein Blick in die Historie. Als Folge der mittelalterlichen Pest verdienten die überlebenden Arbeitskräfte in der Landwirtschaft mehr. Sie hatten eine höhere Verhandlungsmacht. In England brachen dagegen Revolten der Bauern aus, die sich mehr Freiheit und Rechte erkämpfen mussten. So ist das in einer Krise: Es gibt die Guten und die Bösen, die Profiteure und die Verlierer.