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„Du kriegst wohl deine Tage?“ Diesen blöden Kommentar kennen viele Frauen, Mädchen und Menschen mit Uterus. Gemeint sind damit die fiesen Symptome vor der Blutung, die mit PMS zusammengefasst werden.
Blähbauch, Pickel, Lust auf Schokolade, Bedürfnis nach Rückzug, Nackenschmerzen, das Gefühl, eine Erkältung zu bekommen, Reizbarkeit, Wutanfälle – wie sich die PMS zeigt, das ist bei jeder ganz individuell. Leider gibt es noch etwas, das schlimmer ist als die vielfältigen und nervigen Symptome vor dem Einsetzen der Regelblutung. Die Rede ist von PMDS, der prämenstruellen dysphorischen Störung, also so was wie der bösen Schwester von PMS. Hier kommt es zu richtigen Ausrastern oder schweren Depressionen mit Suizid-Gedanken.
Von den schätzungsweise 30 bis 40 Prozent aller Frauen bzw. aller Menschen mit Uterus, die mit PMS zu tun haben, leiden 3 bis 4 Prozent an PMDS, einer Störung, die wirklich eine ernstzunehmende Erkrankung ist.
Laura Freisberg und Barbara Streidl sprechen dazu mit einer Frau, die davon selbst betroffen ist und gleichzeitig anderen hilft, mit PMDS umzugehen. Dani Wolf nennt sich selbst PMDS-Mentorin. Sie hat eine Selbsthilfegruppe gegründet, ein Buch geschrieben und sie bietet individuelle Beratung an. Als sie damals, vor zehn Jahren, anfing, zu ihrer Erkrankung zu recherchieren, hat sie sich von der Ärzteschaft ziemlich alleingelassen gefühlt. Und auch heute weiß nicht jede*r Frauenärzt*in, wie diese Krankheit zu behandeln ist.
Ein Fazit von Laura Freisberg nach dem Gespräch: Selbst wenn “nur” die PMS mit den Jahren etwas krasser geworden ist, lohnt es sich, zu wissen, wie die Hormone auf unsere Psyche wirken. Denn wie Dani Wolf in ihrem Buch schreibt: „Ich habe gemerkt, dass ich auf mich selbst achten muss“. Ein Zyklus-Tagebuch, wie es auch für Menschen mit PMDS empfohlen wird, kann dazu ein erster Schritt sein. Denn das Wissen um die eigenen Herausforderungen kann helfen, besser durch die blöden Tage vor der Tagen zu kommen.
Du kannst auch selbst Mitfrau werden und dich aktiv bei unserer Ideenfindung und Programmplanung einbringen. Mitfrau werden ist für dich kostenlos!
Metadaten:
Der Beitrag PMDS – die böse Schwester von PMS erschien zuerst auf Frauenstudien München e.V..
By Laura Freisberg und Barbara Streidl„Du kriegst wohl deine Tage?“ Diesen blöden Kommentar kennen viele Frauen, Mädchen und Menschen mit Uterus. Gemeint sind damit die fiesen Symptome vor der Blutung, die mit PMS zusammengefasst werden.
Blähbauch, Pickel, Lust auf Schokolade, Bedürfnis nach Rückzug, Nackenschmerzen, das Gefühl, eine Erkältung zu bekommen, Reizbarkeit, Wutanfälle – wie sich die PMS zeigt, das ist bei jeder ganz individuell. Leider gibt es noch etwas, das schlimmer ist als die vielfältigen und nervigen Symptome vor dem Einsetzen der Regelblutung. Die Rede ist von PMDS, der prämenstruellen dysphorischen Störung, also so was wie der bösen Schwester von PMS. Hier kommt es zu richtigen Ausrastern oder schweren Depressionen mit Suizid-Gedanken.
Von den schätzungsweise 30 bis 40 Prozent aller Frauen bzw. aller Menschen mit Uterus, die mit PMS zu tun haben, leiden 3 bis 4 Prozent an PMDS, einer Störung, die wirklich eine ernstzunehmende Erkrankung ist.
Laura Freisberg und Barbara Streidl sprechen dazu mit einer Frau, die davon selbst betroffen ist und gleichzeitig anderen hilft, mit PMDS umzugehen. Dani Wolf nennt sich selbst PMDS-Mentorin. Sie hat eine Selbsthilfegruppe gegründet, ein Buch geschrieben und sie bietet individuelle Beratung an. Als sie damals, vor zehn Jahren, anfing, zu ihrer Erkrankung zu recherchieren, hat sie sich von der Ärzteschaft ziemlich alleingelassen gefühlt. Und auch heute weiß nicht jede*r Frauenärzt*in, wie diese Krankheit zu behandeln ist.
Ein Fazit von Laura Freisberg nach dem Gespräch: Selbst wenn “nur” die PMS mit den Jahren etwas krasser geworden ist, lohnt es sich, zu wissen, wie die Hormone auf unsere Psyche wirken. Denn wie Dani Wolf in ihrem Buch schreibt: „Ich habe gemerkt, dass ich auf mich selbst achten muss“. Ein Zyklus-Tagebuch, wie es auch für Menschen mit PMDS empfohlen wird, kann dazu ein erster Schritt sein. Denn das Wissen um die eigenen Herausforderungen kann helfen, besser durch die blöden Tage vor der Tagen zu kommen.
Du kannst auch selbst Mitfrau werden und dich aktiv bei unserer Ideenfindung und Programmplanung einbringen. Mitfrau werden ist für dich kostenlos!
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