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Im zweiten Teil der Doppelfolge über Berlins erste Polizeirätin sprechen Biografin Elisabeth Wagner und ich darüber, wie es Martha Mosse erging, nachdem sie Anfang 1933 aus antisemitischen Gründen aus dem Dienst entfernt wurde. Wir sprechen über Wege des Überlebens, über Dilemmata und darüber, warum es für Martha Mosse trotz wohlhabender Familie und internationaler Kontakte keine Option war, zu emigrieren. Spoiler: Es hatte wohl nicht zuletzt mit Liebe zu tun.
1943 wurde Martha Mosse nach Theresienstadt deportiert. Sie überlebte und kehrte im Juli 1945 auf einem Laster zurück nach Berlin. Was (bzw. wen) sie dort vorfand, hat nicht nur Elisabeth Wagner zutiefst berührt.
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Literatur:
Themen: Frauengeschichte, jüdische Geschichte, Weimarer Republik, Nationalsozialismus, lesbische Geschichte, queere Geschichte, queer, Liebe, Frauenbewegung, Feminismus, Berliner Frauenbund, Nachkriegszeit
Bild: Wikimedia Commons
Martha Mosse war Jüdin, Feministin und promovierte Juristin. Gemeinsam mit ihrer Lebensgefährtin Erna Stock lebte sie ein emanzipiertes und selbstbestimmtes Leben, bis sie 1933 brutal aus ihrem hart erkämpften Job im höheren Polizeidienst der Stadt Berlin verjagt wurde. 1943 wurde sie nach Theresienstadt deportiert - und überlebte: Sie wurde 93 Jahre alt.
In dieser Folge spreche ich mit Elisabeth Wagner, Autorin des Buchs "Die Mosse-Frauen" über die erste Hälfte dieses bewegten Lebens: von den ersten Trippelschritten einer Zweijährigen auf einem Dampfer nach Japan bis zum Höhepunkt ihrer beruflichen Laufbahn als erste Polizeirätin in der "Roten Burg" am Alexanderplatz.
Und natürlich reden wir auch über Liebe. ;)
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Quellen und Literatur:
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Themen: Feminismus, queere Geschichte, Lesbengeschichte, lesbische Geschichte, Frauengeschichte, jüdische Geschichte, Kaiserreich, Weimarer Republik, Nationalsozialismus
In dieser Folge spreche ich mit Dr. Elisabeth Wagner, Autorin des Buchs "Die Mosse-Frauen", über eine Frau, sich als Verlegergattin und "First Lady" des Berliner Zeitungswesens nicht nur einen festen Platz im Berliner Gesellschaftsleben erarbeitete, sondern darüber hinaus auch noch immens viel Gutes für Kinder und insbesondere Mädchen bewirkte.
Außerdem sprechen wir über Besonderheiten und Anforderungen beim Schreiben von Frauenbiografien und die manchmal wundersame Gedankenwelt männlicher Feuilletonisten. ;)
Diese Folge ist der erste Teil einer Miniserie über zwei Frauen der Familie Mosse, deren Leben zusammen mehr als ein ganzes Jahrhundert umspannen. In Teil 2 und 3 wird es um Emilies Nichte Martha Mosse gehen - Tochter des Kaiserreichs, "Neue Frau" der Weimarer Republik, Opfer der Nationalsozialisten und Wiederaufbauerin der Frauenbewegung der Nachkriegszeit. Über sie hatten wir so viel zu sagen, dass es gleich zwei Folgen geworden sind ...
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Literatur:
Themen: Frauengeschichte, jüdische Geschichte, Kaiserreich, Kaiserzeit, Weimarer Republik, Journalismus, Mosse-Verlag
Heute gibt’s mal wieder eine Geschichte aus dem Leben einer Frauenrechtlerin: Margarete Friedenthal, Akteurin der Berliner Frauenbewegung und eine Frau, die sich einen Weg suchte, ihr Leben lebenswert zu gestalten. Auch Liebe gehörte dazu …
Und nächsten Monat geht es dann weiter mit einer Folge, die schon in Arbeit ist, aber noch etwas Zeit braucht.
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Mein Buch Die Vorkämpferinnen. Wie aus vielen Frauen eine Bewegung wurde ist am 29.4. im S. Fischer Verlag erschienen und ist im Buchhandel erhältlich.
Unterstützt den Podcast gern mit einem freiwilligen Abo auf Steady - auch monatsweise abschließbar!
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Quellen und Literatur:
Berliner Frauenbund 1945 e.V.: Historisch-chronologische Daten der Altershilfe, Nachlass Isa Gruner, Landesarchiv Berlin, Signatur LAB B Rep. 235-10 MF Nr. 238
Friedenthal, Margarete: Brief an die korrespondierenden Mitglieder der Centralstelle für Arbeiterinnen-Organisation, 5.12.1904, Nachlass Verband fortschrittlicher Frauenvereine, Landesarchiv Berlin, Signatur A Rep. 060-52
Friedenthal, Margarete: Brief an Wolfgang Mittermaier, Nachlass Wolfgang Mittermaier, Universitätsbibliothek Heidelberg, Signatur Heid. Hs. 3443,64.
Pappritz, Anna, Tagebuch, Nachlass Anna Pappritz, Landesarchiv Berlin, Signatur LAB B Rep. 235-13 MF Nr. 3466-3467
Pappritz, Anna, “Wie ich zu meiner Arbeit kam”, Manuskript, Nachlass Anna Pappritz, MF-Nr. 3467-3470
Pappritz, Anna, Brief an Martha Dönhoff, 19.11.1936, Nachlass Martha Dönhoff, Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit/Archiv des Liberalismus, Signatur N41-10
Velsen, Dorothee von: Im Alter die Fülle, Tübingen 1956
Velsen, Dorothee von: Briefe an Martha Dönhoff, 5. und 12. Juni 1941, Nachlass Martha Dönhoff, Signatur N41-4.
Wolff, Kerstin: Anna Pappritz (1861-1939). Die Rittergutstochter und die Prostitution, Sulzbach/Taunus 2017
Themen: Frauengeschichte, queere Geschichte, lesbische Geschichte, Feminismus, Berlin, Schöneberg, Kaiserreich, Weimarer Republik
Für diese Folge habe ich mir mal wieder Besuch eingeladen: Mirjam Müntefering - Erfolgsautorin, Hundefreundin und, wie ihr sehen werdet, fantastische Gesprächspartnerin.
Wir sprechen über Mirjams Bücher, übers historische Schreiben in Roman und Sachbuch, über lesbische Protagonistinnen, Coming-Out in den 1990ern, Hunde, Tintenfüller und vieles mehr.
Der erste Band von Mirjams neuem Zweiteiler "Die Honigfrauen" erscheint am 20. Mai im Blanvalet Verlag und ist schon jetzt vorbestellbar. Im selben Verlag findet ihr auch ihre historische Trilogie "Gut Friesenhain", in dem wir drei Frauen Ende des 19. Jahrhunderts dabei begleiten, ihren Weg zu machen. Mirjams wunderschönes lesbisch-queeres Buch "Mittendrin im Lilabunt", über das wir natürlich auch sprechen werden, erschien im Helmer Verlag
Mein Buch (das aber diesmal nur am Rande vorkommt ;)) heißt "Die Vorkämpferinnen. Wie aus vielen Frauen eine Bewegung wurde" und erzählt die Geschichte der deutschen Frauenbewegung von 1848 bis zum Wahlrecht.
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Müssen Feministinnen immer so wütend sein? Können sie nicht einfach nett und freundlich sagen, was sie wollen?
In dieser etwas spontanen (und leicht verschnupften) Osterfolge widmen wir uns der Geschichte von Frauen, die es lange „im Guten“ versuchten - und dabei feststellten: Argumente allein reichen nicht! Warum Feminismus ohne Wut nicht auskommt und wie selbst eine der moderatesten Vertreterinnen der Frauenbewegung der Zorn packte, erfährst du in dieser Episode.
Vorbestell-Ticker: Mein Buch Die Vorkämpferinnen. Wie aus vielen Frauen eine Bewegung wurde erscheint am 29. April im S. Fischer Verlag. Signierte Exemplare könnt ihr euch noch noch bis Mitte April exklusiv bei Autorenwelt und Dussmann - das Kulturkaufhaus sichern.
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Die Quellen zur Folge:
Nein, Clara Zetkin hat ihn nicht “erfunden” - aber ganz unbeteiligt war sie an seiner Entstehung nicht: Heute schauen wir uns die Geschichte des Internationalen Frauentags an.
In dieser Episode erfährst du,
was eine jüdische amerikanische Sozialistin mit ukrainischen Wurzeln mit der Entstehung des Internationalen Frauentags zu tun hat,
wie Clara Zetkin ins Spiel kam
seit wann der Frauentag am 8. März begangen wird
wie es in Deutschland mit dem Tag weiterging,
und wir werden darüber sprechen, warum dieser Tag auch heute noch wichtig ist - ob als Internationaler Frauentag, feministischer Kampftag oder globaler Streiktag!
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Quellen und Literatur zur Folge
Laura Baumgarten (aka @frauabgeordnete): Instagram-Post zum Internationalen Frauentag 2025
Mari Jo Buhle: Women and American socialism, 1870-1920, Urbana 1981
Theresa Malkiel: The Diary of a Shirtwaist Striker, Ithaca und London 1990 (darin besonders auch der einleitende Essay von Françoise Basch).
Sally M. Miller: From Sweatshop Worker to Labor Leader: Theresa Malkiel, A Case Study, in: American Jewish History 68 (1978), Heft 2, S. 189-205.
Vincent Streichhahn: Zur „Frauenfrage“ und Sozialdemokratie im deutschen Kaiserreich, in: Vincent Streichhahn/Frank Jacob (Hrsg.), Geschlecht und Klassenkampf. Die „Frauenfrage“ aus deutscher und internationaler Perspektive im 19. und 20. Jahrhundert, Berlin 2020, S. 48-77
Clara Zetkin (Hrsg.): Berichte an die zweite Internationale Konferenz sozialistischer Frauen zu Kopenhagen am 26. und 27. August 1910, Stuttgart 1910, S. 85 (hier im Archiv der Friedrich-Ebert-Stiftung online einsehbar)
Zweite Internationale Konferenz sozialistischer Frauen in Kopenhagen. Provisorische Tagesordnung, provisorische Geschäftsordnung, Anträge und Resolutionen, Kopenhagen 1910 (hier im Archiv der Friedrich-Ebert-Stiftung online einsehbar)
In dieser Folge spreche ich mit der Autorin Susanne Goga über ihre jüngsten Projekte und über ihre Leib- und Magen-Ära für historische Romane und Krimis: den Ersten Weltkrieg und die Weimarer Republik. Anhand ihrer neuesten Bücher, Die wilden Jahre (2025) und Die Geister von Beelitz (Erscheinungstermin: 19.2.2026) sprechen wir sprechen über Rechercheprozesse und über historische Themen und Personen, die in ihre Bücher einfließen: vom Düsseldorfer Schauspielstudent Gustav Gründgens über die ersten Berliner Polizistinnen Martha Mosse und Friederike Wieking bis hin zum legendären obersten Mordermittler der Weimarer Republik, Kriminalrat Ernst Gennat. Es geht um Frauenfiguren, Männlichkeitsbilder im Krimi-Genre, um queere Dimensionen und Familienbeziehungen. Freut euch auf eine Folge, in der wir (Geschlechter-)Geschichte mal aus einem etwas anderen Blickwinkel betrachten!
Transparenzhinweis: Für die Erwähnung der Bücher ist keine Gegenleistung geflossen.
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Hast du Lust, die Frauen von damals zu unterstützen? Auf Steady findest du drei freiwillige Abo-Modelle zur Auswahl. Vielen Dank für deinen Support!
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Bild Susanne Goga: Thomas Rabsch
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historische Krimis, Frauenbewegung, Leo Wechsler, Susanne Goga, 1920er Jahre, queere Literatur, Polizei, Nationalsozialismus, Weimarer Republik, Kriminalromane, Geschichte, Literatur, Schreiben
Brot und Rosen! Unter diesem Slogan forderten amerikanische Textilarbeiterinnen schon vor über 100 Jahren Löhne von denen sich leben ließ. In dieser Folge der Frauen von damals widmen wir uns einer Geschichte, die aktueller kaum sein könnte: Die Geschichte von Frauen in der Textilindustrie. Es ist eine Geschichte von Ausbeutung und Armut, von Kämpfen um menschenwürdige Arbeit und ein besseres Leben, aber auch von großer Solidarität.
Und es ist eine Geschichte, die noch lange nicht vorbei ist. Kommt mit auf eine Zeitreise zu den streikenden Frauen von Crimmitschau und den Arbeiterinnen der Triangle Shirtwaist Factory in New York und schlagt mit mir den Bogen zu den Frauen und Männern von Rana Plaza.
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JETZT VORBESTELLBAR: Die Vorkämpferinnen. Wie aus vielen Frauen eine Bewegung wurde . Mein Erstling im S. Fischer Verlag, lieferbar ab 29.4.2026.
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Links und Literatur (Auswahl):
Themen: Arbeiterinnen, Streik, Frauenstreik, Kapitalismus, Arbeitskämpfe, Gewerkschaften, Feminismus
Das Hof-Atelier Elvira in München war mehr als ein Fotostudio: Gegründet 1887 von Sophia Goudstikker und Anita Augspurg, entwickelte es sich schon kurz nach seiner Gründung zu einem Forum für gesellschaftliche Diskussion und Innovation: Hier begegneten sich Kulturschaffende, Aktivist*innen und Visionär*innen, um über Kunst, Literatur, Frauenrechte und vieles mehr zu debattieren und natürlich, um zu feiern.
In dieser Folge geht es um die Netzwerke, die in diesem außergewöhnlichen Raum entstanden, und um seine Gründerin und Hauptfigur Sophia Goudstikker – eine Frau, die (wie ich finde, zu Unrecht) in der Erzählung immer ein bisschen neben ihrer prominenteren ersten Lebensgefährtin Anita Augspurg verblasste.
Die Website zur Folge mit den begleitenden Fotos steht hoffentlich bald wieder zur Verfügung.
Literatur und Quellen:
Bildquellen:
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