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Im zweiten Teil unseres Streifzugs durch die deutsche Frauenbewegung widmen wir uns dem Zeitraum von 1900 bis zur Wahl zur Nationalversammlung am 19.1.1919 - der ersten reichsweiten Wahl, an der auch Frauen teilnahmen.
Wir sprechen über die Ausdifferenzierung der politischen Landschaft in der Frauenbewegung, das Aufkommen der Stimmrechtsbewegung, den Internationalen Frauentag und die Frauenbewegung im Krieg. Dabei konzentrieren wir uns auf die sogenannte "Heimatfront", nachdem die pazifistische Frauenbewegung bereits ihre eigene Folge bekommen hat. Und schließlich quartieren wir uns bei der Frauenrechtlerin Anna Pappritz und ihren Freundinnen zur Wahlparty ein.
Podcast "Frau Abgeordnete" von Laura Baumgarten - Folgen über Pauline Staegemann/Elfriede Ryneck, Luise Zietz und Louise Schroeder
Podcast "Frauenleben" von Petra Hucke und Susanne Popp - Folge über Helene Stöcker
Dossier von Kerstin Wolff über den Internationalen Frauentag.
Twitter-Thread von @frauabgeordnete über den Internationalen Frauentag, Instagram-Beitrag über Paula Mueller.
Hedwig Richter/Kerstin Wolff (Hg.): Frauenwahlrecht. Die Demokratisierung der Demokratie in Deutschland und Europa. Hamburg 2017.
Angelika Schaser: Frauenbewegung in Deutschland 1848-1933, Darmstadt 2006.
Grundlage des Beitragsbilds:
Die kompletten Shownotes findet ihr hier.
50 Jahre lang waren die Malerin Ottilie Roederstein und die Ärztin Elisabeth Winterhalter ein Paar. In Zürich lernten sie sich kennen, in Frankfurt schufen sie sich ein erstes Zuhause, und in Hofheim am Taunus fanden sie schließlich ihren Alterssitz. "Gemeinsam frei sein" - so könnte man ihre Lebensgemeinschaft charakterisieren. Jede für sich und beide zusammen hatten sie die Ambition, sich in der bildungsbürgerlichen Gesellschaft des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts einen Platz zu schaffen. Die eine als Künstlerin, die andere als Ärztin und später Managerin von Haus, Hof und allerlei sozialen Bestrebungen.
Wie sie dabei vorgingen und auf welche starken Netzwerke sie sich stützen konnten, erzähle ich euch in der neuesten Folge. Und natürlich wird es auch um Kunst gehen.
Weiterführende Links zur Folge:
1. Porträts von Ottilie Roederstein:
Selbstbildnis mit Schlüsseln, 1937
Elisabeth Winterhalter als Studentin, 1887
Selbstbildnis mit Pinseln, 1917
Dr. med. E. H. Winterhalter, 1918.
Zum Selbstbildnis mit Pinseln erzählt Kuratorin Sandra Gianfreda vom Kunsthaus Zürich hier mehr. (Darin ist auch kurz das Selbstporträt mit Zigarillo zu sehen).
Zum Selbstporträt mit Zigarillo und dem Porträt von Elisabeth Winterhalter mit Hund konnte ich keinen Link finden, bei dem ich mir sicher war, dass die Abbildung genehmigt ist. Deshalb habe ich auf Verlinkung verzichtet.
2. Weitere Links:
Frei. Schaffend. Die Roederstein-Retrospektive im Städel-Museum (20.7.-16.10.2022)
Ottilie W. Roederstein. Eine Schweizer Künstlerin wiederentdeckt. Retrospektive im Kunsthaus Zürich (18.12.2020-5.4.2021)
Twitter-Thread und Instagram-Beitrag der Frauen von damals über Rosa Bonheur
HerStory über Rosa Bonheur
Quellen und Literatur:
Barbara Rök: Ottilie W. Roederstein (1859-1937). Eine Künstlerin zwischen Tradition und Moderne, Marburg 1999
Sandra Gianfreda: Zürich, Berlin, Paris: Stationen einer Künstlerinnenausbildung, in: Sandra Gianfreda, Alexander Eiling, Eva-Maria Höllerer (Hg.): Ottilie W. Roederstein. Ausstellungskatalog zu den Retrospektiven im Kunsthaus Zürich und im Städel Museum, Frankfurt, Zürich 2020, S. 20-35
Elga Kern (Hg.), Führende Frauen Europas, München 1930. (Darin: Autobiografische Schilderungen von Ottilie Roederstein und Elisabeth Winterhalter
Nachlass Hermann Jughenn, Roederstein-Jughenn-Archiv im Städel-Museum.
- Zitat Elisabeth Winterhalter über Kennenlernen (NR Biografie 1)
- Brief von Johanna Voos an Ottilie Roederstein vom 19.5.1887 (NR Briefe 2a)
- Brief von Ottilie Roederstein an Elisabeth Winterhalter vom 12.10.1937 (NR Biografie 3).
Ich danke dem Stadtarchiv Hofheim für das Folgenbild und Ingeborg Luijendijk, Hofheim, für ihre Gastfreundschaft!
Mildred Harnack war führendes Mitglied des Widerstandsnetzes, das die Gestapo "Rote Kapelle" nannte. Geboren in Wisconsin, kam sie 1929 mit ihrem Mann Arvid nach Deutschland. 2021 zeichnete ihre Urgroßnichte Rebecca Donner ihren Weg in den Widerstand in einer Biografie nach, und ich hatte das große Vergnügen, für die Frauen von damals mit ihr zu sprechen. Hier hört ihr das Interview mit deutscher Simultanverdolmetschung.
Transparenzhinweis: Ich habe ein Rezensionsexemplar erhalten. Die Zusendung war nicht mit Auflagen verbunden; weitere Gegenleistungen gab es nicht.
Erwähnte Literatur:
Shareen Blair Brysac: Resisting Hitler: Mildred Harnack and the Red Orchestra. New York 2000. (Auf Deutsch erschienen als: Mildred Harnack und die 'Rote Kapelle', übers. v. Klaus Kochmann, Augsburg 2003).
Rebecca Donner: All the Frequent Troubles of Our Days. The True Story of the American Woman at the Heart of the German Resistance to Hitler, New York 2021.
Norman Ohler: Harro und Libertas, Köln 2020.
Memoiren:
Greta Kuckhoff: Vom Rosenkranz zur Roten Kapelle, Berlin (Ost) 1978.
Maria Gräfin von Maltzan: Schlage die Trommel und fürchte dich nicht. Erinnerungen, München 1986.
Elfriede Paul: Ein Sprechzimmer der Roten Kapelle, Berlin 1981.
Auch empfehlenswert:
Henning Fischer: Überlebende als Akteurinnen. Die Frauen der Lagergemeinschaften Ravensbrück: Biografische Erfahrung und politisches Handeln, 1945 bis 1989. Konstanz 2018.
Frauke Geyken: Wir standen nicht abseits. Frauen im Widerstand gegen Hitler, München 2014.
Florence Hervé (Hg.): Mit Mut und List. Europäische Frauen im Widerstand gegen Faschismus und Krieg, Köln 2020.
Claudia Koonz: Mothers in the Fatherland: Women, the Family, and Nazi Politics, New York, 1987.
+++
#frauengeschichte #frauen #nationalsozialismus #widerstand
Mildred Harnack war führendes Mitglied des Widerstandsnetzes, das die Gestapo "Rote Kapelle" nannte. Geboren in Wisconsin, kam sie 1929 mit ihrem Mann Arvid nach Deutschland. 2021 zeichnete ihre Urgroßnichte Rebecca Donner ihren Weg in den Widerstand in einer Biografie nach, und ich hatte das große Vergnügen, für die Frauen von damals mit ihr zu sprechen. Hier hört ihr das Interview in der englischen Originalfassung.
Transparenzhinweis: Ich habe ein Rezensionsexemplar erhalten. Die Zusendung war nicht mit Auflagen verbunden; weitere Gegenleistungen gab es nicht.
Erwähnte Literatur:
Shareen Blair Brysac: Resisting Hitler: Mildred Harnack and the Red Orchestra. New York 2000. (Auf Deutsch erschienen als: Mildred Harnack und die 'Rote Kapelle', übers. v. Klaus Kochmann, Augsburg 2003).
Rebecca Donner: All the Frequent Troubles of Our Days. The True Story of the American Woman at the Heart of the German Resistance to Hitler, New York 2021.
Norman Ohler: Harro und Libertas, Köln 2020.
Memoiren:
Greta Kuckhoff: Vom Rosenkranz zur Roten Kapelle, Berlin (Ost) 1978.
Maria Gräfin von Maltzan: Schlage die Trommel und fürchte dich nicht. Erinnerungen, München 1986.
Elfriede Paul: Ein Sprechzimmer der Roten Kapelle, Berlin 1981.
Auch empfehlenswert:
Henning Fischer: Überlebende als Akteurinnen. Die Frauen der Lagergemeinschaften Ravensbrück: Biografische Erfahrung und politisches Handeln, 1945 bis 1989. Konstanz 2018.
Frauke Geyken: Wir standen nicht abseits. Frauen im Widerstand gegen Hitler, München 2014.
Florence Hervé (Hg.): Mit Mut und List. Europäische Frauen im Widerstand gegen Faschismus und Krieg, Köln 2020.
Claudia Koonz: Mothers in the Fatherland: Women, the Family, and Nazi Politics, New York, 1987.
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#frauengeschichte #frauen #nationalsozialismus #widerstand
Vom 28. April bis 1. Mai 1915 kamen über 1500 Frauen zusammen, um ein Zeichen für den Frieden zu setzen. Allen Widrigkeiten zum Trotz, trafen sie sich im holländischen Den Haag zu einer großen Frauenfriedenskonferenz. Sie streckten einander die Hände aus, debattierten und verabschiedeten 20 Resolutionen, die sie in die Hauptstädte der kriegführenden wie auch der neutralen Länder trugen. Wer sie waren, wie sie vorgingen und was aus ihrer Initiative wurde, verrate ich euch im neuesten Streifzug durch die Frauengeschichte.
Verwendete Quellen und Literatur:
Weiterführende Links zur Folge:
Unterstützt die Frauen von damals mit einem Käffchen auf Ko-Fi!
Grundlage für das Beitragsbild: Foto des Podiums auf dem Frauenfriedenskongress, unbekannte:r Fotograf:in, via Wikimedia Commons.
#frauen #frauengeschichte #kaiserzeit #ersterweltkrieg
Über manche Folgen möchte man nur sagen: "Jetzt wächst zusammen, was zusammengehört." Dies ist eine davon. Für Folge 19 der Frauen von damals hatte ich das große Vergnügen, ein Stündchen mit Musikwissenschaftlerin Susanne Wosnitzka zu plaudern. Sie ist Fachfrau für Komponistinnen, Lesbengeschichte, die Geschichte lesbischer Komponistinnen und vieles mehr und hat für uns ihr Schatzkistchen geöffnet. Freut euch auf ein wahres Feuerwerk an Überraschungsfunden, Anekdoten, liebevoll zusammengetragenen Details und Geschichten aus dem Leben einer Forscherin!
Weiterführende Infos und Links:
Internetseite von Susanne Wosnitzka
Clara Schumann hat null Bock
Ethel Smyth - Suffragette in München
Die Löwinnen von Paris
Susanne Wosnitzka auf Twitter
Das Archiv Frau und Musik in Frankfurt / Main
The March of the Women (YouTube)
Wikipedia-Eintrag zu Ethel Smyth (mit Bildern!)
Erwähnte Literatur:
Brigitte Hamann: Elisabeth. Kaiserin wider Willen, München u. a. 1987.
Brigitte Hamann: Hitlers Wien, München u. a. 1996.
Lillian Faderman: Köstlicher als die Liebe der Männer. Romantische Freundschaft und Liebe zwischen Frauen von der Renaissance bis heute, München 1990. Das englische Original von 1981 gibt es unter dem Titel: "Surpassing the Love of Men. Romantic Friendship and Love Between Women from the Renaissance to the Pesent".
Ethel Smyth; Ronald Chrichton (Hg.) , Jory Bennett (Hg.): The Memoires of Ethel Smyth, London 1987.
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Alle Hinweise auf Bücher, Produkte und Leistungen in diesem Podcast geschehen unbeauftragt; jede Werbung ist freiwillig und unbezahlt.
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#frauen #frauengeschichte #interview #lesbengeschichte #komponistinnen #musikgeschichte #feminismus #frauenbewegung #kaiserzeit #neueregeschichte
Helene Lange war die unbestrittene Führungsfigur des "gemäßigten" Flügels der bürgerlichen Frauenbewegung. Sie war Großmeisterin des sarkastischen Humors, Pionierin der Mädchenbildung und Trägerin des wahrscheinlich höchsten Dutts im Vorstand des Bunds deutscher Frauenvereine. Für ihre 25 Jahre jüngere Lebensgefährtin Gertrud Bäumer und die anderen jüngeren Frauen der Bewegung war sie schlicht „der Meeschter“.
Dieser Frau wollen wir endlich einmal eine eigene Folge widmen. Wir begleiten sie durch ihre Kindheit und Jugend im Oldenburger Land, gehen mit ihr ins Elsass und folgen ihr schließlich nach Berlin, wo sie ihren Wirkungskreis als Pädagogin und Frauenrechtlerin entfaltete. Obwohl sie ihren Gegnerinnen als "gemäßigt" galt, scheute sie sich herzlich wenig vor Konfrontation. Weder Politiker noch selbsternannte "Experten" der Mädchenbildung waren vor ihrer scharfen Zunge sicher. Auch die eine oder andere Mitstreiterin in der Frauenbewegung bekam gelegentlich Helene Langes Kritik ab.
Der Pragmatikerin Lange war stets an konkreten Verbesserungen im Kleinen gelegen. Dennoch ging es ihr letztlich immer auch um den "großen Wurf": die Öffnung von Bildungseinrichtungen für Frauen - und das Wahlrecht. Als das Frauenwahlrecht 1919 kam, wählte sie nicht nur ihre Lebensgefährtin Gertrud Bäumer in die Nationalversammlung. Sie hatte auch selbst kandidiert - und wurde gewählt: als erste Alterspräsidentin der Hamburger Bürgerschaft.
Links und weiterführende Informationen zur Folge:
Dossier des DDF über den Allgemeinen deutschen Lehrerinnenverein
Möchtet ihr den Podcast unterstützen? Auf Ko-Fi könnt ihr etwas in den Hut werfen. Vielen Dank!
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Verwendete Literatur:
Bäumer, Gertrud: Lebensweg durch eine Zeitenwende, Tübingen 1933.
Göttert, Margit: Macht und Eros. Eine neue Perspektive auf Helene Lange und Gertrud Bäumer, Königstein/Ts. 2000.
Lange, Helene: Lebenserinnerungen, Berlin 1930.
Lange, Helene: Was ich hier geliebt. Briefe, hg. v. Emmy Beckmann, Tübingen 1957.
Schaser, Angelika: Helene Lange und Gertrud Bäumer. Eine politische Lebensgemeinschaft. 2. Aufl., Köln u. a. 2010.
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Bildgrundlage: Atelier Elvira, via Wikimedia Commons (gemeinfrei)
In der ersten Interviewfolge der Frauen von damals unterhalten wir uns mit der Leiterin der Forschungsabteilung des Archivs der deutschen Frauenbewegung, Dr. Kerstin Wolff. Sie erzählt uns von den Anfängen des Archivs in den 1980er Jahren, gibt einen Überblick über die Sammlungspraxis und die Aktivitäten des AddF und hat natürlich viele spannende Geschichten mitgebracht. Am Ende wird es sogar feuchtfröhlich - lasst euch überraschen!
Links:
Archiv der deutschen Frauenbewegung
META-Katalog des i.d.a. Dachverbands deutschsprachiger Frauen- und Lesbenarchive (wenn ihr nach Digitalisaten suchen möchtet, einfach bei den Ergebnissen einen Haken bei "enthält Digitalisate" setzen!)
Minna Cauer mit der Gießkanne (Link zum Internationalen Institut für Sozialgeschichte in Amsterdam)
Eine kleine Auswahl aus Kerstin Wolffs Veröffentlichungen:
Anna Pappritz (1861–1939). Die Rittergutstochter und die Prostitution, Sulzbach/Taunus 2017.
Frauenwahlrecht. Die Demokratisierung der Demokratie in Deutschland und Europa. Hamburg 2017 (herausgegeben gemeinsam mit Hedwig Richter)
Helene Stöcker – Lebenserinnerungen. Die unvollendete Autobiographie einer frauenbewegten Pazifistin. Wien u. a. 2015 (herausgegeben gemeinsam mit Reinhold Lütgemeier-Davin)
„Stadtmütter“. Bürgerliche Frauen und ihr Einfluss auf die Kommunalpolitik im 19. Jahrhundert, Königstein/Taunus 2003.
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Gefällt euch, was ihr hört? Auf Ko-Fi könnt ihr die Frauen von damals jetzt ganz einfach unterstützen. Aber Achtung! Sie könnten dann noch redseliger werden.
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#frauen #frauengeschichte #frauenbewegung #demokratie #kaiserreich #weimarerrepublik
Für Folge 16 der Frauen von damals fahren wir einmal wieder nach Schweden. Die Frau, um die es heute geht, hatte als erste Frau ihrer Heimatstadt das Abitur abgelegt, ging danach nach Uppsala zum Studieren und wurde schließlich in Stockholm zu einer gefragten Kolumnistin und gefeierten Literaturkritikerin. Sie liebte das Spiel mit den Geschlechterrollen, trug lausbübische Spitznamen wie „Knirps“ und „Strolch“ ebenso stolz wie ihren akademischen Grad – und sie liebte Frauen.
Wir begleiten sie durch Studienzeit und erste Verliebtheit und ziehen dann mit ihr nach Stockholm, wo sie sich niederließ. Hier fand sie Arbeit, Freundinnen und die große Liebe ihres Lebens: Ellen Kleman – oder, wie sie sie nannte: „Choice“, die Auserwählte. Natürlich schauen wir ihr auch über die Schulter, während sie Liebesbriefe schrieb.
Aber natürlich ist ein Leben nicht vorbei, wenn die Protagonistin in den Hafen der Ehe einläuft. Was passiert, wenn eine temperamentvolle Bildhauerin die Szene betritt? Und warum holt die große Ellen Key, Grande Doyenne der Reformpädagogik, plötzlich zur Backpfeife aus?
Die vollständigen Shownotes findet ihr unter https://biancawalther.de/klara-johanson/.
Einen Twitter-Thread mit Kurzinfos und Bildern der vielen Frauen in dieser Folge findet ihr hier. Ihr könnt ihn auch sehen, wenn ihr nicht bei Twitter angemeldet seid.
Den versprochenen Link zur Aufzeichnung des Panels mit Laura, Jasmin und meiner Wenigkeit gibt es, sobald er verfügbar ist!
Quellen und Literatur (Auswahl)
Das Bild zur Folge ist das Frontispiz der Ausgabe „K.J. själv“ und illustriert den biografischen Artikel im Svenskt biografiskt lexikon. Es zeigt Johanson vermutlich um 1910.
Gefällt euch, was ihr hört? Auf Ko-Fi könnt ihr den Frauen von damals ein Käffchen spendieren!
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#frauengeschichte #frauen #lgbtq #lesbengeschichte #schweden #neueregeschichte
Marie-Elisabeth Lüders war eine ganz Große des Liberalismus. Aufgewachsen als höhere Tochter in Berlin, wusste sie, was es hieß, Chancen verwehrt zu bekommen. Sie erkämpfte sich Bildung - und nutzte sie, um auch anderen Menschen ein besseres Leben zu ermöglichen. Sie wurde Beamtin im Sozialwesen, Abgeordnete in Nationalversammlung und Reichstag, kämpfte für Frauenrechte und widersetzte sich den Nationalsozialisten. Dafür wurde sie 1937 für mehrere Monate inhaftiert. Nach der Nazizeit begann ihre zweite Parlamentskarriere: Als Alterspräsidentin des Deutschen Bundestags. Alles Grund genug, ihr eine Folge zu widmen!
Das Bonusmaterial:
Eröffnung des Deutschen Bundestags 1953
Eröffnung des Deutschen Bundestags 1957
Fernsehinterview mit Marie-Elisabeth Lüders von 1957
Literatur:
Marie-Elisabeth Lüders: Fürchte dich nicht. Persönliches und Politisches aus mehr als 80 Jahren. 1878–1962. Köln und Opladen 1963.
Cornelia Baddack: Katharina von Kardorff-Oheimb (1879–1962) in der Weimarer Republik. Göttingen 2016.
Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit: Broschüre Wer war Marie-Elisabeth Lüders?
Erwähnte Podcasts:
Jasmin Lörchner, Laura Baumgarten und Bianca Walther über Frauen im Widerstand: Teil 1 und Teil 2.
Laura Baumgarten aka Frau Abgeordnete über Louise Schroeder.
Folge "Pionierinnen der Mitbestimmung" des Podcasts "Systemrelevant" der Hans-Böckler-Stiftung mit Bettina Kohlrausch und Johanna Wenckebach.
Spendiere den Frauen von damals ein Käffchen auf Ko-Fi.com
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#frauengeschichte #frauen #weimarerrepublik #deutschland #neueregeschichte
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