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MENNEKES baut seit 90 Jahren Industriesteckvorrichtungen und hat im März 2026 auf der Light+Building mit M.ONE sein erstes SaaS-Produkt vorgestellt. Benedikt Huxol und Fabian Hütte erzählen, wie sich das Produktmanagement der Business Unit Industry vom reaktiven Anforderungsmanagement zur treibenden Kraft hinter diesem Schritt entwickelt hat. Du erfährst, wie ein Hardware-Unternehmen intern Verbündete für ein digitales Produkt gewinnt, was nach dem Launch anders läuft als beim Verkauf eines Steckers und wie ein PM-Team echte Kundennähe organisiert. Die Folge richtet sich an Produktmanagerinnen und Produktmanager in der Industrie, die ihre Rolle strategischer aufstellen oder ein erstes digitales Produkt planen.
Ausgangspunkt war ein über Jahrzehnte gewachsenes, variantenreiches Portfolio, das ein kleines PM-Team vorwiegend operativ betreute. Benedikt und Fabian schildern, wie das Team in Workshops sein Rollenverständnis geklärt hat und wie aus Kundenaufgaben, für die MENNEKES bisher nur einzelne Komponenten lieferte, die Idee für M.ONE entstand. Die Lösung kombiniert Hardware, Cloud-App und buchbare SaaS-Module für Energiemessung, elektrische Sicherheit und Energieverteilung. Außerdem sprechen die beiden offen über die Post-Launch-Phase mit längeren Verkaufszyklen und einem wachsenden Backlog voller Kundenideen und darüber, was Kundennähe für ein PM-Team in der Industrie heute konkret bedeutet.
Key Takeaways
Über die Gäste
Benedikt Huxol leitet seit Mai 2026 die Business Unit Industry bei MENNEKES und verantwortet dort Produktmanagement, Market Research und Vertrieb. Er kam im Januar 2020 als strategischer Produktmanager ins Unternehmen und leitete ab Februar 2024 das Produktmanagement der Business Unit. Davor arbeitete er im strategischen Einkauf in der Leuchten- und Hausgerätezulieferindustrie. Nach seiner Ausbildung zum Industriekaufmann studierte er berufsbegleitend Wirtschaftsingenieurwesen-Maschinenbau (B.Eng.) und anschließend International Management (M.Sc.).
Fabian Hütte leitet seit Mai 2026 das Produktmanagement der Business Unit Industry bei MENNEKES. Von 2019 bis 2026 war er dort Produktmanager und hat in dieser Rolle M.ONE bis zum Launch auf der Light+Building vorangetrieben. Zu MENNEKES kam er 2018 in den Bereich Normung & Compliance, zuvor verantwortete er in der Leuchtenindustrie Projekte und Zertifizierungen. Fabian ist ausgebildeter Elektroniker für Betriebstechnik und hat Elektrotechnik (B.Eng.) sowie Systems Engineering & Engineering Management (M.Sc.) studiert.
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Wenn du deine Rolle im Produktmanagement weiterentwickeln willst, findest du unser Trainingsangebot hier.
Fragen, Feedback oder eigene Erfahrungen zum Thema? Schreib uns hier oder direkt auf
Links zu der Episode
MENNEKES M.ONE
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In technikgetriebenen Unternehmen übernimmt gar nicht mal so selten eine PowerPoint mit Business Case und Featureliste die Rolle des Anforderungsdokuments, in agilen Teams gilt Dokumentation schnell als überflüssig. Beide Muster führen zu unterschiedlichen Interpretationen und letztlich zu Eskalationsmeetings und Extraschleifen kurz vor der Markteinführung. Mit der Vergessenskurve, dem Prinzip der stillen Post und Jeff Pattons Satz „Ein geteiltes Dokument ist noch kein geteiltes Verständnis“ erklären die beiden, warum Schreiben und Visualisieren Wissen sichern. Das Beispiel eines Kühlschranks zeigt, was passiert, wenn die Technik die Nutzeranforderung überspringt.
Key Takeaways
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Du willst das an deinem eigenen Produkt üben? Im Tagestraining PM Requirements am 24. November 2026 in München bringst du dein Produkt mit und erarbeitest Stakeholder-Analyse, Produktkontext, Produktgrenze und deine ersten guten Nutzeranforderungen.
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Fragen oder eigene Erfahrungen mit Anforderungen? Schreib Jonathan und Bernadette, wir freuen uns auf deine Nachricht.
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Peter Schönle und Bernadette von Wittern klären, warum Service-Umsatzpotenzial trotz jahrzehntelanger Bekanntheit ungelöst bleibt. Peter ordnet ein, warum ein Großteil der Service-Calls am Kunden-Enablement liegt statt an der Maschine, und was der Design-to-Service-Ansatz dagegen unternimmt. Anhand von Praxisbeispielen erklärt er, wie Firmen ihren Service intern durchsetzen und extern bepreisen. Zum Schluss zeigen Bernadette und Peter, wie Produktmanager:innen Techniker:innen als Marktforschungsquelle nutzen.
Key Takeaways
Über den Gast
Peter Schönle ist Co-Owner und Managing Director der Si2-Group. Die Beratung ist auf Service im Maschinenbau spezialisiert. Er bringt über 25 Jahre Erfahrung in Serviceorganisationen des Maschinenbaus mit, davon über zehn Jahre international im Service Business Management. Peter und Bernadette kennen sich seit Bernadettes Masterarbeit vor über 15 Jahren. Das Thema damals: Produktmanagement für industrielle Dienstleistungen.
CTA:
Willst du das Thema Service und produktbegleitende Dienstleistungen bei euch strukturiert angehen? In unserem Training PM UPGREAT bringen wir dir genau dieses strategische Handwerkszeug fürs Produktmanagement bei.
Noch mehr Impulse gibt es regelmäßig in unserem Newsletter – jetzt anmelden unter https://productlounge.net/newsletter/
Peters Linkedin-Profil
Website
PM UPGREAT Traningsprogramm zu strategischem Produktmanagement
TECH PM Trainingsprogramm zu technischem Produktmanagement
Unser gesamtes Trainingsangebot
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Jonathan erklärt die vier großen Stellhebel im technischen Produktmanagement: den Entwicklungsplan, das Anforderungsmanagement, die Produktvalidierung und das Risikomanagement. Für jeden Stellhebel klärt er, welche Rolle der Produktmanager übernimmt und warum die Initiative dazu im eigenen Interesse liegt. Bernadette und Jonathan grenzen dabei zentrale Begriffe wie Entwicklungsplan versus Projektplan oder Verifizierung versus Validierung klar voneinander ab. Am Ende ordnen sie fünf weitere Themenfelder ein, darunter technische Dokumentation, reguliertes Umfeld und kontinuierliches Feedback.
Key Takeaways
CTA:
Du willst technisches Produktmanagement in deinem Unternehmen souverän steuern? Im TECH PM Programm arbeitest du zehn Termine lang live online an den Themen aus dieser Episode – direkt an deinem eigenen Produkt, mit Jonathan als Sparringspartner. Der erste Durchgang startet im Herbst.
TECH PM ist eine Vertiefung zum strategischen Pendant PM UPGREAT. Alle Infos und Anmeldelinks findest du in den Shownotes.
Links zu der Episode
PM UPGREAT Traningsprogramm zu strategischem Produktmanagement
TECH PM Trainingsprogramm zu technischem Produktmanagement
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Bernadette und Jonathan sprechen darüber, warum KI als Chat-Buddy oft frustrierende Ergebnisse liefert und stattdessen Struktur braucht, angelehnt an die Aufbau- und Ablauforganisation von Unternehmen. KI-Profile bilden Expertenrollen ab, z.B. Regulatory Affairs, und liefern fundiertes Wissen, das Produktmanagerinnen und Produktmanager selbst nicht abrufen können. KI-Instructions automatisieren wiederkehrende operative Aufgaben im Produktmanagement. Beide Elemente werden vor dem Einsatz validiert. Am Ende ordnen Bernadette und Jonathan das Ganze in den Kontext des EU AI Acts ein: Wer mit Profilen und Instructions arbeitet, erfüllt viele der gesetzlichen Anforderungen bereits organisch.
Key Takeaways
CTA
Die KI Mastery ist praxisnah aufgebaut: Du lernst das System und die Denkweise hinter KI-Profilen und KI-Instructions und baust dir im 6-wöchigen Live-Online-Programm dein eigenes Set, zugeschnitten auf deine Rolle, deine Produkte und deine Prozesse. Du testest deine Profile und Instructions direkt im Training und nimmst sie fertig mit in dein Unternehmen. Die Anmeldung ist ab sofort möglich, mit Early-Bird-Preis. Alle Termine findest du hier.
Links zu deinen Podcast-Hosts
Wir nutzen diese Folge um auf unsere Highlights aus 2 Jahren Podcasting zu besprechen und “Auf Wiedersehen” zu sagen.
Anselm verlässt schweren Herzens das Produktmanagement Im.puls Team. Wir schwelgen gemeinsam in Erinnerungen und schauen nach vorn. Denn es geht natürlich weiter. Viel Spaß beim Hören.
Wenn du auch zukünftig keine News und weitere Impulse zu Produktmanagement verpassen willst, dann abonniere unseren PRODUCT LETTER auf https://productlounge.net/. Hier bekommst du regelmäßig von uns kostenfreie Tipps, Tools und Templates fürs Produktmanagement, außerdem exklusive Einblicke, Updates und Einladungen zu unseren Events, Meetups und Webinaren.
Außerdem meldet euch gerne mit Feedback oder Themenwünschen bei Bernadette und Jonathan.
Erwähnte Podcast-Folgen:
003: Produkt- oder Projektmanagement: Was machst du wirklich?!
021: Agile Produktentwicklung in der Industrie: Wie funktioniert es wirklich?
041: Produktmanagement neu denken: Von Technologie-Exzellenz zu Kundennutzen bei LIEBHERR
050: Strategisches und technisches Produktmanagement: Rollen, Aufgaben und Zusammenarbeit
Jonathans Buch “Agil am Limit”
Weitere Links zu deinen Podcast-Hosts:
Jürgen Bühler ordnet zunächst die aktuelle Marktlage ein: Trotz Umbrüchen in Leitindustrien wie dem Automobilbau ist die Zahl der PM-Stellen insgesamt nicht eingebrochen, allerdings verschieben sich die Chancen in andere Branchen wie Verteidigung, Kältetechnik oder Energieinfrastruktur. Anschließend geht es um konkrete Gehaltsgrößenordnungen für Einsteiger, erfahrene und seniorige Produktmanager sowie um die Frage, wie ein Branchenwechsel gelingt, ohne beim Gehalt große Abstriche zu machen. Den größten Raum nimmt die Gehaltsverhandlung selbst ein: Jürgen erklärt, wie man intern wie extern einen überzeugenden Business Case für sich aufbaut, welche Rolle Ankerwerte spielen und warum Timing entscheidend ist. Zum Abschluss ordnet er die Ergebnisse seiner Umfrage zu Future Skills im Produktmanagement ein.
Key Takeaways
Über den Gast
Unser heutiger Gast weiß, was Produktmanager wert sind — und zwar nicht aus Gehaltsportalen, sondern aus hunderten von Gesprächen mit PM-Profis und Hiring Managern.
Jürgen Bühler ist geschäftsführender Inhaber von CAVISIO, einer Personalberatung mit klarer Spezialisierung: ausschließlich Produktmanagement. Er vermittelt Produktmanager und Führungskräfte im PM, vor allem in der Industrie und im B2B, und versteht die Rolle von innen. Was jemanden wirklich zum guten Produktmanager macht, welche Skills gerade gefragt sind, was Unternehmen zahlen und was nicht — das ist sein tägliches Geschäft.
Die in dieser Folge angesprochenen Future Skills lassen sich alle erlernen. Und genau dafür gibt es bei PRODUCT LOUNGE passende Formate, zum Beispiel die KI MASTERY oder das PM UPGREAT Trainingsprogramm. Beide starten im Herbst wieder.
Alle Infos und Links dazu findest du hier in den Shownotes. Und wenn dir diese Folge weitergeholfen hat, trag dich in den PRODUCT LOUNGE Newsletter ein. Dort bekommst du regelmäßig Impulse rund um Produktmanagement.
Jürgens Website
Jürgen Bühler auf LinkedIn
Link zur Folge 056 Enshittification
Die KI MASTERY - 6 Wochen Programm zur effektiven Anwendung von KI im Produktmanagement (Neue Termine für Herbst 2026!!)
PM UPGREAT - 4 Monate berufsbegleitende Weiterbildung für Produktmanager:innen technischer und erklärungsbedürftiger Produkte (Start im Oktober 2026!!)
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Thorsten Krebs und Bernadette von Wittern besprechen, wie sich die Buyer's Journey im B2B-Umfeld durch zunehmende Informationsverfügbarkeit verlängert und wie sich das Buying Center in den letzten Jahren vergrößert hat. Ein zentrales Thema ist die zunehmende Rolle von KI-Suche: Wenn strukturierte, themenbezogene Inhalte fehlen, tauchen Anbieter in KI-generierten Antworten gar nicht erst auf. Am Beispiel variantenreicher und konfigurierbarer Produkte zeigt Thorsten, warum Produktfinder und Konfiguratoren nicht erst am Ende, sondern bereits während der Produktentwicklung mitgedacht werden müssen.
Dr. Thorsten Krebs beschäftigt sich seit über 25 Jahren mit Variantenmanagement und Produktkonfiguration – zunächst wissenschaftlich, seit 2009 bei encoway, dem führenden CPQ-Anbieter in der D-A-CH-Region. Dort unterstützt er in seiner Rolle als Head of Consulting Unternehmen dabei, ihre Produktvielfalt strategisch zu analysieren, marktgerecht anzubieten und effizient zu steuern. Sein Ziel: die passende Varianz für die Zielgruppe finden – und intern schlank abbilden.
Wenn dich das Thema Buyer's Journey und KI-Sichtbarkeit im Produktmanagement genauso beschäftigt wie uns, trag dich gerne in den PRODUCT LOUNGE Newsletter ein. Dort teilen wir regelmäßig Infos und Impulse rund um das Thema Produktmanagement. Und wenn du Fragen an Thorsten hast oder deine eigenen Erfahrungen teilen möchtest, melde dich gerne bei uns.
Thorsten Krebs auf LinkedIn
Link zur Studie B2B Vertrieb von variantenreichen Produkten 2030
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Radhika erklärt, dass Zielsysteme wie MBOs und OKRs ihre Wurzeln in der Fabrikarbeit des frühen 20. Jahrhunderts haben und weshalb diese Logik für komplexe Produktarbeit nicht funktioniert. Sie stellt den Mindset-Shift von Zielsetzung zu Puzzle Setting vor: Statt Targets zu verfolgen, formulieren Teams offene Fragen und lösen diese iterativ mit dem OHLA-Framework (Objectives, Hypotheses, Learnings, Adaptations). Am Beispiel einer maritimen Softwareplattform zeigt sie, wie Puzzle-Solving-Wochen mit nur fünf bis acht Kundeninterviews zu echten Durchbrüchen führen – und wie dieser Ansatz auch ohne Executive Buy-in von unten wachsen kann.
Key Takeaways
Über unseren Gast
Radhika Dutt ist Autorin des Buchs Radical Product Thinking und hat damit ein praktikables Framework zur Entwicklung kundenorientierter Produktstrategien geschaffen. Sie ist Unternehmerin, Produktstrategin und Speaker und hat in ihrer Karriere fünf Unternehmensübernahmen begleitet, zwei davon als Gründerin. Heute berät sie unter anderem die Monetary Authority of Singapore und arbeitet mit Organisationen unterschiedlichster Größe, von Startups bis zu multinationalen Konzernen. Ihr Hintergrund ist breit: Sie hat Produkte in Bereichen wie Robotik, Broadcast, Adtech und sogar Wein verantwortet. Ausgebildet wurde sie am MIT in Elektrotechnik – und spricht nebenbei neun Sprachen. Gerade entsteht ihr zweites Buch, über dessen Inhalt wir in dieser Episode sprechen.
Link zu Radhikas Website: https://www.radicalproduct.com
Radhikas Buch: https://www.amazon.de/Radical-Product-Thinking-Mindset-Innovating/dp/1523093315
Radhika auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/radhika-dutt/
Episode 048 - Produktstrategie entwickeln: über Vision, RDCL Framework und bessere Planungsentscheidungen mit Radhika Dutt
Bernadettes Trainingsprogramm PM UPGREAT
Bernadettes Buch “Mit Produktmanagement Marktchancen nutzen”
Bernadette und Jonathan erklären, was Enshittification bedeutet, und zeigen anhand von drei konkreten Mustern – dem Verfall digitaler Plattformen, Bloatware bei Hardware-Produkten und Feature Creep – wie Mehrwert systematisch vom Nutzer zum Unternehmen verschoben wird. Sie analysieren die drei zentralen Hebel, die dabei zum Einsatz kommen: steigende Wechselkosten, maximale Intransparenz sowie Lock-in-Effekte. Abschließend diskutieren sie, was Produktmanagerinnen und Produktmanager konkret tun können, um diese Entwicklung transparent zu machen und gegenzusteuern.
Key Takeaways
Was denkst du? Eerkennst du Enshittification in Produkten, mit denen du täglich zu tun hast? Schreib uns, wir freuen uns über deine Gedanken und Beispiele. Und wenn du regelmäßig Impulse rund um Produktmanagement bekommen möchtest, trag dich in den PRODUCT LOUNGE Newsletter (https://productlounge.net/)) ein.
LinkedIn-Post zum Enshittificator-Video
Buch: Enshittification von Cory Doctorow
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