Produktmanagement Im.puls

Produktmanagement Im.puls

By Bernadette von Wittern & Jonathan von WitternBusinessMarketingCareersManagement
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Produktmanagement Im.puls episodes

  • 065: MENNEKES: Vom Stecker-Hersteller zum Lösungsanbieter – wie das Produktmanagement den Wandel treibt

    MENNEKES baut seit 90 Jahren Industriesteckvorrichtungen und hat im März 2026 auf der Light+Building mit M.ONE sein erstes SaaS-Produkt vorgestellt. Benedikt Huxol und Fabian Hütte erzählen, wie sich das Produktmanagement der Business Unit Industry vom reaktiven Anforderungsmanagement zur treibenden Kraft hinter diesem Schritt entwickelt hat. Du erfährst, wie ein Hardware-Unternehmen intern Verbündete für ein digitales Produkt gewinnt, was nach dem Launch anders läuft als beim Verkauf eines Steckers und wie ein PM-Team echte Kundennähe organisiert. Die Folge richtet sich an Produktmanagerinnen und Produktmanager in der Industrie, die ihre Rolle strategischer aufstellen oder ein erstes digitales Produkt planen.

    Ausgangspunkt war ein über Jahrzehnte gewachsenes, variantenreiches Portfolio, das ein kleines PM-Team vorwiegend operativ betreute. Benedikt und Fabian schildern, wie das Team in Workshops sein Rollenverständnis geklärt hat und wie aus Kundenaufgaben, für die MENNEKES bisher nur einzelne Komponenten lieferte, die Idee für M.ONE entstand. Die Lösung kombiniert Hardware, Cloud-App und buchbare SaaS-Module für Energiemessung, elektrische Sicherheit und Energieverteilung. Außerdem sprechen die beiden offen über die Post-Launch-Phase mit längeren Verkaufszyklen und einem wachsenden Backlog voller Kundenideen und darüber, was Kundennähe für ein PM-Team in der Industrie heute konkret bedeutet.

    Key Takeaways

    • Ein geklärtes Selbstverständnis gibt dem PM-Team Halt an der Schnittstelle zwischen Vertrieb und Entwicklung. Bei MENNEKES hängen Vision und Mission des Teams sichtbar an der Wand, regelmäßige Selbstreflexion gehört zur Routine.
    • Ein erstes digitales Produkt braucht im Hardware-Unternehmen ein begeistertes Kernteam und Rückendeckung der Unternehmensleitung. Am stärksten überzeugen konkrete Kundenprobleme, die die neue Lösung einfach löst.
    • Proof of Concept und Pilotkunden haben M.ONE früh geprägt. Der Produktmanager übernimmt bewusst keine Projektleitung und behält so Zeit für Kundenkontakt und Produktsteuerung.
    • Nach dem Launch zahlt sich Fokus aus: Das Team prüft Kampagnen, Vertriebsschulungen und Content und schärft dort nach, statt jede Kundenidee sofort umzusetzen.
    • Kundennähe heißt, die Anwendung beim Kunden zu verstehen und selbst vor Ort zu sein. Informationen aus dem Vertrieb ergänzen das eigene Bild vom Markt.
    • Ein realistisches Bild entsteht mit kritischen Stimmen. Ein zufällig rekrutiertes Panel von Elektroinstallateuren, der Austausch mit dem Service und Reklamationsgespräche am Messestand zeigen, was Kunden am Produkt oder Prozess stört.
    • Über die Gäste

      Benedikt Huxol leitet seit Mai 2026 die Business Unit Industry bei MENNEKES und verantwortet dort Produktmanagement, Market Research und Vertrieb. Er kam im Januar 2020 als strategischer Produktmanager ins Unternehmen und leitete ab Februar 2024 das Produktmanagement der Business Unit. Davor arbeitete er im strategischen Einkauf in der Leuchten- und Hausgerätezulieferindustrie. Nach seiner Ausbildung zum Industriekaufmann studierte er berufsbegleitend Wirtschaftsingenieurwesen-Maschinenbau (B.Eng.) und anschließend International Management (M.Sc.).

      Fabian Hütte leitet seit Mai 2026 das Produktmanagement der Business Unit Industry bei MENNEKES. Von 2019 bis 2026 war er dort Produktmanager und hat in dieser Rolle M.ONE bis zum Launch auf der Light+Building vorangetrieben. Zu MENNEKES kam er 2018 in den Bereich Normung & Compliance, zuvor verantwortete er in der Leuchtenindustrie Projekte und Zertifizierungen. Fabian ist ausgebildeter Elektroniker für Betriebstechnik und hat Elektrotechnik (B.Eng.) sowie Systems Engineering & Engineering Management (M.Sc.) studiert.

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      • 58 min
      • 064: Alle wissen es doch, aber keiner weiß es? Anforderungsmanagement im Produktmanagement

        In technikgetriebenen Unternehmen übernimmt gar nicht mal so selten eine PowerPoint mit Business Case und Featureliste die Rolle des Anforderungsdokuments, in agilen Teams gilt Dokumentation schnell als überflüssig. Beide Muster führen zu unterschiedlichen Interpretationen und letztlich zu Eskalationsmeetings und Extraschleifen kurz vor der Markteinführung. Mit der Vergessenskurve, dem Prinzip der stillen Post und Jeff Pattons Satz „Ein geteiltes Dokument ist noch kein geteiltes Verständnis“ erklären die beiden, warum Schreiben und Visualisieren Wissen sichern. Das Beispiel eines Kühlschranks zeigt, was passiert, wenn die Technik die Nutzeranforderung überspringt.

        Key Takeaways

        • Anforderungsmanagement ist Kommunikation. Schreiben, Visualisieren und gemeinsame Workshops ergänzen sich, eines allein reicht selten.
        • Das richtige Maß findest du über fünf Fragen: Wer liest das Dokument? Passt es zum Leserkreis? Stimmt die Tiefe? Bietet es den gewünschten Nutzen? Wer hätte einen Nachteil, wenn es fehlt?
        • Kläre vorab den Zweck: Haftung absichern, Risiken senken, Entscheidungen nachvollziehbar halten oder asynchron mit Einkauf, Zulieferern und Behörden kommunizieren.
        • Vor den Nutzeranforderungen stehen Stakeholder-Analyse, Zweckbestimmung mit Kundenproblemen und Jobs to be Done sowie Produktgrenze und Produktkontext. Diese Vorarbeit braucht auch eine KI als Kontext, wenn sie Anforderungen generieren soll.
        • Formuliere Nutzeranforderungen aus Sicht der Nutzer und lösungsneutral, abgeleitet aus den Jobs to be Done.
        • Produktmanagement schreibt die Nutzeranforderungen, die Entwicklung leitet daraus Produkt- und technische Anforderungen ab. Wie beim Lasten- und Pflichtenheft zeigt sich so früh, ob beide Seiten dasselbe verstanden haben.
        • CTA

          Du willst das an deinem eigenen Produkt üben? Im Tagestraining PM Requirements am 24. November 2026 in München bringst du dein Produkt mit und erarbeitest Stakeholder-Analyse, Produktkontext, Produktgrenze und deine ersten guten Nutzeranforderungen.

          Trag dich in den PRODUCT LETTER ein, um keine Folge und kein Training zu verpassen.

          Fragen oder eigene Erfahrungen mit Anforderungen? Schreib Jonathan und Bernadette, wir freuen uns auf deine Nachricht.

          Links zu der Episode
          • Training PM Requirements (24. November 2026, München)
          • Blogartikel Anforderungsmanagement für Produktmanager
          • Training Technisches Produktmanagement (Tech PM)
          • Buch „Agil am Limit“
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            • 51 min
            • 063: Industrielle Dienstleistungen im Produktmanagement: Wie ihr die größte ungenutzte Umsatzquelle hebt

              Peter Schönle und Bernadette von Wittern klären, warum Service-Umsatzpotenzial trotz jahrzehntelanger Bekanntheit ungelöst bleibt. Peter ordnet ein, warum ein Großteil der Service-Calls am Kunden-Enablement liegt statt an der Maschine, und was der Design-to-Service-Ansatz dagegen unternimmt. Anhand von Praxisbeispielen erklärt er, wie Firmen ihren Service intern durchsetzen und extern bepreisen. Zum Schluss zeigen Bernadette und Peter, wie Produktmanager:innen Techniker:innen als Marktforschungsquelle nutzen.

              Key Takeaways

              • Im Service bleibt oft ungenutztes Umsatzpotenzial. Der Produktverkauf lief über Jahre gut, für eine Systematisierung des Service gab es nie einen Anlass.
              • Etwa 70 % der Service-Calls entstehen laut Peter Schönle nicht durch Maschinenfehler: Kunden kommen mit den Rahmenbedingungen vor Ort nicht zurecht. Serviceability gehört deshalb schon in die Produktentwicklung.
              • Der Customer Value Iceberg trennt Features von echtem Kundennutzen. Was auf der Website oder im Flyer steht, ist meist nur die Spitze. Der eigentliche Mehrwert liegt unter der Oberfläche und wird selten bepreist.
              • In nur 10 bis 15 % der Industrieunternehmen gibt es laut Peters Einschätzung eine dedizierte Stelle für Service-Produktmanagement, bei etwa der Hälfte fehlt sogar eine klare Aufgabenzuordnung.
              • Bevor Service extern verkauft wird, muss er intern überzeugen: Techniker:innen und Vertrieb geben Leistungen nur weiter, wenn sie selbst an deren Wert glauben.
              • Servicetechniker:innen liefern Produktmanager:innen oft ehrlichere Markteinblicke als der Vertrieb. Sie sind mit den tatsächlichen Problemen der Kunden konfrontiert.
              • Über den Gast

                Peter Schönle ist Co-Owner und Managing Director der Si2-Group. Die Beratung ist auf Service im Maschinenbau spezialisiert. Er bringt über 25 Jahre Erfahrung in Serviceorganisationen des Maschinenbaus mit, davon über zehn Jahre international im Service Business Management. Peter und Bernadette kennen sich seit Bernadettes Masterarbeit vor über 15 Jahren. Das Thema damals: Produktmanagement für industrielle Dienstleistungen.

                CTA:

                Willst du das Thema Service und produktbegleitende Dienstleistungen bei euch strukturiert angehen? In unserem Training PM UPGREAT bringen wir dir genau dieses strategische Handwerkszeug fürs Produktmanagement bei.

                Noch mehr Impulse gibt es regelmäßig in unserem Newsletter – jetzt anmelden unter https://productlounge.net/newsletter/

                Links zu der Episode

                Peters Linkedin-Profil

                Website

                PM UPGREAT Traningsprogramm zu strategischem Produktmanagement

                TECH PM Trainingsprogramm zu technischem Produktmanagement

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                • 52 min
                • 062: Vom Verwalter zum Gestalter: Rollen und Aufgaben im technischen Produktmanagement

                  Jonathan erklärt die vier großen Stellhebel im technischen Produktmanagement: den Entwicklungsplan, das Anforderungsmanagement, die Produktvalidierung und das Risikomanagement. Für jeden Stellhebel klärt er, welche Rolle der Produktmanager übernimmt und warum die Initiative dazu im eigenen Interesse liegt. Bernadette und Jonathan grenzen dabei zentrale Begriffe wie Entwicklungsplan versus Projektplan oder Verifizierung versus Validierung klar voneinander ab. Am Ende ordnen sie fünf weitere Themenfelder ein, darunter technische Dokumentation, reguliertes Umfeld und kontinuierliches Feedback.

                  Key Takeaways

                  • Ein Entwicklungsplan legt zu Beginn jeder Produktentwicklung die Rahmenbedingungen der Zusammenarbeit fest – Rollen, Entscheidungsbefugnisse, Kommunikationswege und Fehlerkultur. Das schafft Struktur und verhindert spätere Konflikte im Team.
                  • Nutzeranforderungen gehören in die Verantwortung des Produktmanagers und sollten strikt vom Nutzer aus gedacht werden, nicht von der Technik. Nur so kann das Entwicklungsteam daraus saubere technische Anforderungen ableiten.
                  • Bei der Produktvalidierung zählt der Grundsatz „teste früh und teste viel". Wer Anforderungen frühzeitig mit echten Nutzern prüft, erkennt unnötige Features und Fehlentwicklungen, bevor sie teuer werden.
                  • Risikomanagement betrifft jedes leistungs- und sicherheitsrelevante Produkt in Industrie und B2B. Der Produktmanager bringt hier die Perspektive der Nutzerrisiken ein.
                  • Aus Risikobewertungen entstehen konkrete Anforderungen ans Produkt. Kommen diese zu spät in die Entwicklung, drohen teure Nacharbeiten oder Haftungsfragen nach dem Marktstart.
                  • Wer diese Themen aktiv moderiert und mitgestaltet, reduziert die Zahl vermeidbarer Probleme in der Produktentwicklung und gewinnt dadurch Zeit für strategische Arbeit.
                  • CTA:

                    Du willst technisches Produktmanagement in deinem Unternehmen souverän steuern? Im TECH PM Programm arbeitest du zehn Termine lang live online an den Themen aus dieser Episode – direkt an deinem eigenen Produkt, mit Jonathan als Sparringspartner. Der erste Durchgang startet im Herbst.

                    TECH PM ist eine Vertiefung zum strategischen Pendant PM UPGREAT. Alle Infos und Anmeldelinks findest du in den Shownotes.

                    Links zu der Episode

                    PM UPGREAT Traningsprogramm zu strategischem Produktmanagement

                    TECH PM Trainingsprogramm zu technischem Produktmanagement

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                    • 49 min
                    • 061: KI im Produktmanagement: Vom Chat-Buddy zum Werkzeug

                      Bernadette und Jonathan sprechen darüber, warum KI als Chat-Buddy oft frustrierende Ergebnisse liefert und stattdessen Struktur braucht, angelehnt an die Aufbau- und Ablauforganisation von Unternehmen. KI-Profile bilden Expertenrollen ab, z.B. Regulatory Affairs, und liefern fundiertes Wissen, das Produktmanagerinnen und Produktmanager selbst nicht abrufen können. KI-Instructions automatisieren wiederkehrende operative Aufgaben im Produktmanagement. Beide Elemente werden vor dem Einsatz validiert. Am Ende ordnen Bernadette und Jonathan das Ganze in den Kontext des EU AI Acts ein: Wer mit Profilen und Instructions arbeitet, erfüllt viele der gesetzlichen Anforderungen bereits organisch.

                      Key Takeaways

                      • KI als Chat-Buddy zu nutzen bringt inkonsistente Ergebnisse und kostet am Ende oft mehr Zeit, als sie spart.
                      • KI-Profile bilden Expertenrollen ab und liefern eine fundierte Einschätzung, wenn interne Expertise fehlt oder gerade nicht verfügbar ist.
                      • KI-Instructions funktionieren nur mit kleinteiligen, konkret formulierten Aufgaben – große, offene Anweisungen liefern schlechte Ergebnisse.
                      • Validierung und Versionierung von Profilen und Instructions vermeiden Halluzinationen und sichern reproduzierbare Qualität.
                      • Wer mit Profilen, Instructions und Validierung arbeitet, erfüllt viele EU-AI-Act-Anforderungen wie Dokumentation, Risikoabschätzung und ethische Beurteilung bereits organisch.
                      • Profile und Instructions sind unabhängig vom gewählten KI-Tool und lassen sich teamübergreifend einsetzen.
                      • CTA

                        Die KI Mastery ist praxisnah aufgebaut: Du lernst das System und die Denkweise hinter KI-Profilen und KI-Instructions und baust dir im 6-wöchigen Live-Online-Programm dein eigenes Set, zugeschnitten auf deine Rolle, deine Produkte und deine Prozesse. Du testest deine Profile und Instructions direkt im Training und nimmst sie fertig mit in dein Unternehmen. Die Anmeldung ist ab sofort möglich, mit Early-Bird-Preis. Alle Termine findest du hier.

                        Links zu deinen Podcast-Hosts

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                        • 40 min
                        • 060: Das war’s! Highlights aus 60 Folgen und wie es weitergeht
                          60 Folgen Produktmanagement Im.puls. Wow!

                          Wir nutzen diese Folge um auf unsere Highlights aus 2 Jahren Podcasting zu besprechen und “Auf Wiedersehen” zu sagen.

                          Anselm verlässt schweren Herzens das Produktmanagement Im.puls Team. Wir schwelgen gemeinsam in Erinnerungen und schauen nach vorn. Denn es geht natürlich weiter. Viel Spaß beim Hören.

                          Wenn du auch zukünftig keine News und weitere Impulse zu Produktmanagement verpassen willst, dann abonniere unseren PRODUCT LETTER auf https://productlounge.net/. Hier bekommst du regelmäßig von uns kostenfreie Tipps, Tools und Templates fürs Produktmanagement, außerdem exklusive Einblicke, Updates und Einladungen zu unseren Events, Meetups und Webinaren.

                          Außerdem meldet euch gerne mit Feedback oder Themenwünschen bei Bernadette und Jonathan.

                          Ergänzende Links zu der Episode

                          Erwähnte Podcast-Folgen:

                          003: Produkt- oder Projektmanagement: Was machst du wirklich?!

                          021: Agile Produktentwicklung in der Industrie: Wie funktioniert es wirklich?

                          041: Produktmanagement neu denken: Von Technologie-Exzellenz zu Kundennutzen bei LIEBHERR

                          050: Strategisches und technisches Produktmanagement: Rollen, Aufgaben und Zusammenarbeit

                          Jonathans Buch “Agil am Limit”

                          Weitere Links zu deinen Podcast-Hosts:

                          • PRODUCT LOUNGE - Training für Produktmanager:innen
                          • Evolute - Software für digitalen Anwenderbeirat
                          • Bernadette von Wittern auf LinkedIn
                          • Jonathan von Wittern auf LinkedIn
                          • Anselm Zebner auf LinkedIn
                          • 35 min
                          • 059: Gehälter im Produktmanagement: Marktwert erkennen, richtig verhandeln

                            Jürgen Bühler ordnet zunächst die aktuelle Marktlage ein: Trotz Umbrüchen in Leitindustrien wie dem Automobilbau ist die Zahl der PM-Stellen insgesamt nicht eingebrochen, allerdings verschieben sich die Chancen in andere Branchen wie Verteidigung, Kältetechnik oder Energieinfrastruktur. Anschließend geht es um konkrete Gehaltsgrößenordnungen für Einsteiger, erfahrene und seniorige Produktmanager sowie um die Frage, wie ein Branchenwechsel gelingt, ohne beim Gehalt große Abstriche zu machen. Den größten Raum nimmt die Gehaltsverhandlung selbst ein: Jürgen erklärt, wie man intern wie extern einen überzeugenden Business Case für sich aufbaut, welche Rolle Ankerwerte spielen und warum Timing entscheidend ist. Zum Abschluss ordnet er die Ergebnisse seiner Umfrage zu Future Skills im Produktmanagement ein.

                            Key Takeaways

                            • Der PM-Arbeitsmarkt ist nicht geschrumpft, aber er verschiebt sich: Branchen wie Automobilbau und Zulieferindustrie bauen ab, während Verteidigung, Energieinfrastruktur, Bau und Kältetechnik gerade Produktmanager suchen.
                            • Ein Branchenwechsel ist möglich, wenn mindestens drei von vier Kernkompetenzen erhalten bleiben: Methodenwissen im Produktmanagement, technisches Verständnis, Applikationswissen und Branchennetzwerk.
                            • Gehälter bewegen sich laut Jürgens Erfahrung bei Einsteigern und Quereinsteigern zwischen 60.000 und 75.000 Euro, bei erfahrenen PMs zwischen 80.000 und 100.000 Euro, mit Luft nach oben in den sechsstelligen Bereich bei entsprechender Verantwortung und Sichtbarkeit.
                            • Eine erfolgreiche Gehaltsverhandlung basiert auf einem selbst erarbeiteten Business Case: konkrete Erfolge, übernommene Verantwortung und der eigene Beitrag zum Unternehmenserfolg zählen mehr als reine Kostenargumente.
                            • Teilzeit ist im Produktmanagement selten und wirkt sich häufig negativ auf die Karriereentwicklung aus – ein struktureller Faktor, der Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen eher erklärt als individuelles Verhandlungsverhalten.
                            • Für die Zukunft zählen laut Jürgens Umfrage vor allem Datenkompetenz, Technologie- und KI-Verständnis, Applikationswissen sowie Storytelling, Kommunikation und Change-Management-Fähigkeiten.
                            • Über den Gast

                              Unser heutiger Gast weiß, was Produktmanager wert sind — und zwar nicht aus Gehaltsportalen, sondern aus hunderten von Gesprächen mit PM-Profis und Hiring Managern.

                              Jürgen Bühler ist geschäftsführender Inhaber von CAVISIO, einer Personalberatung mit klarer Spezialisierung: ausschließlich Produktmanagement. Er vermittelt Produktmanager und Führungskräfte im PM, vor allem in der Industrie und im B2B, und versteht die Rolle von innen. Was jemanden wirklich zum guten Produktmanager macht, welche Skills gerade gefragt sind, was Unternehmen zahlen und was nicht — das ist sein tägliches Geschäft.

                              Die in dieser Folge angesprochenen Future Skills lassen sich alle erlernen. Und genau dafür gibt es bei PRODUCT LOUNGE passende Formate, zum Beispiel die KI MASTERY oder das PM UPGREAT Trainingsprogramm. Beide starten im Herbst wieder.

                              Alle Infos und Links dazu findest du hier in den Shownotes. Und wenn dir diese Folge weitergeholfen hat, trag dich in den PRODUCT LOUNGE Newsletter ein. Dort bekommst du regelmäßig Impulse rund um Produktmanagement.

                              Links zu der Episode

                              Jürgens Website

                              Jürgen Bühler auf LinkedIn

                              Link zur Folge 056 Enshittification

                              Die KI MASTERY - 6 Wochen Programm zur effektiven Anwendung von KI im Produktmanagement (Neue Termine für Herbst 2026!!)

                              PM UPGREAT - 4 Monate berufsbegleitende Weiterbildung für Produktmanager:innen technischer und erklärungsbedürftiger Produkte (Start im Oktober 2026!!)

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                              • PRODUCT LOUNGE - Training für Produktmanager:innen
                              • Evolute - Software für digitalen Anwenderbeirat
                              • Bernadette von Wittern auf LinkedIn
                              • Jonathan von Wittern auf LinkedIn
                              • Anselm Zebner auf LinkedIn
                              • 1 hr 17 min
                              • 058: Buyer's Journey im B2B: Wie KI-Suche das Kaufverhalten deiner Kunden verändert

                                Thorsten Krebs und Bernadette von Wittern besprechen, wie sich die Buyer's Journey im B2B-Umfeld durch zunehmende Informationsverfügbarkeit verlängert und wie sich das Buying Center in den letzten Jahren vergrößert hat. Ein zentrales Thema ist die zunehmende Rolle von KI-Suche: Wenn strukturierte, themenbezogene Inhalte fehlen, tauchen Anbieter in KI-generierten Antworten gar nicht erst auf. Am Beispiel variantenreicher und konfigurierbarer Produkte zeigt Thorsten, warum Produktfinder und Konfiguratoren nicht erst am Ende, sondern bereits während der Produktentwicklung mitgedacht werden müssen.

                                Key Takeaways
                                • Die Kaufentscheidung fällt vor dem ersten Kontakt. B2B-Käufer legen zwei Drittel bis drei Viertel ihrer Kaufreise eigenständig zurück, bevor sie einen Anbieter kontaktieren – wer hier nicht sichtbar ist, wird gar nicht erst in Betracht gezogen.
                                • Erklärungsbedarf ist relativ. Ob ein Produkt erklärungsbedürftig ist, hängt vom Wissensstand des jeweiligen Suchenden ab – nicht vom Produkt selbst. Unternehmen brauchen deshalb unterschiedliche Kontaktpunkte für unterschiedlich informierte Zielgruppen.
                                • Das Buying Center ist gewachsen. Kaufentscheidungen werden heute oft von fünf bis sieben Personen getroffen, die jeweils unterschiedliche Kriterien anlegen (Technik, Preis, ROI) – überzeugt werden müssen am Ende alle.
                                • KI-Suche verändert die Sichtbarkeit grundlegend. KI-Systeme bewerten primär, was ihnen an strukturierten, thematisch verknüpften Inhalten vorliegt – wer hier keine gut aufbereiteten Informationen liefert, wird in KI-generierten Antworten schlicht nicht genannt.
                                • Die häufigste Ursache für gescheiterte Produktneuheiten ist keine Technikfrage. Bis zu drei Viertel aller neuen Produkte erfüllen nicht die Erwartungen – meist, weil die Markteinführung erst nach Produktfertigstellung mitgedacht wird statt von Anfang an.
                                • Bei variantenreichen Produkten braucht es einen Produktfinder statt eines Datenblatts. Kunden suchen nach ihrem Anwendungsfall, nicht nach technischen Spezifikationen – ein guter Produktfinder führt vom Kundenproblem zur passenden Lösung, ohne Fachwissen vorauszusetzen.
                                • Über den Gast

                                  Dr. Thorsten Krebs beschäftigt sich seit über 25 Jahren mit Variantenmanagement und Produktkonfiguration – zunächst wissenschaftlich, seit 2009 bei encoway, dem führenden CPQ-Anbieter in der D-A-CH-Region. Dort unterstützt er in seiner Rolle als Head of Consulting Unternehmen dabei, ihre Produktvielfalt strategisch zu analysieren, marktgerecht anzubieten und effizient zu steuern. Sein Ziel: die passende Varianz für die Zielgruppe finden – und intern schlank abbilden.

                                  Wenn dich das Thema Buyer's Journey und KI-Sichtbarkeit im Produktmanagement genauso beschäftigt wie uns, trag dich gerne in den PRODUCT LOUNGE Newsletter ein. Dort teilen wir regelmäßig Infos und Impulse rund um das Thema Produktmanagement. Und wenn du Fragen an Thorsten hast oder deine eigenen Erfahrungen teilen möchtest, melde dich gerne bei uns.

                                  Links zur Episode:

                                  Thorsten Krebs auf LinkedIn

                                  Link zur Studie B2B Vertrieb von variantenreichen Produkten 2030

                                  Weitere Links zu deinen Podcast-Hosts:

                                  • PRODUCT LOUNGE - Training für Produktmanager:innen
                                  • Evolute - Software für digitalen Anwenderbeirat
                                  • Bernadette von Wittern auf LinkedIn
                                  • Jonathan von Wittern auf LinkedIn
                                  • Anselm Zebner auf LinkedIn
                                  • 51 min
                                  • 057: Warum Ziele scheitern und was Produktmanager stattdessen tun sollten
                                    Gespräch mit Radhika Dutt Wie messen wir eigentlich Erfolg? Und messen wir dabei die richtigen Dinge?

                                    Radhika erklärt, dass Zielsysteme wie MBOs und OKRs ihre Wurzeln in der Fabrikarbeit des frühen 20. Jahrhunderts haben und weshalb diese Logik für komplexe Produktarbeit nicht funktioniert. Sie stellt den Mindset-Shift von Zielsetzung zu Puzzle Setting vor: Statt Targets zu verfolgen, formulieren Teams offene Fragen und lösen diese iterativ mit dem OHLA-Framework (Objectives, Hypotheses, Learnings, Adaptations). Am Beispiel einer maritimen Softwareplattform zeigt sie, wie Puzzle-Solving-Wochen mit nur fünf bis acht Kundeninterviews zu echten Durchbrüchen führen – und wie dieser Ansatz auch ohne Executive Buy-in von unten wachsen kann.

                                    Key Takeaways

                                    • OKRs sind kein neues Framework. Sie gehen auf Peter Druckers Management by Objectives aus den 1940ern zurück – entwickelt für angelernte Fabrikarbeit, nicht für komplexe Produktentwicklung. Was damals revolutionär war, ist heute ein veraltetes Dogma.
                                    • Ziele erzeugen das falsche Verhalten. Wenn Teams auf Targets optimieren, werden schlechte Zahlen versteckt statt analysiert. Führungskräfte sind dadurch systematisch die Letzten, die die Wahrheit erfahren.
                                    • Puzzle Setting schafft anderen Fokus. Statt eines Ziels steht eine offene Frage im Mittelpunkt: Was passiert hier eigentlich, und warum? Das aktiviert Neugier und Eigenverantwortung – statt Druck und Compliance.
                                    • OHLA ersetzt den Zielzyklus durch einen Lernzyklus. Observe, Hypothesize, Learn, Adapt – das Framework strukturiert Iteration ohne den Umweg über starre Targets und ermöglicht Kurskorrekturen in Echtzeit.
                                    • Fünf bis acht Kundeninterviews in einer fokussierten Woche reichen. Eine Puzzle-Solving-Woche ist kein Luxus, sondern effizienter als wochenlange Zielplanungs- und Reviewmeetings – mit direktem Lerneffekt für das Team.
                                    • Puzzle Solving ist der menschliche Differentiator gegenüber KI. Empathie, Kreativität und das Formulieren der richtigen Fragen lassen sich nicht automatisieren. Genau das macht Puzzle Setting zur Kernkompetenz für Produktmanager in der KI-Ära.
                                    • Über unseren Gast

                                      Radhika Dutt ist Autorin des Buchs Radical Product Thinking und hat damit ein praktikables Framework zur Entwicklung kundenorientierter Produktstrategien geschaffen. Sie ist Unternehmerin, Produktstrategin und Speaker und hat in ihrer Karriere fünf Unternehmensübernahmen begleitet, zwei davon als Gründerin. Heute berät sie unter anderem die Monetary Authority of Singapore und arbeitet mit Organisationen unterschiedlichster Größe, von Startups bis zu multinationalen Konzernen. Ihr Hintergrund ist breit: Sie hat Produkte in Bereichen wie Robotik, Broadcast, Adtech und sogar Wein verantwortet. Ausgebildet wurde sie am MIT in Elektrotechnik – und spricht nebenbei neun Sprachen. Gerade entsteht ihr zweites Buch, über dessen Inhalt wir in dieser Episode sprechen.

                                      Weiterführende Links zur Folge:

                                      Link zu Radhikas Website: https://www.radicalproduct.com

                                      Radhikas Buch: https://www.amazon.de/Radical-Product-Thinking-Mindset-Innovating/dp/1523093315

                                      Radhika auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/radhika-dutt/

                                      Episode 048 - Produktstrategie entwickeln: über Vision, RDCL Framework und bessere Planungsentscheidungen mit Radhika Dutt

                                      Bernadettes Trainingsprogramm PM UPGREAT

                                      Bernadettes Buch “Mit Produktmanagement Marktchancen nutzen”

                                      • PRODUCT LOUNGE - Training für Produktmanager:innen
                                      • Evolute - Software für digitalen Anwenderbeirat
                                      • Bernadette von Wittern auf LinkedIn
                                      • Jonathan von Wittern auf LinkedIn
                                      • Anselm Zebner auf LinkedIn
                                      • 59 min
                                      • 056: Make it Shitty: Warum Produkte durch Enshittification absichtlich schlechter werden und was Produktmanagement dageg
                                        Werden Produkte über ihren Lebenszyklus systematisch schlechter? Enshittification beschreibt genau diesen Prozess

                                        Bernadette und Jonathan erklären, was Enshittification bedeutet, und zeigen anhand von drei konkreten Mustern – dem Verfall digitaler Plattformen, Bloatware bei Hardware-Produkten und Feature Creep – wie Mehrwert systematisch vom Nutzer zum Unternehmen verschoben wird. Sie analysieren die drei zentralen Hebel, die dabei zum Einsatz kommen: steigende Wechselkosten, maximale Intransparenz sowie Lock-in-Effekte. Abschließend diskutieren sie, was Produktmanagerinnen und Produktmanager konkret tun können, um diese Entwicklung transparent zu machen und gegenzusteuern.

                                        Key Takeaways

                                        • Enshittification folgt einem Muster: Zuerst wird echter Nutzen geboten, um Vertrauen und Nutzerbasis aufzubauen. Dann werden Nutzer instrumentalisiert, um Geschäftskunden anzulocken und schließlich werden auch diese ausgepresst. Am Ende verdient nur noch die Plattform.
                                        • Bloatware verkürzt Produktlebenszyklen künstlich: Software-Updates machen Hardware mit begrenzten Ressourcen schleichend unbrauchbar, z.B. Smartphones, Smart-TVs und zunehmend auch softwarelastige Autos sind davon betroffen.
                                        • Feature Creep erhöht Kosten ohne proportionalen Nutzen: Was als exklusive Individualisierung beginnt, wird zum teuren Standard – mit mehr Fehleranfälligkeit, höheren Servicekosten und einem Lock-in, aus dem Kunden kaum mehr herauskommen.
                                        • Drei Hebel treiben Enshittification an: Hohe Wechselkosten, intransparente Preismodelle und Lock-in-Effekte sorgen dafür, dass Kunden nicht mehr kaufen, weil das Produkt das beste ist, sondern weil sie keine echte Alternative mehr haben.
                                        • Produktmanager können Transparenz schaffen: Der Hebel liegt nicht in der Entscheidungsgewalt, sondern in der richtigen Wahl von KPIs – Kundenzufriedenheit, Serviceanfragen, Beschwerden – und darin, bei jedem Produktupdate sichtbar zu machen, welchen Nutzen oder Schaden es für den Anwender tatsächlich erzeugt.
                                        • Nachhaltiges Geschäft braucht ausgeglichene Wertverteilung: Produkte mit echtem Mehrwert, transparenten Preisen und niedrigen Wechselkosten sind kein Widerspruch zu wirtschaftlichem Erfolg – sie sind die stabilere Grundlage dafür.
                                        • Was denkst du? Eerkennst du Enshittification in Produkten, mit denen du täglich zu tun hast? Schreib uns, wir freuen uns über deine Gedanken und Beispiele. Und wenn du regelmäßig Impulse rund um Produktmanagement bekommen möchtest, trag dich in den PRODUCT LOUNGE Newsletter (https://productlounge.net/)) ein.

                                          Links zu der Episode

                                          LinkedIn-Post zum Enshittificator-Video

                                          Buch: Enshittification von Cory Doctorow

                                          Links zu deinen Podcast-Hosts

                                          • PRODUCT LOUNGE - Training für Produktmanager:innen
                                          • Evolute - Software für digitalen Anwenderbeirat
                                          • Bernadette von Wittern auf LinkedIn
                                          • Jonathan von Wittern auf LinkedIn
                                          • Anselm Zebner auf LinkedIn
                                          • 47 min

                                          About Produktmanagement Im.puls

                                          From the publisher's feed

                                          Der Produktmanagement Im.puls Podcast richtet sich an Produktmanager*innen und Führungskräfte in Industrie und B2B, die mit ihrer Arbeit mehr Wirkung erzielen wollen – für sich selbst, ihr Team, ihr Unternehmen und ihre Kund*innen. Egal ob du gerade erst ins Produktmanagement einsteigst, schon Verantwortung für ein ganzes Portfolio trägst oder ein Team leitest: Hier findest du Impulse für deinen Alltag.

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