Jürgen Bühler ordnet zunächst die aktuelle Marktlage ein: Trotz Umbrüchen in Leitindustrien wie dem Automobilbau ist die Zahl der PM-Stellen insgesamt nicht eingebrochen, allerdings verschieben sich die Chancen in andere Branchen wie Verteidigung, Kältetechnik oder Energieinfrastruktur. Anschließend geht es um konkrete Gehaltsgrößenordnungen für Einsteiger, erfahrene und seniorige Produktmanager sowie um die Frage, wie ein Branchenwechsel gelingt, ohne beim Gehalt große Abstriche zu machen. Den größten Raum nimmt die Gehaltsverhandlung selbst ein: Jürgen erklärt, wie man intern wie extern einen überzeugenden Business Case für sich aufbaut, welche Rolle Ankerwerte spielen und warum Timing entscheidend ist. Zum Abschluss ordnet er die Ergebnisse seiner Umfrage zu Future Skills im Produktmanagement ein.
Der PM-Arbeitsmarkt ist nicht geschrumpft, aber er verschiebt sich: Branchen wie Automobilbau und Zulieferindustrie bauen ab, während Verteidigung, Energieinfrastruktur, Bau und Kältetechnik gerade Produktmanager suchen.Ein Branchenwechsel ist möglich, wenn mindestens drei von vier Kernkompetenzen erhalten bleiben: Methodenwissen im Produktmanagement, technisches Verständnis, Applikationswissen und Branchennetzwerk.Gehälter bewegen sich laut Jürgens Erfahrung bei Einsteigern und Quereinsteigern zwischen 60.000 und 75.000 Euro, bei erfahrenen PMs zwischen 80.000 und 100.000 Euro, mit Luft nach oben in den sechsstelligen Bereich bei entsprechender Verantwortung und Sichtbarkeit.Eine erfolgreiche Gehaltsverhandlung basiert auf einem selbst erarbeiteten Business Case: konkrete Erfolge, übernommene Verantwortung und der eigene Beitrag zum Unternehmenserfolg zählen mehr als reine Kostenargumente.Teilzeit ist im Produktmanagement selten und wirkt sich häufig negativ auf die Karriereentwicklung aus – ein struktureller Faktor, der Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen eher erklärt als individuelles Verhandlungsverhalten.Für die Zukunft zählen laut Jürgens Umfrage vor allem Datenkompetenz, Technologie- und KI-Verständnis, Applikationswissen sowie Storytelling, Kommunikation und Change-Management-Fähigkeiten.Unser heutiger Gast weiß, was Produktmanager wert sind — und zwar nicht aus Gehaltsportalen, sondern aus hunderten von Gesprächen mit PM-Profis und Hiring Managern.
Jürgen Bühler ist geschäftsführender Inhaber von CAVISIO, einer Personalberatung mit klarer Spezialisierung: ausschließlich Produktmanagement. Er vermittelt Produktmanager und Führungskräfte im PM, vor allem in der Industrie und im B2B, und versteht die Rolle von innen. Was jemanden wirklich zum guten Produktmanager macht, welche Skills gerade gefragt sind, was Unternehmen zahlen und was nicht — das ist sein tägliches Geschäft.
Die in dieser Folge angesprochenen Future Skills lassen sich alle erlernen. Und genau dafür gibt es bei PRODUCT LOUNGE passende Formate, zum Beispiel die KI MASTERY oder das PM UPGREAT Trainingsprogramm. Beide starten im Herbst wieder.
Alle Infos und Links dazu findest du hier in den Shownotes. Und wenn dir diese Folge weitergeholfen hat, trag dich in den PRODUCT LOUNGE Newsletter ein. Dort bekommst du regelmäßig Impulse rund um Produktmanagement.
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Link zur Folge 056 Enshittification
Die KI MASTERY - 6 Wochen Programm zur effektiven Anwendung von KI im Produktmanagement (Neue Termine für Herbst 2026!!)
PM UPGREAT - 4 Monate berufsbegleitende Weiterbildung für Produktmanager:innen technischer und erklärungsbedürftiger Produkte (Start im Oktober 2026!!)
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