Smartphones und Tablets unter der Schulbank, WhatsApp und Twitter im Unterricht. Das sind die digitalen Störfaktoren des modernen Schulalltags. Was aber kann man dagegen tun? Radikale Verbote führen nur bedingt weiter - und sind vielleicht sogar der falsche Weg. Denn das Werkzeug ist da, und richtig angewandt kann es sehr nützlich sein, für den Unterricht. So mag die Kultusministerkonferenz gedacht haben, als sie beschloss, die digitale Bildung voran zu bringen und Lerninhalte multimedial aufzubereiten. Doch der Abschied von der Kreidezeit ist nicht automatisch reiner Fortschritt. Denn wird durch die Digitalisierung der Lehrmittel nicht Großkonzernen Tür und Tor geöffnet, die ihr Geld mit den Userdaten unserer Kinder verdienen? Und: Sind die sozialen Netzwerke tatsächlich so sozial, dass wir uns bedenkenlos hineinstürzen und trotz Cybermobbings alles teilen, was privat ist? Fluch oder Segen - das digitale Klassenzimmer ist längst Wirklichkeit geworden. Die Frage ist nun, was wir daraus machen.