Ein Kunstwerk hat gefehlt auf der documenta14: Der "Parthenon der Schuldscheine". Denn dieses Exponat ist leider erst am Ende der Ausstellung enthüllt worden. Kein Wunder, wer exponiert seine Defizite schon früher als nötig? Sieben Millionen Euro zu viel hat die documenta14 nach Kassel und Athen getragen, und das verhagelt ihr nun die positive Bilanz von mehr als einer Million Besuchern. War es trotzdem die Sache wert? Dazu müsste man erst wissen, wie es dazu gekommen ist. Denn in großen Dimensionen zwei Ausstellungsorte zu bespielen und doch bei der Finanzierung nicht zwei und zwei zusammenzählen zu können - das ist auch eine Kunst! Aber keine, die man gerne subventioniert. Und so stellt sich die Frage, wie es weitergehen kann - nach einer documenta, die zwar Hof halten, aber nicht haushalten konnte.