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Es gibt wunderbare Neuigkeiten – wir bekommen Babys! Na ja, nicht direkt wir beide aber schon ein bisschen, also fast. Was wir während unserer außerkörperlichen Verwandtschwangerschaften tun, wir machen uns Gedanken über unsere Babys, die nicht unsere sind. Wir überlegen, wo wir wollen, dass sie gebadet werden. Im Eimer oder im Waschbecken. Wir sind uns sicher, wir wollen, dass unsere Babys getragen werden, einfach weil Menschenbabys Traglinge sind. Während Claudija in drei Sekunden fünf Meter lange Tücher kunstvoll knoten kann und in Sachen Babys ohnehin alles weiß, schaut Anke sich 309 Geburten auf Insta an, denn der Algorithmus versorgt sie inzwischen weniger mit Küchenpsychologie als vielmehr mit Fakten rundum Presswehen auf dem Land und im Geburtsplanschbecken. Wir beide sind uns sicher – unsere Babys bekommen weder Rasselsocken, noch Psychoterrormobiles, die zu Reizüberflutungen führen. An Claudijas 30-jähriger Babybornerfahrung könnten sich auch die Finnen orientieren, denn sie weiß, wie die Finnen auch, nur Seide und Wolle halt die Schnuppelchen warm und weich. Das lässt sich leider nicht mit Ankes Veganismus vereinbaren, was Anke in ein Dilemma stürzt. Soll ihr Baby frieren oder hält sie es aus, wenn Seidenraupen gekocht werden? Froh ist sie, dass sie nie eitrige Stillbrustwarzen aushalten musste und sich voller Freude um Mützchen und Schnuller, die keine Saugverwirrung produzieren, kümmern kann. Für beide ist die absolute Priorität, dass die werdenden Eltern sich unterstützt fühlen und entspannt ihre jeweiligen Kinder kennenlernen. Wir beide werden alles dafür tun, damit weißes Rauschen, Wadenwärmer und kuschelwarme Leinsamen-Lavendel-Löwen die Kinder bei ihrer Entfaltung begleiten und wir werden alles dafür tun, dass weder an ihren Tragetüchern noch an ihren Kinderwägen Handyhalter befestigt werden. Wir sind uns sicher, Bildschirmmedien wollen wir keine für unsere Babys. Wir wollen, dass sie entdecken, wie wundervoll die Welt ist und wie groß das Wunder ist, geboren zu sein. Shine On!
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Claudija Stolz
Dr. Anke Elisabeth Ballmann
Nietzsche und wir sind einer Meinung: Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum und Mahler Sinfonien sind für Fortgeschrittene. Wir beide sind sehr begeistert von Claudijas Kindern, die seit Lebensbeginn ihre eigenen Talente erweitern, ihre Begabungen leben und Interessen verfolgen. Nie wurden sie bestraft und genau deshalb haben sie gelernt, ihre Träume zu leben und dazu sehr gelingende Leben. Anke denkt, diese wertschätzende und dadurch wertvolle Begleitung ins Leben kann nur Eltern gelingen, die ihren eigenen Seelenmüll getrennt haben von den Ideen, die sie von ihren Kindern haben. Wenn sich erwachsene Menschen von Kindern überraschen lassen, passen Violinen und Fußbälle, Sinfonien und Sauflieder ganz wunderbar zusammen. Wir beide haben uns darauf geeinigt, dass es schmerzvoll ist, einen Kontrabass zu gebären. Schmerzvoll ist es auch, zu glauben, dass man sich für den Konsum wohlriechender Öle entschuldigen sollte. Genauso wenig für das artesische Wasser in den schönen Flaschen, das Anke zunehmend in der Öffentlichkeit trinkt. Es ist unseres Erachtens nicht nur eine Kunst, Kaffee mit einer Pavoni-Maschine zu kreieren, sondern auch Nahrungsmittel so zu verwerten, dass kein Tier umsonst geschlachtet wird. Wir beide sind der Meinung, wertvolle Zeit mit alten Eltern zu verbringen ist unschätzbar, denn das sicher kommende Abschiedshupen an der Straße zum Friedhof, wird noch viele Tränen fließen lassen. Aus diesem Grund ist Anke mit ihrer Mutter geduldig durchs Depot geschlendert und hat sich beim Serviettenkauf gerne an selbst aufgenommene Kuschelrock-Kassetten erinnert, die sie sicher gerne mit ihrer Shinieschwester Claudija gehört hätte. Damals haben wir uns aber noch nicht gekannt. Gemeinsamkeiten hatten wir beide schon immer, in der Jugendzeit war es die Begeisterung für eine Sony-Baukasten-Stereoanlage und heute sind wir begeistert von unseren großherzigen, klugen und Verzeihens fähigen Zuhörer*innen. Danke und Shine On!
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Claudija Stolz
Dr. Anke Elisabeth Ballmann
Anke reist zum Arbeiten in den Norden, dabei sind ihr Wettervorhersagen egal. Auf der Fahrt dahin denkt sie über ihren kranken Hund und den Spitzenservice im EDEKA nach. Herr Schmied hatte ihr Lammfleisch zum Hundepreis versprochen und weil sie sich so freut, entschuldigt sie sich sogar beim Putzroboter. Höflichkeit macht das Leben leichter, das denkt auch Claudija. Beide finden es bezaubernd, von lebensfrohen Menschen und charmanten KIs umgeben zu sein, auch wenn letzteren Gefühle fehlen. Spannend bleibt es jedenfalls wenn wir Humanoiden unsere Gefühle als Wegweiser nehmen. Ankes Bockigkeit garantiert dann, wir werden unsere Podcasts nicht skripten und auch weiterhin die Gruppen in unseren Weiterbildungen fühlend begleiten. Dabei sind wir sehr gut vorbereitet du definitiv nicht planlos unterwegs. Ganz im Gegenteil, wir etablieren unsere Angebote als neuen Maßstab, denn wir verschenken Sicherheit durch unser mitfühlendes Menscheln. Betreutes Vorlesen und standardisiertes abgenudeltes Coaching sind nicht unser Ding. Und weil wir uns auch selbst lieben, werden wir in diesem Sommer viele schöne Hörbuchstimmen genießen. Dabei wird Claudija vermutlich aufs Meer schauen und Anke Glitzerwolkenkarten malen. Wenn dann die Moderationskartenaggression vollkommen verarbeitet ist, wird es Zeit für ein neues Faultierbuch. Claudija wird entlastendes Klopfcoachings mit Menschen machen, die noch nicht sicher sind, welchen Weg Ihre Gefühle ihnen weisen. Wir beide helfen Menschen, konsequent über sich selbst nachzudenken und wir beide denken gerade darüber nach, wann Claus bei Anke einzieht – das macht uns Freude und genau dieses Gefühl ist unser hellstes Licht. Shine On!
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Claudija Stolz
Dr. Anke Elisabeth Ballmann
Freundschaften sind uns wichtig. Wir brauchen Sicherheit und verlassen uns darauf, dass niemand uns ein schlechtes Gewissen machen kann, weil unsere Selbstehrlichkeit dafür zuständig ist. Wir schreiben uns Zettel, mögen Freizeit ohne Terminstress und Anke weigert sich, in Rente zu gehen, auch wenn die Welt zerbricht. Wir beide denken und fühlen, dass es derzeit besonders wichtig ist, freundlich und wahrhaftig zu sein, denn die Welt fordert uns heraus. Ankes egoistischer Beitrag zu innerem Frieden ist ihr inzwischen etablierter Veganismus. Claudija unterstützt Menschen dabei, Realitäten anzuerkennen – ganz altruistisch, weil sie Verantwortung übernimmt und ihre Strategien gerne weitergibt. Auch ihren Schichtsalat hat sie auf dem Rosenmontagsumzug geteilt und Anke zuliebe war der sogar vegetarisch. Anke war nicht auf dem Umzug, weil sie sich für eine Selbstklausur entschieden hat, um an spannenden Themen zu arbeiten und dafür viele Statistiken zu lesen. Wir wissen, Statistik ist eigentlich unfehlbar, aber nur eigentlich, denn zuweilen ist die Wissenschaft wie ein Kalenderspruch. Man nimmt sich nur die Sprüche, die das bekräftigen, was man ohnehin schon kann, weiß und/oder glaubt. Wir Menschen gehen nur mit bestimmten Haltungen in Resonanz und sind besonders vorsichtig mit Menschen und Meinungen, die nicht in unser Weltbild passen. Wenn in Ankes Nähe sich sämtliche Fleischesser*innen rechtfertigen, kann sie weiter üben, eine Triggerqueen zu sein. Wenn Claudija voller Mitgefühl nie jemanden verletzen will, strengt sie sich sehr an, dass es ihr überwiegend gelingt. Wir beide wissen, nur wenn wir nichts tun, machen wir keine Fehler. Es ist und bleibt unsere Entscheidung, ob wir Tierleichen essen, welche Bücher wir lesen, wie wir denken, was wir fühlen und vor allem, ob und mit wem wir auf Emotionswippen gehen. Und all das gilt auch für dich – think about. Shine on!
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Claudija Stolz
Dr. Anke Elisabeth Ballmann
Nach einem Spaziergang in der frühlingsschwangeren Natur klebt Anke sich glibberige Fischhautfakepads auf den Augen und spricht mit Claudija über zarte Stoßstangenberührungen. Wir planen ein Gefühlstraining beim Einparken und trainieren dabei heldinnenhaftes Knopfdruckweinen. Neben Notlügen, Fahrprüfungen und unlesbaren Schildern, die kroatische Rockerbräute in tote Winkel treiben, unterhalten wir uns über Wahlergebnisse. Claudija darf in Deutschland nicht wählen, deshalb hat Anke ihre beiden Stimmen dem Kinder- und Tierschutz und dem Weltfrieden geschenkt. Wir versuchen beide, die Gelassenheit entspannter Seekühe mit schrumpeligen Wampen zu imitieren. Glücklich sind wir über jede analoge Minute und über sinnliches Vertrauen in wachstumsfördernde innere Wahrheiten. Wir lehnen frühen Konsum von digitalen Medien ab, weil er zu 64 Handystunden pro Monat führen kann. Auch wenn Insta ein fantastisches Werbetool ist, weigern wir uns an diesem Schnuller für Erwachsene dauerzunuckeln. Vermutlich wird der Tag kommen, an dem uns nicht nur virtuelle Tomaten treffen, sondern uns realer Sternenstaub das Holodeck vernebelt oder kalter Gegenwind von Baumkronen pustet. Wie gut, dass wir intuitives Schwerkraftwissen haben und unser stabiles Selbst uns tragen wird. Sicher sind wir betreffend unseres Missionarinneneinsatzes. Wir helfen Kindern in Not und etablieren eine Pädagogik des Mitgefühls, denn es kann nicht gesund sein, wenn Kinderseelen passiv und sinn(en)befreit konsumieren. Schon Paracelsus wusste, wenn das Handy mit den Händen verwächst, ist die Dosis definitiv zu hoch. Innere Ruhe kann sich nur entfalten, wenn wahrhaftige Gefühle erlebt und beachtet werden. Shine On!
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Claudija Stolz
Dr. Anke Elisabeth Ballmann
Wir sind wieder früh aufgestanden und fühlen uns wie befreite Autobahnen mitten in der Nacht. Anke und die Autobahnen sehen alle Sonnenaufgänge, während Claudija ihren Schweinehund in Richtung Nachtarbeit klopft. Wir beide sind Warmduscherinnen, mögen Stille und Yogi-Tee, doch wenn Anke zu lange schweigt, erschrickt sich Claudija, weil sie das Gänseblümchenbuch nicht alleine schreiben will. Voller Wertschätzung für alle Wahrnehmungen müssen sich weder blumige noch faulige Gefühle bei Claudijas EMDR-Sitzungen mehr ins Unbewusste flüchten und auch nicht fragmentieren. Durch liebevolles, bilaterales Klopfen werden alle Integrationen leicht, und fiese Glaubenssätze schreiben sich selbst um. In Claudijas EMDR-Sessions räumen Klient*innen ihre psychischen Kücheninseln auf, vergeben sich und anderen. Sichere Orte sind dann eine Selbstverständlichkeit. Dabei hilft Hoponopo sogar rosa Elefanten zu mehr Selbstwirksamkeit. Claudija kann zwar noch immer keine Wunder vollbringen, doch Spinnenphobien gehören dank ihr ins Land der Vergangenheit. Wenn du mal eine Stunde lang bei Kürbissuppe und Datteldip auf deine Schultern geklopft hast, wirst du das wissen. Voller Freude und Dankbarkeit für viel tränenreiches Vertrauen kennen wir beide durchaus sehr selbstkritische Zeiten und wissen sie als qualitative Wachstumsmöglichkeit zu schätzen. Derzeit hoffen wir – ohne Schreibblockaden und Scheiterhaufenängste –, weiterhin mit viel Freude an unserem sinnvollen Tun, dass unser Herzklopfen bald für euch lesbar sein wird, denn wir finden es herzzerreißend wundervoll, wenn Menschen es wagen, sich zu verändern und sich selbst huldigen – einfach, weil sie toll sind. Das gilt auch für uns selbst und für dich. Shine On!
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Claudija Stolz
Dr. Anke Elisabeth Ballmann
Wieder ein Jubiläum und wieder einen Gast. Heute spricht Diana Eichhorn mit uns und Anke hat Herzklopfen. Diana hat 19 Jahre lang die Sendung Hund, Katze, Maus moderiert und dort mit Frettchen, Ratten, Elefanten und Vogelspinnen gekuschelt. Eigentlich wollte sie Tiere vermitteln und das hat sie geschafft, nur besser. Sie hat viel Wissen über Tiere vermittelt und vielen Menschen klar gemacht, Kinder und Tiere sind die größten Schätze und definitiv Schicksalsentscheidungen für Familien. Wir erfahren, man kann mit einem Pferd in einem Wohnungsstall leben, mit Tieren im Bett schlafen und dadurch Trost erfahren. Großen Trost, Scheidungskindertrost, denn niemand trocknet Tränen besser als ein Tier. Claudija leidet bis heute ein wenig unter ihrer jugendlichen Tierlosigkeit und Anke leidet, wenn Menschen Tiere vernachlässigen – und Kinder. Diana erzählt von schimpansigen Schwangerschaftskuschlern und wir erfahren, wie dramatisch sich Geldmangel auf das Tierwohl auswirkt. Wenn Katzen still leiden, alte Hunde aus Kostengründen ins Tierheim müssen, verzweifeln wir drei Hundemuttis und vermenschlichen gerne unsere tierischen Aggressionen, denn Tiere sind uns, wie Kinder, vollkommen ausgeliefert. Beide brauchen liebevolle und mitfühlende Begleitung statt Machtausübung, beide brauchen Rücksichtnahme. Respekt voreinander ist tausendmal wichtiger als Kadavergehorsam, da sind wir uns sicher. Wenn dann der heiße Asphalt zu heiß ist, Mantrailing und Agility Stress machen, fragen wir uns, warum Tierrechte und Kinderrechte so wenig Beachtung finden und finden, dass Erwachsene sich die Anschaffung eines jeden Lebewesens sehr gut überlegen sollten. Denn die Verantwortung ist weit größer als man sich das zuweilen vorstellen mag. Diana ist unserer Meinung, wenn sie sagt „Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem anderen zu!“ und das ist auch unser aller scheinender Moment. Shine On!
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Claudija Stolz
Dr. Anke Elisabeth Ballmann
Weißt du, Claudija hat Migration und kann gut über sich selbst lachen. Anke findet Humor ist das wichtigste Werkzeug, wenn die Selbstverdammung durch zu viel Wundertastendrückung stresst. Wir beide haben ein Faible für Wut, weil sie gut tut und der Hormoncocktail ein wunderbarer Antrieb ist. Wut kann, aber muss keine Traumafolgestörung sein, denn so mancher Leidensdruck ist selbst gebastelt. Manche werden rot vor Wut und manche können sich durch Atemtechniken oder Autofahrten in ihre Mitte kalibrieren. Nur wenn Ausgeglichenheit die Tarnung ist und das Ich nicht werden kann, weil es Angst vor dem Du hat, braucht man eine Kümmermutter, für die Inklusion selbstverständlich ist. Kinder, die mit Essen werfen, sind dann eine willkommene Herausforderung, weil sie Verständnis und Würde wachsen lassen und den Erwachsenen zeigen, Autonomie ist ein Fels in der Brandung des Kämpfemeeres. Wenn du nicht krank werden willst, solltest du die Programmierungen deiner frühen Jahre erforschen und in deine inneren Zauberspiegel blicken, denn sie lassen dich das Böse erkennen, das auch nur geliebt werden will. Sobald du bereit bist für Selbstliebe, kannst du all das sterben lassen, was dich zu wütenden Machtspielen antreibt. Wie alle und wie wir, wirst du deine Lösung erkennen, wenn du bewusst Gefühle jonglierst und blutende Kindheitswunden heilen lässt. Dann erkennst du: Schieflagen sind ein märchenhafter Weg zur Seele. Shine On!
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Dr. Anke Elisabeth Ballmann
Beinahe wäre Anke mal Tierärztin geworden, aber ihr massives Mitgefühl kam in die Quere. Wenn schwere Krankheiten im Aufwachraum mitfühlend begleitet werden, ersetzt Händchenhalten so manchen blauen Glitzerball, der wie nutzloser Zuckerguss über zu viel Bockigkeit gegossen wird. Wäre allen klar, dass Empathie gelernt werden muss und Bindung eine Lebensversicherung ist, würden derzeit nicht so viele Menschen unkritisch mit den Wölfen heulen. Egal, ob Mensch oder Tier, alle wollen nur geliebt werden und wenn zu wenig Liebe in den hungrigen Herzen ankommt, hassen Menschen sich selbst und verurteilen sich und andere. Sie passen sich an Umstände an und ermutigen sich viel zu selten gütig mit sich und anderen zu sein – Overthinking ist dann eine gern genommene Traumafolgestörung. Wenn Menschen es dann wagen, auf einer Nachtmeerfahrt durch die Schattenflur zu segeln und dabei von ihren eigenen Dämonen zu lernen, dann sind Störgefühle Hinweise, die auf den silbernen Tabletts liegen, die das Leben bietet. Erst dann schaffen es, erwachsene Menschen in die volle Selbstverantwortung zu gehen und Kindern den Schuller zu erlauben, wenn sie ihn brauchen. Wenn die Seelen satt sind, haben Schokoladensüchte keine Chancen mehr. Wenn Menschen mit sich selbst klar sind, können sie anderen Wesen kein Leid antun, dann verstecken sie keine Rasierklingenstücke in Wurst, dann vergiften sie weder Hunde noch sich selbst. Ohne Schattenarbeit geht es nicht, denn nur dann, wenn es im dunklen unsympathischen Bereich hell wird, dann wird es Frieden werden auf Erden. Shine On!
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Claudija Stolz
Dr. Anke Elisabeth Ballmann
In dieser Folge überrascht Anke mit ihrer Mitgliedschaft bei der Gesellschaft für frühkindliche Bindung, in der Claudija Gründungsmitglied und Vorständin ist. Nun kümmern sich beide noch intensiver um die Qualität in der frühen außerfamiliären Betreuung und sorgen zusammen für Aufklärung. Claudija betreut seit 40 Jahren Kinder und weiß, deren gefällige Anpassung ist eine Überlebensstrategie und bloßes Funktionieren eine Gefahr für die Individuation. Claudija bildet zudem seit vielen Jahren Fachkräfte und Tagespflegepersonen aus und hat zusammen mit vielen promovierten und habilitierten Analytiker*innen festgestellt: Immer mehr Kinder sind immer früher psychisch krank. Das muss sich ändern und dafür brauchen wir u. a. eine Wende in der frühen Betreuung. Wir setzen uns für Verbesserungen in der Betreuung ein und wünschen uns mehr Qualität und weniger Quantität, denn junge Kinder sollte man den Gefühlsstürmen von Erwachsenen genauso wenig aussetzen wie Tomatensetzlinge frostigen Temperaturen. Solange Schwangere als unproduktive Kostenfaktoren gesehen werden, sind Familien benachteiligt. Solange Frauen die Hauptlasten tragen sind wir bei kitafrei nicht dabei, auch wenn uns das zuweilen gefallen würde. Klar ist: Menschenkinder brauchen ein warmes Nest. Frische Kraftbrühe gekocht aus Rinderleichenteilen (=Beinscheiben) und echte Kerzen sind ein „nice to have“, aber nur sinnvoll wenn auch Personenbezug gewährleistet ist. Deshalb: Lasst und eine Lobby für Kinder bilden! Hochwertige Aus-, Fort- und Weiterbildungen werden dann zum Standard, Ansprüche erhöht und Zertifikate nicht verschenkt. Erst wenn Kinder als schlau gelten, wenn sie Ihre Eltern nicht loslassen, sondern entwicklungsgerecht an ihnen festhalten, haben wir statt verharmlosender Glitterflittersprüche eine herzwarme Pädagogik des Mitgefühls und die brauchen wir, wenn Weltfrieden unser Ziel ist. Shine On!
Gesellschaft für Frühe Bindung e. V.
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