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Read with me! Lesen wir zusammen! Geeignet für B2 :)
„Jeder von uns wird sich entweder abnutzen oder verrosten. Jeder von uns. Ich habe beschlossen, mich abzunutzen.“
Das Leben kann frustrierend sein. Oft wissen wir genau, was unsere Probleme sind. Wir wissen sogar, was wir dagegen unternehmen können. Aber wir haben Angst, dass es zu riskant wäre zu handeln, dass uns die Erfahrung fehlt, dass alles ganz anders aussieht als erwartet, dass es zu teuer ist, dass es zu früh ist, dass sich vielleicht noch eine bessere Gelegenheit ergeben könnte, oder dass es nicht funktioniert.
Und wissen Sie, was deshalb passiert? Gar nichts. Wir tun nichts. Sagen Sie sich: Die Zeit ist reif. Der Wind steht gut. Die Glocke hat geläutet. Krempel die Ärmel hoch, mach dich an die Arbeit.
Wir glauben oft, dass die Welt sich nach uns richtet. Statt loszulegen, trödeln wir. Statt zu rennen, bummeln wir. Und dann stellen wir erschrocken fest, dass wir nichts zustande bringen, dass sich keine Chancen ergeben, dass sich Hindernisse vor uns auftürmen, oder dass die Konkurrenz aufwacht.
Aber es kann ja gar nicht anders kommen, wenn wir den anderen so viel Spielraum lassen. Wir haben ihnen schließlich die Chance gegeben.
Deshalb ist der erste Schritt: Nehmen Sie den Schläger von der Schulter, machen Sie ein paar Aufwärmschwünge. Wenn Sie ankommen wollen, müssen Sie losgehen
Nehmen wir an, das haben Sie getan. Großartig. Damit sind Sie den meisten Menschen schon ein gutes Stück voraus. Aber stellen Sie sich eine ehrliche Frage: Könnten Sie nicht noch mehr tun? Wahrscheinlich ja – es ist immer mehr drin. Zumindest könnten Sie mehr Energie investieren. Vielleicht haben Sie den ersten Schritt getan, aber Sie sind nicht mit ganzem Herzen dabei – und das spürt man.
Wirkt sich das auf das Ergebnis aus[…]
Auszug aus: Ryan Holiday. „Das Hindernis ist der Weg.“ iBooks.
Read with me! / Lesen wir zusammen! Geeignet für B1-B2
Danke Sarrazin (Moritz Bauer) für den Text
https://www.sarrazin-coaching.de/2020/08/02/das-ego-was-ist-das-ego-und-welche-bedeutung-hat-es-fuer-dein-leben/
In diesem Artikel will ich dir erklären, was das Ego eigentlich ist und welchen enormen Einfluss es auf dein Leben hat.
Was bedeutet „das Ego“? (Definition)
Wenn du dich z.B. selbst als wenig selbstbewusst und ängstlich ansiehst, dann wirst du dich genau so nach außen verhalten. Wenn du ein starkes Selbstbild (man würde auch sagen, ein starkes Ego) hast, wirst du dementsprechend agieren.
Doch woher bekommt man dieses positive Selbstbild? Ist es angeboren oder kann man es jederzeit verändern? Das erfährst du im nächsten Abschnitt:
Wir kommen alle ohne Ego auf die Welt. Als kleines Kind haben wir keine Vorstellung davon, wer wir sind.
Kleinkinder reden deshalb oft von sich selbst in der dritten Person, also z.B. „Moritz hat Hunger“ anstatt „Ich habe Hunger“. Kinder können auch noch nicht zwischen sich selbst und anderen Menschen unterscheiden. In den Augen des Kindes ist die, vor ihr stehende Person und es selber eins, es gibt keine Trennung in zwei separate Teile.
Im Laufe der Entwicklung dann, geprägt durch die Konditionierungen seiner Umwelt, entwickelt das Kind ein Selbstbild, ein Ego. Die Eltern nennen es „Moritz“ und so glaubt das Kind es sei „Moritz“. Dabei hätte der Name auch Max, Peter oder Joshua sein können.
Der Name an sich ist schon Fiktion und trotzdem verfestigt sich diese Verbindung immer mehr.
Dann kommen die Eltern und sagen: „Du kannst das gut und das nicht so gut, du bist technisch begabt und sprachlich untalentiert, du bist soundso und soundso.“ Das Kind nimmt diese Eindrücke auf und bastelt sich daraus eine falsche Vorstellung von sich selber.
Dabei ist das, was dir deine Umgebung sagt, alles falsch. Niemand weiß, worin du gut bist, was du kannst und was du nicht kannst.
Deshalb verwirf alles, was dir andere Leute jemals eingeredet haben.
Bei der Meditation lässt du dein Selbstbild nach und nach los. Du konzentrierst dich ganz auf dich, deinen Körper und deine Atmung.
All deine Konditionierungen, die Meinungen deiner Eltern und Freunde, das was deine Lehrer oder Mitarbeiter dir ständig einbläuen wollen, fällt dabei nach und nach von dir ab. Dieses Selbstbild, welches du dir über die Jahre hinweg angeeignet hast und das nichts anderes als eine Täuschung ist, löst sich auf.
Je regelmäßiger du meditierst, umso mehr wirst du zu dir selber und zu deiner wahren Natur finden.
Zusammenfassung: Die Bedeutung des Egos
Du kannst auf den Link klicken um weiter zu lesen!
Read with me :) / Lesen wir zusammen! Geeignet für B1
https://karrierebibel.de/ruhe-bewahren/
Wer die Ruhe bewahren will, muss die Anzeichen für aufkeimende Wut früh erkennen. Alarmsignale zeichnen sich oft körperlich ab: ein Grummeln in der Magengegend, steigender Blutdruck, Zornesröte, selbst Tränen und Schwitzen können emotionalen Stress ankündigen. Dann gilt: Erstmal durchatmen und die Eskalation stoppen. Gewinnen Sie mentalen Abstand. Vielleicht sogar räumlichen, indem Sie kurz spazieren gehen oder wenigstens den Raum verlassen. Wichtig ist, dass Sie nicht sofort und im Affekt reagieren.
Auch wenn es schwer fällt: Versuchen Sie die Situation aus mehr Distanz nüchtern und objektiv zu betrachten. „Was ist gerade wirklich passiert? Warum reagiere ich so? Warum regt mich das so auf? Ist es das wert?“ Ein solcher Perspektivwechsel schafft ebenfalls Abstand und lenkt den Fokus auf das Gesamtbild. Womöglich ärgern Sie sich gerade nur über Kleinigkeiten.
Gehen Sie nicht nur vom Worst Case aus. „Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird“, lautet ein wahrer Spruch. 93 Prozent der Sorgen, die wir uns machen, sind unbegründet und unnötig. Anstatt in Panik oder Rage zu geraten, reflektieren Sie die tatsächliche Bedeutung der aktuellen Situation. Also: Nur die Ruhe!
Dieser Tipp ist für Fortgeschrittene. Dabei begeben Sie sich auf die Metaebene: Angenommen, Sie haben es mit einer Person zu tun, über die Sie sich häufiger ärgern. Dann versuchen Sie, diese Person nicht nur als Ärgernis zu sehen. Beim Refraiming versuchen Sie das Problem aus einem anderen Blickwinckel und in einem neuen Kontext zu betrachten: „Eigentlich ist die Jobabsage doch gut, weil ich jetzt nicht mehr umziehen muss.“ Ebenso wirksam:
Fragen Sie nicht warum, sondern Wozu?
Positiv denken wird zu unrecht als Quacksalberei abgetan. Es bedeutet, seine Wahrnehmung bewusst zu lenken. Weg von Frustration, einem Defizit oder Mangel, hin zu den Möglichkeiten. Es bedeutet nicht, Negatives auszublenden. Aber jede Medaille hat zwei Seiten. Den Unterschied macht, worauf wir uns fokussieren: das Positive oder Negative? Wenn Sie also die Ruhe bewahren möchten, versuchen Sie die guten Seiten daran zu entdecken. Schon François de La Rochefoucauld erkannte: „Wenn man seine Ruhe nicht in sich findet, ist es zwecklos, sie andernorts zu suchen.“
6. Selbstglaube stärken
Wer aus der Haut fährt, offenbart damit oft nur ein starkes Ohnmachtsgefühl und weiß sich nicht anders zu helfen. Dahinter steckt womöglich mangelndes Selbstvertrauen. In dem Fall hilft die Macht der Autosuggestion: Glauben Sie an sich und dass Sie es schaffen können. So lässt sich leichter die Ruhe bewahren. Ein schöner Spruch dazu: „Wenn sich eine Türe schließt, geht eine andere auf.“
7. Situation akzeptieren
Ruhe bewahren hat viel mit Gelassenheit zu tun. Beides lässt sich lernen und trainieren, indem Sie die Dinge akzeptieren, die Sie ohnehin nicht ändern können. Eine wichtige Erkenntnis aus dem Buddhismus lautet: „Der Ursprung all unserer Probleme ist unser Unvermögen, loslassen zu können.“ Versuchen Sie also nicht zwanghaft jedes Mal die Kontrolle zu behalten. Dazu gibt es ein wunderschönes Gebet:
"Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“
Danke, Jochen Mai.
Lesen wir zusammen! Geeignet für B1 :)
https://www.healthyhabits.de/was-machen/
Wenn mich Leute fragen, was sie aus ihrem Leben machen sollen, habe ich darauf nicht die eine Antwort parat. Ich habe nicht einmal eine für mich. Ich weiß nicht, was ich in meinem Leben noch machen möchte. Es gibt keinen Jahresplan. Aber je älter ich werde, mit desto mehr Selbstvertrauen kann ich auf einige Erkenntnisse zurückgreifen, die ich hier teilen möchte.
Die Wahrscheinlichkeit, die beste Entscheidung zu treffen ist verschwindend gering. Ich meine, 7.000 Studiengänge! Da haben wir noch nicht einmal über Alternativen gesprochen, die kein Studium enthalten. So wie bei Tina, die nicht hundertprozent davon überzeugt ist, studieren zu wollen. Die Jobwahl ist später auch nicht leichter. Wenn du nicht weißt, was du mit deinem Leben anfangen sollst, liegt es nicht daran, dass du zu wenige Informationen hast. Wahrscheinlich hast du schon zu viele. Wenn alle Optionen auf dem Tisch liegen, ist es unmöglich, eine rationale Entscheidung zu treffen. Ich hatte vor meinem Studium wenige Interessen. Ich spielte kein Instrument, trieb keinen Sport, las keine Bücher, reiste nicht um die Welt und war handwerklich unbegabt. Ich kannte nur Schule, Fernsehen und Computerspiele. In gewisser Weise machte es mir das leicht, denn ich wusste nicht zu viel. Ich hatte keine Ahnung von Leidenschaften und Träumen. Deshalb entschied ich mich für ein pragmatisches Studienfach. Etwas, das man studiert, wenn man sich für nichts interessiert: BWL. War das die beste Entscheidung? Keine Ahnung! Ich werde nie wissen, was hätte sein können. Aber es interessiert mich auch nicht sonderlich, denn hätte ich zu jenem Zeitpunkt besser entscheiden können, hätte ich es besser gemacht!
2. HAUPTSACHE DU MACHST WAS
Zu wissen, was du machen willst, ist gut, aber nicht entscheidend. Viel wichtiger ist, dass du überhaupt etwas machst. Lass dich nicht von deiner Freiheit lähmen, sondern komme ins Tun. Mach irgendwas, das dir halbwegs richtig erscheint.
Seien wir mal ehrlich: Wir wollen alle glücklich sein. Das ist das ultimative Oberziel. Mit verschiedenen Mitteln versuchen wir, dieses Ziel zu erreichen. Ein Job, der immer Spaß macht, uns viele Freiheiten lässt und auch noch Geld bringt, soll oft ein solches Mittel sein. Aber häufig sind wir auf dem Holzweg. Wir reden uns immer wieder ein, womit wir glücklich sein würden, nur um später festzustellen, dass wir es nicht sind.
Ich habe irgendwann festgestellt, dass eine Karriere nur begrenzt wichtig ist. Sie ist eigentlich kein Mittel, um glücklich zu werden, sondern hauptsächlich, um sich finanzieller Sorgen zu entledigen und folglich mehr Zeit für Dinge zu haben, die tatsächlich glücklich machen. Das bin ich, wenn ich etwas für meine Gesundheit mache, lerne, erlebe und liebe Menschen um mich herum habe. Früher oder später gelangt vielleicht jeder zu dieser Erkenntnis und wird sich dann fragen:
„Warum habe ich mir damals eigentlich diesen Stress gemacht?“
„Ich habe einmal meine Mutter gefragt, woher sie wusste, dass der richtige Zeitpunkt gekommen war, um ihr erstes Kind, nämlich mich, zu bekommen. Ihre Antwort war einfach: »Wir wollten ein Kind und wir sahen keinen Grund dafür, es aufzuschieben. Es gibt keinen richtigen Zeitpunkt, um ein Baby zu bekommen. Genau so ist es. Für die wichtigen Dinge im Leben ist der Zeitpunkt immer ungünstig. Sie warten auf den richtigen Moment, um Ihren Job zu kündigen? Es werden nie alle Sterne günstig stehen. Die Bedingungen sind nie vollkommen. Doch sie könnten schlechter werden. Denn irgendwann sorgt vielleicht eine Krankheit dafür, dass Sie Ihre Träume mit ins Grab nehmen. Pro-und-Kontra-Listen sind genauso schlimm. Wenn etwas wichtig für Sie ist und Sie „es »irgendwann einmal« tun wollen, dann tun Sie es einfach jetzt und korrigieren Sie, wenn nötig, den Kurs unterwegs.“
Auszug aus: Timothy Ferriss. „Die 4-Stunden-Woche – Mehr Zeit, mehr Geld, mehr Leben.“
Geeignet für A2 :)
Viel Spaß!
Danke, Constanze Brinkschulte, hier gibt es 4 einfache wege, damit du dich entschuldigen kannst.
Jedem von uns passieren Fehler - und dann sollten wir den Mut haben, für dieses Verhalten um Entschuldigung zu bitten. Wie Sie es schaffen, dass diese richtig ankommt und angenommen wird.
Nichts ist schlimmer, als den eigenen Fehler insgeheim auf andere Personen schieben zu wollen. Sagen Sie stattdessen klar und deutlich, dass Sie allein sich falsch verhalten haben. Wie entscheidend diese Einsicht ist, bestätigt eine Studie der Ohio State University: Sie besagt, dass es für eine erfolgreich übermittelte Entschuldigung nichts Wichtigeres gibt, als sich der eigenen Verantwortung bewusst zu sein. Zeigen Sie also, dass es Ihnen ernst ist und man sich auf Ihr Wort verlassen kann.
Wenn Sie sich ständig für jedes noch so kleine Missgeschick oder falsche Wort entschuldigen, verkommt der Satz "Es tut mir Leid" zur bloß aus Gewohnheit gesagten Floskel. Dadurch kann es passieren, das wirklich wichtige Entschuldigungen nicht ernst genug genommen werden. Heben Sie sich dieses Bekenntnis also für Situationen auf, in denen es wirklich vonnöten ist.
Vermeiden Sie es, den gleichen Fehler immer wieder zu tun
Auch die beste Entschuldigung nutzt nichts, wenn Sie einen bereits vergangenen Fehler immer wieder begehen. Beweisen Sie, dass Sie Ihr Verhalten tatsächlich überdenken und daran etwas ändern - mit sichtbaren Konsequenzen für Ihre Beziehung oder Freundschaft. Ansonsten laufen Sie Gefahr, dass Ihre Bitte um Vergebung nichts als eine Worthülse bleibt.
Ersticken Sie Ihren Gegenüber nicht mit dem immer gleichen Satz, so als säßen Sie auf der Anklagebank und müssten sich vehement verteidigen. "Ich hab mich doch schon tausendmal entschuldigt!" wird Sie definitiv nicht ans Ziel bringen, da es so wirkt, als wollten Sie das Thema einfach nur möglichst schnell hinter sich lassen.
Um ein ernstes Problem wirklich zu lösen, werden Sie vermutlich nicht darum herumkommen, es in mehreren Gesprächen aufzugreifen und ihm uns immer wieder zu stellen. So zeigen Sie, dass Ihnen wirklich etwas an der Verarbeitung dieses Fehlverhaltens liegt.
Artikel: https://www.liebenswert-magazin.de/wie-entschuldige-ich-mich-richtig-889.html
Eine Geschichte von Isabel Abedi.
Die ersten Sonnenstrahlen kommen schon durchs Fenster, und Leila, das kleine Schwein, wälzt sich noch immer unruhig von einer Seite auf die andere.
Sie hat einen schlechten Traum und ruft plötzlich so laut „NEIN“, dass sie davon wach wird.
Papa Schwein kommt ins Zimmer gelaufen.
„Was ist los?“, fragt er erschrocken, doch als ihm das kleine Schwein von seinem Traum erzählen will, hat es ihn plötzlich vergessen.
Nur schlechte Laune hat Leila jetzt. Eine richtige Saulaune!
Als Leila in die Küche kommt, sitzen die anderen schon am Frühstückstisch.
„Guten Morgen, mein Schatz", sagt Mama Schwein. „Möchtest du ein Honigbrot?“
„NEIN“, brummt das kleine Schwein und lässt sich auf seinen Platz plumpsen.
„Möchtest du Erdbeermarmelade?“, fragt Mama Schwein.
„Igitt, NEIN“, sagt das kleine Schwein.
Mama Schwein zieht die Augenbrauen hoch. „Was willst du dann?“
„Pommes mit Ketchup“, sagt das kleine Schwein.
„NEIN", sagt Mama Schwein. „So was gibt es bei uns nicht zum Frühstück.“
„Dann will ich gar nichts“, sagt Leila und stapft zurück in ihr Zimmer.
Es ist Zeit zum Anziehen", sagt Mama Schwein. „Ich hab dir dein rosa Kleid schon rausgelegt.
„Rosa Kleider sind doof", sagt Leila.
„Seit wann denn das?“, fragt Mama erstaunt.
„Seit heute", sagt Leila und verschränkt die Arme vor der Brust.
„Dann ziehst du eben deinen blauen Ringelrock an“, sagt Mama.
Das kleine Schwein schüttelt den Kopf. „NEIN."
Mama runzelt die Stirn. „Was willst du denn anziehen?“
„Meine grüne Latzhose", sagt Leila.
„NEIN“, sagt Mama Schwein, „die grüne Latzhose ist dreckig."
„Dann zieh ich gar nichts an“, sagt Leila.
Leila setzt sich unter die große Eiche am Waldrand und holt das Mandelhörnchen aus der Bäckertüte.
Da ist heute extra viel Schokolade dran, und das kleine Schwein ist so mit Kauen beschäftigt, dass es gar nicht bemerkt, wie es hinter ihm raschelt und knackt – und dann ganz langsam und auf leisen Pfoten ein Tier herangeschlichen kommt.
Es ist der Wolf mit seinem Leiterwagen, der jetzt vor Leila am Baum stehen bleibt und mit seiner freundlichsten Stimme sagt: „Guten Morgen, kleines Schwein! Du bist heute ja ganz allein unterwegs."
Na und, will das kleine Schwein gerade entgegnen, da fällt ihm plötzlich sein Traum von heute Morgen wieder ein: Vom Wolf hat es geträumt!
Bis in sein Haus hat der Wolf Leila gelockt. Im Traum.
Und dort wollte er sie fressen, mit Haut und Borsten!
„NEIN„, sagt das kleine Schwein und sein Herz fängt laut zu klopfen an. „Ich bin überhaupt nicht allein unterwegs. Meine Eltern sind ganz in der Nähe und meine Freunde auch.“
Der Wolf schaut sich in alle Richtungen um.
„Aber ich sehe deine Eltern nicht“, sagt er.
„Und deine Freunde sehe ich auch nicht. Warum kommst du nicht ein bisschen mit zu mir? Ich mach dir warmen Kakao, da kannst du dann dein Mandelhörnchen reintunken.“
Der Wolf lächelt, aber Leila klopft das Herz jetzt bis zum Hals.
„NEIN", sagt sie leise.
Und dann etwas lauter: „NEIN!“
Das NEIN vom kleinen Schwein hallt über die ganze Wiese.
Bis zur Bäckerei. Und sogar noch weiter, bis zum Haus, in dem Leila mit ihren Eltern und mit Ferkel Mo wohnt.
Der Wolf macht erschrocken einen Satz zurück – und im nächsten Moment sind alle da.
Papa nimmt das kleine Schwein in den Arm.
Erleichtert sieht Leila zu, wie die anderen Tiere den Wolf gemeinsam verjagen.
https://www.einfachvorlesen.de/geschichten/leila-schwein-schreit-nein
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