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Glauben Sie, dass Gott es gut mit Ihnen meint? Glauben Sie, dass Sie bei Gott nicht zu kurz kommen?
Die Israeliten hatten eine Geschichte der Unzufriedenheit und Anklage hinter sich. In Ägypten hatten sie unter der herrschenden Regierung und ihrer Unterdrückung gelitten. Man hatte sie zu Zwangsarbeit herangezogen und teilweise ihre neugeborenen Babys umgebracht. Die Israeliten litten schrecklich. Als Mose ihnen dann Hoffnung auf eine bessere Zukunft machte, wurde alles nur noch viel schlimmer. Der Pharao unterdrückte die Israeliten noch mehr. Die Israeliten wünschten daraufhin Mose die Strafe Gottes an den Hals. Sie kamen trotzdem irgendwann aus Ägypten. Kaum waren sie den Ägyptern entkommen, schickten die den Israeliten ihre Elitetruppen hinter ihnen her. Den Ägyptern entronnen klagten die Israeliten in der Wüste – mal über fehlendes Wasser, mal über fehlendes Essen oder sie trauerten den Köstlichkeiten in Ägypten nach. Manchmal wünschten sie sich, sie wären lieber in Ägypten gestorben. Irgendwie konnten sie diese Krisen immer hinter sich lassen. Schließlich standen sie dem Land ihrer Träume gegenüber. 12 Männer kundschafteten es aus. Als sie zurückkamen, bestätigten die Männer, wie wunderbar das Land war. Aber die Kundschafter berichteten auch von der großen militärischen Überlegenheit der dortigen Bevölkerung. Bei den Israeliten brannte endgültig die Sicherung durch. Sie klagten, warum sie nicht lieber in der Wüste gestorben wären. Schon planten einige Mose als Führer zu stürzen. Schon wollte man die umbringen, die es mit Mose hielten.
Wenn Sie die Berichte über das Volk Israel kennen, dann wissen Sie, dass man die Geschichte auch ganz anders erzählen könnte. Statt über den Schmerz der Israeliten könnte man über das mächtige Eingreifen Gottes reden: Da war Gott doch tatsächlich auf die Not der Israeliten eingegangen. Er hatte den Pharao durch Mose aufgefordert, die Israeliten freizulassen. Durch Plagen hatte er die Ägypter immer stärker unter Druck gesetzt: Den Nil verwandelte er zum Beispiel in Blut, verschiedene Tierplagen überfielen das Land, Krankheiten trafen Menschen und Tiere. In einer letzten Plage schließlich starben alle erstgeborenen Söhne der Ägypter. Erst da begriffen die Ägypter, dass sie Gott nicht trotzen konnten und ließen die Israeliten ziehen. Gott hatte aller Welt einschließlich den Israeliten demonstriert, wie groß er ist. Auf diesen Gott konnte man sich verlassen. Zwar verfolgten die Ägypter die Israeliten noch einmal – aber ihre Truppen versanken im Meer und wurden ein Opfer der Wellen. Auf beeindruckende Weise hatte Gott eingegriffen. In der Wüste dann bewies Gott dem Volk seine Fürsorge. Ungenießbares Wasser verwandelte er in genießbares. Er gab ihnen Manna – ein Lebensmittel, das morgens wie Tau vor dem Lager der Israeliten lag. Als die Israeliten sich Fleisch wünschten, ließ Gott einen gewaltigen Schwarm Wachteln in das Lager wehen. Gutes über Gutes schenkte Gott den Israeliten. Durch die ganze Wüste geleitete Gott das Volk an die Grenze des versprochenen Landes. Es sollte ein Land sein, in dem sozusagen Milch und Honig fließt.
Welchem der beiden Berichte gleicht Ihr Leben am ehesten? Der Punkt ist: Die Probleme in der ersten Erzählweise waren alle echt. Als Mose zum ersten Mal zum Pharao ging, verschärfte sich die Lage der Israeliten tatsächlich. Als die Israeliten aus Ägypten auszogen, verfolgte der Pharao sie wirklich mit seinem Militär. Und Verpflegung in der Wüste für so ein großes Volk war eine reale Herausforderung. Große Ängste verbanden sich mit diesen Problemen. – Existenzängste.
Es gibt so viele Probleme, die uns in die Verzweiflung treiben können: Der eine oder andere kämpft mit gesundheitlichen Nöten, die sein Leben überschatten. Tag für Tag quält er sich mit Schmerzen. Von Arzttermin zu Arzttermin hangelt er sich, schwankend zwischen Hoffen und Bangen. Manche leiden unter der großen Einsamkeit im Alter. So gerne hätten sie die Familie nah beisammen. Aber dann ziehen die Kinder immer weiter weg, während sie selber allein zurückbleiben. Dazu sterben noch gute Freunde weg. Die nächsten kämpfen mit einem unerfüllten Kinderwunsch und die Sehnsucht zerreißt sie fast. Wieder andere durchleben so große Schwierigkeiten mit ihren Kindern, dass sie wünschten, sie hätten sie nie bekommen.
Und in all‘ dem Kummer bricht sich der Vorwurf Bahn: »Gott, wie kannst du das zulassen! Wie kannst du mir das antun!« Aus Klage wird leicht Anklage. Aus unserem Schmerz kann Bitterkeit werden.
Aber noch einmal die Frage vom Anfang: Glauben Sie, dass Gott es gut mit Ihnen meint? Die Israeliten hatten eigentlich jede Menge Grund Gott zu vertrauen. Nach und nach hatte Gott ihnen vorgeführt, wie gut er es mit ihnen meinte. Er befreite sie aus der Zwangsarbeit in Ägypten. Reich beladen mit Geschenken ließ er sie ausziehen. Und in der Wüste versorgte er sie wie ein treuer Hirte.
Haben Sie persönlich schon die Güte Gottes in Ihrem Leben erfahren? Kennen Sie sein Eingreifen in der Vergangenheit? Haben Sie schon Gebetserhörungen erlebt? Wenn Krisen kommen, können uns solche Erfahrungen an die Güte Gottes erinnern.
Ich weiß nicht, warum gerade Sie (vielleicht) diese Probleme am Arbeitsplatz treffen. Ich weiß auch nicht, warum gerade Sie so viel leiden müssen oder so viele unbeantwortete Gebete haben. Aber ich bin zutiefst davon überzeugt, dass Gott es gut mit Ihnen meint. Uns hat Gott das nämlich noch einmal eindrücklicher gezeigt als den Israeliten damals: In Jesus wurde Gott Mensch. In Jesus litt er und starb für uns. Daran wird deutlich: Gott spielt nicht mit uns. Er hat sich die Beziehung zu uns zu viel kosten lassen. Das beantwortet nicht all unsere Fragen nach dem Warum. Aber es vergewissert uns, dass Gott es gut mit uns meint.
Paulus fragt in einem seiner Briefe: Gott hat seinen eigenen Sohn nicht geschont, sondern für uns hingegeben. Sollte er uns dann noch irgendetwas vorenthalten? Ich lade Sie ein, Gott zu vertrauen, dass er für Sie sorgen wird. Ich habe kein individuelles Versprechen für Ihre Situation – dass ihr Ehepartner gesund wird oder Ihre Kinder sich ändern. Aber ich versichere Ihnen, dass Sie Gott vertrauen können. Sie können loslassen. Ich habe erlebt, dass auch bei mir manchmal aus Klage Anklage wurde. Ich musste mich bei Gott entschuldigen, dass ich ihn kritisiert und infrage gestellt hatte. Ich musste mich manchmal neu entscheiden Gott zu vertrauen. Aber wo ich innerlich losgelassen habe, habe ich erfahren, wie Gott über alle Maßen beschenkt hat.
Die Gefahr ist, dass es auch umgekehrt geht: Wir verharren im Ärger gegen Gott. Unser Leben wird eine Geschichte des inneren Haderns mit Gott. So war das bei den Israeliten. Sie wünschten sich, sie wären lieber in der Wüste gestorben. Am Ende lässt Gott ihre negativen Worte in Erfüllung gehen. Sie kommen nicht in das Land ihrer Träume, obwohl Gott es eigentlich für sie bereitgehalten hatte. Bis heute erleben Menschen, wie Gott ihre anklagenden Sätze ernst nimmt und Wirklichkeit werden lässt. Sie versinken in Bitterkeit und klagen über ihr Leid. Sie sterben sozusagen ‚in der Wüste‘. Dabei hätte alles anders werden können, wenn sie Gott vertraut hätten.
Ich ermutige Sie, neu vor Gott zu treten im Gebet. Bitten Sie ihn um Vergebung, wo Sie Gott kritisiert haben für die Führung Ihres Lebens. Gestehen Sie Gott zu, dass er Sie so führen darf. Und dann sagen Sie ihm: »Vater, ich weiß nicht, ob du mir meine konkrete Bitte erfüllst. Aber ich will darauf vertrauen, dass du es gut mit mir meinst. Danke, dass du für mich sorgst. Danke, dass ich bei dir nicht zu kurz komme.«
Autor: Holger S. Hinkelmann
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By ERF - Der Sinnsender5
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Glauben Sie, dass Gott es gut mit Ihnen meint? Glauben Sie, dass Sie bei Gott nicht zu kurz kommen?
Die Israeliten hatten eine Geschichte der Unzufriedenheit und Anklage hinter sich. In Ägypten hatten sie unter der herrschenden Regierung und ihrer Unterdrückung gelitten. Man hatte sie zu Zwangsarbeit herangezogen und teilweise ihre neugeborenen Babys umgebracht. Die Israeliten litten schrecklich. Als Mose ihnen dann Hoffnung auf eine bessere Zukunft machte, wurde alles nur noch viel schlimmer. Der Pharao unterdrückte die Israeliten noch mehr. Die Israeliten wünschten daraufhin Mose die Strafe Gottes an den Hals. Sie kamen trotzdem irgendwann aus Ägypten. Kaum waren sie den Ägyptern entkommen, schickten die den Israeliten ihre Elitetruppen hinter ihnen her. Den Ägyptern entronnen klagten die Israeliten in der Wüste – mal über fehlendes Wasser, mal über fehlendes Essen oder sie trauerten den Köstlichkeiten in Ägypten nach. Manchmal wünschten sie sich, sie wären lieber in Ägypten gestorben. Irgendwie konnten sie diese Krisen immer hinter sich lassen. Schließlich standen sie dem Land ihrer Träume gegenüber. 12 Männer kundschafteten es aus. Als sie zurückkamen, bestätigten die Männer, wie wunderbar das Land war. Aber die Kundschafter berichteten auch von der großen militärischen Überlegenheit der dortigen Bevölkerung. Bei den Israeliten brannte endgültig die Sicherung durch. Sie klagten, warum sie nicht lieber in der Wüste gestorben wären. Schon planten einige Mose als Führer zu stürzen. Schon wollte man die umbringen, die es mit Mose hielten.
Wenn Sie die Berichte über das Volk Israel kennen, dann wissen Sie, dass man die Geschichte auch ganz anders erzählen könnte. Statt über den Schmerz der Israeliten könnte man über das mächtige Eingreifen Gottes reden: Da war Gott doch tatsächlich auf die Not der Israeliten eingegangen. Er hatte den Pharao durch Mose aufgefordert, die Israeliten freizulassen. Durch Plagen hatte er die Ägypter immer stärker unter Druck gesetzt: Den Nil verwandelte er zum Beispiel in Blut, verschiedene Tierplagen überfielen das Land, Krankheiten trafen Menschen und Tiere. In einer letzten Plage schließlich starben alle erstgeborenen Söhne der Ägypter. Erst da begriffen die Ägypter, dass sie Gott nicht trotzen konnten und ließen die Israeliten ziehen. Gott hatte aller Welt einschließlich den Israeliten demonstriert, wie groß er ist. Auf diesen Gott konnte man sich verlassen. Zwar verfolgten die Ägypter die Israeliten noch einmal – aber ihre Truppen versanken im Meer und wurden ein Opfer der Wellen. Auf beeindruckende Weise hatte Gott eingegriffen. In der Wüste dann bewies Gott dem Volk seine Fürsorge. Ungenießbares Wasser verwandelte er in genießbares. Er gab ihnen Manna – ein Lebensmittel, das morgens wie Tau vor dem Lager der Israeliten lag. Als die Israeliten sich Fleisch wünschten, ließ Gott einen gewaltigen Schwarm Wachteln in das Lager wehen. Gutes über Gutes schenkte Gott den Israeliten. Durch die ganze Wüste geleitete Gott das Volk an die Grenze des versprochenen Landes. Es sollte ein Land sein, in dem sozusagen Milch und Honig fließt.
Welchem der beiden Berichte gleicht Ihr Leben am ehesten? Der Punkt ist: Die Probleme in der ersten Erzählweise waren alle echt. Als Mose zum ersten Mal zum Pharao ging, verschärfte sich die Lage der Israeliten tatsächlich. Als die Israeliten aus Ägypten auszogen, verfolgte der Pharao sie wirklich mit seinem Militär. Und Verpflegung in der Wüste für so ein großes Volk war eine reale Herausforderung. Große Ängste verbanden sich mit diesen Problemen. – Existenzängste.
Es gibt so viele Probleme, die uns in die Verzweiflung treiben können: Der eine oder andere kämpft mit gesundheitlichen Nöten, die sein Leben überschatten. Tag für Tag quält er sich mit Schmerzen. Von Arzttermin zu Arzttermin hangelt er sich, schwankend zwischen Hoffen und Bangen. Manche leiden unter der großen Einsamkeit im Alter. So gerne hätten sie die Familie nah beisammen. Aber dann ziehen die Kinder immer weiter weg, während sie selber allein zurückbleiben. Dazu sterben noch gute Freunde weg. Die nächsten kämpfen mit einem unerfüllten Kinderwunsch und die Sehnsucht zerreißt sie fast. Wieder andere durchleben so große Schwierigkeiten mit ihren Kindern, dass sie wünschten, sie hätten sie nie bekommen.
Und in all‘ dem Kummer bricht sich der Vorwurf Bahn: »Gott, wie kannst du das zulassen! Wie kannst du mir das antun!« Aus Klage wird leicht Anklage. Aus unserem Schmerz kann Bitterkeit werden.
Aber noch einmal die Frage vom Anfang: Glauben Sie, dass Gott es gut mit Ihnen meint? Die Israeliten hatten eigentlich jede Menge Grund Gott zu vertrauen. Nach und nach hatte Gott ihnen vorgeführt, wie gut er es mit ihnen meinte. Er befreite sie aus der Zwangsarbeit in Ägypten. Reich beladen mit Geschenken ließ er sie ausziehen. Und in der Wüste versorgte er sie wie ein treuer Hirte.
Haben Sie persönlich schon die Güte Gottes in Ihrem Leben erfahren? Kennen Sie sein Eingreifen in der Vergangenheit? Haben Sie schon Gebetserhörungen erlebt? Wenn Krisen kommen, können uns solche Erfahrungen an die Güte Gottes erinnern.
Ich weiß nicht, warum gerade Sie (vielleicht) diese Probleme am Arbeitsplatz treffen. Ich weiß auch nicht, warum gerade Sie so viel leiden müssen oder so viele unbeantwortete Gebete haben. Aber ich bin zutiefst davon überzeugt, dass Gott es gut mit Ihnen meint. Uns hat Gott das nämlich noch einmal eindrücklicher gezeigt als den Israeliten damals: In Jesus wurde Gott Mensch. In Jesus litt er und starb für uns. Daran wird deutlich: Gott spielt nicht mit uns. Er hat sich die Beziehung zu uns zu viel kosten lassen. Das beantwortet nicht all unsere Fragen nach dem Warum. Aber es vergewissert uns, dass Gott es gut mit uns meint.
Paulus fragt in einem seiner Briefe: Gott hat seinen eigenen Sohn nicht geschont, sondern für uns hingegeben. Sollte er uns dann noch irgendetwas vorenthalten? Ich lade Sie ein, Gott zu vertrauen, dass er für Sie sorgen wird. Ich habe kein individuelles Versprechen für Ihre Situation – dass ihr Ehepartner gesund wird oder Ihre Kinder sich ändern. Aber ich versichere Ihnen, dass Sie Gott vertrauen können. Sie können loslassen. Ich habe erlebt, dass auch bei mir manchmal aus Klage Anklage wurde. Ich musste mich bei Gott entschuldigen, dass ich ihn kritisiert und infrage gestellt hatte. Ich musste mich manchmal neu entscheiden Gott zu vertrauen. Aber wo ich innerlich losgelassen habe, habe ich erfahren, wie Gott über alle Maßen beschenkt hat.
Die Gefahr ist, dass es auch umgekehrt geht: Wir verharren im Ärger gegen Gott. Unser Leben wird eine Geschichte des inneren Haderns mit Gott. So war das bei den Israeliten. Sie wünschten sich, sie wären lieber in der Wüste gestorben. Am Ende lässt Gott ihre negativen Worte in Erfüllung gehen. Sie kommen nicht in das Land ihrer Träume, obwohl Gott es eigentlich für sie bereitgehalten hatte. Bis heute erleben Menschen, wie Gott ihre anklagenden Sätze ernst nimmt und Wirklichkeit werden lässt. Sie versinken in Bitterkeit und klagen über ihr Leid. Sie sterben sozusagen ‚in der Wüste‘. Dabei hätte alles anders werden können, wenn sie Gott vertraut hätten.
Ich ermutige Sie, neu vor Gott zu treten im Gebet. Bitten Sie ihn um Vergebung, wo Sie Gott kritisiert haben für die Führung Ihres Lebens. Gestehen Sie Gott zu, dass er Sie so führen darf. Und dann sagen Sie ihm: »Vater, ich weiß nicht, ob du mir meine konkrete Bitte erfüllst. Aber ich will darauf vertrauen, dass du es gut mit mir meinst. Danke, dass du für mich sorgst. Danke, dass ich bei dir nicht zu kurz komme.«
Autor: Holger S. Hinkelmann
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