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Schlechte Arbeitsbedingungen und Applaus anstelle anständiger Bezahlung - das ist das gängige Bild des Pflegebereichs für viele. Über wenig Arbeitsfelder ist in den vergangenen Jahren so kontrovers debattiert worden. Doch wird das dem Beruf gerecht? Seit 1965 soll der "Internationale Tag der Pflege" dazu motivieren, genauer auf diesen Bereich zu schauen und ein Bewusstsein für die Arbeit der rund 1,9 Millionen Pflegekräften in Deutschland schaffen. Wie wird man überhaupt Pfleger? Was lieben Pflegekräfte an ihrem Beruf? Und an welchen systemischen Fehlern verzweifeln Angestellte auch noch nach Jahrzehnten? "Total Sozial" begleitet zum Tag der Pflege zwei Auszubildende im Caritas-Altenheim St. Antonius in München-Forstenried und spricht sowohl mit der Heimleitung als auch der Ausbildungsleitung über die großen Baustellen in der Altenpflege.
Erstausstrahlung dieser Sendung: 02.09.2018
Rollstuhlfahrer sind die größte Personengruppe, die die Malteser in Gräfelfing befördern. Flexibilität ist bei diesen Individualfahrten besonders gefragt. Gerade Arztbesuche verlangten einiges an Spontanität in der Planung, berichtet Fahrdienstleiter Christian Kunzendorf. Viele Leute wüssten nicht, dass ihnen morgen eine Plombe herausfällt und sie zum Zahnarzt müssen. "Wir müssen teilweise von jetzt auf gleich reagieren, sofern es machbar ist", beschreibt Kunzendorfer den Fahrdienstalltag.
Fahrer wie Roland Schmucker sorgen dafür, dass Rollstuhlfahrer dann auch sicher an ihr Wunschziel kommen. Wir haben ihn auf seiner Fahrdiensttour in einem Behindertentransportwagen begleitet. Rollstühle schieben ist dabei noch die einfachste Sache. Was Schmucker nicht kalkulieren kann: Staus und die leidige Parkplatzsuche vor der Arztpraxis, wenn der Behindertenparkplatz belegt ist. Und oft sind in den Häusern die Aufzüge dann auch noch so eng, dass der Rollstuhl nur mit viel Zentimeterarbeit hineinpasst. Roland Schmucker sieht das alles aber als Herausforderung. "Es gibt immer Überraschungen, aber man kriegt es hin", ist das Fazit am Ende seiner Tour. Und seine Mitfahrer danken es ihm. So wie die Rollstuhlfahrerin, die er an diesem Tag zum Arzt gebracht hat. Die ist mit der Hilfe von Roland Schmucker sicher in die Arztpraxis im zweiten Stock gelangt - und ihr Ehemann konnte zur gleichen Zeit zu Hause ein wenig freie Zeit genießen. Ohne den Malteser Fahrdienst wäre das nicht möglich, ist sich die Patientin im Rollstuhl sicher.
Der Frühling ist Fahrradzeit. Doch wenn man den Drahtesel nach dem Winter aus dem Keller holt, ist er meist alles andere als verkehrstauglich und einen Frühjahrscheck kann sich bei weitem nicht jeder leisten. Unterstützung gibt es bei den Ambulanten Erziehungshilfen (AEH) des Katholischen Jugendsozialwerks (KJSW) in München-Moosach. Bei der mobilen Fahrradwerkstatt kümmern sich Profis darum, die Fahrräder der AEH-Klienten fit für den Sommer zu machen. In „Total Sozial“ erklären die Mitarbeiter der AEH, warum die Kosten für Fahrradreparaturen viele Klienten an ihre finanziellen Grenzen bringen und welche Hilfen das KJSW zusätzlich in Moosach anbietet.
Von Therapiehunden hat man ja schon oft gehört. Aber auch Berta und ihre vier Kolleginnen lassen sich streicheln und füttern. „Und man kann ausgiebig mit ihnen reden – und sie hören zu“, erzählt eine Bewohnerin begeistert.
Mehr Infos zum Haus: https://haus-maria-linden.kjsw.de/
Shavin Abdullah hat sich zusammen mit ihren Freundinnen aus Marokko und Nigeria zum Taschennähen angemeldet. Die drei seien sich im Integrationskurs begegnet und hätten beim Deutschlernen Freundschaft geschlossen, erzählt die Frau aus dem Nordirak. Jetzt bilden sie eines der fröhlichen Dreierteams, das im Rahmen des Malteser Frauen Empowerment Projekts das Design für eine Tasche entwirft und diese dann mit Stoff und Garn selber näht. Immer an ihrer Seite ist Rahel Wacker. Sie leitet das Empowerment-Projekt und spricht bei dieser Gelegenheit mit den Frauen nicht nur über die neueste Taschenmode.
Respekt ist so etwas wie die grundsätzliche Basis für das gesellschaftliche Miteinander. Im Großen auf der politischen Bühne oder im Kleinen gegenüber den Menschen, denen man in seinem persönlichen Alltag begegnet. Weil Respekt aber nicht angeboren ist, muss man ihn lernen. Seit rund vier Jahren gibt es deshalb das Programm "Respekt Coaches" an 275 Standorten in ganz Deutschland. Im Erzbistum München und Freising wird das Programm unter anderem vom Jugendmigrationsdienst (JMD) von INVIA getragen. Respekt-Coaches wie Friederike Alexander begleiten dabei Schulklassen und versuchen, die Kinder- und Jugendlichen gegenüber Extremismus und Radikalisierung zu sensibilisieren. Welche Themen konkret behandelt werden, entscheiden die Schüler dabei selbst. Welche Fragen den Respekt-Coaches besonders häufig begegnen und wie ein Coaching dann abläuft, erzählen Friederike Alexander und Neda Nayeri-Maslo von INVIA in der neuen Folge von "Total Sozial".
Kein Verband und kaum eine Einrichtung könnte existieren ohne die Mithilfe von Ehrenamtlichen. Eine stellt Brigitte Strauß heute vor, denn sie ist etwas ganz Besonderes: Hildegard Obermeier hat jahrzehntelang Angehörige schwer kranker Kinder betreut, die in Münchner Kliniken behandelt wurden. Heute hilft sie einer jungen Frau aus Ghana auf ihrem Weg in den Beruf. Außerdem hat sie auch mehr als 100.000 Euro an Spenden gesammelt für den Sozialdienst katholischer Frauen. In ihrer Arbeit hat sie viel erlebt und sagt heute: "Man bekommt immer mehr Liebe zurück als man gibt."
Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine hat zu einer der größten Flüchtlingsbewegungen in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg geführt. Zwei Wochen nach Beginn des Krieges haben bereits mehr als eineinhalb Million Menschen ihre Heimat verlassen und suchen Schutz in Europa. Auch in München bereitet man sich auf die Flüchtlinge vor: Gemeinsam mit der Stadt und mit dem Netzwerk Willkommen-in-München.de hat die Caritas im Erzbistum eine Erstanlaufstelle eingerichtet. An einem Infopoint am Münchner Hauptbahnhof erhalten geflüchtete Ukrainer muttersprachliche Beratung und werden in Unterkünfte oder auch an psychosoziale Beratungsstellen vermittelt. Doch selbst mit der Hilfe der Bahnhofsmission kommen die freiwilligen Helfer an ihre Grenzen. „Total Sozial“ war vor Ort und berichtet, wie den Kriegsflüchtlingen geholfen wird.
Informationen zu den Hilfsangeboten der Caritas finden Sie auf der Website: www.caritas-fluechtlingshilfe-ukraine.de
Die haben jetzt eine ähnliche Ausbildung für Jugendliche in der Pfarrei Christi Himmelfahrt in Waldtrudering begonnen. Egal ob Verbände anlegen, Blutungen stillen oder Herzdruckmassage durchführen: die Schüler im Alter von 13 und 14 Jahren sind mit Feuereifer dabei. Und nach drei Schulungstagen sind die Miniretter dann auf alles vorbereitet: vom Pfarrfest bis zum Kinderfasching sind die jungen Gemeindesanitäter einsatzbereit.
Wir waren am zweiten Schulungstag in Waldtrudering mit dabei und haben Kursleiter Felix Höpfl über die Schulter geschaut, wie er den Jugendlichen das Rüstzeug für ihren zukünftigen Dienst als Gemeindesanitäter vermittelt. Der Leiter Ausbildung bei den Maltesern erklärt außerdem, wo die Jugendlichen bei Erste Hilfe Einsätzen an ihre Grenzen stoßen und gibt einen Einblick in die positiven Erfahrungen aus gut 30 Jahren Schulsanitätsdienst.
(Eine Wiederholung der Sendung vom 7. Oktober 2018)
In München eine Wohnung zu finden, ist schon für Normalsterbliche oft ein aussichtsloses Unterfangen. Noch schwerer ist es aber für junge Menschen mit Fluchthintergrund. Vorurteile, Rassismus und Bürokratie sind weitere Hürden. Hilfe kommt vom Sozialverband INVIA. Dort hat Sr. Francesca Hannen das Projekt „Zuhause ankommen“ initiiert. Hier werden Genossenschaftswohnungen an Geflüchtete vermittelt. Neben einem Dach über dem Kopf bieten Genossenschaften auch die Möglichkeiten sich sozial zu integrieren. "In den Häusern und in Wohngemeinschaften dort gibt es Kontakt- und Anschlussmöglichkeiten, auf die unsere Klienten sonst nicht so einfach zurückgreifen könnten", sagt Sozialpädagogin Hannen. Für die neue Folge von „Total Sozial“ haben wir uns das Projekt „Zuhause ankommen“ angeschaut und einen jungen Mann aus Syrien am Tag seiner Wohnungsübergabe in einer Münchner Genossenschaft begleitet. Außerdem erklärt der Vorstand der Wogeno, warum die Genossenschaft sich zu der Kooperation entschieden hat und warum derartige Projekte die Wohnraumknappheit für Migranten trotzdem nicht im Alleingang lösen können.
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