
Sign up to save your podcasts
Or


Im Laufe der Jahre hat sich die Einrichtung in der Malteser Zentrale am Mittleren Ring im Stadtteil Berg am Laim zur "Malteser Medizin für Menschen ohne Krankenversicherung" weiterentwickelt. Denn es kommen auch ganz normale Bürger in die Sprechstunde, die aus unterschiedlichsten Gründen aus der Krankenversicherung herausgefallen sind, erklärt Pilar zu Salm von den Maltesern. Im Jahr 2020 waren etwa 20 Prozent der Patienten Menschen mit deutschem Pass, so zu Salm.
Neben der ärztlichen Behandlung versucht man, den Betroffenen auch mit Beratungsangeboten zu helfen. In der Migrationsberatung bzw. Sozialberatung wird nach Möglichkeiten gesucht, wieder in die Krankenversicherung aufgenommen zu werden. Bei Migranten ohne Aufenthaltsgenehmigung geht es darum zu prüfen, wie man den Schritt in die Legalität schaffen kann, berichtet die Leiterin der Malteser Medizin, Dalia Ferreira Bischof, die auch die Migrationsberatung koordiniert. Wir haben mit den diensthabenden Allgemeinmedizinerinnen über ihren Praxisalltag in der Malteser Medizin gesprochen und haben zudem einen Blick in die Zahnarztpraxis geworfen. Außerdem haben wir einen Patienten bis zur zahnmedizinischen Behandlung begleitet, der stellvertretend für viele in der Pandemie steht: einen Freiberufler, dem durch die Corona-Krise die Aufträge fehlen, und der wegen Geldmangel seine private Krankenversicherung nicht mehr finanzieren kann.
Mit Kindern über Erwachsenenthemen sprechen: Das hat sich Mia Marmelade auf die Fahne geschrieben. Eine dreifarbige Katze, die Kindern in Schwierigkeiten hilft. Im ersten Kinderbuch von Autorin Mira Galle begegnet die vierbeinige Helferin dem Grundschüler Leon, dessen Mutter von einem bösen Geist heimgesucht wird: Alkohol. Kinderliteratur zu Suchtthemen gibt es bisher zu wenig, fand Galle. Deshalb erschuf die 26-Jährige „Mia Marmelade“. Sie hilft Leon dabei herauszufinden, was hinter dem bösen Geist steckt, der seine Mutter in seiner Gewalt hat, und sucht mit ihm gemeinsam einen Ausweg aus der Misere, wofür Leon sich auch seinen eigenen Ängsten stellen muss. In „Total Sozial“ erzählt Sozialpädagogin Galle, wie ihre Arbeit bei der Katholischen Jugendfürsorge (KJF) sie für ihre Autorentätigkeit inspiriert hat und verrät: Es wird nicht das einzige Abenteuer von Mia Marmelade bleiben.
Vor kurzem machte eine erschreckende Zahl Schlagzeilen: Während des zweiten Lockdowns soll die Zahl der Jugendlichen, die nach einem Suizidversuch auf der Intensivstation lagen, um 400 % gestiegen sein gegenüber dem ersten Lockdown. Ob die Zahl so stimmt, ist schwer zu überprüfen. Aber Petra Reuter-Niebauer von der Psychologischen Beratungsstelle in München bestätigt, dass auch bei ihr mehr Jugendliche in die Beratung kommen, die keine Perspektive mehr sehen. Warum die Krise gerade Jugendliche so hart trifft, wie der Beratungsstelle hilft und wie Eltern Hinweise erkennen, dass es ihren Kindern schlecht geht, das erzählt sie in dieser Folge von Total Sozial.
Eine psychologische Beratungsstelle finden Sie hier:
Die Onlineberatung der Erziehungsberatungsstellen finden Sie hier:
Die Nummer gegen Kummer finden online hier:
Und als Telefonnummer
Die Telefonnummer der Telefonseelsorge ist:
Diesmal geht´s zuerst mal um Frauen und Kinder, dann um Senioren, um Menschen mit Behinderung, um Flüchtlinge und um Menschen am Rande der Gesellschaft. Aber vor allem geht es darum, wie die Verbände im Erzbistum München und Freising diesen Menschen helfen.
Achtung: Total Sozial macht in den nächsten zwei Wochen Winterpause. Die nächste Folge erscheint am 21.1.2022
Corona, Bundestagswahl und Flutkatastrophe - das waren die ganz großen Themen des Jahres. Wir haben bei Total Sozial immer auf die sozialen Auswirkungen davon geschaut. In dieser Folge hören wir noch mal in einige Folgen rein.
Eigentlich hatte das Jahr 2021 so gut angefangen: Die dritte Welle flaute ab, die Impfstoffe wurden verteilt und im Sommer konnte man sich in den Altenheimen etwas vom schlimmen Winter erholen. „Der große Ausbruch“ kostete im Caritas-Altenheim St. Willibrord rund um Weihnachten 14 Menschen das Leben.
Fast genau ein Jahr später steht man in vielen Punkten der Pandemie an derselben Stelle wie letztes Jahr: Hohe Fallzahlen, Kontaktbeschränkungen und eine neue Mutante. 2021 – ein Jahr mit Höhen und Tiefen, Verzweiflung und Hoffnung. Wie haben Mitarbeiter, Bewohner und die Verantwortlichen in den Altenheimen die letzten 12 Monate erlebt?
Die Münchner Insel stellt für viele Klientinnen eine wichtige Anlaufstelle in Lebenskrisen dar. Mitten in München – unterhalb des Marienplatzes – gelegen, anonym und kostenlos ist das Angebot sehr niederschwellig. Für die neue Total Sozial Sendung hat sich Andrea Lindner angeschaut, wie die Insel auch während Corona weiter arbeiten konnte und welche Sorgen und Probleme bei den Klienten durch die Pandemie verstärkt aufgetreten sind.
Egal ob in der Coronapandemie oder bei den Flutkatastrophen in Nordrheinwestfalen, Rheinland-Pfalz und in Bayern: Ehrenamtliches Engagement ist in den Krisen der jüngsten Zeit wichtiger geworden. Das hat eine groß angelegte Umfrage der Malteser ergeben. Laut dem „Ehrenamtsmonitor“ ist zugleich die Angst vor Katastrophen signifikant gestiegen. Dennoch wären nur sieben Prozent der Deutschen bereit, sich regelmäßig in einer Hilfsorganisation zu engagieren. Was bedeutet das für die Zukunft des Ehrenamts? In Total Sozial bezieht Malteserpräsident Georg Khevenhüller zu den Ergebnissen der Studie Stellung und hält ein starkes Plädoyer auf den deutschen Sozialstaat.
Die Pandemie wütet weiter, auch wenn Viele gedacht haben, so langsam hätten wir das Schlimmste hinter uns. Auch die Angst vor neuen Lockdowns geht um. Dabei haben viele Menschen noch gar nicht die Folgen des bisherigen Verlaufs verarbeitet. Genau das bekommen derzeit auch Isabell Ueberall und Anjeli Goldrian von der Katholischen Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle zu spüren.
Nicht alle Kinder in Deutschland haben das Glück in einer intakten Familie aufzuwachsen. Wenn Armut, Gewalt, Suchtkrankheiten oder die allgemeine Überforderung der Eltern so groß werden, dass das Kindswohl gefährdet ist, hilft das Salberghaus. Die Einrichtung der Katholischen Jugendfürsorge (KJF) in Putzbrunn ist das, was man früher "Kinderheim" genannt hat. Heute ist das Salberghaus eine moderne pädagogische Einrichtung, die sich um Kinder kümmert, die nicht in ihrer eigenen Familie leben können. Das kann übergangsweise oder dauerhaft geschehen.
Damit die Kinder trotzdem nicht isoliert aufwachsen und sie nicht in einer Heimkinder-Blase sozialisiert werden, will das Salberghaus für sie und Kinder aus Regelfamilien einen gemeinsamen Kindergarten mit der Gemeinden Putzbrunn bauen. Am ersten Advent werden dafür in den Gottesdiensten im ganzen Erzbistum Spenden gesammelt. Im "Total Sozial"-Interview spricht Salberghaus-Leiterin Agnes Gschwendtner über ihre tägliche Arbeit in der Einrichtung und über die Pläne für das inklusive Kinderhaus.
From the publisher's feed

32 Listeners

106 Listeners