TrashTalk - Der Branchenpodcast der Abfallwirtschaft

TrashTalk - Der Branchenpodcast der Abfallwirtschaft

By Julia Hobohm, Tom WilferScience
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TrashTalk - Der Branchenpodcast der Abfallwirtschaft episodes

  • Folge 41: (Fast) alles über Knettenbrech + Gurdulic – Christoph Haub (erneut) zu Gast
    In der aktuellen Folge beschäftigt sich der TrashTalk ausführlich mit Knettenbrech + Gurdulic – einem der am schnellsten wachsenden Unternehmen der Entsorgungsbranche. Im zweiten Teil ist nämlich mit Christoph Haub einer der Geschäftsführer von K+G zu Gast. Mit Julia und Tom spricht er über die rasante Entwicklung des Entsorgers – vom Ein-Mann-Betrieb im Gründungsjahr 2001 bis zu einer Unternehmensgruppe mit 2.500 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von über 400 Mio € – und berichtet dabei über Meilensteine und Erfolgsfaktoren. Außerdem macht er deutlich, dass die Entwicklung damit noch längst nicht beendet ist: Wachstum steht bei Knettenbrech + Gurdulic in den nächsten Jahren weiter auf der Agenda – auch durch Übernahmen und die Gründung von PPP-Gesellschaften.
    Im ersten Teil der neuen Folge geht es kurz auch um die Konkurrenz von K+G, denn sowohl Remondis als auch Prezero konnten ihre Umsätze im letzten Jahr steigern. Ausführlicher sprechen die beiden TrashTalker über die Pläne der neuen Bundesregierung im Bereich der Kreislaufwirtschaft. So hat Bundesumweltminister Carsten Schneider ein Sofortprogramm angekündigt. Während die konkrete Ausgestaltung hier noch offen ist, wurde die Neufassung des Batterierechts schon vorangetrieben – nicht nur zur Freude der betroffenen Akteure. Weitere Themen sind die Prognose zur Entwicklung des chemischen Recyclings von Roland Berger, Erfolge der spanischen Polizei im Kampf gegen illegale Müllexporte sowie erneut Weltraumschrott, dessen Bedeutung nun endlich auch auf höchster politischer Ebene angekommen ist.
    56 min
  • Folge 40: „Der Jutebeutel ist auch Nachhaltigkeit, aber nicht die Lösung“ – EEW-Chef Timo Poppe zu Gast
    Verlässliche gesetzliche Rahmenbedingungen, Planungssicherheit für Unternehmen und einen stärkeren Fokus auf wirkungsvolle Maßnahmen im Kampf gegen den Klimawandel – dafür spricht sich Timo Poppe in der aktuellen Folge des TrashTalk aus. Der Chef des Müllverbrenners EEW fordert unter anderem mehr Unterstützung und Tempo bei der Umsetzung von Technologien zur Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid. Andernfalls könnte Deutschland bei CCS und CCU den Anschluss verlieren. Außerdem erklärt er, welche Expansionsmöglichkeiten sich für EEW in Europa ergeben könnten, wenn denn endlich mal ein EU-weites Deponierungsverbot für unbehandelte Siedlungsabfälle kommen würde. Spoiler: In Rumänien eher nicht. Poppe macht zudem deutlich, warum es aktuell Probleme beim Hochlauf der Klärschlammverbrennungsaktivitäten gibt und dass sich bei der Phosphorrückgewinnung noch kein Verfahren durchgesetzt hat. Weitere Themen sind neue Geschäftsfelder von EEW im Energiebereich und ein Blick nach China, dass aus Sicht von Poppe bei Technologien und Umweltstandards Deutschland schon deutlich voraus ist.
    Im ersten Teil der aktuellen Folge schauen Julia und Tom auf den Fortschritt der Kreislaufwirtschaft. Dieser bleibt trotz aller Bekenntnisse, Versprechungen sowie ambitionierter Zielsetzungen und Strategien hinter den Erwartungen zurück. Darauf deuten zumindest die Ergebnisse des aktuellen Circularity-Gap-Reports hin, der für das letzte Jahr einen rückläufigen Anteil von Rezyklaten am weltweiten Rohstoffverbrauch ausweist. Voran geht es hingegen bei den Bestrebungen von Remondis, mittels Übernahmen weiter zu wachsen. Zuletzt war der größte deutsche Entsorgungskonzern vor allem international wieder sehr aktiv. Gleichzeitig ist Remondis genau wie viele andere Entsorger mit einer weiter hohen Zahl an Bränden in Entsorgungsfahrzeugen und Anlagen konfrontiert. Die beiden TrashTalker thematisieren neue (und alte) Forderungen der Entsorgerverbände im Kampf gegen die Brandrisiken und Julia betont erneut, dass man hierbei nicht nur Batterien, sondern vor allem auch falsch entsorgte batteriehaltige Geräte in den Blick nehmen muss. Weitere Themen sind die ebenfalls unverändert schwierige Lage auf dem Markt für Alttextilien, die fortschreitenden Diskussionen um die Einführung einer erweiterten Herstellerverantwortung für diesen Stoffstrom sowie die Vorschläge für ambitioniertere Recyclingquoten im Verpackungsbereich.
    1 hr 10 min
  • Folge 39: „In der Kreislaufwirtschaft geht der Punk ab“ – Gespräch mit Nadine Warkotsch vom Bifa Umweltinstitut
    Der TrashTalk platzt im April regelrecht vor Themen: Der Koalitionsvertrag von CDU und SPD, die Reaktionen darauf, ein Strategiepapier der DGAW zur Zukunft der Kreislaufwirtschaft in der EU, verfehlte Ziele beim Kunststoffrecycling – und überall geht es auch um das chemische Recycling! Außerdem sprechen Julia und Tom in der ersten Hälfte über die gescheiterte Übernahme der Salzgitter-AG unter anderem durch Remondis, neue Anlagen und Projekte im Batterierecycling, Kartellstrafen in dreistelliger Millionenhöhe für Automobilkonzerne wegen Absprachen beim Recycling und die Rückführung mutmaßlich illegal exportierter Abfälle aus Tschechien nach Bayern.
    Eine große Bandbreite an Themen deckt auch der zweite Teil der aktuellen Folge ab: Dort berichtet nämlich Nadine Warkotsch vom Bifa Umweltinstitut über die Arbeit, die Schwerpunkte und die Herausforderungen des „Bayerischen Instituts für Abfall“ – und warum das Spektrum mittlerweile weit über den Abfallbereich hinausgeht. Die Geschäftsführerin und wissenschaftliche Leiterin des Bifa macht deutlich, dass man in der Kreislaufwirtschaft bei fast allen Stoffströmen hinter den eigentlichen Zielsetzungen zurückbleibt und mit wenigen Ausnahmen geschlossene Kreisläufe bei weitem noch nicht erreicht sind. Es mangele aber nicht an Technologien, sondern an der Verknüpfung dieser miteinander sowie dem Einsatz an der richtigen Stelle der Wertschöpfungskette. Dabei müsse auch chemisches Recycling immer mitgedacht werden, aber vielleicht in anderen Größenordnungen oder Anwendungsbereichen. Grundsätzlich plädiert Warkotsch für Verlässlichkeit und Planbarkeit, um die wachsende Komplexität bewältigen zu können. Außerdem erklärt sie, warum es sowohl Kooperationen als auch eine positive optimistische Grundeinstellung braucht, um Projekte voranzubringen.
    1 hr 5 min
  • Folge 38: „Entsorger müssen sich besser verkaufen“ – Nadine Speidel von GlobalFlow zu Gast
    Fast schon traditionell bietet der TrashTalk im März Frauen aus der Entsorgungswirtschaft eine besondere Bühne. In diesem Jahr war Nadine Speidel zu Gast. Sie ist Gründerin und Geschäftsführerin des Beratungsunternehmens GlobalFlow und sitzt seit 2022 auch im Vorstand des Bundesverbands der Deutschen Entsorgungswirtschaft. Im zweiten Teil der aktuellen Folge berichtet sie über ihre Erfahrungen in der Branche und erklärt, an welchen Stellen das Verständnis für die Kreislaufwirtschaft gewachsen ist und warum monetäre Aspekte nicht mehr die einzige Rolle spielen. Entsorgern empfiehlt sie einen selbstbewussteren Auftritt im Verkauf ihrer Dienstleistungen sowie eine engere Kooperation der einzelnen Akteure über ihre jeweiligen Nischen hinweg. Von der Politik wünscht sie sich vor allem einen besseren Vollzug. Um die manchmal besonderen Herausforderungen für Frauen und Mütter in der Entsorgungswirtschaft zu verdeutlichen, berichtet sie außerdem was passieren kann, wenn das Baby mitten im Geschäftstermin auf einem Schrottplatz ganz plötzlich ganz großen Hunger verspürt.
    Im ersten Teil der neuen Folge ging es ebenfalls um temporäre Arbeitsniederlegungen. Julia und Tom schauen nämlich kurz auf die Streiks bei der Tarifauseinandersetzung im öffentlichen Dienst. Großes Thema waren darüber hinaus mögliche Beschränkungen von Abfallexporten aus der EU. Während bei einer Reihe von Stoffströmen viele Nicht-OECD-Staaten doch noch rechtzeitig die notwendigen Anträge für weitere Importe bei der EU eingereicht haben, wurde für Schwarzmasse aus der Verarbeitung von Altbatterien ein Exportstopp ab Ende 2026 beschlossen. Außerdem ging es mal wieder um die geringen Mengen in der E-Schrottsammlung, die in einer Umfrage ermittelten Gründe für die oftmals unsachgemäße Entsorgung der Altgeräte, rechtlich widerstreitende Ansichten zur gewerblichen Alttextilsammlung und Kokain in der Müllverbrennung.
    1 hr 15 min
  • Folge 37: „Weltraumschrott kann die nächste Klimakatastrophe sein“ – Gespräch mit Sebastian Hesselbach
    Hoch hinaus ging es im Februar im TrashTalk! Julia und Tom hatten nämlich mit Sebastian Hesselbach einen echten Experten für das Thema Weltraumschrott im zweiten Teil ihres kleinen Familienpodcasts zu Gast. Er behält am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) die Weltraumlage im Blick und kann daher eindrücklich erklären, was die Ursachen für die wachsenden Mengen unkontrolliert im Erdorbit umherfliegender Teile sind und wie groß das Problem mittlerweile tatsächlich schon ist – „In manchen Bereichen ist es schon fünf vor zwölf!“. Er macht deutlich, mit welch gravierenden Folgen man auch auf der Erde rechnen muss, wenn der befürchtete Kipppunkt beim Weltraumschrott erreicht und die Lage im Weltall daher unkontrollierbar wird. Um das zu verhindern, seien vor allem internationale Kooperationen nötig, betont Hesselbach. Und genau wie beim Klimaschutz müsse man auch hier nur auf den ersten Blick kostspielige Maßnahmen ergreifen, um später noch viel gravierendere wirtschaftliche Schäden zu vermeiden.
    Im ersten Teil der aktuellen Folge widmeten sich die beiden TrashTalker aktuellen irdischen Problemen der Kreislaufwirtschaft. So liefert eine aktuelle Studie zur Verfügbarkeit von Kunststoffrezyklaten alarmierende Ergebnisse: In Europa könnten schon in wenigen Jahren Millionen Tonnen fehlen, um die ehrgeizigen Ziele zum Einsatz von Rezyklaten zu erreichen. Passenderweise gibt es bei der Novelle der europäischen Altautoverordnung bereits Vorschläge die Vorgaben abzuschwächen. Bei der Bekämpfung des Litterings über den Einwegkunststofffonds stocken die Fortschritte ebenfalls. Bisher haben sich nämlich deutlich weniger Hersteller registriert als erwartet. Für Gesprächsstoff sorgt weiterhin der geplante Einstieg von TSR bei der Salzgitter AG. Zusammen mit der Papenburg AG hat die Remondis-Tochter ein Angebot zur Übernahme der Mehrheitsanteile des Stahlkonzerns abgegeben – die Begeisterung darüber hält sich bei Gewerkschaften genau wie bei der mittelständischen Konkurrenz in Grenzen. Im Blaulicht-Teil der Folge geht es dieses Mal um Abfälle, die wegen fehlender Notifizierung aus Tschechien zurück nach Deutschland gebracht wurden, und um einen gestoppten Gefahrgut-Lkw, der nicht für die Beförderung von Sondermüll zugelassen war, dessen A-Schild am Heck aber immerhin handgemalt war.
    1 hr 10 min
  • Folge 36: Britta Bookhagen von der DERA zum Potenzial von Recyclingrohstoffen im Metallbereich
    Der TrashTalk startet ins vierte Jahr! Und zwar wie gewohnt mit einem breiten Mix an Themen: So staunen Julia Hobohm und Tom Wilfer nicht nur über eine auf einer Mülldeponie vergrabene Computerfestplatte und den darauf befindlichen Millionenschatz, sondern schauen vor allem auf die hitzigen Diskussionen rund um den Handel mit Sekundärrohstoffen. Denn zum einen fordern Akteure wie Remondis und Werner & Mertz strengere Kontrollen und Auflagen für importierte Kunststoffrezyklate aus Asien. Zum anderen sprechen sich die europäischen Dachverbände der Stahl- und Aluminiumindustrie für Exportbeschränkungen aus. Letzteres stößt natürlich auf scharfen Widerspruch der Recycler.
    Um Sekundärrohstoffe aus dem Metallbereich geht es auch im zweiten Teil der Folge. Dort berichtet Britta Bookhagen von der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) über die Ergebnisse und Empfehlungen der Dialogplattform Recyclingrohstoffe. Sie macht dabei deutlich, dass bei der Bewertung des Recyclingpotenzials vor allem die Wirtschaftlichkeit im Vordergrund stehen muss, zur Sicherstellung der Versorgungssicherheit und zur Reduzierung von Rohstoffabhängigkeiten das Recycling aber auch strategisch von Bedeutung sein kann. Bei der Diskussion um Beschränkungen des internationalen Handels spricht sich Bookhagen für eine differenzierte Betrachtung aus. Die Expertin der DERA macht darüber hinaus deutlich, dass die Datenlage für Recyclingrohstoffe noch sehr schlecht sei und so der Status Quo des Recyclings für viele Metalle noch gar nicht bekannt sei.
    54 min
  • Folge 35: The big Jahresrückblick 2024!
    Ein aufregendes und in vieler Hinsicht ereignisreiches Jahr neigt sich dem Ende zu. Auch in der Recycling- und Entsorgungswirtschaft ist viel passiert! In der neuen Folge blickt der TrashTalk daher auf 2024 zurück. Und zwar groß! Große Themen! Große Messen! Große Zahlen – von zehn Tonnen, über zehntausend Downloads bis zu zehn Mal hunderttausend Besucher! Und erst recht großartige Gäste mit noch großartigeren Zitaten!
    Ihnen und vor allem auch den vielen treuen Hörern senden Julia und Tom einen großen Dank! Unbedingt reinhören, bevor es dann im neuen Jahr groß weitergeht.
    40 min
  • Folge 34: Saubermacher-Gründer Hans Roth über mutige Entscheidungen
    Das Jahr neigt sich zwar dem Ende zu, die Themen gehen dem TrashTalk aber noch lange nicht aus. In der neuen Folge haben Julia Hobohm und Tom Wilfer wieder eine kleine, aber feine Auswahl getroffen: So schauen sie etwa auf das Übernahmeangebot, welches die Remondis-Tochter TSR gemeinsam mit der Papenburg AG für den Stahlkonzern Salzgitter abgeben will und erklären, welche Rolle dabei auch die im Kupferrecycling tätige Aurubis AG spielen könnte. Ein weiteres Thema ist eine vom Umweltbundesamt veröffentlichte Studie, in der das chemische Recycling mit mechanischen Recyclingverfahren sowie der Verbrennung verglichen wird. Die Ergebnisse sind für Experten wahrscheinlich wenig überraschend, die von einigen Seiten weiter vehement geführte Diskussion dürfte dadurch aber weiterhin angeheizt werden.
    Nur am Rande gingen die beiden TrashTalker auf das Ende der Ampel-Regierung und die Neuwahlen im Februar ein. Die Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie soll noch beschlossen werden, für die im Abfallbereich geplanten Gesetzgebungsprojekte, wie etwa die ElektroG-Novelle, dürfte die Zeit jedoch nicht mehr reichen. Apropos Zeit: Etwa 30 Stunden davon nahmen sich zahlreiche Helfer für die Suche nach einem Diamantring auf einer Mülldeponie in Thailand. Mit was? Mit Erfolg!
    Noch viel länger in der Abfallwirtschaft tätig (viel, viel länger sogar!) ist der Gast der aktuellen Folge: Hans Roth. Der Gründer der Saubermacher Dienstleistungs AG berichtet im TrashTalk über die Anfänge des Unternehmens Ende der 70er Jahre, welche mutigen Entscheidungen es für die erfolgreiche Entwicklung bedurfte und unter welchen Rahmenbedingungen die Abfallentsorgung damals noch stattfand. Außerdem verrät er, was ihn motiviert und warum er noch täglich im Büro anzutreffen ist.
    Weitere Themen in der zweiten Hälfte der aktuellen Folge sind die Herausforderungen und Besonderheiten der österreichischen Entsorgungswirtschaft – hier äußert sich Hans Roth auch ausführlich zum Kartellfall und der Rolle von Saubermacher dabei. Zudem erklärt er, warum österreichische Entsorger in Deutschland kaum bis gar nicht tätig sind und um welchen „Gefallen“ ihn Norbert Rethmann in diesem Zusammenhang gebeten hat.
    1 hr 17 min
  • Folge 33: Uwe Feige über Konzentrationstendenzen und weitere Herausforderungen für kommunale Entsorger
    Im goldenen Oktober wartet der TrashTalk erneut mit einem bunten Strauß an Themen auf. Während die Laune bei Julia und Tom gewohnt gut ist, leidet die Entsorgungsbranche zunehmend unter den schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. So spitzt sich die Lage auf dem Alttextilmarkt weiter zu. Für Sammelmengen finden sich immer weniger Absatzwege – die Preise sinken weiter und die Liquiditätslage bei den Unternehmen wird immer enger. In Folge dessen musste mit Soex bereits ein großer Sortierer Insolvenz anmelden. Zu den weiteren Themen gehört unter anderem die Klage gegen Exxon Mobil in Kalifornien wegen möglicher Täuschung beim chemischen Recycling sowie die bevorstehende Entscheidung des Kartellamtes über eine Ausweitung der Vorgaben für Remondis. Hintergrund sind die hohen Marktanteile des Rethmann-Konzerns bei der Abfallsammlung sowie die sinkende Zahl von bietenden Unternehmen bei Ausschreibungen.
    Um den eingeschränkten Wettbewerb auf dem Entsorgungsmarkt und den deutlichen Rückgang eingehender Angebote bei öffentlichen Ausschreibungen ging es auch im zweiten Teil der aktuellen Folge. Denn Konzentrationstendenzen im Markt sind aus Sicht von Uwe Feige eine der fünf großen Herausforderungen der kommunalen Abfallwirtschaft. Als Marktregulativ seien daher oftmals kommunale Kooperationen notwendig, machte der VKU-Vizepräsident für Abfallwirtschaft deutlich. Als weitere Herausforderungen für kommunale Entsorger verweist er auf Personalengpässe, steigende Kosten in verschiedenen Bereichen sowie die wachsenden Anforderungen – einerseits aus der Rechtssetzung, andererseits bedingt durch Bestrebungen zu mehr Nachhaltigkeit. Wie man diesen Herausforderungen begegnen kann, zeigt das umfassende Dienstleistungsangebot des Kommunalservices Jena, dem Feige bereits seit über 30 Jahren als Werkleiter vorsteht. Kommunale Unternehmen könnten dabei auch untereinander viel von den jeweiligen Erfahrungen profitieren, so Feige, denn „gut geklaut ist besser als schlecht selbst gemacht“.
    1 hr 4 min
  • Folge 32: „Wir brauchen einen Marshallplan für die Zukunft“ – Gespräch mit Marcus Vitt
    Die neue Folge von TrashTalk ist online! Im September sprechen Julia und Tom über eine aktuelle Studie zur globalen Plastikverschmutzung (Elefanten wiegen übrigens doch drei bis sechs Tonnen und nicht wie von den beiden Fauna-Experten geschätzt nur eine Tonne). Dazu passend (oder auch nicht) geht es auch um die von Capri Sun gestartete Petition zur Rückkehr des Plastikstrohhalms. Auch die Diskussion um die geplante Ökologisierung der Lizenzentgelte im Verpackungsgesetz hat in erster Line etwas mit Kunststoffen zu tun.
    Weiter weg (nicht nur räumlich) ist hingegen das Weltraumgesetz, welches sich auch dem Problem des zunehmenden Weltraumschrotts widmet. Schrott entsteht auch, wenn man Elektrogeräte nicht mehr braucht. Tom berichtet, welche Geräte er im Supermarkt (endlich!) abgegeben hat, und Julia erklärt, wie es bei der Sammlung von Kleinstgeräten in der LiLa-Tonne vorangeht. Um Schrott geht es auch im „Waste and Crime“-Teil der September-Folge.
    Im zweiten Teil der Episode haben die beiden TrashTalker Marcus Vitt zu Gast. Mit dem Vorstand der Privatbank Donner & Reuschel sprechen sie über die wachsende Bedeutung von Nachhaltigkeitsprojekten bei der Vermögensverwaltung. Er erklärt dabei auch, warum Investitionen in nachhaltige Lösungen auch bessere Renditen bringen und welche Probleme es bei nachhaltigen Anlagenprojekten in Deutschland gibt. Die schwierigen gesetzlichen Rahmenbedingungen würden die Planbarkeit von Projekten einschränken und sich auch negativ auf die Investitionssicherheit auswirken. Vitt plädiert daher dafür, den deutschen Standort wieder „sexy“ zu machen und fordert außerdem einheitliche europäische Wettbewerbsbedingungen.
    1 hr 7 min

About TrashTalk - Der Branchenpodcast der Abfallwirtschaft

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Trash Talk ist der Podcast für alle Themen rund um die Abfallwirtschaft. DGAW-Vorständin Julia Hobohm und EUWID-Chefredakteur Tom Wilfer beleuchten ein Mal im Monat die aktuellen wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen rund um die Entsorgungs- und Recyclingbranche. Auch darüber hinausgehende Aspekte zur Kreislaufwirtschaft wie Produzentenverantwortung und „Design for Recycling“ werden diskutiert.

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