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Mehr als 20 Jahre lang war Peter Schmitt, den alle eigentlich nur Pit nennen, das mediale Rückgrat des DLV – verantwortlich für Pressearbeit, Kommunikation, Öffentlichkeitsarbeit und das Bild der Leichtathletik in der Öffentlichkeit. In dieser Zeit hat er unzählige Athletinnen und Athleten erlebt, Weltmeisterschaften und Olympische Spiele medial betreut und sich immer wieder auf neue Anforderungen und Technologien eingestellt. Ob klassische Pressearbeit, Social Media oder Storytelling – Peter Schmitt hat nicht nur mitgestaltet, sondern auch mit Haltung und Herzblut begleitet.
Im Gespräch blicken wir zurück auf bewegte Jahre: Was hat sich verändert in der Medienlandschaft des Sports? Welche Herausforderungen und Entwicklungen haben ihn besonders geprägt? Welche Begegnungen bleiben – und was nimmt er mit in seinen neuen Lebensabschnitt?
Peter Schmitt spricht über seine Anfänge, seine Werte, besondere Momente hinter den Kulissen großer Sportereignisse – und über das, was bleibt, wenn der letzte Arbeitstag näher rückt. „In meiner gesamten Karriere war es mir immer wichtig, Mensch zu sein“, sagt er.
Ein offenes Gespräch über Kommunikation mit Substanz, den Wandel einer Sportart – und über den Menschen hinter dem Titel. Ein Mensch, der dieser Sportart fehlen wird. Danke, Pit!
Bei der Hallen-EM in Apeldoorn (Niederlande) sind noch Tränen geflossen, inzwischen strotzt Weitspringerin Mikaelle Assani (SCL Heel Baden-Baden) wieder vor Optimismus. „Ich hatte in Apeldoorn alle Tränen rausgelassen, die es gibt. Das Licht am Ende des Tunnels wird inzwischen immer größer“. Wichtig auf dem Weg zurück ist für die 22-Jährige der Glaube, der für sie wie ein Anker ist, an dem sie sich festhalten kann. Großen Wert legt Assani darauf, Geduld an den Tag zu legen: „Mein Körper gibt den Ton vor.“
Derzeit sieht ihr Tag rund drei bis vier Stunden Reha vor und sie hat wieder mehr Zeit für ihr Studium: Bio-Ingenieurwesen am Institut für Technologie in Karlsruhe. Über eine gute Trainingsgruppe ist sie zum Weitsprung gekommen und wurde von ihren Coaches gefördert. Derzeit trainiert sie bei Udo Metzler. „Wichtig im Weitsprung ist es, schnell zu sein und die Geschwindigkeit muss am Brett umgesetzt werden. Man braucht einen guten Fuß.“
Von Verletzungen ist Mikaelle Assani bis zur Hallen-EM nahezu verschont geblieben. Ablenkung tut zur Zeit gut. Dabei sind Spazierengehen, Lesen sowie Essengehen ein gutes Mittel gegen die Einsamkeit und Grübeln. „ Am besten ist es, wenn Du erst gar nicht ins Grübeln kommt. Das Fernziel ist und bleibt der Sprung über die magischen sieben Meter.“
Und hier läuft nach wie vor eine Wette mit Trainer Metzler, die da lautet: Sollte Mikaelle über sieben Meter springen, wird er sich die Fingernägel lackieren lassen. Doch zunächst gilt es, wieder gesund zu werden. Hierzu fährt Assani nach Salzburg ins Red Bull Athletic Performance in Salzburg wo sie vom dortigen leitenden Physio, Peter Müller, behandelt wird. Und sie hat in den Zeiten ihrer Verletzung auch gemerkt wie wichtig psychologische Hilfe ist. „Ich halte mentale Stärke für enorm wichtig im Leistungssport und ich bin dankbar für jeden Tag, an dem es bergauf geht.“
Studiert hat er Sportwissenschaften an der Humboldt-Universität in Berlin. Zuvor war er auf der Sportschule von Dynamo Berlin, und seine Leidenschaft zur Leichtathletik spielte schon damals eine große Rolle. Seine ersten Berührungspunkte mit dem "Haus der Leichtathletik" in Darmstadt hatte Danny Scheinpflug 2005 als Projektmanager von Nike. Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht“, sagte er in der neuesten Podcast-Folge von #TrueAthletes – TrueTalk. Inzwischen ist er Leitender DLV-Teammanager und betreut dabei die Leichtathletik-Nationalmannschaft.
„Es ist nicht nur ein guter Draht zu Athletinnen und Athleten sowie Trainerinnen und Trainern notwendig, sondern ein ganz besonderes Vertrauensverhältnis“, sagt der 47-Jährige, dessen Tätigkeits-Schwerpunkte sowohl organisatorische als auch logistische Reise-Vorbereitungen sowie der gesamte Athleten-Service sind. Dabei sei es wichtig, ein gutes Team im Hintergrund und „ein offenes Ohr für anstehende Probleme“ zu haben.
Kleines, aber feines Organisation-Team
„Flexibilität ist ein wichtiger Punkt, denn nicht immer läuft alles nach Plan, und die Sportler sollen gute Lösungen und keine Probleme vorfinden", erklärt Danny Scheinpflug. „Wir arbeiten seit Jahren mit der TR Germany GmbH zusammen, einem Reisebüro in Frankfurt, das uns ausgezeichnet bei unserer Arbeit unterstützt. Hinzu kommen weitere externe Partner wie NOVAFON, die uns Geräte zur Verfügung stellen, sowie Zimmer inSports mit Director Sales, Michael Steinmüller, an der Spitze sowie unsere eigenen Kompetenzteams."
WM-Vorbereitung in Miyazaki geplant
Die Planungen beginnen grundsätzlich mehrere Jahre vor dem eigentlichen Event. Mit anderen Nationen gibt es zwar einen Austausch, doch jeder versucht natürlich, für sich die optimalen Bedingungen vor Ort herzustellen. Ein gutes Netzwerk ist dabei sowohl national als auch international von enormer Bedeutung. „Hier hatte ich mit Siggi Schonert meinen Mentor, der über Jahrzehnte als Teammanager im DLV fungierte und dem ich genauso dankbar bin wie meiner Frau und meinen zwei Töchtern, die mich mit großem Verständnis für meine Berufung unterstützen. Denn viele Tage im Jahr bin ich unterwegs und nicht zuhause.“
Hinter Oleg Zernikel (ASV Landau) liegen inzwischen bereits 16 Jahre Stabhochsprung. 16 Jahre, in denen der 29-Jährige nicht nur sportliche Höhen erklommen, sondern auch die Tiefen seiner eigenen Identität ergründet hat. „Ich konnte schon früh Erfolge feiern“, erinnert er sich. Doch auf Bronze bei der U20-WM im Alter von 19 Jahren folgte eine lange Phase der Stagnation, in der Zweifel und Rückschläge den Weg erschwerten.
Er lernte sich den Aufgaben zu stellen. Im Podcast erzählt der Dritte der EM 2024, wie Meditation, mentales Training und sogar die Covid-Pandemie nicht nur neuen Elan, sondern auch eine tiefgreifende Selbstreflexion brachten, die seinen sportlichen und persönlichen Kurs radikal veränderte. „Ich habe gelernt, zu vergessen“, sagt er.
Wie Oleg Zernikel, unterstützt von seinem langjährigen Mentor Jochen Wetter und seinem Trainer Andrei Tivontschik, auf seine eigene Erfolgsgeschichte zurückblickt, wie er heute mit Herausforderungen umgeht und wie sich sein Blick auf den Stabhochsprung allgemein verändert hat – das alles gibt’s in der neusten Folge von #TrueAthletes-TrueTalk.
Die 9 steht schon seit einiger Zeit auf seinem Autokennzeichen. Seit Ende Juni steht sie nun auch gleich mehrfach in seiner persönlichen Bestleistung über 100 Meter. 9,99 Sekunden – so schnell lief Owen Ansah (Hamburger SV) Ende Juni bei den Deutschen Meisterschaften in Braunschweig und holte damit nicht nur DM-Gold, sondern auch den ewigen Titel „Erster Deutscher unter 10 Sekunden“. In der neusten Folge des DLV-Podcasts #TrueAthletes – True Talk erzählt der 23-Jährige von diesem magischen Moment.
Owen Ansah, der zwar schon seit einiger Zeit in Mannheim lebt und trainiert, aber weiterhin für Hamburg startet, nimmt die Zuhörerinnen und Zuhörer in dieser Folge mit zurück zu seinem Rekordtag, er berichtet, was diese Rekordzeit für ihn bedeutet hat und wie es sich anfühlt, seitdem gefühlt permanent an diesen 9,99 Sekunden gemessen zu werden. Er spricht über die Grundlagen seines Erfolgs, die ihn seit Jahren begleiten, und wie sein Vater ihm das Sprinter-Mindset mit auf den Weg gegeben hat.
Außerdem erfahren wir, wie Owen Ansah mit Rückschlägen umgeht und welche Rolle sein Glaube in seinem Leben spielt. Ein Gespräch über Träume, Herausforderungen und die Kraft positiver Energie!
Karl Bebendorf erfüllte sich in diesem Sommer einen Traum, den er sich schon als Neunjähriger ausgemalt hatte: Eine Medaille bei Europameisterschaften. In Rom (Italien) ging dieser Traum in diesem Sommer für den Dresdener in Erfüllung. Ein Moment voller Euphorie, der nur wenige Wochen später von der Ernüchterung eingeholt wurde: das frühe Olympia-Aus im Vorlauf. „Rote-Beete-Saft trinke ich nicht mehr“, sagt er im Gespräch und erklärt, was sich in den Tagen und auch Wochen vor dem wichtigsten Wettkampf der Saison in seinem Leben abgespielt hat.
In dieser emotionalen Podcastfolge spricht Carolin Schäfer offen über ihren letzten großen Wettkampf und darüber, wie es sich anfühlte, nach so vielen Jahren ihre Karriere zu beenden. „In meinem Kopf lief alles noch einmal ab, wie in einem Film.“ Die Siebenkämpferin reflektiert den besonderen Moment, die letzten 800 Meter zu laufen und was es für sie bedeutete, diesen Augenblick mit ihrer Familie und ihrem Partner und Trainer Jan Uber im Stadion zu teilen.
Außerdem gibt die Frankfurterin Einblicke in ihre Zukunftspläne nach dem Sport. „Gerade genieße ich sehr die neue Freiheit“, erzählt Carolin Schäfer. Ohne Früh ins Bett gehen, ohne Gedanken an die kommende Saison oder das Ausfüllen der Whereabouts für die NADA. Doch bald schon warten neue Herausforderungen – beruflich und privat.
Max Dehnings Leben änderte sich schlagartig, als er im Februar mit einem Wurf über 90,20 Meter für Aufsehen sorgte. In der Podcastfolge erzählt der Speerwerfer vom TSV Bayer 04 Leverkusen sehr persönlich von den Höhen und Tiefen eines Jahres, das von Erfolgen, aber auch von Verletzungen geprägt war.
Er gibt Einblicke, wie es war, überall als 90-Meter-Werfer angekündigt zu werden, erzählt von Hate-Nachrichten, die ihn über Social Media erreichten, als der zweite 90-Meter-Wurf ausblieb und verrät, dass er eine notwendige Operation am Fuß ganz bewusst aufschob, um sich überhaupt die Chance zu wahren, bei den Olympischen Spielen sein zu können. „Letztes Jahr war es zum Ende der Saison vielleicht etwas sehr selbstbewusst zu sagen, ich verschiebe die OP, weil ich dieses Jahr zu den Olympischen Spielen will. Aber man sieht, es ist alles möglich.“
OP kurz nach der Aufnahme
Die Fußprobleme, die ihn das ganze Jahr begleiteten, waren jedoch auch der Grund, warum er nach seinem Rekordwurf nicht mehr an diese Weite herankommen konnte. Sechsmal gelang ihm in dieser Saison noch ein Wurf über 80 Meter, doch die 90 blieben außer Reichweite. Kurz nach der Podcast-Aufnahme stand nun die lang geplante Operation an, die er als nötig erachtet, um nächstes Jahr wieder voll anzugreifen.
Welche Lehren Max Dehning aus dieser Saison zieht und wie er auf das Erreichte zurückblickt, das erzählt der Speerwerfer in der neusten Folge von #TrueAthletes – TrueTalk.
Ein halbes Jahrhundert ist Ulli Knapp nun schon Trainer, davon ein Vierteljahrhundert als DLV-Trainer. Schon mit elf Jahren hat er seine erste Trainingsgruppe betreut. War dann in den 90er Jahren für Speerwerfer und Sprinter im Saarland verantwortlich, ehe er sich dem Weitsprung verschrieb. Nach wie vor gilt er als Trainer aus Leidenschaft.
Als die damalige Weitsprung-Weltmeisterin Malaika Mihambo (LG Kurpfalz) vor vier Jahren darüber nachdachte in die USA zu gehen, verhinderte Corona ihre Reise zu Carl Lewis. Seitdem trainiert Ulli Knapp Deutschlands "Sportlerin des Jahres" 2019, 2020, 2021, inzwischen sind sie ein Erfolgs-Duo, holten gemeinsam Olympia-Gold 2021 und das zweite WM-Gold 2022 und verstehen sich auch außerhalb des Trainingsplatzes sehr gut. „Malaika ist eine sehr spezielle Athletin und ich habe das Glück, in einer sehr tollen Phase mit ihr zusammenzuarbeiten.“
Das Faszinierende am Weitsprung ist für Uli Knapp die Geschwindigkeit, und genau das ist eine der Stärken von Malaika Mihambo. „Wenn Malaika 100 Prozent draufhat, ruft sie im Wettkampf 105 bis 110 Prozent ab." Nach dem Gewinn der Goldmedaille in Tokio machten ihr in Paris die Folgen einer Corona-Infektion zu schaffen. So stellt Ulli Knapp fest: „Es ist eigentlich unfassbar, dass sie in Paris bei den Spielen Silber geholt hat, was ihre größte Leistung war, denn nach der Qualifikation ist sie körperlich eingebrochen.“
Durch Meditation zu den Kräften des Unterbewusstseins
Neben ihrer Schnelligkeit und Sprungkraft zeichnet Malaika Mihambo auch die Fähigkeit aus, sich auf den Punkt zu konzentrieren. Dabei helfe ihr Meditation, welche schon immer eine große Rolle in ihrem Leben gespielt hat und der sie sich nach der EM in Berlin immer mehr zugewandt hat, so Ulli Knapp. „Durch Meditation kommt man an Kräfte des Unterbewusstseins.“
Ulli Knapp trainiert Malaika Mihambo nicht nur, sondern sie musizieren auch beide zusammen, um sich in der Freizeit zu erholen und die Seele baumeln zu lassen. Vor Paris gab es da schon mal ein kleines Konzert im Treppenhaus in den Bungalows von Kienbaum mit Kugelstoß-Olympiasiegerin Yemisi Ogunleye (zum Video auf Instagram), die ihr Gesangstalent im Gospelchor ihrer Kirchengemeinde schult.
Fokus in der neuen Saison 2025: WM in Tokio
Zu einem guten Trainer gehört auch die regelmäßige Fort- und Weiterbildung. Hier hat Ulli Knapp von nahezu allen Top-Trainern der Welt gelernt und zählt deshalb heute zu Recht zu den erfolgreichsten Weitsprung-Trainern. Derzeit plant er die neue Saison 2025. Noch ist nicht klar, ob Malaika Mihambo bei der Hallen-EM Anfang März in Apeldoorn (Niederlande) starten wird. Das ganz große Ziel ist im kommenden Jahr die WM in Tokio (Japan). „Grundvoraussetzung für die gute Arbeit zwischen Trainer und Athletin ist es, den Entscheidungsprozess sehr offen zu kommunizieren.“
Als Bundestrainer Weitsprung muss Ulli Knapp auch den Nachwuchs im Auge haben, und hier äußert er sich sehr optimistisch: "Wir haben derzeit eine sehr gute Situation, denn allein sechs Athletinnen springen über 6,60 Meter, was für die Zukunft hoffen lässt." Ambivalent sieht er den Vorschlag, ohne Balken aus der Zone heraus zu springen: "Für Malaika wäre es ein Vorteil, aber es ist sicher nicht im Sinne der Tradition."
Anfang Oktober bricht Ulli Knapp zusammen mit seiner Familie in Richtung USA auf und wird dort einige Nationalparks aufsuchen, um Kraft für die neue Saison zu tanken.
Nach einer Sommerpause ist der DLV-Podcast zurück! Eine neue Folge von #TrueAthletes – TrueTalk erscheint in der Regel zweimal im Monat und ist über die Streaming-Dienste iTunes und Spotify abrufbar. Reinklicken, anhören und abonnieren.
2024 ist so oder so schon eine Erfolgsgeschichte für Johanna Martin. „Wenn mir jemand Silvester erzählt hätte, wie die ersten sechs Monate des Jahres 2024 für mich laufen würde, hätte ich es nicht geglaubt“, erzählt die 18-Jährige in der Podcast-Folge von #TrueAthletes – TrueTalk.
In der Halle wurde die damals noch 17-Jährige erstmals Deutsche Hallenmeisterin bei den Aktiven, kurze Zeit später ging es mit der Nationalstaffel ins Trainingslager und von dort zur Staffel-WM nach Nassau (Bahamas). „Ich wusste bis vor kurzem gar nicht, dass es überhaupt eine Staffel-WM gibt“, gesteht Johanna Martin und erzählt von ihren ersten Begegnungen mit Idol Femke Bol (Niederlande). „Ich war so nervös, dass ich gar nicht mehr wirklich weiß, was sie gesagt hat.“
Trotz aller Erfolge: Der Fokus in diesem Jahr soll auf der U20-WM in Peru liegen. „Ich denke lieber von Schritt zu Schritt und will mich nicht unter Druck setzen.“
Welche Rolle ihr Trainer Birger Voigt und das Sportinternat in Rostock spielt, welche Zeiten ihr im Hinterkopf schwirren und welcher Trick ihr hilft, um während des Laufens einen entspannten Gesichtsausdruck zu behalten – das erzählt Johanna Martin in der neuen Folge von #TrueAthletes – TrueTalk.
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