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Tobias Potye war bereits in jungen Jahren sehr erfolgreich. Bereits 2013 wurde der gebürtige Münchner U20-Europameister in Rieti (Italien). Danach folgten viele Auf und Abs, die der heute 27-jährige mit Bravour überstand.
„Eigentlich wollte ich noch ein paar Wettkämpfe machen, aber nach München wurde ich krank und habe deshalb die Saison beendet. Rückblickend bin ich sehr stolz, auf das was ich geleistet habe“, erzählt der Hochspringer in der neusten Folge des DLV-Podcast #TrueAthletes – TrueTalk mit DLV-Mediendirektor Peter Schmitt.
Mentale Stärke gelernt
Konstanz spielt in Potyes Leben eine große Rolle. So ist er seit 2015 bei LG Stadtwerke München im Verein und sein Trainer, mit dem er sich bestens versteht, ist seit vielen Jahren Sebastian Kneifel. Zur Leichtathletik kam er im Alter von 10 Jahren. Im Laufe seiner Karriere hat er gelernt, auch mit Tiefpunkten gut umzugehen. „Mentale Stärke ist hier sehr wichtig“, sagte Potye, der immer an sich geglaubt hatte. Auch als er kurz vor Olympia in Tokio wegen Knieproblemen das Olympia-Ticket verpasste.
Wenn er einmal frei hat, dann liest er gerne und empfiehlt als Lektüre Frank Schätzing „Der Schwarm“ oder von Eckhart Tolle „Jetzt“. Was seine Musikrichtung betrifft, legt er sich nicht fest: „Da höre ich gerne Deep House- Musik. Das ist zur Entspannung gut.“ Zu seinen besonderen Erlebnissen, zählt er die Begegnung mit Sprint-Legende Usain Bolt (Jamaika), dessen Weltrekordlauf von Berlin er live mitverfolgt hat. Ihn hat er in der Münchner Werner von Linde-Halle einmal persönlich getroffen und war begeistert von seiner netten menschlichen Art.
Einen Traum möchte er sich eines Tages auf jeden Fall noch erfüllen: „Hochsprung-Olympiasieger Gianmarco Tamberi schlagen.“ Gute Gelegenheit dazu bietet sich sicherlich bis zu den Olympischen Spielen in Paris (Frankreich) noch bei vielen Wettkämpfen.
Seit 32 Jahren ist Ronald Stein vom Trainerberuf fasziniert. „Schon in der 6./7. Klasse habe ich bei möglichem Berufswunsch das Kästchen Trainer angekreuzt.“ Dabei wird es immer schwieriger junge Leute für diesen Beruf zu begeistern. „Es ist nicht nur ein Problem in der Leichtathletik, sondern auch bei vielen anderen Sportarten. Erfahrene Trainer gehen in den Ruhestand. Oft fehlt dann der Nachwuchs. Deshalb wäre eine Trainer-Offensive für den Sport sehr gut.“ Die Sprint-Erfolge in diesem Jahr waren für Stein das Highlight seiner Trainer-Laufbahn. Da er sich selbst als Optimist bezeichnet, versteht er auch gut mit negativen Ergebnissen umzugehen. „Bei der WM 2011 in Daegu wurden innerhalb von zehn Minuten Männer- und Frauen-Staffel disqualifiziert.“
„Dem einen oder anderen fehlt noch die Coolness“
Stein lässt sich jedoch auch nicht von Wellenbewegungen in der Leichtathletik aus der Ruhe bringen. „Nach jedem Tal kommt wieder ein Berg“, lautet dabei sein Motto. Deshalb glaubt er auch fest an die 4x100 Meter-Männer-Staffel, die zwar in diesem Jahr mit 37,97 Sekunden deutschen Rekord gelaufen ist, aber sowohl bei der WM als auch bei der EM in Sachen Medaillen leer ausging. „Dem einen oder andere fehlt da vielleicht noch die nötige Coolness. Das ist der Unterschied zu den Frauen, die hier schon jede Menge Erfahrung gesammelt haben.“
Besonders gefreut hat er sich über den EM-Titel von Gina Lückenkemper mit der er 2015 erstmals zusammengearbeitet hat. „Wir haben ein großes Vertrauensverhältnis. Gina wollte das Ding unbedingt gewinnen. Sie hat den Fokus im Finale komplett auf sich gerichtet und ist in einer großen Drucksituation locker geblieben. Das zeichnet eben Top-Sprinterinnen aus.“
Heike Henkel hat sich die Liebe zur Leichtathletik auch nach ihrer überragenden Karriere bewahrt. Nach wie vor interessiert sich die Hochsprung-Olympiasiegerin sehr für die Entwicklung der Sportart und ist bei den verschiedenen Saisonhöhepunkten zusammen mit ihrem Ehemann Paul Meier, Präsident des Zehnkampf-Teams, vor Ort.
So wird die 58-Jährige auch die Deutschen Meisterschaften in Berlin (23. bis 26. Juni) besuchen, die im Rahmen der Finals ausgetragen werden. „Schade finde ich, dass wir nicht mehr so viele internationale Wettbewerbe in Deutschland haben wie zu meiner Zeit, aber das liegt eben auch an der Konkurrenzsituation mit anderen Sportarten“, sagt sie.
„Es kommt darauf an, nicht viel, sondern richtig zu trainieren“
Allen, die heute als Leichtathlet:innen einsteigen wollen, empfiehlt sie zunächst verschiedene Disziplinen auszuprobieren, um sich dann zu spezialisieren. Für das Training selbst rät die erfolgreiche Athletin: „Habt den Mut zur Pause. In der Pause entsteht die Leistung. Es kommt nicht darauf an, viel zu trainieren, sondern richtig.“ Aus Niederlagen könne man sehr viel lernen, wenn man die richtigen Schlüsse ziehe.
Das beste Beispiel sei sie selbst. Heike Henkel scheiterte 1988 in Seoul bei den Olympischen Spielen in der Qualifikation und meldete sich 1990 in Topform zurück. Und die Leichtathletik-Tradition im Hause Meier-Henkel setzt sich fort: Henkels Tochter Marlene hat sich für den Hürdensprint entschieden.
An ihrem damaligen Trainer Gerd Osenberg faszinierte sie vor allem seine ruhige und zurückhaltende Art sowie seine enormen Erfolge, die er mit Athletinnen und Athleten erzielt hat. Er ging im Training sehr gut auf den Einzelnen ein. Um langfristig im Hochsprung erfolgreich zu sein, sollte man Beweglichkeit, Sprungkraft und schnelle Füße haben, sagt Heike Henkel. „Zu unserer Zeit spielte die Psychologie noch keine so große Rolle, aber in Zukunft wird dies ganz einfach im Hochleistungssport zum Training gehören. Damals kannte ich zwei, die Mentaltraining angewendet haben. Heute hat sich das komplett gewandelt.“
Bedeutend für die Leichtathletik sei es, dass man für die Zukunft die Digitalisierung gut nützt, um weiter auf dem Markt präsent zu sein. „Ich finde es klasse, dass es inzwischen Livestreams gibt, wo man viele Events sehen kann, was früher nicht der Fall war.“
Wenn sie sich einmal nicht mit Leichtathletik beschäftigt, liest sie unwahrscheinlich gerne und empfiehlt den Usern von leichtathletik.de Friedemann Schulz von Thun „Erfülltes Leben – ein kleines Modell für eine große Idee“.
Alica Schmidt ist eines der bekanntesten Gesichtern der deutschen Leichtathletik. Der 23-jährigen Berlinerin folgen allein auf ihrem Instagram-Account knapp 3. Millionen Menschen, sie modelt für Boss und war im vergangenen Sommer bei den Olympischen Spielen in Tokio (Japan) mit dabei. Ein Leben zwischen zwei Welten. Ein Leben auf der Erfolgsspur. So scheint es. In der aktuellen Folge des DLV-Podcasts #TrueAthletes – TrueTalk spricht die 400-Meter-Läuferin mit Alexandra Dersch über ihre Definition von Erfolg und den Umgang mit Zweifeln.
„Erfolg ist, dass ich morgens gesund aufstehe und weiß, es geht mir und meiner Familie gut. Ich bin frei und kann mir meinen Tag so einteilen, wie ich mag und das tun, was mir Spaß macht. Das allein ist schon ein großer Step für mich. Gleichzeitig bin ich aber noch lange nicht da, wo ich hin will, das ist noch ein sehr langer, harter Weg, den ich aber auch bereit bin zu gehen“, sagt Alica Schmidt. Diese Dankbarkeit für ihr aktuelles Leben habe sie sich aber auch in gewisser Weise durch ihre Misserfolge erarbeitet.
Misserfolg positiv bewerten
„Der Umgang mit Misserfolg war für mich vor einigen Jahren noch nicht einfach. Inzwischen hilft es mir aber, dass ich mir bewusst mache, dass im Endeffekt nichts Schlimmes passiert, wenn es mal nicht so gut läuft, außer dass ich selber über mich enttäuscht bin. Ich kann aus dem Misserfolg etwas Positives mitnehmen, etwas lernen und es beim nächsten Mal besser machen. So kann man auch den Erfolg später viel mehr wertschätzen.“
Die Zweite der Deutschen Hallenmeisterschaften erinnert sich an ihre Jugend und Rennen, in denen sie so nervös war, dass sie schon fast einen Fehlstart machen wollte und verrät, was ihr geholfen hat und auch heute immer noch hilft, um sich von den Zweifeln nicht mehr bremsen zu lassen. „Wenn man dranbleibt und kontinuierlich an sich arbeitet, dann kommt früher oder später der Erfolg.“
Alica Schmidt erzählt zudem unter anderem von ihrem Umgang mit negativen Kommentaren, gerade auf Socia Media, von ihrem Treffen mit ihrem großen Vorbild Allyson Felix (USA) und ihren großen Zielen in dieser Saison. „Wenn ich an die DM in Berlin und auch die EM in München denke, kribbelt es schon sehr.“
In der neuesten Folge des DLV-Podcasts TrueAthletes-TrueTalk erzählt er ausführlich über die Bedeutung von Diversity, über seine Arbeit als Autor und Unternehmens-Coach sowie über seine nach wie vor bestehende Leidenschaft zur Leichtathletik.
Erfolgreich als Unternehmens-Coach und Autor
„Mit fünf Jahren war mir klar, dass ich ein Junge bin. Ich bin als Mann mit männlicher Identität und weiblichen Geschlechtsteilen aufgewachsen. Der Sport hat mich letztlich vom Destruktiven gerettet“, sagte Balian Buschbaum. Oberflächlich gesehen habe er ein Leben wie im Bilderbuch geführt, aber er sei eben nicht glücklich gewesen. Geändert hat sich das nach seiner Transition. „Seitdem feiere ich jeden Tag Olympia.“
Als Unternehmens-Coach und Speaker ist er viel in Firmen unterwegs und stellt immer wieder fest: „Die meisten Menschen kümmern sich nicht um sich selbst. Letztlich geht es darum, Eigenverantwortung zu leben“, sagte Balian Buschbaum.
Entscheidend ist es dabei in der Mitte zu sein, um maximale Leistung bringen zu können. Wenn es um den Begriff Diversität geht, geht es vor allem um Vielfalt. „Ohne Vielfalt würden wir als Menschheit nicht existieren“, ist er überzeugt. Der Leichtathletik empfiehlt er die Sportlerinnen und Sportler nicht nur als Athleten zu sehen, sondern einen ganzheitlichen Ansatz zu wählen. „Das ganze Konstrukt Leistungssport muss aufpoliert werden und dabei darf der Druck nicht immer als etwas Negatives gesehen werden.“
Neues Buch: „Warum Diversity uns alle angeht“
Auch als Autor ist Balian Buschbaum, der immer noch die Leichtathletik aufmerksam verfolgt, erfolgreich und hat jetzt sein drittes Buch mit dem Titel „Warum Diversity uns alle angeht“ im Fischer-Verlag herausgebracht. Dabei erzählt er über die Vielfalt des Lebens, seine eigene Geschichte und darüber, was ihm heute im Leben wichtig ist. Einer von Balians Kernsätzen: „Ich liebe es, Menschen glücklich zu machen und selbst glücklich zu sein.“
Gold bei der Hallen-DM, zahlreiche neue Bestzeiten und ganz nah dran am Deutschen Hallenrekord von Dieter Baumann über 3.000 Meter: Das ist Maximilian Thorwirth (SFD 75 Düsseldorf-Süd) im Winter 2022. Ein Athlet, der die Bühne für seine Botschaften nutzt, reflektiert, mündig. Auch das ist Maximilian Thorwirth. Im DLV-Podcast #TrueAthletes-TrueTalk zeichnet der 27-Jährige die einzelnen Stationen auf seinem Weg nach, die ihn zu dem Athleten und auch Menschen werden ließen, der er heute ist.
Chicago, Düsseldorf, Nürnberg, Wattenscheid und nun Tübingen – unterschiedliche Orte, Trainer und Erfahrungen. „Ich bin so dankbar für die ganzen Erfahrungen, die ich machen, für all die Menschen, denen ich begegnen durfte und wie sie mich geprägt haben“, sagt Maximilian Thorwirth.
„Manchmal ist es noch so unwirklich, wo ich jetzt stehe“, sagt der Deutsche Hallenmeister, der gerade auch aus den schwierigen Erfahrungen im Nachhinein Kraft ziehen konnte. So wie etwa seiner verpassten Olympiateilnahme im vergangenen Sommer, als er kurz nach der Einkleidung in München die Nachricht bekam, dass es ganz knapp nicht mit einem Platz über die Weltrangliste für ihn gereicht hatte. Wie er es geschafft hat, aus diesem Tief herauszukommen und neue Motivation zu ziehen, auch davon erzählt er ganz offen. „Heute bin ich einfach wieder glücklich.“
Warum ihn diese neue Leichtigkeit so schnell macht, was sein Kindheitstraum ist und warum er die Bühne des Sports auch gerne dazu nutzt, um Veränderungen anzustoßen – darum geht es in der neusten Ausgabe von #TrueAthletes-TrueTalk mit Maximilian Thorwirth.
Hinter Christina Schwanitz (LV 90 Erzgebirge) liegt eine Karriere, die in dieser Form beispielslos ist: elf internationale Medaillen, darunter WM- und EM-Gold, 13 Mal Deutsche Meisterin und Sportlerin des Jahres 2015. In diesem Jahr beendet die Ausnahme-Kugelstoßerin ihre erfolgreiche Karriere. Im DLV-Podcast #TrueAthletes-TrueTalk wagt die 36-Jährige im Gespräch mit Alexandra Dersch einen Blick zurück auf 20 Jahre Leistungssport.
„Ich will und wollte auch immer Mut machen. Auch mit meiner Schwangerschaft und der Rückkehr in den Leistungssport als Zwillingsmama. Ich wollte einfach zeigen: Leistungssport und Mamasein – das schließt sich nicht aus. Ich wollte einfach die Leute da auch immer mitnehmen“, erzählt Christina Schwanitz und berichtet auch von den Momenten ihrer Karriere, auf die sie immer stolz sein wird, wie etwa ihr Deutscher Meistertitel im fünften Monat der Schwangerschaft mit ihren Zwillingen, oder ihren Medaillen, die sie nach der Geburt erkämpfte.
**„Wer will, findet Möglichkeiten. Wer nicht will, findet Gründe“ **
„Was mich grundsätzlich motiviert hat, war immer, wenn jemand gesagt hat, es geht nicht, oder das schaffst du eh nicht“, sagt Christina Schwanitz. Sätze, aus denen sie Kraft schöpfte. „Auch als mein Arzt mir gesagt hat, lass das mit dem Leistungssport, das ist besser für die Knie. Da war es schon zu spät. Da hatte ich es mir schon in den Kopf gesetzt. Wer will, findet Möglichkeiten. Wer nicht will, findet Gründe.“
Sie erzählt aber auch ganz offen von den Scheidewegen in ihrem Leben, ihrer jugendlichen Naivität, von Entscheidungen, für die sie Mut fassen musste: „Wir haben nur dieses eine Leben. Wir haben kein Probeleben.“
Am Ende dieser Saison will die Kugelstoßerin ihren Platz im Ring frei machen. „Man kann nur etwas richtig gut machen, wenn man es liebt. Und ich liebe meinen Sport. Aber alles ist endlich. Und man muss den richtigen Zeitpunkt erwischen, anderen die Bühne zu überlassen und sich dann seinen eigenen neuen Weg suchen in einer ganz anderen Richtung, auch wenn das anstrengend, aufregend und spannend wird.“
Schon als kleiner Junge hatte Jörg Schulte ein Herz für die Leichtathletik: „Mein Vater war Trainer, meine Mutter Sprinterin.“ Das hat den Wurftrainer bis heute geprägt. Seinen Beruf als Lehrer hat er inzwischen unterbrochen, um als Trainer zu arbeiten. Begonnen hat der heute 45-Jährige im Nachwuchsbereich, ehe er im vergangenen Jahr erstmals bei den Olympischen Spielen in Tokio (Japan) verantwortlich war – mit Erfolg. „Am Diskuswurf fasziniert mich die Mischung aus Kraft und Technik aus Anspannung und Entspannung.“
Mit Kristin Pudenz (SC Potsdam), der Silbermedaillengewinnerin von Tokio, arbeitet er schon seit zehn Jahren zusammen. „Da gab es nicht immer nur Erfolgserlebnisse. Gerade im starken Jahrgang von Anna Rüh und Shanice Craft war es nicht einfach für Kristin, sich durchzusetzen. Du brauchst im Spitzensport neben Talent und dem nötigen Durchhaltevermögen vor allem auch Geduld.“
Erfolg kein Selbstläufer
Die Silbermedaille von Tokio ist kein Garant dafür, dass es auch in diesem Jahr mit den Höhepunkten der WM in Eugene (USA) und der EM in München gut läuft. „Natürlich ist es unser Ziel, unsere Bestleistung zum Saisonhöhepunkt abzuliefern. Dafür werden wir unter anderem im Mai ein Trainingslager in Nikosia (Zypern) absolvieren und planen unseren ersten Wettkampf bei den Halleschen Werfertagen.“ Garant für gute Leistungen ist dabei eine starke Trainingsgruppe mit Henning und Clemens Prüfer, die für die entsprechende Konkurrenzsituation sorgen sollen.
Wenn Schulte einmal nicht trainiert und auf Reisen ist, kümmert er sich um seine Familie und seine Kinder, mag japanisches Essen wie Sushi oder besucht gerne Rock-Konzerte, was zuletzt wegen Corona nicht möglich war. Seine große Liebe ist dabei der „Boss“ Bruce Springsteen, den er schon unzählige Male live gesehen hat.
Für die Community von leichtathletik.de hat Schulte in unserem Podcast „TrueAthletes – TrueTalk“ auch noch eine Buchempfehlung: „Die 1%-Methode“ von James Clear. In dem Buch geht es darum wie man mit kleinsten Veränderungen große Wirkung erzielen kann. Allemal eine gute Voraussetzung für Erfolgserlebnisse in der Leichtathletik.
Hanna Klein (LAV Stadtwerke Tübingen) hat ein intensives Jahr hier sich. Ein Jahr, in der sie in komprimierter Form alle Ebenen eines Sportlerlebens erfuhr. Ein Jahr, das bei der Hallen-EM mit ihrer ersten internationalen Medaille begann, das im Sommer seine Fortsetzung fand mit Bestzeiten über 5.000 und 1.500 Metern und bei den Olympischen Spielen seinen Höhepunkt finden sollte. Doch dort ereilte die achtmalige Deutsche Meisterin das Aus bereits im Vorlauf. Im DLV-Podcast #TrueAthletes-TrueTalk nimmt Hanna Klein im Gespräch mit Alexandra Dersch die Zuhörerinnen und Zuhörer mit auf diese Achterbahnfahrt durch ihr Jahr 2021.
Offen und ehrlich erzählt sie von den Hintergründen, ihren Gefühlen und sagt ganz klar: „Nach dem Rennen in Tokio, habe ich gesagt: Ich höre auf. Ich lasse es. Wofür mache ich das eigentlich alles?“ Doch sie gab diesen negativen Emotionen nicht nach, sondern kämpfte weiter: „Was mir dann geholfen hat, war, so paradox es klingt, einfach weiter Wettkämpfe zu machen. Auch wenn ich wusste, ich bin körperlich und mental nicht auf dem Stand, auf dem ich gerne sein würde, die Wettkämpfe haben mir den Spaß am Laufen zurückgegeben.“
Schallmauern unterbieten
Nicht zuletzt war es am Ende der Saison der Deutsche Meistertitel über 10 Kilometer in Bestzeit von 31:40 Minuten, der ihr spiegelte, was in ihr steckt. Allesamt Erfahrungen, die ihr Selbstvertrauen gegeben haben und sie auch in dieser schwierigen Phase wachsen ließen. Selbstvertrauen, das sie auch auf dem Weg zu ihren Zielen abrufen will. „Ich will Schallmauern brechen. Unter vier Minuten über 1.500 Meter, unter 15 Minuten über 5.000 Meter – das möchte ich am Ende meiner Karriere sagen können.“
Hanna Klein spricht auch über ihre Wegbegleiter wie Trainerin Isabelle Baumann und Partner Marcel Fehr (LG Filstal), wie wertvoll diese Verbindungen für sie sind und verrät auch, mit welchen Zielen sie in dieses Jahr startet.
Der Name Nils Voigt – er taucht schon seit längerer Zeit immer wieder weit vorne in den Ergebnissen und Statistiken auf. Doch ganz vorne, da standen zumeist andere Namen. In diesem Jahr hat sich das geändert. Erstmals war es der Athlet des TV Wattenscheid 01, der ganz oben auf dem Siegertreppchen stand. Und das gleich zweimal bei Deutschen Meisterschaften.
„Es war so ein schönes Gefühl, als Erster über die Ziellinie zu laufen“, erinnert sich der 24-Jährige an sein Rennen über 10.000 Meter in Mainz, der ihm den Titel Deutscher Meister einbrachte. Im DLV-Podcast #TrueAthletes-TrueTalk spricht er über diese neue Erfahrung, welchen Einfluss auch seine Trainingsgruppe mit dem Deutschen Marathon-Rekordhalter Amanal Petros und sein Trainer Tono Kirschbaum haben und über seinen eigentlichen Wettkampf des Jahres, wo er auf eigene Faust hinreiste.
Denn die Teilnahme beim Europacup in Birmingham (Großbritannien) sagte der DLV aufgrund der Pandemie und der anschließenden Quarantäne, die alle Teilnehmer traf, ab. „Ich habe manchmal einen Dickkopf und wenn ich etwas unbedingt will, dann kümmere ich mich darum. Für mich war klar, ich muss dahin fahren“, sagt Nils Voigt und berichtet über seinen Weg und warum es trotz aller Schwierigkeiten für ihn genau so richtig war. „Der Europacup hat mich bestärkt, dass ich kommenden Jahr bei der EM in München eine Platzierung in einem ähnlichen Bereich erreichen will.“
Warum sein Blick trotz der aktuellen Erfolge über 10 Kilometer Straße und 10.000 Meter auf der Bahn aber dennoch bereits Richtung Marathon geht, was für ihn einen guten Langstreckler ausmacht und was ihm in schwierigen Phasen hilft, das gibt es alles in der neusten Folge des Podcasts #TrueAthletes-TrueTalk.
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