#TrueAthletes – TrueTalk: Der Podcast des Deutschen Leichtathletik-Verbandes

#TrueAthletes – TrueTalk: Der Podcast des Deutschen Leichtathletik-Verbandes

By Peter Schmitt & Alexandra DerschSportsNewsSports NewsRunning
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#TrueAthletes – TrueTalk: Der Podcast des Deutschen Leichtathletik-Verbandes episodes

  • Folge 8: Pamela Dutkiewicz-Emmerich über Egoismus und andere Leistungssportler-Eigenschaften
    Gespräch mit der WM-Dritten über 100 Meter Hürden

    Was braucht ein Leistungssportler, um bis ganz nach oben zu kommen? Talent, klar. Überragende körperliche Fähigkeiten, auch klar. Aber wie ist es um seinen Charakter bestellt? Welche Eigenschaften haben etwa Pamela Dutkiewicz-Emmerich geholfen, um so erfolgreich zu werden? Gemeinsam mit Moderatorin Alexandra Dersch macht sich die Wattenscheiderin auf die Suche nach Antworten.

    Da ist etwa der Egoismus. Etwas, das die Hürdensprinterin auf ihrem Weg erst lernen musste. „Ich bin sehr harmoniebedürftig“, sagt Pamela Dutkiewicz-Emmerich. „Ich habe mich immer sehr um alle in der Trainingsgruppe gekümmert. Irgendwann habe ich dann aber gemerkt, ich musste mich distanzieren, um etwas mehr Ruhe zu finden.“ So habe sie ihre Fühler bewusst mehr zu sich gedreht. „Denn ich habe da zu viel Kraft gelassen und gemerkt, dieser Sport braucht einen gesunden Egoismus.“

    Strategien im Umgang mit Tälern

    Aber auch den Perfektionismus, die Lust an Feinheiten zu arbeiten, der auch heute, nach vielen Jahren Leistungssport noch immer einen Zwiespalt in ihr auslöst. „Ich brauche den Perfektionismus, denn in meiner Disziplin wird der kleinste Fehler gleich bestraft. Gleichzeitig versuche ich mich aber etwas vom Perfektionismus zu lösen. Denn ich muss irgendwann im Rennen in einen Automatismus kommen und das Loslassen lernen. Es ist ein Zwiespalt. Der Sport hat den Perfektionismus in mir geformt, und ich merke, dass ich auch andere Sachen nicht nur zu 60 Prozent machen – und das nervt schon. Ich bin noch dabei auszutarieren, wann es diesen Perfektionismus braucht.“

    Pamela Dutkiewicz-Emmerich spricht auch ganz offen über ihren Umgang mit negativen Emotionen und verrät ihre Strategien, die ihr helfen, aus Tälern gestärkt herauszukommen. „Ich erlaube mir negativen Emotionen. Aber wirklich nur drei Tage, sonst kippt das bei mir. Und da ich durch den Sport ohnehin so ein Planungsmensch geworden bin, hilft es mir zu sagen: An Tag drei ist es jetzt vorbei. Und dann kommt bei mir die Phase der Lösungssuche. Sprich, ich mache einen Plan. Und dieser Plan ist dann immer mein Anker in solchen Zeiten.“

    Die 29-Jährige gibt zudem ihre Gedanken zu Mut und Selbstwirksamkeit preis und erzählt aber auch von ihrer Hochzeit, nach der sie nun den neuen Doppelnamen trägt.

    42 min
  • Folge 7: Wie Annett Stein das DLV-Boot steuert
    Gespräch mit DLV-Chefbundestrainerin Annett Stein

    Für rund 500 Kaderathleten und über 100 Trainer übernimmt Annett Stein (55) zusammen mit Dietmar Chounard die Kapitänsrolle. Doch direkt nach ihrem Amtsantritt im Februar kam im März 2020 die dynamische Entwicklung der Corona-Pandemie und statt Planung war Krisenmanagement gefragt. „Wir mussten völlig neu denken, denn zu Beginn war nicht einmal Training für die Sportler möglich. Hinzu kam, dass die Hallen-WM verschoben wurde und danach die Olympischen Spiele auf das Jahr 2021 verlegt wurden. Wichtig beim Steuern des Bootes ist es, Vertrauen zu gewinnen.“

    Im Mittelpunkt ihrer Aufgabe steht die Motivation sowohl für Trainer als auch für Athleten hoch zu halten, was letztlich durch die Late-Season mit einer DM in Braunschweig, einer Jugend-DM in Heilbronn, einer Mehrkampf-DM in Vaterstetten und dem Senioren-Mehrkampf in Zella-Mehlis gelungen ist.

    „Im Unterschied zu anderen Sportarten waren wir medial sichtbar und haben im Sommer eine Late-Season organisiert. Aus meiner Sicht sind wir gut durch die Krise gekommen. Die Herausforderung bleibt aber bestehen“, sagte Stein. Auch die Leistungen waren teilweise hochklassig was Weitspringerin Malaika Mihambo (LG Kurpfalz), Speerwerfer Johanes Vetter (LG Offenburg), Sprinter Dennis Almaz (VfL Wolfsburg) sowie Diskuswerferin Kristin Pudenz (SC Potsdam) exemplarisch unter Beweis stellten.

    **Literatur, Musik und Golf als Ausgleich zum Beruf **

    Als Diplomsportlehrerin hat Annett Stein 30 Jahre Trainererfahrung, darunter mehrere Jahre als leitende Landestrainerin beim Berliner Leichtathletik-Verband für den Bereich Sprung und Mehrkampf sowie als Nachwuchs-Bundestrainerin. Die Zusammenarbeit mit U23/U20-Bundestrainer Dietmar Chounard erfolgt auf Augenhöhe. Das Amt als Chefbundestrainerin erfordert nahezu rund um die Uhr Einsatz, weshalb sie durch Golfen für den nötigen Ausgleich und die Regeneration in ihrer Freizeit sorgt. Ferner liebt sie gute Literatur und Musik jeglicher Form von House-Musik bis Klassik. „Ich habe Karten für die „Vier Jahreszeiten“ von Vivaldi, doch das Konzert wurde von Dezember in den Januar verschoben und wird jetzt vermutlich erneut verlegt.“

    Durch ihre drei Brüder hat sie viel Durchsetzungsvermögen erworben. „Ich habe gelernt, mich mit Stärkeren zu messen und meine zwei älteren Brüder waren gleichzeitig Vorbild für mich.“ Ihr Sohn Marc ist Profifußballer geworden und spielt derzeit als Verteidiger mit Holger Badstuber beim VfB Stuttgart 2. Im Podcast beantwortet sie auch Hörer-Fragen, was sie von mentalem Training hält, wie man sich als Läufer am besten ernährt und was man Sportlern sagt, die immer wieder mit Verletzungen kämpfen.

    29 min
  • Folge 6: Jackie Baumann und wie ein Rücktritt ein Schritt nach vorn sein kann
    Gespräch mit der 400-Meter-Hürdenläuferin

    Vier Monate ist es nun her, dass Jackie Baumann im Wohnzimmer ihrer Eltern beschloss: Das war es mit dem Leistungssport. Was für die Außenstehenden gefühlt aus dem Nichts kam, war für die 25-Jährige die einzig logische Konsequenz.

    „Ich hatte die letzten vier, fünf Jahre immer damit zu kämpfen, dass meine Welt immer enger, immer kleiner wurde, je weiter die Saison voranschritt. Ich hatte immer mehr das Gefühl, dass das gar nicht ich bin, weil ich eigentlich ein kompetitiver Mensch bin, der eine Challenge annimmt und hart für seine Ziele arbeitet“, sagt Jackie Baumann im Gespräch mit Moderatorin Alexandra Dersch.

    „Es war, als würde ich neben mir stehen und mich fragen: Wer bist du? Und warum bist du ich?“ Eine Situation, die sie so von sich abseits des Sports nicht kennt. „Ich bin so nicht vor Prüfungen. Ich bin kompetitiv. Da mach mich nicht klein. Da bin ich laut. Da will ich gewinnen. Aber bei Wettkämpfen…“

    Welche Wege es für sie im Leistungssport auch jetzt noch geben kann, warum sie ganz anders auf den Horizont blicken kann und warum sie nie aufhören wird, die Leichtathletik zu lieben – all das und noch mehr verrät Jackie Baumann in der neusten Folge des DLV-Podcasts #TrueAthletes – TrueTalk.

    40 min
  • Folge 5: Edgar Itt, der Inspirationscoach, der Menschen die Angst vor Hürden nimmt
    Gespräch mit dem ehemaligen 400-Meter-Hürdenläufer

    Edgar Itt spricht im Gespräch mit Peter Schmitt unter anderem über den Unterschied zwischen Inspiration und Motivation, berichtet über sein neuestes Projekt in Europas größter Laufschule und auf den dortigen Skill-Court in Schweinfurt und verrät, warum er dem Sänger Lionel Ritchie sein Original-Olympia-Trikot geschenkt hat.

    „Olympia steckt in jedem“, lautet das Motto des 52-Jährigen, der nach seiner sportlichen Laufbahn als Inspirationscoach und gefragter Key-Speaker Karriere gemacht hat. 2012 hatte er mit den DLV-Psychologen erfolgreich die deutsche Nationalmannschaft auf die Olympischen Spiele in London (Großbritannien) vorbereitet. „Leidenschaften, die mit Visionen verbunden sind, sind ein großes Ziel für Athleten, die zu Olympischen Spielen wollen“, sagt Itt, für den das Motto „Olympia steckt in jedem“ auch im täglichen Leben gilt.

    45 min
  • Folge 4: Mohamed Mohumed und das Laufen als Familienangelegenheit
    Ein Gespräch mit dem Deutschen Meister über 5.000 Meter

    Mohamed Mohumed ist der Mann, der in diesem Jahr auf allen Strecken, über die er antrat, eine neue Bestleistung aufstellen konnte. Die Krönung: Der Deutsche Meistertitel über 5.000 Meter in Braunschweig. Mohamed Mohumed ist aber auch der Mann, der als 17-Jähriger allein ins Internat nach Dortmund zog und heilfroh froh war, als sein jüngerer Bruder Yassin ihm ein Jahr später folgte. Denn neben dem Sport ist Mohamed Mohumed vor allem eins: Familienmensch.

    „Mein Bruder, das ist ein Stück Zuhause, das ich immer bei mir habe“, sagt der 21-Jährige. Denn: Der Weggang ins Internat, weg von seinen Eltern, seinen fünf Geschwistern, das war nicht einfach. „Ich bin schnell noch bodenständiger geworden“, sagt Mohamed Mohumed. Keiner, der an die Hausaufgaben erinnert, der kocht, der die Wäsche wäscht. „Das war schon eine Umstellung.“ Aber eine Umstellung, die ihn zu dem Läufer machte, der er ist.

    Starker Familienverbund

    Sein Ziel: „Ich will einfach der Beste der Welt werden. Ob ich das schaffe, das ist eine andere Frage, aber das ist mein Ziel. Damit gehe ich in jedes Training.“ Gemeinsam mit seinem Bruder Yassin, der in diesem Sommer Gold bei der U20-DM über 5.000 Meter holte.

    Der Familienverbund – er macht ihn stark. Und so ist auch die Konkurrenz unter den Brüdern kein Thema, das sie entzweien soll. „Wenn Yassin irgendwann schneller ist als ich, dann würde ich mich unglaublich für ihn freuen.“ Es sei ein Geben und Nehmen unter den Brüdern, die inzwischen auch nicht mehr im Internat, sondern in einer gemeinsamen Wohnung im Dortmunder Süden leben.

    Glauben an Gottes Plan

    Mohamed Mohumed selber profitiere davon, dass Yassin ihn im Training unterstützen kann und Yassin umgekehrt auch von seiner Erfahrung. „Ich will nicht sagen, dass ich das Experiment bin. Aber natürlich kann ich Yassin Tipps geben, wie er mit Situationen umgeht, die ich selber schon durchstanden habe.“

    Die zweite große Säule in seinem Leben ist die Religion. So geht er vor jedem Rennen kurz in sich – ein religiöser Moment für den jungen Athleten. „Der Sport ist voll von Druck, den man sich zum größten Teil selber macht. Aber zu wissen, es ist alles Gottes Plan, warum manche Dinge vielleicht doch nicht sofort funktionieren, das ist eine mentale Hilfe für mich.“

    Welche Rolle er seiner Ernährung zuschreibt, wie hoch seine Umfänge in der Woche sind und warum der Fußball ihn irgendwann nicht mehr halten konnte, das alles hören Sie zudem in der neusten Ausgabe von #TrueAthletes – TrueTalk.

    29 min
  • Folge 3: Deniz Almas und sein Schlüssel zum Erfolg
    Der Deutsche Meister über 100 Meter im Gespräch

    Hackfleisch zum Frühstück – auch Deniz Almas musste sich erst an diesen kulinarischen Start in den Tag gewöhnen. Der Sprinter, der in diesem Jahr die Deutschen Meistertitel über 60 und über 100 Meter abgeräumt hat, erzählt in der neusten Ausgabe des Podcasts #TrueAthletes-TrueTalk auch über seine Ernährungsumstellung, die er als Teil des großen Ganzen sieht und damit auch mit als einer der Faktoren, die ihn in diesem Jahr so erfolgreich hat werden lassen.

    „Früher, da war ich einmal die Woche bei Burger King. Irgendwie hat mein Körper das mitgemacht, aber irgendwann kam ich dann doch an den Punkt, wo ich mir gedacht habe, dass ich mich als Profisportler doch auch wie einer ernähren sollte“, erzählt der 23-Jährige im Gespräch mit Alexandra Dersch ganz offen. Statt Müsli mit Kuhmilch gibt es nun oft Hackfleisch oder Lachs zum Frühstück. „Ich habe einige Sachen ausprobiert, auch Steak mit Nüssen zum Frühstück, aber das kann ich nicht. Ernährung soll ja auch Spaß machen und ich will mir da nichts aufzwängen“, sagt Deniz Almas.

    Raus aus dem Tal

    Schon in der Jugend war Deniz Almas den Experten ein Begriff, war festes Mitglied der Nachwuchs-Staffel, holte im vergangenen Sommer auch Gold im Team bei der U23-EM. Die überragende Figur war er jedoch nicht. „Ich habe im Wettkampf immer versucht, etwas ganz Besonderes zu machen – was dann nicht geklappt hat. Meine Trainer und ich haben viele Gespräche darüber geführt und es hat gedauert, bis ich diesen Gedanken aus meinem Kopf bekommen habe. Diese vielen Gespräche darüber, dass ich im Wettkampf einfach nur das abrufen muss, was ich im Training tagtäglich mache, das war der Schlüssel zum Erfolg.“

    Der Wolfsburger spricht auch über harte Momente in seiner noch jungen Karriere, Verletzungsprobleme, finanzielle Sorgen. Momente, die ihn zu dem gemacht haben, der er heute ist. „Das erste Jahr in Leipzig hat mich am meisten geprägt. Es war eine Umstellung. Das erste Mal richtig Leistungssport. Ein ganz anderes Trainingssystem. In dem Jahr habe ich erst lernen müssen, auf meinen Körper zu hören. Es war nicht einfach, aber hat auch dazu geführt, dass ich jetzt nicht alles als Selbstverständlichkeit hinnehme.“

    Wir-Gefühl

    Seine Trainingsgruppe in Leipzig bestehend aus dem Trainerteam Ronald Stein, Alexander John und Sven Knipphals, der für Deniz Almas auch die Rolle des Wegbereiters einnimmt und ihn mit seinem heutigen Verein, dem VfL Wolfsburg, in Kontakt brachte – sie fing ihn damals auf. „Wir haben ein starkes Wir-Gefühl unserer Gruppe, das gibt es in der Leichtathletik-Welt nicht so oft, weil wir natürlich eine Individualsportart sind. Aber genau das treibt uns voran“, sagt Deniz Almas.

    Welche Rolle der Schlafrhythmus für Deniz Almas spielt, wie sich das auch auf seine Trainingsplanung auswirkt und was sich hinter dem #Titeltürke verbirgt – das hören Sie in der aktuellen Folge von #TrueAthletes-TrueTalk.

    42 min
  • Folge 2: Malaika Mihambo und das Innehalten inmitten von Umbrüchen
    Die Weitsprung-Weltmeisterin im Gespräch

    Malaika Mihambo (LG Kurpfalz) kennt die breite Öffentlichkeit als Weltklasse-Weitspringerin. Als Sieben-Meter-Springerin. Als Europameisterin. Als Weltmeisterin, die im entscheidenden Moment wie etwa dem WM-Finale 2019 in Doha (Katar) über ein beeindruckendes Nervenkostüm verfügte und nach zwei ungültigen Sprüngen auf überragende 7,30 Meter segelte.

    In der neusten Folge des DLV-Podcasts #TrueAthletes-TrueTalk spricht Malaika Mihambo über ein Jahr voller Umbrüche und natürlich auch über das Thema, das gerade im Frühjahr die Leichtathletik beschäftigte: Ihr Trainerwechsel zu Carl Lewis, der dann aber aufgrund der Corona-Pandemie noch nicht umgesetzt werden konnte. Was waren ihre Gründe? Wie die Reaktionen? Und wie trainiert sie aktuell?

    Malaikas Herzsprung

    Sie lässt aber auch Einblicke zu in ihr privates Leben, das Leben neben dem Sport, in dem sie sich auch sozial engagiert. Seit dem 1. Juli gibt es ihren Verein „Malaikas Herzsprung“ – einen Verein, der es Kindern und deren Familien ermöglicht, Leichtathletik zu treiben. Der Verein übernimmt den Beitrag für ein Jahr. „So lernen die Kinder ein neues Umfeld kennen, in denen sie wachsen können. Sozial, aber auch natürlich motorisch“, sagt Malaika Mihambo. Die Förderung der Grundschulkinder liegt ihr auch deshalb am Herzen, weil es eine Parallele zu ihrer eigenen Biografie ist. „Ich habe selber auch mit acht Jahren in der Leichtathletik angefangen. Das ist ein wichtiges Alter, um Werte zu prägen, Fairplay, Toleranz. Das ist ein prägendes und inspirierendes Alter.“

    Doch auch die Vereine hat die 26-Jährige bei ihrem Engagement im Blick. „Viele Vereine müssen um ihre Mitglieder kämpfen und wenn auf diesem Weg neue Mitglieder dazu kommen, dann unterstützen wir so auch die Vereine. Wir brauchen Talente, Sportbegeisterte und vor allem unseren Lieblingssport, die Leichtathletik.“

    Persönliche Reflektion

    Malaika Mihambo reflektiert in dieser Ausgabe des Podcasts auch über ihrer eigene Entwicklung. Sportlich. Aber auch menschlich und stellt sich der Frage, inwieweit sie der WM-Titel im vergangenen Jahr verändert hat. „Ich bin innerlich gewachsen, ja, aber ich definiere mich nicht darüber. Ich bin noch genauso bodenständig wie vor meinem WM-Sieg. Das bestimmt nicht meinen Selbstwert, oder wie ich mit anderen Menschen umgehe.“

    Ihre Bodenhaftung holt sie sich auch immer wieder in ihren Reisen, die auch immer ein Stück weit Reisen auf dem Weg zu sich selber sind. „Besonders das Alleinereisen, daran wachse ich unheimlich. Mir hat das viel Lebenserfahrung und Selbstvertrauen gegeben, auch wenn andere gezweifelt haben. Diesen Mut zu haben, zu seinen eigenen Entscheidungen zu stehen – das ist wichtig.“

    Es sind Einstellungen, die sie gerade bei jungen Menschen zum Vorbild machen. Eine Rolle, die Malaika Mihambo nicht weiter anstrengt. Denn: „Ich bin einfach ich, ich muss mich nicht verbiegen. Wenn ich dadurch Kindern positive Werte beibringen kann und Menschen bestärken, das ist eine positive Sache und fällt nicht schwer, wenn man mit Freude durchs Leben geht.“

    37 min
  • Folge 1: Thomas Röhler - Ein unvergessliches Jahr
    Speerwurf-Olympiasieger im Gespräch

    Privat, persönlich und ganz nah – so präsentiert sich Speerwurf-Olympiasieger Thomas Röhler (LC Jena) in Folge Eins des DLV-Podcasts #TrueAthletes – TrueTalk. Der 90-Meter-Werfer nahm sich im Coronajahr eine Auszeit vom Wettkampfsport und widmete sich ganz dem Training. Keine leichte Entscheidung wie der 29-Jährige bekannte. „Die größte Herausforderung ist es, Wettkämpfe von außen zu verfolgen, an denen man theoretisch selber hätte teilnehmen können“, sagte der Europameister. Das sei vor allem mental nicht einfach. Aber: „Ich bin aber superhappy mit dieser Entscheidung.“

    Denn diese Entscheidung fiel auch vor einem privaten Hintergrund. Thomas Röhler ist in diesem Sommer erstmals Vater geworden. Ein Moment, der sein Leben einschneidend verändert hat und vor dessen Hintergrund er diesem Jahr und den besonderen Umständen auch Positives abgewinnen kann. „Das war der schicksalhaft positive Moment in diesem Jahr. Ich konnte live dabei sein, wie ich Papa werde, konnte Papa sein, alles miterleben“, sagt Thomas Röhler. „Ein Kind – das ist das Größte, was es gibt für einen Menschen. Es ist wunderbar. Jeden Tag neu und sehr dynamisch – wie der Sport auch.“

    Wunderbares über das Leben gelernt

    Entspannung und Erholung – die geht für Thomas Röhler Hand in Hand mit der Natur. „Die wertschätze ich sehr“, sagt er. Diese Wertschätzung zeigt sich auch in medizinischen Einschätzungen. „Ich vertraue meinem Körper, meinen Instinkten.“ Ganz ähnlich wie seine Lebenspartnerin, mit der er sich gemeinsam zu einer Hausgeburt entschloss. „Wie heiß das Thema Hausgeburt diskutiert ist, das war mir nicht bewusst“, erzählt er. „Aber wir haben uns auf diese Reise begeben und dabei viel Wunderbares erlebt und auch viel über das Leben, den Menschen gelernt.“

    Diese feste Basis, die Thomas Röhler zu Hause hat, habe ihm auch dabei geholfen, nach der Geburt schnell wieder zurück in seinen Trainingsalltag zu finden. „Ich kann auch als Papa genauso professionell Sport machen, wie zuvor.“ Denn das Kapitel Olympia, das ist für Thomas Röhler auch nach seinem Olympiasieg noch lange nicht abgeschlossen.

    36 min
  • #TrueAthletes – TrueTalk: Wohin geht diese Podcast-Reise?
    Trailer
    #TrueAthletes – TrueTalk: Der Name soll hier Programm sein.
    Denn hier wollen wir die Geschichten des Menschen hinter den Leistungen erzählen. Hier sollen die Athleten selbst zu Wort kommen, greifbar und nahbar werden. Denn die Geschichten hinter den Erfolgen, der Mensch mit seiner ganzen Persönlichkeit, seiner Stimme, der ist es, der im Gedächtnis bleibt.
    Neben den Athleten wollen wir auch ins Gespräch mit Trainern, mit Funktionären, mit den Entscheidern hinter den Kulissen der deutschen Leichtathletik kommen. Denn in diesem Podcast wollen wir auch mutig sein, transparent und Fragen stellen, für die sonst im schnelllebigen Alltagsgeschäft wenig Zeit bleibt.
    Und Fragen, die haben sicher nicht nur die Moderatoren Peter Schmitt und Alexandra Dersch - sondern auch die Leichtathletik-Fans selber. Über die Sozialen Netzwerke oder auch die Plattform leichtathletik.de werden wir immer wieder dazu aufrufen, selber aktiv zu werden und Fragen oder auch Ideenanstöße einzureichen. Wie in einem echten Gespräch eben. #TrueAthletes – TrueTalk!
    3 min

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