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Wir befinden uns ca. im Jahr 1500 vor Christus, im Süden der Wüste Sinai, beim Berg Horeb. Gott hat das Volk Israel aus der ägyptischen Gefangenschaft befreit und gibt ihm durch Mose die Gesetze – Opfergesetze, Zivilgesetze und Strafgesetze, dabei auch diese strengen Vorschriften zum Umgang mit der Sexualität.
Die Autorität Gottes
Zu Beginn unseres Textes stellt Gott sich dem Mose – und damit dem Volk – mit dem majestätischen Satz vor: „Ich bin der Herr!“ Und dieses „Ich bin der Herr“ kommt in diesen Versen noch vier Mal vor; es durchzieht den Text wie ein roter Faden. Damals wie heute ist Gott die Autorität, die ins Leben seines Volkes sprechen darf.
Das bedeutet, dass alles, was dann in den nächsten Versen kommt, keine Diskussionsvorschläge für das Volk, keine Optionen sind, sondern klare Richtlinien Gottes für sein Volk. Nicht um sein Volk zu unterdrücken, den Spaß zu nehmen, zu bevormunden, sondern um es zu bewahren vor Abwegen, die Gott die Ehre nehmen, einem selbst und anderen schaden, hier speziell in der Gestaltung der Sexualität.
Das Volk soll nicht nach der Weise des Landes Ägypten oder Kanaans leben, nicht nach deren Satzungen, sondern nach Gottes Satzungen.
Das Folgekapitel 19, Vers 2, bringt es auf den Punkt: „Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig!“
„Heilig“ bedeutet, Gott anzugehören, mit ihm im Glauben verbunden zu sein. Und „heilig SEIN“ meint dann auch die praktische Umsetzung im Lebensalltag.
Das heißt, das Volk Israel ist verantwortlich vor Gott, seinem Herrn, auch für die Gestaltung der Sexualität.
Nach dem Römerbrief, Kapitel 15, Vers 4 sind diese Worte des Alten Testaments auch Christen zur Lehre geschrieben. Ich lese sie also im Licht des Neuen Testaments – und frage: Was bedeutet das für uns als Christinnen und Christen, und für mich persönlich?
In der Frage des Heilig-Seins für Gott hat sich für uns als Christinnen und Christen nichts geändert. Der Apostel Petrus greift in seinem 1. Brief, Kapitel 1, 15 und 16, genau diese Textstelle wörtlich auf: „Ihr sollt heilig sein!“
Auch für uns bedeutet das Wort „heilig“, Gott anzugehören, und „heilig sein“‚ auf sein Wort zu hören, in diesem Sinn im Alltag mit ihm zu leben. Keine aufgesetzte, gespielte, oberflächliche Heiligkeit, sondern Jesus aus Liebe zu ihm zu gehorchen. Jesus sagt: „Wer mich liebt, wird meine Gebote halten“ (Johannes 14, 21). Leben in der Verantwortlichkeit vor Gott! Der Apostel Paulus unterstreicht es im Kolosserbrief (Kap. 2, 6): „Wie ihr den Herrn angenommen habt, so lebt auch in ihm!“
Verantwortlich leben – auch mit der Sexualität
In unserer Gesellschaft gibt es wenig Strafsanktionen für sexuelles Fehlverhalten. Gesetze würden das Problem auch nicht lösen, sondern ich brauche ein verändertes Herz und Entschlüsse, die Kraft Gottes in Anspruch zu nehmen. So öffne ich Gott immer wieder neu mein Herz und bitte ihn, mich in seinem Sinn zu leiten. Es geht um Verantwortung vor Gott, auch im Bereich der Sexualität. Verantwortung für das eigene Leben, für die Beziehung zu anderen Menschen, gegenüber fremden Ehen und im Umgang mit Kindern. Wir sollen die von Gott geschenkte Sexualität nicht auszuschalten versuchen, sondern im Sinn Gottes damit umgehen lernen, auch mit der begleitenden Hilfe anderer Christinnen und Christen in der Seelsorge.
Schwerpunkte aus dem Text
Ich greife einige Schwerpunkte heraus.
Das bedeutet im Einzelnen, sich vor Perversionen hüten (Vers 6 – 18), Sex im eigenen Familienleben, also Inzucht, und nach Vers 22 den Umgang mit Tieren (Sodomie) zu meiden.
Das bedeutet nach Vers 20 auch, sich vor dem Ehebruch zu hüten.
Die Schöpfungsordnung nach 1. Mose 2, 24 macht klar: Der Sex gehört in die eigene Ehe zwischen Mann und Frau. Auch die Aufforderung zur Rücksicht gegenüber der eigenen Frau während der Menstruation ist wertvoll und nachahmenswert.
Rücksichtsvoll mit Kindern umgehen (Vers 21)
In unserer Umgebung werden keine Kinder einem Teufelsgötzen mit Todesfolge geopfert. Aber es gibt einen gemeinsamen Nenner mit damals: Rücksichtslosigkeit und Brutalität! So werden viele Kinder, auch heute, auch in Kirchen und christlichen Einrichtungen, durch Kindesmissbrauch innerlich zerstört und lebenslang beschädigt.
Die Haltung der Rücksichtslosigkeit spiegelt sich auch da wider, wo die gesunde Entwicklung der Kinder für die eigene Karriere oder Ichsucht geopfert wird.
Die Sexualität ist eine wunderbare Gabe Gottes. Sie kann aber auch zur großen Gefahr werden, wenn sie missbraucht wird.
Neu anfangen
Das gilt auch für uns heute (1. Johannes 1, 9): „Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und heilt uns von aller Untugend.“
Das ist die befreiende Botschaft vom Kreuz: dass Jesus Christus für alle Sünden gestorben ist und wir Vergebung bekommen können.
Damals wie heute gilt: Bei Gott gibt es keine hoffnungslosen Fälle. Gott führt den Weg zur Umkehr.
Zusammenfassend gesagt:
Autor: Hubert Weiler
Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden
By ERF - Der Sinnsender5
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Wir befinden uns ca. im Jahr 1500 vor Christus, im Süden der Wüste Sinai, beim Berg Horeb. Gott hat das Volk Israel aus der ägyptischen Gefangenschaft befreit und gibt ihm durch Mose die Gesetze – Opfergesetze, Zivilgesetze und Strafgesetze, dabei auch diese strengen Vorschriften zum Umgang mit der Sexualität.
Die Autorität Gottes
Zu Beginn unseres Textes stellt Gott sich dem Mose – und damit dem Volk – mit dem majestätischen Satz vor: „Ich bin der Herr!“ Und dieses „Ich bin der Herr“ kommt in diesen Versen noch vier Mal vor; es durchzieht den Text wie ein roter Faden. Damals wie heute ist Gott die Autorität, die ins Leben seines Volkes sprechen darf.
Das bedeutet, dass alles, was dann in den nächsten Versen kommt, keine Diskussionsvorschläge für das Volk, keine Optionen sind, sondern klare Richtlinien Gottes für sein Volk. Nicht um sein Volk zu unterdrücken, den Spaß zu nehmen, zu bevormunden, sondern um es zu bewahren vor Abwegen, die Gott die Ehre nehmen, einem selbst und anderen schaden, hier speziell in der Gestaltung der Sexualität.
Das Volk soll nicht nach der Weise des Landes Ägypten oder Kanaans leben, nicht nach deren Satzungen, sondern nach Gottes Satzungen.
Das Folgekapitel 19, Vers 2, bringt es auf den Punkt: „Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig!“
„Heilig“ bedeutet, Gott anzugehören, mit ihm im Glauben verbunden zu sein. Und „heilig SEIN“ meint dann auch die praktische Umsetzung im Lebensalltag.
Das heißt, das Volk Israel ist verantwortlich vor Gott, seinem Herrn, auch für die Gestaltung der Sexualität.
Nach dem Römerbrief, Kapitel 15, Vers 4 sind diese Worte des Alten Testaments auch Christen zur Lehre geschrieben. Ich lese sie also im Licht des Neuen Testaments – und frage: Was bedeutet das für uns als Christinnen und Christen, und für mich persönlich?
In der Frage des Heilig-Seins für Gott hat sich für uns als Christinnen und Christen nichts geändert. Der Apostel Petrus greift in seinem 1. Brief, Kapitel 1, 15 und 16, genau diese Textstelle wörtlich auf: „Ihr sollt heilig sein!“
Auch für uns bedeutet das Wort „heilig“, Gott anzugehören, und „heilig sein“‚ auf sein Wort zu hören, in diesem Sinn im Alltag mit ihm zu leben. Keine aufgesetzte, gespielte, oberflächliche Heiligkeit, sondern Jesus aus Liebe zu ihm zu gehorchen. Jesus sagt: „Wer mich liebt, wird meine Gebote halten“ (Johannes 14, 21). Leben in der Verantwortlichkeit vor Gott! Der Apostel Paulus unterstreicht es im Kolosserbrief (Kap. 2, 6): „Wie ihr den Herrn angenommen habt, so lebt auch in ihm!“
Verantwortlich leben – auch mit der Sexualität
In unserer Gesellschaft gibt es wenig Strafsanktionen für sexuelles Fehlverhalten. Gesetze würden das Problem auch nicht lösen, sondern ich brauche ein verändertes Herz und Entschlüsse, die Kraft Gottes in Anspruch zu nehmen. So öffne ich Gott immer wieder neu mein Herz und bitte ihn, mich in seinem Sinn zu leiten. Es geht um Verantwortung vor Gott, auch im Bereich der Sexualität. Verantwortung für das eigene Leben, für die Beziehung zu anderen Menschen, gegenüber fremden Ehen und im Umgang mit Kindern. Wir sollen die von Gott geschenkte Sexualität nicht auszuschalten versuchen, sondern im Sinn Gottes damit umgehen lernen, auch mit der begleitenden Hilfe anderer Christinnen und Christen in der Seelsorge.
Schwerpunkte aus dem Text
Ich greife einige Schwerpunkte heraus.
Das bedeutet im Einzelnen, sich vor Perversionen hüten (Vers 6 – 18), Sex im eigenen Familienleben, also Inzucht, und nach Vers 22 den Umgang mit Tieren (Sodomie) zu meiden.
Das bedeutet nach Vers 20 auch, sich vor dem Ehebruch zu hüten.
Die Schöpfungsordnung nach 1. Mose 2, 24 macht klar: Der Sex gehört in die eigene Ehe zwischen Mann und Frau. Auch die Aufforderung zur Rücksicht gegenüber der eigenen Frau während der Menstruation ist wertvoll und nachahmenswert.
Rücksichtsvoll mit Kindern umgehen (Vers 21)
In unserer Umgebung werden keine Kinder einem Teufelsgötzen mit Todesfolge geopfert. Aber es gibt einen gemeinsamen Nenner mit damals: Rücksichtslosigkeit und Brutalität! So werden viele Kinder, auch heute, auch in Kirchen und christlichen Einrichtungen, durch Kindesmissbrauch innerlich zerstört und lebenslang beschädigt.
Die Haltung der Rücksichtslosigkeit spiegelt sich auch da wider, wo die gesunde Entwicklung der Kinder für die eigene Karriere oder Ichsucht geopfert wird.
Die Sexualität ist eine wunderbare Gabe Gottes. Sie kann aber auch zur großen Gefahr werden, wenn sie missbraucht wird.
Neu anfangen
Das gilt auch für uns heute (1. Johannes 1, 9): „Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und heilt uns von aller Untugend.“
Das ist die befreiende Botschaft vom Kreuz: dass Jesus Christus für alle Sünden gestorben ist und wir Vergebung bekommen können.
Damals wie heute gilt: Bei Gott gibt es keine hoffnungslosen Fälle. Gott führt den Weg zur Umkehr.
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Autor: Hubert Weiler
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