In Kobane leiden die Menschen. Erste Hilfslieferungen kommen an, die kurdische Stadt in Syrien wird aber weiterhin belagert. Die Waffenruhe zwischen den syrischen Regierungstruppen und den kurdischen Milizen soll Zeit geben, eine Lösung für die Zukunft der Kurden in Syrien zu finden. Die Kurden wollen ihre politische Identität und auch ihre Autonomie behalten. In Syrien ist eine föderale Struktur aber stark umstritten, gerade die arabischstämmige Bevölkerung in den kurdischen Gebieten ist dagegen. Und auch von außen erhöht sich der Druck: die Türkei und Israel bevorzugen einen zentralen Staat. Die USA unterstützen die kurdischen Milizen nicht mehr. In der Türkei hat sich die kurdische Arbeiterpartei PKK vor etwa einem Jahr aufgelöst. Die Kämpfer und Kämpferinnen haben sich in den Nordirak zurückgezogen, hoffen aber auf einen erfolgreichen Friedensprozess. In der Autonomieregion Kurdistan im Irak verwalten sich die Kurden selbst, sind aber auch von politischen Spannungen und wirtschaftlicher Unsicherheit betroffen. Und auch bei uns in Deutschland fühlt sich die Mehrheit der Kurden und Kurdinnen diskriminiert. Gibt es keine Hoffnung für sie auf Anerkennung, politische Teilhabe und kulturelle Freiheit?
Darüber sprechen wir unter anderen mit Anita Starosta von Medico International, der Ethnologin Lale Yalçin-Heckmann und mit Kamal Sido von der Gesellschaft für bedrohte Völker.
Podcast-Tipp: Deutschlandfunk Kultur - Weltzeit
Kurden in der Türkei - Arbeiterpartei PKK fordert Frieden und Freiheit
Seit 2024 läuft der neue Friedensprozess zwischen der Türkei und der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistan. PKK-Gründer Öcalan hat zu Gewaltverzicht aufgerufen. Nun ist Ankara am Zug. Es geht um Demokratie, kulturelle Identität und mehr Freiheiten.
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