
Sign up to save your podcasts
Or


Ein Bibelwort, das direkt ins Herz trifft. Besonders in einer Zeit, die von Sorgen, Unsicherheit und materiellen Herausforderungen geprägt ist.
Jesus spricht zu seinen Jüngern und sagt: „Darum sage ich euch: Sorgt nicht um euer Leben, was ihr essen sollt, noch um euren Leib, was ihr anziehen sollt. Denn das Leben ist mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung.“
Angefangen hat alles mit Erbstreitigkeiten. Jesus soll die Rolle des Erbschlichters übernehmen: „Meister, sage doch, dass mein Bruder das Erbe mit mir teilt.“ Jesus lehnt das ab mit dem Hinweis, dass man sich vor Habgier hüten solle, „denn niemand lebt davon, dass er viele Güter hat.“ Und dann erzählt Jesus das Gleichnis vom reichen Kornbauern, der sich große Sorgen macht, viel anhäufen will, und am nächsten Tag ist er tot.
Und nun spricht Jesus zu seinen Jüngern das Wort von der Sorge. Dabei ist mir die Begebenheit mit Anna eingefallen.
Anna war eine alleinerziehende Mutter von zwei Kindern. Sie arbeitete hart, um über die Runden zu kommen, und sorgte sich ständig darum, wie sie ihre Familie ernähren sollte. Eines Tages verlor Anna unerwartet ihre Arbeit. Die Angst überwältigte sie: Wie sollte sie die Miete bezahlen? Wie ihren Kindern etwas zu essen geben? Verzweifelt wandte sich Anna an ihre Freundin Maria …
Wenn Jesus gegen das Sorgen redet, dann will er, dass wir nicht an der Oberfläche bleiben und das Wesentliche aus den Augen verlieren. Nahrung und Kleidung sind wichtig, aber sie machen nicht den Wert unseres Lebens aus. Sorgen können mich in einen Kreislauf ziehen. Als Folge des Sorgens verlasse ich mich auf meine eigenen Möglichkeiten und vertraue nicht auf Gottes Versorgung und Fürsorge.
Jesus nimmt mich mit in die Natur. „Seht die Raben an, sie säen nicht, sie ernten auch nicht, sie haben auch keinen Keller und keine Scheune, und Gott ernährt sie doch. Wie viel besser seid ihr als die Vögel!“ Raben gelten in der jüdischen Tradition als unrein. Und Jesus sagt: damit also: Wenn schon Gottes Fürsorge dem scheinbar Unbedeutenden gilt, wie viel mehr dann euch!
Und „wer ist unter euch, der, wie sehr er sich auch darum sorgt, seines Lebens Länge eine Spanne zusetzen könnte?“
Mit dieser Frage weist Jesus darauf hin, dass Sorgen keine Hilfe sind. Sie ändern nichts an den Gegebenheiten des Lebens. Im Gegenteil. Sie können sogar das Vertrauen in Gott untergraben. Sorgen entspringen oft aus einer falschen Perspektive, indem ich auf das schaue, was mir machbar erscheint. Ich verliere die Möglichkeiten Gottes aus dem Blick. Stattdessen schädigen Sorgen mich selbst: Kopf- und Rückenschmerzen, Schlaflosigkeit, Herzbeschwerden sind oft die Begleiterscheinungen.
Mein Glaube an Gott ist ein Bekenntnis, dass ich nicht alles selber kontrollieren muss und kann. Jesus erinnert mich daran, dass ich ein Kind eines liebenden Vaters bin. Er weiß, was ich brauche, noch bevor ich es ausspreche. Das gilt selbst für die Blumen. Und obwohl sie bald verdorren, hat Gott sie aufs Schönste ausgestattet. Wieviel mehr wird er sich um seine Kinder kümmern.
Jesus fordert seine Jünger, und damit auch mich auf, mich nicht von den Sorgen der Welt treiben zu lassen, wie es bei Menschen üblich ist, die nicht an Gott glauben und ihre Sicherheit z. B. in materiellen Gütern suchen. Gott kennt die Bedürfnisse seiner Kinder und das Wissen um Gottes Fürsorge soll sie von unnötigen Sorgen befreien. Darum zeigt Jesus eine andere Perspektive auf: „Trachtet vielmehr nach seinem (das ist Gottes) Reich…“
Statt sich auf materielle Dinge zu konzentrieren, sollen seine Nachfolger und Nachfolgerinnen Gottes Reich an die erste Stelle setzen. Dieses Reich umfasst nicht nur das zukünftige Heil, sondern auch die gegenwärtige Wirklichkeit in der Gemeinschaft mit Gott.
Die heutigen Verse fordern mich auf, mein Vertrauen nicht in vergängliche Dinge zu setzen, sondern in die ewige Treue Gottes, der mich mehr liebt, als ich es erfassen kann.
Am Anfang habe ich begonnen, die Geschichte von Anna zu erzählen. Wie ist sie ausgegangen?
Als sich Anna in ihrer Not an ihre Freundin Maria wandte, sagte sie: „Anna, ich verstehe, dass du dir Sorgen machst. Aber hast du dir schon mal überlegt, was Jesus dazu sagt? Er legt uns ans Herz, dass wir Gott vertrauen sollen, weil er für uns sorgt – so wie er die Vögel des Himmels füttert und die Blumen auf dem Feld kleidet. Vielleicht ist das eine Gelegenheit, Gottes Fürsorge ganz neu zu erfahren.“
Anna war skeptisch, aber sie begann, jeden Morgen zu beten: „Herr, ich gebe dir meine Sorgen, zeige mir den Weg.“ Sie entschied sich, sich nicht von Angst lähmen zu lassen, sondern sich darauf zu konzentrieren, kleine Schritte zu machen und offen für Gottes Führung zu sein.
Innerhalb weniger Wochen geschahen unerwartete Dinge: Eine Nachbarin bot ihr an, sie mit Lebensmitteln zu unterstützen. Eine alte Kollegin empfahl sie für eine Teilzeitstelle, die genau zu ihrem Zeitplan passte. Und ein Freund ihrer Kirchengemeinde half ihr, einen Zuschuss für die Miete zu bekommen.
Anna erkannte, dass all diese Hilfe kein Zufall war. Sie verstand, dass Gott ihre Gebete erhört hatte. Ihre Sorgen waren nicht verschwunden, aber sie lernte, ihnen mit einem neuen Vertrauen auf Gott zu begegnen. Sie begann, großzügiger mit anderen umzugehen, indem sie von dem Wenigen, das sie hatte, auch teilte – in der Überzeugung, dass Gott weiter für sie sorgen würde.
Sefora Nelson´s Liedstrophe ist eine Einladung Gottes an mich und an Sie:
Lege deine Sorgen nieder
Lege sie nieder in meine Hand
Autor: Lothar Kuhnke
Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden
By ERF - Der Sinnsender5
11 ratings
Ein Bibelwort, das direkt ins Herz trifft. Besonders in einer Zeit, die von Sorgen, Unsicherheit und materiellen Herausforderungen geprägt ist.
Jesus spricht zu seinen Jüngern und sagt: „Darum sage ich euch: Sorgt nicht um euer Leben, was ihr essen sollt, noch um euren Leib, was ihr anziehen sollt. Denn das Leben ist mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung.“
Angefangen hat alles mit Erbstreitigkeiten. Jesus soll die Rolle des Erbschlichters übernehmen: „Meister, sage doch, dass mein Bruder das Erbe mit mir teilt.“ Jesus lehnt das ab mit dem Hinweis, dass man sich vor Habgier hüten solle, „denn niemand lebt davon, dass er viele Güter hat.“ Und dann erzählt Jesus das Gleichnis vom reichen Kornbauern, der sich große Sorgen macht, viel anhäufen will, und am nächsten Tag ist er tot.
Und nun spricht Jesus zu seinen Jüngern das Wort von der Sorge. Dabei ist mir die Begebenheit mit Anna eingefallen.
Anna war eine alleinerziehende Mutter von zwei Kindern. Sie arbeitete hart, um über die Runden zu kommen, und sorgte sich ständig darum, wie sie ihre Familie ernähren sollte. Eines Tages verlor Anna unerwartet ihre Arbeit. Die Angst überwältigte sie: Wie sollte sie die Miete bezahlen? Wie ihren Kindern etwas zu essen geben? Verzweifelt wandte sich Anna an ihre Freundin Maria …
Wenn Jesus gegen das Sorgen redet, dann will er, dass wir nicht an der Oberfläche bleiben und das Wesentliche aus den Augen verlieren. Nahrung und Kleidung sind wichtig, aber sie machen nicht den Wert unseres Lebens aus. Sorgen können mich in einen Kreislauf ziehen. Als Folge des Sorgens verlasse ich mich auf meine eigenen Möglichkeiten und vertraue nicht auf Gottes Versorgung und Fürsorge.
Jesus nimmt mich mit in die Natur. „Seht die Raben an, sie säen nicht, sie ernten auch nicht, sie haben auch keinen Keller und keine Scheune, und Gott ernährt sie doch. Wie viel besser seid ihr als die Vögel!“ Raben gelten in der jüdischen Tradition als unrein. Und Jesus sagt: damit also: Wenn schon Gottes Fürsorge dem scheinbar Unbedeutenden gilt, wie viel mehr dann euch!
Und „wer ist unter euch, der, wie sehr er sich auch darum sorgt, seines Lebens Länge eine Spanne zusetzen könnte?“
Mit dieser Frage weist Jesus darauf hin, dass Sorgen keine Hilfe sind. Sie ändern nichts an den Gegebenheiten des Lebens. Im Gegenteil. Sie können sogar das Vertrauen in Gott untergraben. Sorgen entspringen oft aus einer falschen Perspektive, indem ich auf das schaue, was mir machbar erscheint. Ich verliere die Möglichkeiten Gottes aus dem Blick. Stattdessen schädigen Sorgen mich selbst: Kopf- und Rückenschmerzen, Schlaflosigkeit, Herzbeschwerden sind oft die Begleiterscheinungen.
Mein Glaube an Gott ist ein Bekenntnis, dass ich nicht alles selber kontrollieren muss und kann. Jesus erinnert mich daran, dass ich ein Kind eines liebenden Vaters bin. Er weiß, was ich brauche, noch bevor ich es ausspreche. Das gilt selbst für die Blumen. Und obwohl sie bald verdorren, hat Gott sie aufs Schönste ausgestattet. Wieviel mehr wird er sich um seine Kinder kümmern.
Jesus fordert seine Jünger, und damit auch mich auf, mich nicht von den Sorgen der Welt treiben zu lassen, wie es bei Menschen üblich ist, die nicht an Gott glauben und ihre Sicherheit z. B. in materiellen Gütern suchen. Gott kennt die Bedürfnisse seiner Kinder und das Wissen um Gottes Fürsorge soll sie von unnötigen Sorgen befreien. Darum zeigt Jesus eine andere Perspektive auf: „Trachtet vielmehr nach seinem (das ist Gottes) Reich…“
Statt sich auf materielle Dinge zu konzentrieren, sollen seine Nachfolger und Nachfolgerinnen Gottes Reich an die erste Stelle setzen. Dieses Reich umfasst nicht nur das zukünftige Heil, sondern auch die gegenwärtige Wirklichkeit in der Gemeinschaft mit Gott.
Die heutigen Verse fordern mich auf, mein Vertrauen nicht in vergängliche Dinge zu setzen, sondern in die ewige Treue Gottes, der mich mehr liebt, als ich es erfassen kann.
Am Anfang habe ich begonnen, die Geschichte von Anna zu erzählen. Wie ist sie ausgegangen?
Als sich Anna in ihrer Not an ihre Freundin Maria wandte, sagte sie: „Anna, ich verstehe, dass du dir Sorgen machst. Aber hast du dir schon mal überlegt, was Jesus dazu sagt? Er legt uns ans Herz, dass wir Gott vertrauen sollen, weil er für uns sorgt – so wie er die Vögel des Himmels füttert und die Blumen auf dem Feld kleidet. Vielleicht ist das eine Gelegenheit, Gottes Fürsorge ganz neu zu erfahren.“
Anna war skeptisch, aber sie begann, jeden Morgen zu beten: „Herr, ich gebe dir meine Sorgen, zeige mir den Weg.“ Sie entschied sich, sich nicht von Angst lähmen zu lassen, sondern sich darauf zu konzentrieren, kleine Schritte zu machen und offen für Gottes Führung zu sein.
Innerhalb weniger Wochen geschahen unerwartete Dinge: Eine Nachbarin bot ihr an, sie mit Lebensmitteln zu unterstützen. Eine alte Kollegin empfahl sie für eine Teilzeitstelle, die genau zu ihrem Zeitplan passte. Und ein Freund ihrer Kirchengemeinde half ihr, einen Zuschuss für die Miete zu bekommen.
Anna erkannte, dass all diese Hilfe kein Zufall war. Sie verstand, dass Gott ihre Gebete erhört hatte. Ihre Sorgen waren nicht verschwunden, aber sie lernte, ihnen mit einem neuen Vertrauen auf Gott zu begegnen. Sie begann, großzügiger mit anderen umzugehen, indem sie von dem Wenigen, das sie hatte, auch teilte – in der Überzeugung, dass Gott weiter für sie sorgen würde.
Sefora Nelson´s Liedstrophe ist eine Einladung Gottes an mich und an Sie:
Lege deine Sorgen nieder
Lege sie nieder in meine Hand
Autor: Lothar Kuhnke
Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

7 Listeners

10 Listeners

105 Listeners

5 Listeners

0 Listeners

1 Listeners

51 Listeners

17 Listeners

62 Listeners

299 Listeners

39 Listeners

3 Listeners

19 Listeners

2 Listeners

1 Listeners