Ein Wal strandet im flachen Wasser der Ostsee und es entwickelt sich ein Drama, das Menschen zutiefst bewegt: Von den Medien befeuert und von Radikalen zur Stimmungsmache missbraucht. Die Geschichte des Buckelwals, der „Hope“ oder „Timmy“ genannt wird, wirft Fragen auf über unser Verhältnis zu Tieren:
Auf der einen Seite essen wir ihr Fleisch und wollen gar nicht so genau wissen, unter welchen Umständen die Tiere gelebt haben. Auf der anderen Seite verwöhnen wir Haustiere, die oft den Status eines Ersatz-Kindes haben. Und wir geben dem Wal einen Namen, während uns das Schicksal seiner Artgenossen oder der Meere allenfalls am Rande interessiert.
Warum streicheln oder schlachten wir? Darüber sprechen wir mit dem Soziologen Marcel Sebastian, wir fragen Kerstin Schlögl-Flierl vom Deutschen Ethikrat, warum das Wal-Drama gerade jetzt in Krisenzeiten so viele Menschen bewegt, wir hören den Biologen und Wal-Kenner Wolfgang Rades und sprechen mit dem Psychologen Sebastian Bartoschek, einem Experten für Verschwörungserzählungen.
Podcast-Tipp:
Mit satirischem Blick widmet sich der Podcast „Bosettis Woche“ dem Drama rund um Buckelwal Timmy:
https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:cbf5339b896fc56f/