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Wir sehen eine erneut sehr zerrissene Wall Street. Die Wall Street baut die Gewinne aus, weiterhin getragen durch die soliden Aussichten von Taiwan Semiconductor. Das bedeutet aber nicht, dass alle Sektoren profitieren. Google, Microsoft und Apple konnten an der gestrigen zum Beispiel nicht teilnehmen. Die Musik spielt weiterhin bei den zyklischen Sektoren. Nebenwerte und der gleichgewichtete S&P 500 schlagen den nach Marktwert gewichteten S&P 500. Auch wenn sich die Rhetorik von Trump gegenüber Iran gemildert hat, sehen wir eine Verlagerung von US-Kriegsschiffen in die Region. Auch aus strategischen Gründen ist es aber eher unwahrscheinlich, dass die USA gegen Iran vorgehen werden. Ansonsten fallen die Reaktionen auf die seit gestern Abend gemeldeten Quartalszahlen gemischt aus, mit State Street, Regions Financial und JB Hunt unter Druck. Lediglich die Aktien von PNC Financial profitieren.
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Wir sehen im Tech-Sektor vor allem dank der starken Aussichten von Taiwan Semiconductor. Die Wall Street wird stark darauf achten, ob die Kursgewinne gehalten werden können. Im Luxusgüter-Bereich hat Richemont solide Zahlen gemeldet, wobei die Aktie die Kursgewinne teils abgegeben hat. Wir haben ansonsten eine erneut eher enttäuschende Kursreaktion auf die Ergebnisse von Goldman Sachs und Morgan Stanley. Im Finanzsektor profitieren lediglich die Aktien von BlackRock auf die soliden Zahlen. Was die Wirtschaft betrifft, sehen wir weitere Zeichen zunehmenden Wachstums. Auch die Erstanträge für Arbeitslosenhilfe sind überraschend stark gesunken. Zinssenkungen werden damit zunehmend unwahrscheinlich. Aufgrund der milderen Rhetorik von Donald Trump gegenüber Iran, sehen wir bei Öl und den Edelmetallen leichte Gewinnmitnahmen.
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Die Kursschwäche vom Vortrag setzt sich fort, mit einer gemischten Reaktion der Banken auf im Grunde überwiegend solide Ergebnisse. Die Citigroup und Bank of America konnten die Ertragsziele schlagen. Bei den Aktien von Wells Fargo ist die Schwäche wegen der verfehlten Umsatzziele allerdings berechtigt. Aus Washington werden erneut Forderungen laut, dass die Hausbau-Branche mehr Schritte einleiten soll, den Markt zu beleben. Gleichfalls wird eine Eindämmung von Aktienrückkäufen gefordert. Die Aktien der Kreditkarten-Anbieter sehen eine Stabilisierung. Laut einer Studie der Universität von Pennsylvania Wharton seien bis zu 80 Prozent der Kreditkartenkunden bei einem festgeschriebenen Zinssatz von 10 Prozent für die Branche nicht mehr profitabel. Es bleibt unwahrscheinlich, dass der Kongress solchen Eingrenzungen nicht zustimmen wird.
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Die Futures sind nach Meldung der Verbraucherpreise nur kurz ins Plus gedreht. Die Kerninflation lag im Dezember unter den Erwartungen der Wall Street. JP Morgan und Nomura gingen davon aus, dass die Ziele des Konsenses sogar überschritten werden. Das Gegenteil ist der Fall. Auch die Berichtssaison startet im Grunde solide, wobei die Reaktionen der Aktien verhalten ausfallen. Die Aktien von Delta Airlines stehen wegen leicht verfehlter Aussichten unter Druck. Die Aktien von J.P. Morgan können von den soliden Zahlen wiederum kaum profitieren. Was wir vor dem Opening sehen, sind erneut sehr viele optimistische Analystenstimmen zum Tech-Sektor. Die Aktien von AMD, Intel und Micron werden bei der KeyBanc empfohlen. Auch die Bank of America schraubt die Ziele für Micron in den Norden. TD Cowen empfiehlt Amazon und Meta.
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Die strafrechtliche Untersuchung der Staatsanwaltschaft des District of Columbia gegen US-FED-Chef Jerome Powell, untergräbt das Vertrauen in die Unabhängigkeit der Notenbank. Die Renditen der Staatsanleihen ziehen folglich an. Gleichzeitig forderte Trump am Freitag, dass Zinsen auf Kreditkartenschulden ein Jahr lang bei maximal 10 Prozent gedeckelt werden sollten. Obwohl diese nur vom Kongress entschieden werden kann, tendiert der gesamte Banken- und Kreditkartensektor schwächer. Seit Anfang letzter Woche, sehen wir einen dramatischen Anstieg bei versuchten Eingriffen in die Privatwirtschaft. Das betrifft die Öl- und Rüstungs-Industrie, genauso wie den Hausbau- und Finanzsektor. Auch die Aktien der Krankenversicherungen dürften heute unter Druck stehen. Es wird berichtet, dass Trump versucht die Branche zu Senkungen der Krankenversicherungsprämien zu zwingen.
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Die Wall Street reagiert gelassen auf die Arbeitsmarkdaten. Die Zahl der geschaffenen Jobs lag leicht unter den Zielen, wobei die Arbeitslosenrate von 4,6% auf 4,4% gesunken ist. Letztendlich preist die Wall Street seit Tagen so oder so zunehmendes Wirtschaftswachstum ein. Die FED dürfte somit in Wartestellung bleiben. Gegen 16 Uhr MEZ könnte das Supreme Court die Entscheidung zu den Reziproken-Zöllen fallen. Die Wall Street geht mit hoher Wahrscheinlichkeit davon aus, dass die Zölle für illegal erklärt werden. Danach stellt sich die Frage, wie das Problem gelöst wird, und ob das Finanzministerium die dadurch eingenommenen Gelder zurückerstatten muss.
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Wir sehen in Asien und an der Wall Street Gewinnmitnahmen. Obwohl die Quartalszahlen von Samsung Electronics über den Zielen der Analysten lagen, schloss die Aktie in Südkorea schwächer. Das könnte ein Omen sein, dass auf die heftige Rally der Memory- und Speicherchip-Werte nun die Phase der Gewinnmitnahmen startet. Wir sehen vor dem Opening ein kräftiges Comeback der Rüstungswerte. Der Sektor geriet zur Wochenmitte unter Druck, weil Donald Trump eine Einstellung von Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufen gefordert hatte, wie auch eine Einschränkung der Top-Auszahlungen an Manager. Die Rally sehen wir deshalb, weil Trump gestern Abend eine Ausweitung der Rüstungsausgaben von 1 auf 1,5 Bio. US-Dollar forderte. So ein traumhaft gutes Militär erreichbar. Für viel Bewegung sorgt Trump auch bei den Finanz- und Immobilienwerte, die in Einfamilienhäuser investieren. Um die Preise verträglicher zu machen, sollten in diesem Segment Käufe von institutionellen Investoren verboten werden. Die Aktien von Blackstone sehen eine heute nur leichte Erholung.
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Die USA lockern die Sanktionen gegen Venezuela. Im Gegenzug wird das Land 50 Millionen Barrel bisher sanktionierten Öls an Amerika liefern. Die Lieferungen werden nicht von einmaliger Natur sein. Die Einnahmen aus dem Verkauf sollen bei US-Banken verbleiben. Sobald Venezuelas Regierung von den USA als tragfähig erachtet wird, werde man dem Land einen wesentlichen Teil dieser Einnahmen weiterreichen. Die Transaktion soll über Chevron, Conoco und Occidental Petroleum abgewickelt werden. Diese Aktien tendieren entsprechend freundlich. Die Rallye in diesem Jahr wird bisher durch zwei zentrale Relative-Value-Trades geprägt. Software vs. Halbleiter mit -11 % seit Jahresbeginn und Zykliker vs. Defensive, mit +5 % seit Jahresanfang. Goldman Sachs geht davon aus, dass der Trade zugunsten der Zykliker noch nicht ausgereizt ist und sich fortsetzt.
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Die gestrigen Reden der CEOs von AMD und NVIDIA auf der CES-Unterhaltungselektronik-Messe in Las Vages, wirken sich auf beide Aktien nur leicht positiv aus. Beide Unternehmen haben die neusten KI-Chips vorgestellt, mit den Aussagen von NVIDIA CEO Jensen Huang besonders bullish. Vera Rubin, die Nachfolge-Technologie von Blackwell, soll gegen Jahresende in Produktion gehen. Laut Huang wird die Technologie die Vorreiterstellung von NVIDIA solide festigen. Außerhalb des KI-Sektors könnten Tech-Werte von den erneut nach oben revidierten Quartalsschätzungen der Firma Microchip profitieren. Vistra wird aufgrund der rund $4 Mrd. Übernahme von Cogentrix Energy ebenfalls freundlich in den Tag starten. Nachdem die Aktien von Adidas in Europa unter einer Verkaufsempfehlung der Bank of America gelitten haben, werden bei RBC Capital zum Handelsauftakt die Ziele für Nike von 85 US-Dollar auf 78 US-Dollar gesenkt. Die Aktie wird dennoch zum Kauf empfohlen. Der Analyst senkt allerdings die Gewinnschätzungen bis hinein ins Fiskaljahr 2028.
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Wie auch unmittelbar nach der Panama-Operation im Jahr 1989, reagiert die Wall Street und die Ölpreise auf die US-Eingriffe in Venezuela zunächst gelassen. Aktien von Chevron, Exxon, Occidental und Schlumberger führen die Gewinnerlisten heute an. Allein Chevron ist für rund ein Drittel der aktuell täglichen Förderung von rund 900.000 Barrel verantwortlich und ist vorteilhaft positioniert. Optimismus, was eine kurze bis mittelfristige Ausweitung der Ölförderung Venezuelas betrifft, dürfte sich als zu früh entpuppten. BCA Research betont, dass Jahre hoher Investitionen notwendig seien. Außerdem steigt das Risiko, dass das wachsende Selbstbewusstsein Washingtons zu erhöhten Risikoprämien bei Öl führen wird. Vor allem dann, wenn es mit Iran zu einer erneuten Eskalation kommen sollte. Abseits der geopolitischen Entwicklungen, stehen vor allem die Tech-Werte im Fokus.
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