Es soll Schmerzmediziner geben, die der Meinung sind, die Verabreichung von Cannabis als Medizin mache dumm im Kopf oder gar abhängig. Zum Glück gibt es differenziertere Aussagen über Cannabis Präparate und zahlreiche Studien, die gezeigt haben, dass Cannabinoide zwar keine Krankheiten heilen können, aber die Behandlung Schmerzen dämpft, Krämpfe löst und Entzündungen hemmt. Das Leiden wird also erträglicher. Es geht um Linderung und nicht um Rausch. Das haben offenbar nach jahrelangen Debatten auch Bundestags-Abgeordnete verstanden. Ab morgen wird es Cannabis nun für Schwerstkranke mit chronischen Schmerzen ganz legal auf Rezept geben - und die Kasse zahlt. Doch woher sollen die Pharmakonzerne die Pflanzen nehmen, um daraus ihre Arzneien zu fertigen - wo doch hierzulande derjenige, der im Besitz von Cannabis ist, sich strafbar macht?