Eine weltweite Pandemie braucht eine weltweite Antwort. Soviel haben wir durch das Virus schon gelernt. Aber bekommen wir die richtigen Antworten von der Weltgesundheitsorganisation? Mitten in der Corona-Krise gerät die WHO unter Druck. Zu spät und falsch habe sie gehandelt, so der Vorwurf, mittlerweile nicht mehr nur vom prominentesten Kritiker Donald Trump. Der stellte auch gleich die Zahlungen an die WHO ein, während der deutsche Außenminister davor warnt, diese Organisation ausgerechnet jetzt infrage zu stellen. Eine kritische Prüfung der WHO-Politik scheint allerdings - wann auch immer - dringend notwendig. Denn tatsächlich zeigen sich Ungereimtheiten in den Reaktionen der Weltgesundheitskapitäne und in ihrer Einschätzung der chinesischen Corona-Politik. Und verwunderlich ist auch, dass Taiwan allem Anschein nach auf Druck von China nicht an Bord der WHO genommen wird, obwohl das Land ein erfolgreiches Corona-Management an den Tag legt. Politisch beeinflussbar, schwergängig, träge - solche Vorwürfe werden nicht nur der WHO, sondern auch anderen UN-Organisationen gemacht. Wer also steuert die WHO? Und sind träge Tanker wie sie wirklich handlungsfähig genug zum Wohle der Weltgemeinschaft?