Joachim Gauck bestellt im Februar den Möbelwagen. Seine Zeit als Bundespräsident geht zu Ende. Das ist noch ein paar Monate hin. Aber schon jetzt ist die Suche nach dem oder der "Neuen" ein politisches Gesellschaftsspiel in Berlin. Namen fallen. Von Kermani bis Kretschmann, von Allmendinger bis Bouffier. Das sind reizvolle Spekulationen. Natürlich geht es am wenigsten um Qualifikation und Charakter. Es geht vielmehr um Machtoptionen. Wer für den oder die "Neue" Mehrheiten in der Bundesversammlung organisiert, nimmt vielleicht schon die nächste Koalition im Bundestag vorweg. Noch hat die Kanzlerin das Vorschlagsrecht. Aber ihre Autorität ist angeschlagen. Und bei der Kandidatenauswahl für das höchste Amt im Staat hatte sie sowieso noch nie ein glückliches Händchen. Für Angela Merkel könnte es deshalb heißen: Neue Wahl, neues Pech? Der Winter in Berlin wird jedenfalls nicht sonnig.