Wer 59 Lenkwaffen mit je 500 Kilogramm Sprengstoff auf eine syrische Luftwaffenbasis abfeuert, der schafft nicht nur neue Tatsachen, sondern macht damit auch Politik. Donald Trump hat seinen Militärschlag damit begründet, dass der syrische Machthaber Assad wieder einmal Nervengift gegen die eigene Bevölkerung eingesetzt haben soll. Damit hat Trump zwar das Völkerrecht ignoriert, aber das tun im Syrienkrieg ja auch andere. Und wie geht es jetzt weiter? Droht der Konflikt zu eskalieren? Den russisch-amerikanischen Beziehungen wurde ein "signifikanter Schaden“ zugefügt, ließ Wladimir Putin seinen Sprecher verkünden und mal gleich eine russische Fregatte mit Marschflugkörpern ins östliche Mittelmeer verlegen. Werden in Syrien die alten Fronten aus dem Kalten Krieg neu installiert?