Erst wollte Herr Juncker das mit seiner EU-Kommission und dem Rat und dem Europaparlament im Alleingang bestimmen. Schließlich sei das Freihandelsabkommen Ceta eines zwischen der EU und Kanada - und also nicht Sache der noch 28 Einzelstaaten. Jetzt sollen die nationalen Parlamente doch abstimmen. Nur worüber eigentlich? Was ist Ceta überhaupt? Wessen Handel befreit es von welchen Beschränkungen und zu welchem Zweck und mit welchem Ausgang? Ist es am Ende nicht doch nur die Freiheit der Konzerne? So wie die EU-Kommission, die das Abkommen ausgehandelt hat, politisch gestrickt ist, liegt der Verdacht nahe. Warum sonst hätte man die Verhandlungen geheim halten sollen? Viele Fragen. Die Zeit für Antworten wäre jetzt gekommen, bevor irgendjemand ein Abkommen ratifiziert, das bei vielen EU-Bürgern vor allem Misstrauen hervorruft …