Als Tee setzt man in der Naturheilkunde die Schlehe gerne bei Blasen- und Nierenproblemen ein. Aber sie schmecken auch wunderbar in Gerichten.
Aber Achtung! Roh ist sie nicht wirklich geniessbar. Erst nach dem ersten Frost ernten oder zu Hause 48h einfrieren, bevor man sie weiterverwendet – so verlieren sie einen Teil ihrer Gerbsäure. Die Beeren haben jeweils einen Kern, der Amygdalin enthält, das in unserem Körper zu Blausäure umgewandelt wird und darum nicht gegessen werden sollte.
Erkennungsmerkmale: sommergrüner Strauch, stark verästelt und dornenartige Seitenzweige. Zahlreiche weisse, meist 5-blättrige Blüten im Frühling, die vor dem Laubaustrieb erscheinen. Schwarzblaue Früchte sind im Oktober, November reif – die man meist erst nach dem ersten Frost pflückt.
Kochen: Kompott, Konfitüre, Likör, Saft, Süssspeisen oder auch zu «falschen Oliven» verarbeiten.
Anleitung für falsche Oliven:
Rohe Schlehen mit kochendem Salzwasser (Wasser:Salz - 4:1 mit Lorbeerblättern, Thymian und Pfefferkörner) übergiessen und mind. 4 Wochen ziehen lassen. Dann gut abwaschen und wie Oliven einmachen mit Olivenöl, Knoblauch und Rosmarin.