Die Wähler des nächsten US-Präsidenten wollten dem Establishment der USA einen Denkzettel verpassen - und haben deshalb einen Multimilliardär ins Weiße Haus geschickt. Donald Trump hat sich erfolgreich als der vermarktet, der dagegen ist. In Italien haben die Wähler dem politischen Establishment einen Denkzettel verpasst, indem sie die Reformunfähigkeit ihres Staates zementierten. In Deutschland ruft die neue Rechte "Wir sind das Volk", was allen anderen sagt: Ihr seid es nicht. Auch hier geht es gerne gegen das Establishment und vor allem gegen die Eliten. Wer die sind, bestimmen jeweils die, die sich von ihnen absetzen wollen. Die mit dem Begriff Elite gleichzeitig das Gefühl vermitteln, dass es da eine Kaste von Auserlesenen gäbe, die ohne Rechtfertigung Macht ausübt, die die Geschicke aller lenkt, ohne nach deren Bedürfnissen zu fragen. Eliten sind abgehoben, Eliten sind selbstgefällig, Eliten sind elitär, Eliten sind einfach alles, was all denen gerade nicht passt, die gerade nicht an der Macht sind. Und was sind Eliten wirklich? Und wie wäre es ganz ohne sie?