Wissen gegen Krebs

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Wissen gegen Krebs episodes

  • Kinderkrebs – den Ursachen auf der Spur
    Max starb, als er 14 Monate alt war. Er hatte einen Hirntumor. Die Ärzte konnten der Mutter keine Antwort nach dem «Woher?» und «Warum?» geben. Doch am Spitalbett von Max erinnerte sich die Mutter, dass ein weiteres Kind im Dorf an einem Hirntumor erkrankt war. Nach solchen regionalen Häufungen von Krebsfällen bei Kindern sucht Ben Spycher von der Universität Bern. «Mit den Daten des Kinderkrebsregisters können wir schweizweit forschen und versuchen, Risikofaktoren für Krebs bei Kindern zu finden», erklärt Spycher seine Motivation. «Unsere Hoffnung ist, dass wir einen Anteil an Krebsfällen bei Kindern verhindern können, indem wir vermeidbare Risikofaktoren erkennen.» Auch die Mutter von Max hofft auf die Forschung: «Dann wäre der Tod von Max nicht ganz umsonst gewesen.»
    14 min
  • Das Vertrauen stärken – in sich selbst und die Medizin
    «Beim zweiten Mal war alles schwieriger zu akzeptieren.» Maria erkrankte 2017 an Brustkrebs und hatte wenige Jahre später überraschend einen Rückfall. Heute geht es ihr wieder gut, aber ihr Vertrauen in das Gesundheitssystem und in den eigenen Körper wurde zwischendurch tief erschüttert. Ihre Erfahrungen bringt sie nun als Mitglied des Forschungsteams in eine Studie ein, die von Prof. Andrea Kobleder von der Ostschweizer Fachhochschule geleitet wird. Ziel der Studie ist es, konkrete Massnahmen im Therapiealltag aufzuzeigen, die das Vertrauen stärken. Damit sich Menschen wie Maria nicht als Nummer, sondern aufgehoben fühlen, wenn sie etwa mit dem Namen angesprochen werden: «Das sind Kleinigkeiten, die aber das Vertrauen in sich selbst wieder stärken – und eben auch in das Gesundheitssystem.»
    16 min
  • Blutstammzelltransplantation – Neustart bei Leukämie
    «Als sie einen passenden Spender gefunden hatten, war das wie ein Sechser im Lotto für mich!» Jocelyne L. hatte eine aggressive Form von Leukämie. Eine Blutstammzelltransplantation rettet ihr schliesslich das Leben. Doch ihr Beispiel zeigt auch, dass diese Therapie bei Blutkrebs noch kein Wundermittel ist. Deshalb sei es wichtig weiterzuforschen, ist ihr behandelnder Arzt Prof. Jakob Passweg überzeugt. Er ist Chefarzt der Hämatologie am Universitätsspital Basel und seit 2023 Präsident der Stiftung Krebsforschung Schweiz. In diesem Podcast erklärt er, bei welchen Leukämie-Arten eine Stammzelltransplantation infrage kommt, was die Risiken sind und weshalb es zu einer sogenannten umgekehrten Abstossung kommen kann.
    14 min
  • Nationales Krebsregister – Wie die Daten der Forschung helfen
    «Das nationale Krebsregister ist ein riesiger Datensatz – wie eine grosse Excel-Tabelle», erklärt Katharina Staehelin, Leiterin der Nationalen Krebsregistrierungsstelle. Rund 1,2 Millionen Tumorfälle sind bereits registriert. Ziel ist es, jede Krebsdiagnose in der Schweiz im Register zu erfassen. Denn je mehr Fälle gemeldet werden, desto grösser ist die Aussagekraft der gesammelten Daten und desto nützlicher sind sie für Forscherinnen und Forschern. So auch für Prof. Daniel Zwahlen. Der Leiter der Klinik für Radio-Onkologie am Kantonsspital Winterthur hat anhand der Daten untersucht, welchen Einfluss der Wohnort auf das Therapie-Angebot für Brustkrebspatientinnen hat. Im neuen Podcast erklären er und Katharina Staehelin, wie das Krebsregister funktioniert, wer die Daten analysieren kann und wofür diese benötigt werden.
    12 min
  • Hodenkrebs – kein Thema unter der Gürtellinie
    Erst als sein Hoden immer grösser wurde, ging Marcel H. zum Arzt. Dort erhielt er mit 48 Jahren die Diagnose Hodenkrebs. Heute, fünf Jahre später gehört er zur Gruppe der Krebsüberlebenden, den sogenannten Cancer Survivors. «Glücklicherweise können wir inzwischen fast alle Patienten mit Hodenkrebs heilen», sagt Dr. med. Christian Fankhauser vom Luzerner Kantonsspital. Der Facharzt für Urologie forscht mit Unterstützung der Stiftung Krebsforschung Schweiz daran, die Nachsorge bei Hodenkrebs zu optimieren und die Langzeitfolgen der Krebstherapie zu reduzieren. Denn Hodenkrebs tritt hauptsächlich bei jungen Männern zwischen 20 und 40 Jahren auf. In diesem Podcast geht es deshalb auch um die Folgen nach der Entfernung eines Hodens, die Angst vor einer Impotenz und die Kinderfrage.
    16 min
  • Heileurythmie – eine Bewegungstherapie für Körper und Seele
    «Wenn es einem so schlecht geht, ist man über alles glücklich, was helfen könnte.» Deshalb hat die Patientin Ines keine Sekunde gezögert, als sie angefragt wurde, an einer Studie zur Wirksamkeit von Heileurythmie teilzunehmen. Als eine von vielen Patientinnen mit metastasiertem Brustkrebs absolviert sie nun – unter wissenschaftlicher Beobachtung – diese ganzheitliche Bewegungstherapie. Untersucht wird, ob Heileurythmie die sogenannte Fatigue mindern kann, eine chronische Müdigkeit, unter der sehr viele Krebsbetroffene leiden. Federführend mit dabei ist Prof. Ursula Wolf, Direktorin des Instituts für Komplementäre und Integrative Medizin der Universität Bern. Sie erzählt von ihren langjährigen guten Erfahrungen mit der Therapie.
    13 min
  • Blackbox Mikrobiom – welche Rolle der Darm bei Krebs spielt
    Der Gastroenterologe Prof. Michael Scharl vom Universitätsspital Zürich nimmt die Rolle des Darmmikrobioms – das sind alle Mikroorganismen, die in unserem Darm wohnen – bei der Entstehung von Krebs unter die Lupe. «Wir wissen, dass sich die Zusammensetzung des Darmmikrobioms bei vielen Erkrankungen verändert. Die grosse Frage ist aber, ob dies die Ursache für die Entstehung einer Krankheit oder erst die Folge ist», so der Magen-Darm-Spezialist. Mit zwei Forschungsprojekten will Michael Scharl das Darmmikrobiom so verändern, dass Krebstherapien besser wirken. Auf welche Schwierigkeiten er dabei stösst und wieso er sich davon nicht entmutigen lässt, zeigt diese Podcast-Folge.
    12 min
  • Glioblastom – die Suche nach dem Forschungsdurchbruch
    Seit bald 30 Jahren erforscht Prof. Monika Hegi vom Universitätsspital CHUV in Lausanne Hirntumore. Ihr Schwerpunkt sind Glioblastome, eine besonders aggressive Art von Hirntumoren. Je nach Variante dieser Tumore überleben Patientinnen und Patienten heute im Schnitt nur knapp ein Jahr. Eine Ausnahme ist Sophie B. (26). Mit 19 Jahren erhielt sie die Diagnose Glioblastom. Ihr Hirntumor war da bereits so gross wie eine Mandarine. Sie sagt: «Ohne Krebsforschung wäre ich wahrscheinlich nicht mehr am Leben.» Glioblastome, hoffnungsvolle Gedanken und die Bedeutung von Tumor-Gewebeproben stehen im Mittelpunkt dieser Podcast-Folge.
    15 min
  • Nebenwirkungen der Chemotherapie – welchen hohen Preis krebskranke Kinder und Jugendliche bezahlen
    «Ich habe sehr gelitten, aber es lohnt sich durchzuhalten!» Vor rund einem Jahr wurde bei der 17-jährigen Kyra K. ein bösartiger Tumor diagnostiziert. Es folgten Chemotherapien, mit heftigen Nebenwirkungen: Müdigkeit, Brechreiz und einer hohen Infektgefahr. Zur Schule konnte sie nicht mehr gehen. Noch bevor sie ausfielen, schnitt Kyra sich ihre Haare selbst ab. Solche Nebenwirkungen zu reduzieren, ist das Ziel des Onkologen Prof. Nicolas von der Weid vom Universitäts-Kinderspital beider Basel UKBB. Mit Unterstützung der Krebsforschung Schweiz untersucht er in einer aktuellen Studie, ob sich Nebenwirkungen wie Schmerzen und Gefühlsstörungen durch ein gezieltes, körperliches Training reduzieren lassen.
    13 min
  • Klinische Forschung – neue Hoffnung dank Studien
    «Vorwärts kommen wir nur, wenn wir forschen», ist Prof. Miklos Pless überzeugt. Er ist Forscher mit Leib und Seele, doch der Chefarzt der Medizinischen Onkologie am Kantonsspital Winterthur weiss auch: «Klinische Forschung besteht aus zwei Dritteln Enttäuschungen und einem Drittel Erfolgserlebnissen.» Im Podcast spricht er über entgegengebrachtes Vertrauen, grosse Chancen in der klinischen Forschung und erzählt, wieso er seine Patientinnen und Patienten für unbekannte Helden hält.
    15 min

About Wissen gegen Krebs

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Hinter jeder Erkrankung steckt eine ganz persönliche, bewegende Geschichte, hinter jedem Forschungsprojekt ein engagierter Mensch, der ein klares Ziel verfolgt. Mit der Podcast-Serie «Wissen gegen Krebs» bringt die Journalistin Rebekka Haefeli diese beiden Pole zusammen: eine Person mit Krebsdiagnose und ein Vis-à-vis in der Forschung, das alles daransetzt, dass Heilung nach einem Krebsbefall zur Regel wird.

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