
Sign up to save your podcasts
Or


Was sich seit der Regierungsübernahme durch Donald Trump in den Vereinigten Staaten abzeichnet, ist nichts anderes als die Zerstörung eines Staates und die Zerstörung der Demokratie. Das hat Konsequenzen für die gesamte Weltordnung. In der neuen Folge von "Zukunft zum Zuhören" geht es darum, wie Widerstand in den USA möglich ist und wie die kommenden Jahre in einer "multipolaren Weltordnung" (S.P. Huntington) aussehen werden.
Shownotes
"Zukunft zum Zuhören" beschäftigt sich mit Transformationsprozessen in Wirtschaft und Gesellschaft. Wir möchten nicht die letzte Generation sein, sondern die erste, die sich mit nachhaltigen Lösungen auf den Weg in eine bessere Zukunft macht. In unserer neuesten Folge sprechen wir mit Caro Scheurer. Caro studiert im zweiten Semester im MBA-Studiengang "Zukunftstrends und nachhaltiges Management". Klaus und Eike haben diesen berufsbegleitenden Studiengang vor rund zehn Jahren entwickelt. Höchste Zeit, einmal darüber zu sprechen, was in diesem Studium konkret passiert, worum es geht.
Wir sprechen mit Caro über Zukunft studieren, über ihre Erwartungen, die Arbeit in der Gruppe und die manchmal langen Wochenenden an der Hochschule. Am Ende zeigt sich, dass "Zukunft studieren" nicht nur die Studierenden klüger macht.
Zukunft studieren!
Ein Wahlkampf der Affektpolitik und der Suggestion von Nähe rollt auf uns zu. Dringlichkeit vor Wichtigkeit. Trump weist den Weg. Falsche Nahbarkeit statt Programmatik. Der Wähler der Jetztzeit straft ab und verhält sich in der Wahlkabine wie im Supermarkt. Mirja, Klaus und Eike, die drei von Trendtankstelle, erläutern die sich abzeichnenden Kommunikationsmuster der Bundestagswahl.
Die Medizin, die uns weiterbringt und auch durch diesen Wahlkampf bringt: Skepsis. Skeptischbleiben, im Zweifel für den Zweifel. Mehr dazu solltet Ihr in Klaus preisgekröntem Essay "Die Geburt der Wissenschaft aus dem Geiste der Skepsis" lesen.
Elon Musk jedoch ist kein Skeptiker, sondern Nihilist und Opportunist. Er hat sich schon Obama an den Hals geworfen und Milliarden an Fördergeldern eingeheimst. Mit X und seinen Attacken im bundesdeutschen Wahlkampf zerstört er das Vertrauen in den öffentliche Diskurs und in den gesellschaftlichen Grundkonsenses einer verbindlichen Realität.
Zukunft studieren!
Links
Luhmann, Niklas (1971): Die Knappheit der Zeit und die Vordringlichkeit des Befristeten
Gourgé, Klaus (2024): Die Geburt der Wissenschaft aus dem Geiste der Skepsis https://www.oeaw.ac.at/fileadmin/NEWS/2023/pdf/GOURGE_Klaus.pdf
Johnson, Uwe (1970-1983): Jahrestage. Aus dem Leben von Gesine Cresspahl (langer Roman)
Johnson, Uwe (2024): Jahrestage. Aus dem Leben von Gesine Cresspahl, ungekürzte Lesung mit Charly Hübner und Caren Miosga
Robert Seethaler (2013): Der Trafikant (Roman)
2024 war das große Wahljahr. 2025 ist das Jahr, in dem geliefert werden muss. Und es ist das Jahr, in dem darüber entschieden wird, ob Mobilitäts-, Energie-, Wärme- und Ernährungswende auch eine zweite Trump-Administration überstehen werden? Mirja, Klaus und Eike debattieren unmittelbar vor Weihnachten, ob der "Point of no return" für die Transformation bereits erreicht ist. Wird also auch Trump die einzelnen Transformationsprozesse nicht mehr stoppen können? Beim Blick auf die unterschiedlichen "Wenden" zeigt sich, dass Transformationen komplexe Angelegenheiten sind, die nicht linear von A nach B einfach abgearbeitet werden. Transformationsprozesse spielen sich zwischen politischen Rahmensetzungen, Marktmechanismen und sich wandelnden Konsumbedürfnissen ab. "Zukunft zum Zuhören" zum Jahresende liefert einen Wasserstandsbericht bei Mobilitäts-, Energie-, Wärme- und Ernährungswende.
Für die finale Folge 2024 gilt der Satz von Max Roser: »Die Welt ist sehr viel besser. Die Welt ist immer noch schrecklich. Die Welt könnte sehr viel besser sein.«
Wir wünschen Euch Frohe Weihnachten und ein glückliches 2025!
Zukunft studieren!
**Links zum Weiterlesen: **
Im dritten Teil unseres Podcasts zum guten Leben sprechen wir mit Louisa Häussler. Louisa ist in ihren 20ern, arbeitet als Nachhaltigkeitsmanagerin im Lebensmittelhandel und der Gastronomie. Das MBA-Studium "Zukunftstrends und nachhaltiges Management" hat sie mit einer Thesis abgeschlossen, die ein ungeheuerliches Experiment enthielt. Die Fragestellung: Finden sich Gäste, die ein Essen mit "wahren" Preisen bezahlen?
Unter wahren Preisen versteht Louisa ein Schnitzel, das statt 20 Euro fast das Doppelte, nämlich 39 kostet, dafür aber alle Herstellungs- und Umweltkosten mit einbezieht. Die Resonanz bei den Gästen war "gemischt". Wer den Mehrpreis zahlte, konnte sich darüber freuen, dass Anteile des Preises für die Anpflanzung einer insektenfreundlichen Wiese gespendet wurden.Es gab Lob, aber auch Unverständnis für das kulinarische Experiment.
Um das Experiment herum diskutieren Louisa, Mirja und Klaus, wie Genuss und gutes Leben in einer Gesellschaft möglich ist, die auf Kosten der Natur und anderer Menschen lebt und wirtschaftet. Im Verlauf des Gesprächs gewährt Louisa Einblicke in ihre Motivation, einem Job mit Sinn nachzugehen. Und sie erzählt, was die Generation Z unter einem guten Leben versteht.
Zukunft studieren!
Mehr zum Thema wahre Preise
Nur wenn wir mit uns selbst klarkommen, können wir auch die Welt verändern. Das ist die Botschaft, die sich hinter Michel Foucaults Begriff der Selbstsorge verbirgt. In der neuen Folge unseres Podcasts "Zett hoch drei. Zukunft zum Zuhören" diskutieren wir, wie ein gutes Leben angesichts des Klimawandels gelingen kann. Gibt es eine Alternative zum "konsumistischen" Umgang mit unserer Welt?
Mirja, Klaus und Eike erörtern, was wir tun können, um unsere Resonanzverluste mit Umwelt und Natur aufzuarbeiten. Beispielsweise sollten wir nicht nur auf den Fußabdruck, sondern auch nach unserem Handabdruck schauen: also überlegen, was wir tun können, um ein gutes Leben angesichts planetarer Grenzen zu ermöglichen.
Wir fragen, warum das Thema der ökologischen Zukunft des Planeten bei vielen jungen Menschen gerade keine Rolle spielt. Liegt es an tief empfundener Klimaungerechtigkeit?
Für ein gutes Leben in der Zukunft sind auch Abschiede wichtig: zum Beispiel von der Autoindustrie wie wir sie kennen. Stattdessen sollten wir mehr Vertrauen in den technologischen Wandel investieren. Doch die Realität im deutschen Herbst 2024 ist gemacht aus: Technikverdrossenheit.
Weiterlesen:
_ Michel Foucault: Ästhetik der Existenz, 2007
Für die abendländische Philosophie steht das sogenannte "gute Leben"seit Jahrhunderten im Zentrum des Nachdenkens. Ist diese Frage überhaupt noch von Bedeutung, wenn wir uns tagtäglich mit „Reflexionen aus dem beschädigten Leben“ (Adorno) über Wasser halten müssen. Und ist es mittlerweile nicht komplett verantwortungslos, über das gute Leben zu reflektieren, während Millionen Menschen und die Ökosysteme leiden?
Wir glauben, es ist wichtiger denn je. Der erste Teil unserer Expedition zu den Infrastrukturen, die auch im 21. Jahrhundert ein gutes Leben ermöglichen, führt uns zu fragwürdigen Selbstoptimierungspraktiken in den SocialMedia und zu Foucaults Begriff der Selbstsorge. Und was braucht es eigentlich Sigmund Freud zufolge für ein glückliches, resp. gelingendes Leben?
Links
Unmittelbar vor dem Finale der Fußball-Europameisterschaft stellt das Team von „Zukunft zum Zuhören“ die Frage nach Sinn und Zukunft des Sports. Die Lage ist hochgradig politisiert, der hehre Sport wird dazwischen zerrieben. Wo alles politisch ist, meint jeder (auch der deutsche Fußballverband) sich bekennen zu müssen. Was bei der WM in Katar bekanntlich komplett schiefging, wurde bei der Europameisterschaft im eigenen Land durch eine überzeugende Mannschaftsleistung ziemlich souverän gekontert. Hauptgrund dafür: Ein junger Bundestrainer, der authentische Bundestränen verdrückte und vorübergend zum Staatsmann avancierte. Aber ist es die Aufgabe des Bundestrainers, die klaffende Leere zu füllen, die ein unsichtbarer Bundeskanzler lässt?
Mirja, Klaus und Eike beschäftigen sich mit den folgenden Aspekten der schönsten Nebensache der Welt:
Lesetipps
Wir haben ein Superwahljahr. In Ostdeutschland droht die AfD zur stärksten Partei zu werden. Wer sich die ganze Zeit fragt, ob das nicht auch dem Image der Unternehmen in Deutschland schadet, der liegt richtig. Seit einigen Wochen weisen insbesondere Großunternehmen darauf hin, dass die Popularität einer fremdenfeindlichen Partei wie die AfD Wachstumsziele in Gefahr bringe. Auch die Frage, wer künftig nach Deutschland einwandern möchte (Pflegenotstand, Fachkräftemangel, Demografiebeben), wenn eine fremdenfeindliche Politik zum Trend avanciert, rückt immer häufiger in den Vordergrund.
Mirja, Klaus und Eike beschäftigen sich mit den folgenden Trends und Themen:
Wir freuen uns, Euch unsere neue Buchreihe "Megatrends und Transformations-Management" vorstellen zu können. Das erste Buch ist gerade erschienen. Der Titel: "Megatrend Gesundheit. Wie Digitalisierung und Individualisierung unsere Gesundheitsversorgung revolutionieren: 10 Trends und 30 Learnings für die Zukunft"
Links
Wie Unternehmen die Demokratie stärken können:
AfD-Erstarken. Verbände sehen stärker politische als ökonomische Risiken, IW-Kurzbericht, Nr. 63, Berlin / Köln
Rechtspopulistische und rechtsextreme Parteien vor der Europawahl 2024:
Blühdorn, I. (2024). Transformationspolitik in der Falle: Vorabdruck aus "Unhaltbarkeit: Auf dem Weg in eine andere Moderne":
Zusammenland-Kampagne
Philip Manow: Unter Beobachtung. Die Bestimmung der liberalen Demokratie und ihrer Freunde, Frankfurt 2024.
Der Sachverständigenrat für Umweltfragen sagt eindeutig: ja. In ihrer Studie zeigen die Autor:innen, dass ein Lebensstil des Genug möglich, gesünder und eine wichtige Maßnahme gegen Klimawandel und Artensterben ist.
Wir als Bürger:innen müssten dafür nur ein neues Leben anfangen und bewusster konsumieren. Aber wer will das? Und wie geht das?
Die drei von der Trendtankstelle diskutieren in der aktuellen Podcast-Folge, ob eine Ethik des Genug in unserer Konsumgesellschaft umsetzbar ist und wie diese Transformation vonstatten gehen könnte. Der wissenschaftliche Sachstand, unter anderem des Weltklimarates (IPPC), geht davon aus, dass durch weniger und bewussteren Konsum weltweit 40 % bis 70 % der CO2-Emissionen vermieden werden könnte.
Die Lebensstil-Techniken dafür sind mehr als niedrigschwellig: bspw. weniger Autofahren, weniger Flugverkehr, weniger Fleischkonsum. Doch keine Grünenpolitikerin und kein Grünenpolitiker traut sich, für einen solchen Lebensentwurf des Verzichts zu argumentieren - politischer Selbstmord. Und die Populisten bekämen damit die nächste Steilvorlage für ihren zynischen Kulturkampf zugespielt.
Wissenschaftlich betrachtet würde ein an Suffizienz orientierter Lebensstil die Energiewende beschleunigen, bei signifikant weniger Natur- und Energieverbrauch. Das Ergebnis, das sind sich Mirja, Eike und Klaus einig, wäre nicht nur eine gelingende sozial-ökologische Transformation, sondern auch ein besseres Leben für alle.
BREAKING
Links:
From the publisher's feed

10 Listeners