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Da scheint richtig was los zu sein in der Gemeinde! Psalm, Lehre, Offenbarung, Zungenrede und deren Auslegung – Elemente eines Gottesdienstes, die nur mit genügend kompetenten Mitarbeitenden funktionieren. Wenn Sie zu so einer Gemeinde gehören, gratuliere ich Ihnen! Aber – Sie ahnen es schon – viel Leben, gute Gaben, engagierte Mitarbeitende, die sich gerne und kreativ einbringen – das birgt Konfliktpotential. Schnell gehen die Vorstellungen auseinander: Wie soll der Raum gestaltet werden? Kanzel oder besser transparentes Pult? Gemeindegesang und Lobpreis mit Band oder eher mit Orgel? Soll Gebet und biblische Auslegung spontan und locker vom Hocker geschehen, oder nach dem sicheren Raster einer vorgegebenen Liturgie und Predigtreihe? In vielen Gemeinden haben unterschiedliche Überzeugungen bei diesen Themen zu Spannungen und sogar zu Spaltungen geführt.
Es scheint, dass es in der Gemeinde von Korinth ähnliche Konflikte gab. Paulus gab den Menschen, die sich dort versammelten, jedenfalls klare und detaillierte Anweisungen, wie sie miteinander umgehen sollten und wie ihr Gemeindeleben gelingen könnte.
Die Landschaft der christlichen Gemeinden in heutiger Zeit ist bunt und vielfältig. Die Gestaltung der Gottesdienste ebenso. Und die Möglichkeiten, Lieder, Gebete und biblische Lehre hörbar und sichtbar zu machen, sind fast grenzenlos. Umso wichtiger erscheinen mir diese zwei Sätze des heutigen biblischen Textes:
Aber wie wird das konkret? Was baut Menschen in einer Gemeinde auf? Was trägt zum Frieden bei? Die Antwort darauf kann nur im Hören gefunden werden, im Hören auf Gott. allein, aber auch gemeinsam als Verantwortliche, in Stille und Gebet. Und im Hören auf den anderen und die andere. Dieses Hören erfordert eine Haltung der Demut und gegenseitigen Wertschätzung. Eine Haltung der Achtung gegenüber Gott und seinem Wort und gegenüber den Menschen, die den Gottesdienst besuchen. Sinn und Zweck eines Gottesdienstes kann niemals die Selbstdarstellung von Menschen und ihren Gaben sein, egal in welcher Weise sie mitarbeiten. Der Name „Gottes-Dienst“ sagt es schon: Zuerst dient Gott uns Menschen. Er selbst möchte zu Wort kommen. Zuallererst bei denen, die im Gottesdienst mitwirken, schon bevor sie auf der Bühne stehen. Dann dienen Menschen Gott, indem sie mitbeten, mitsingen, mitlesen, mitverkündigen. Und das alles, damit Gott geehrt wird. Damit Menschen aufgebaut, gestärkt, getröstet, ermutigt werden. Damit Menschen Ausrichtung, Korrektur, Ermahnung erfahren.
Friede kann entstehen, wenn Gaben weder unterdrückt noch übermäßig betont werden. Wenn einer den anderen annehmen und gelten lassen kann. Das gilt für das Miteinander innerhalb einer Gemeinde ebenso wie für das Miteinander der unterschiedlich geprägten Gemeinden. Das trägt bei zum Lob und zur Ehre Gottes.
Diesem Abschnitt heute, wie auch den anderen Texten des 14. Kapitels aus dem 1. Korintherbrief, geht das 13. Kapitel voraus, das sogenannte „Hohelied der Liebe“. Ich meine: Nur mit diesen Worten kann der heutige Text recht verstanden werden. Ich zitiere einige Verse aus der Übersetzung der Basisbibel:
„Die Liebe ist geduldig. Gütig ist sie, die Liebe. Die Liebe eifert nicht. Sie prahlt nicht und spielt sich nicht auf. Sie ist nicht taktlos. Sie sucht nicht den eigenen Vorteil.“ (V.4u.5)
„Die Liebe hört niemals auf. Prophetische Eingebungen werden aufhören. Das Reden in fremden Sprachen wird verstummen. Die Erkenntnis wird ein Ende finden.“ (V.8)
„Was bleibt, sind Glaube, Hoffnung, Liebe – diese drei. Doch am größten von ihnen ist die Liebe.“ (V.13)
Autor: Christa Geiß
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By ERF - Der Sinnsender5
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Da scheint richtig was los zu sein in der Gemeinde! Psalm, Lehre, Offenbarung, Zungenrede und deren Auslegung – Elemente eines Gottesdienstes, die nur mit genügend kompetenten Mitarbeitenden funktionieren. Wenn Sie zu so einer Gemeinde gehören, gratuliere ich Ihnen! Aber – Sie ahnen es schon – viel Leben, gute Gaben, engagierte Mitarbeitende, die sich gerne und kreativ einbringen – das birgt Konfliktpotential. Schnell gehen die Vorstellungen auseinander: Wie soll der Raum gestaltet werden? Kanzel oder besser transparentes Pult? Gemeindegesang und Lobpreis mit Band oder eher mit Orgel? Soll Gebet und biblische Auslegung spontan und locker vom Hocker geschehen, oder nach dem sicheren Raster einer vorgegebenen Liturgie und Predigtreihe? In vielen Gemeinden haben unterschiedliche Überzeugungen bei diesen Themen zu Spannungen und sogar zu Spaltungen geführt.
Es scheint, dass es in der Gemeinde von Korinth ähnliche Konflikte gab. Paulus gab den Menschen, die sich dort versammelten, jedenfalls klare und detaillierte Anweisungen, wie sie miteinander umgehen sollten und wie ihr Gemeindeleben gelingen könnte.
Die Landschaft der christlichen Gemeinden in heutiger Zeit ist bunt und vielfältig. Die Gestaltung der Gottesdienste ebenso. Und die Möglichkeiten, Lieder, Gebete und biblische Lehre hörbar und sichtbar zu machen, sind fast grenzenlos. Umso wichtiger erscheinen mir diese zwei Sätze des heutigen biblischen Textes:
Aber wie wird das konkret? Was baut Menschen in einer Gemeinde auf? Was trägt zum Frieden bei? Die Antwort darauf kann nur im Hören gefunden werden, im Hören auf Gott. allein, aber auch gemeinsam als Verantwortliche, in Stille und Gebet. Und im Hören auf den anderen und die andere. Dieses Hören erfordert eine Haltung der Demut und gegenseitigen Wertschätzung. Eine Haltung der Achtung gegenüber Gott und seinem Wort und gegenüber den Menschen, die den Gottesdienst besuchen. Sinn und Zweck eines Gottesdienstes kann niemals die Selbstdarstellung von Menschen und ihren Gaben sein, egal in welcher Weise sie mitarbeiten. Der Name „Gottes-Dienst“ sagt es schon: Zuerst dient Gott uns Menschen. Er selbst möchte zu Wort kommen. Zuallererst bei denen, die im Gottesdienst mitwirken, schon bevor sie auf der Bühne stehen. Dann dienen Menschen Gott, indem sie mitbeten, mitsingen, mitlesen, mitverkündigen. Und das alles, damit Gott geehrt wird. Damit Menschen aufgebaut, gestärkt, getröstet, ermutigt werden. Damit Menschen Ausrichtung, Korrektur, Ermahnung erfahren.
Friede kann entstehen, wenn Gaben weder unterdrückt noch übermäßig betont werden. Wenn einer den anderen annehmen und gelten lassen kann. Das gilt für das Miteinander innerhalb einer Gemeinde ebenso wie für das Miteinander der unterschiedlich geprägten Gemeinden. Das trägt bei zum Lob und zur Ehre Gottes.
Diesem Abschnitt heute, wie auch den anderen Texten des 14. Kapitels aus dem 1. Korintherbrief, geht das 13. Kapitel voraus, das sogenannte „Hohelied der Liebe“. Ich meine: Nur mit diesen Worten kann der heutige Text recht verstanden werden. Ich zitiere einige Verse aus der Übersetzung der Basisbibel:
„Die Liebe ist geduldig. Gütig ist sie, die Liebe. Die Liebe eifert nicht. Sie prahlt nicht und spielt sich nicht auf. Sie ist nicht taktlos. Sie sucht nicht den eigenen Vorteil.“ (V.4u.5)
„Die Liebe hört niemals auf. Prophetische Eingebungen werden aufhören. Das Reden in fremden Sprachen wird verstummen. Die Erkenntnis wird ein Ende finden.“ (V.8)
„Was bleibt, sind Glaube, Hoffnung, Liebe – diese drei. Doch am größten von ihnen ist die Liebe.“ (V.13)
Autor: Christa Geiß
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