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Wie wird man eigentlich muslimisch, christlich oder jüdisch? In manchen Religionen beginnt die Zugehörigkeit mit der Geburt, bei anderen steht ein Ritual am Anfang. Kübra Dalkilic, Maike Schöfer und Rebecca Rogowski gewähren einen Einblick, was sie jeweils zur Muslima, zur Christin oder zu Jüdin gemacht hat. Bar mizwa, Bat mizwa, Kommunion, Konfirmation… - was verbirgt sich hinter diesen Begriffen? Und was bedeutet eigentlich die Religionsmündigkeit für einen jungen Menschen? Welche Wege in die und vielleicht auch wieder aus der Religion führen, beschäftigt unsere Hosts in dieser Sendung.
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Producer:
Jedes Bundesland regelt den Religionsunterricht anders. Entsprechend bunt ist das Angebot und die Erfahrungen, die Maike Schöfer, Rebecca Rogowski und Kübra Dalkilic selbst in ihrer Kindheit in Bremen, Berlin oder Bayern gesammelt haben. Das geht vom Volkstanz in der Schule bis hin zum auswendig Lernen mit Trommelhilfe. Damals stand nur christlicher Unterricht auf dem Lehrplan, später auch Ethik. Islamischen Religionsunterricht gab es für Kübra nur außerhalb der Schule und auf Türkisch, Rebecca lernte über die Tora in einer jüdischen Grundschule.
Warum braucht es Religionsunterricht an der Schule? Sollte es einen Unterricht für alle geben? Oder ist dieser Safe Space wichtig, in dem religiöse Fragen behandelt werden können?
Dazu befragt Maike die Referendarin Elif Cevirme aus Stuttgart, die in der Ausbildung zur islamischen Religionslehrerin ist: “Das fördert die Identifikation, zeigt, es gibt einen Platz für mich.”
Fakten:
Respekt verbindet: Unter dem Motto „meet2respect“ gehen jüdische und muslimische Geistliche/Gläubige gemeinsam in Schulen: https://meet2respect.de/
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Und die Website unserer fantastischen Producer (ein Dank an dieser Stelle J!):
“Der interreligiöse Dialog ist nie ein Versuch, unsere eigene Sicht der Dinge anderen aufzuzwingen.” Der Satz ist von Papst Johannes Paul II. Die Worte passen wunderbar zu dieser Episode, auch wenn es gar nicht um den Papst, sondern um eine Frau geht: Azza Karam. Die Ägypterin steht an der Spitze des weltumspannenden Religionsbündnisses “Religions for Peace”. In den fast 50 Jahren des Bestehens der Organisationen ist sie die erste Frau und der erste muslimische Mensch in dieser Position. Männer und Frauen aus fast allen Ländern und Religionen engagieren sich über “Religions for Peace” für ein friedvolles Miteinander.
Rebecca Rogowski spricht mit Azza Karam über das Göttliche in jedem von uns. Was verbindet uns über Religionen und Kulturen hinweg? Wenn wir gut geschaffen sind, warum fällt es oft so schwer, das Gute, Besondere in anderen Menschen zu sehen? Und welche Rolle spielt dabei ein Mangel an religiöser oder spiritueller Bildung?
Das Interview ist auf Englisch. Aber keine Sorge, Rebecca Rogowski übersetzt Azza Karams Antworten - nicht zuletzt für ihre Co-Hosts Kübra Dalkilic und Maike Schöfer, die nicht ganz so firm in der Sprache sind.
Fakten zur Folge:
Religions for Peace - eine Organisation, die multi-religiöse Antworten auf die drängenden Fragen unserer Zeit sucht: www.rfp.org oder https://religionsforpeace-deutschland.de/
Ein Brief von Azza Karam an den russischen Patriarch Kyrill für Frieden in Ukraine: https://www.zeit.de/2022/11/religions-for-peace-brief-kyrill-ukraine-krieg
Gott finden auf unterschiedliche Weise - eine Videobotschaft des Papstes zur Bedeutung des interreligiösen Dialogs: https://franziskaner.net/videobotschaft-papst-2016-1/
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Und die Website unserer fantastischen Producer (ein Dank an dieser Stelle J!):
Der Aschermittwoch hat gerade die christliche Fastenzeit eingeläutet und damit vierzig Tage ohne Fleisch, Alkohol oder Süßes. Ab Anfang April, mit Beginn des Ramadan, werden auch Musliminnen und Muslime wieder Verzicht üben und dreißig Tage lang tagsüber die Finger von Essen und Trinken lassen.
Freiwillig kürzer treten - das machen auch viele Menschen ohne religiösen Anlass. Fasten ist im Trend. Was ist der Unterschied zwischen religiösem Essensverzicht und figurorientierten Diäten? Was steht hinter der Enthaltsamkeit, die fest in der christlichen, jüdischen und muslimischen Traditionen verankert ist? Und natürlich haben Kübra, Rebecca und Maike viele Geschichten, Life Hacks und Erinnerungen rund um ihre eigenen Fasten-Erfahrungen zu erzählen.
Fakten zur Folge:
“Sieben Wochen ohne” ist ein Kalender der Evangelischen Kirche mit Tipps und Hilfen, die über die Fastenzeit helfen. Kann man auch als tägliche Mail abonnieren: https://7wochenohne.evangelisch.de//
Instaprofile der Hosts:
Und die Website unserer fantastischen Producer:
Vorbemerkung: Diese Folge erscheint zwei Tage vor dem Jahrestag des Attentats in Hanau. Am 19. Februar 2020 wurden in der hessischen Stadt neun Menschen erschossen. Maike, Kübra und Rebecca erinnern an Mercedes, Sedat, Gökhan, Said Nesar, Hamza, Vili, Fatih, Ferhat und Kaloyan.
Zum Thema: Religion in Pandemiezeiten. Das heißt, Abendmahl ohne Hostie, Fastenbrechen allein vorm Bildschirm oder Pessach ohne Familie. Gotteshäuser waren in der Pandemie zeitweise völlig geschlossen. Wer religiöse Rituale und Feste in den zwei (!) Jahren Pandemie nicht alleine zelebrieren wollte, musste kreativ werden.
Rebecca konnte trotz Corona mehr Gäste als sonst am Seder-Tisch begrüßen. Kübra versuchte gemeinschaftliche Gebete via Videokonferenz und Maike blickt auf ein Jahr mit so viel Weihnachtsfeiern wie nie zurück. Bevorzugten Sonderregelungen christlichen Feiertage? Und welche Folgen hatte die Pandemie für einmalige Ereignisse wie Konfirmation, Kommunion, Bar und Bat Mizwa, Hochzeiten oder Beerdigungen?
SHOWNOTES:
Gedenken an Hanau: Rabbiner, Pfarrer und Imam erinnern an und beten gemeinsam: www.house-of-one.org
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Und die Website unserer fantastischen Producer:
Jede hat ihre Meinung zu Berlin. Für Maike ist es Techno & Flohmarkt, für Kübra Kreuzberg & schmutzig und für Rebecca Familie & die einzige Stadt Deutschlands, in der die einzige gebürtige Berlinerin des Trios jemals (!) wohnen möchte.
Die wenigsten denken bei Berlin an Religionen. Dabei sind in der Hauptstadt mehr Glaubensrichtungen vertreten als in anderen deutschen Orten. Nicht nur christliche, muslimische und jüdische Gläubige können zwischen mehreren Konfessionen oder Ausrichtungen wählen. Auch Buddhisten, Hinduisten, Sikh, Zoroastrier und viele andere haben in Berlin ein spirituelles Zuhause gefunden.
Vielleicht ist das der Grund, warum die Idee des multi-religiösen House of One in Berlin entstanden ist. Oder wie Rebecca sagt: Das House of One ist Berlin als Gebäude!
Die Podcasterinnen sprechen über Zahlen und Fakten, die Vorteile der Vielfalt und verraten ihre sakralen Lieblingsorte.
Für eine Kirche ohne Angst: 125 queere Menschen aus der Katholischen Kirche haben sich geoutet und möchten damit ein Zeichen setzen. Wer Unterstützung zeigen möchten, kann dies mit der Unterschrift unter diese Petition tun: https://outinchurch.de/
Das religiöse Berlin in Zahlen. Die Fakten zusammengefasst von Wikipedia:
Die evangelische Kirche auf der Museumsinsel in Berlin-Mitte: der Berliner Dom:
Lippenstift und Puderdose: die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin-Charlottenburg:
Mehr als ein Informationsort über jüdisches Leben in Berlin: Neue Synagoge mit Centrum Judaicum in Berlin-Mitte:
Größtes jüdisches Gotteshaus Berlins: Synagoge in der Rykestraße in Berlin-Prenzlauer Berg:
Buddhistischer Tempel im Gewerbegebiet, die Lin Thuu Pagode in Berlin-Spandau:
Seit 10 Jahren in Bau: Sri Ganesha, der Hindu-Tempel in der Hasenheide, einem Park in Berlin-Neukölln:
Luthers Licht: die Lichtinstallation von James Turrell in der Trauerkapelle des Dorotheenstädtischen Friedhofs in Berlin-Mitte: https://evfbs.de/index.php?id=602
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Und die Website unserer fantastischen Producer (ein Dank an dieser Stelle J!):
Zur Bibel:
Gute Erklärung zur Bibel und ihrer Entstehungsgeschichte: https://de.wikipedia.org/wiki/Kanon
Die Bibel für das 21. Jahrhundert: Die BasisBibel: https://www.die-bibel.de/bibeln/unsere-uebersetzungen/basisbibel/
Die Texte der Bibel in gerechter Sprache: https://www.bibel-in-gerechter-sprache.de/
In 365 Tagen durch die Bibel mit Bibellesepläne: https://www.bibel-in-gerechter-sprache.de/
Zum Koran:
Übersichtliche Zusammenstellung auf Englisch von den Überlieferungen und Geschichten aus dem Leben des Propheten (Hadithe): www.sunnah.com
Zum Tanach :
Die größte frei zugängliche Mediathek (fast) aller jüdischer religiöser Texte, auf Englisch und Hebräisch: https://www.sefaria.org/texts
Wie eine Talmud-Seite aussieht, ist hier zu sehen: https://www.sas.upenn.edu/~jtreat/rs/002/Judaism/talmud.html
Eine Talmud-Seite selbst gestalten: https://www.pinterest.com/pin/11259067807848527/
Auf Hebcal kann man sich die wöchentlichen Tora-Abschnitte nicht nur lesen (auch in deutsch), sondern auch vorlesen lassen: https://www.hebcal.com/sedrot/
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Und die Website unserer fantastischen Producer (ein Dank an dieser Stelle!):
Glitzerweihnachtszeit! Es gibt kein Entkommen. Kaum jemand überlegt im vorweihnachtlichen Kaufrausch, ob man das alles wirklich braucht. Shopping als neue Religion?
Wie sehr Konsum, der Wunsch nach mehr und nach Neuem viele von uns im Griff hat, ist in der Vorweihnachtszeit besonders zu spüren. Bleibt der ursprüngliche Sinn von Weihnachten nicht völlig auf der Strecke? Das fragt sich Maike, auch wenn zu Heiligabend so viel Menschen wie nie in die Kirche kommen.
Nicht jede oder jeder in Deutschland feiert Weihnachten. Wie ist diese christlich durchdrungene Zeit für muslimische und jüdische Menschen wie Kübra und Rebecca? Was ist eigentlich Weihnachtsneid? Und warum macht der Konsum auch vor religiösen Gegenständen nicht halt, die manchmal absurd teuer sind?
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Das Thema liegt auf der Hand, denn im Grund ist das, was Maike, Kübra und Rebecca mit diesem Podcast jede Woche machen, nichts anderes als interreligiöser Dialog. Während in Rebeccas Familie schon mehrere Religionen vertreten sind, hat zum Beispiel Maike zum ersten Mal etwas über das Judentum gelernt als im Geschichtsunterricht die NS-Zeit Thema war. Über den Islam hat sie nichts erfahren. Da war Kübras Ethik-Unterricht in Bayern lehrreicher. Wann die drei zum ersten Mal mit Menschen anderer Religionen zusammen kamen, was sie erlebt haben und warum sich Rebecca manchmal wie ein Fetisch fühlt, erzählen die drei Frauen in dieser Folge.
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Maike, Kübra und Rebeccas teilen Erinnerungen, die sie aus ihrer Kindheit mit ihren jeweiligen Gotteshäusern verbinden. Das geht von pubertären Lachflashs über Vorhangspiele, gefährliche Süßigkeiten bis hin zu einem Pinkelunfall. Nicht alles war so lustig: Rebecca erzählt zum Beispiel, warum sie nicht mehr bei ihrem Opa sitzen durfte. Kübras Kindheitsmoschee in Lauingen war übrigens die erste Moschee mit Minarett in Bayern.
Synagoge, Kirche und Moschee nennt man Gotteshäuser. Es gibt aber Unterschiede. Kirche ist ein Sakralbau, ein besonderer, geweihter Ort, anders als Synagoge oder Moschee. Woran das liegt, erklären Kübra und Rebecca.
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