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Tod wird gern verdrängt. Lagen die christlichen Friedhöfe einst im Zentrum der Ortschaften, zu denen man die Verstorbenen in einem Trauerzug durch die Straßen trug, sind sie heute an den Rand gedrängt. Wer nicht geladen ist, bekommt nichts davon mit.
Anders als Maike und Rebecca, war Kübra nur einmal auf einer Beerdigung. Woran liegt das und welche Rolle spielt dabei das strenge deutsche Bestattungsgesetz? Mit seiner Sargpflicht sorgt dieses Gesetz übrigens auch dafür, dass jüdische Gläubige ihren traditionellen Ritus anpassen mussten.
Außerdem erzählt Rebecca, warum es für sie unvorstellbar ist, auf einem Friedhof spazieren zu gehen und Maike beobachtet einen Trend zu immer individueller und ausgefeilter gestalteten Trauerfeiern.
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Wir werden alle sterben. Der Tod gehört zum Leben, auch wenn die meisten Menschen im Krankenhaus sterben, oft alleine ohne Angehörige. Rebecca, Maike und Kübra wollen Licht ins Dunkel bringen: Wie kann dem Thema der Schrecken genommen werden? Wie wird der Tod in den einzelnen Religionen beschrieben? Kennt jede Glaubensrichtung ein Leben nach dem Sterben?
Der Verlust eines geliebten Menschen ist schmerzlich. Rituale sollen den Abschied am Totenbett erleichtern und Sicherheit in der Unsicherheit spenden. Nach Ansicht von Maike gibt es eher zu wenig als zu viele Rituale im modernen Christentum. Wie sieht es im Judentum oder Islam aus? Welche Rolle spielt die Seelsorge? Und wie wünscht man trauernden Menschen Beileid?
Die Unsicherheit darüber, welches Verhalten passend ist oder nicht, ist groß. Das muss nicht sein, darin sind sich Kübra, Rebecca und Maike einig. Es gibt kein falsches Trauern.
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Für euch von uns - In unserer 10. Folge geben nicht Maike, Kübra oder Rebecca, sondern eure Fragen das Thema vor. Wir beantworten, was ihr uns seit Mai via Mail, Kommentar oder Instagram geschickt habt. Dürfen Frauen sich scheiden lassen? Gibt es Dreifaltigkeit auch in Judentum und Islam? Gibt es passende oder unpassende Kleidung, wenn man in eure Gebetshäuser geht? Das sind nur drei der neun Hörer*innen-Fragen, die Rebecca, Maike und Kübra beantworten. Außerdem geben wir einen Einblick, wie und mit wem unser Podcast entsteht und blicken zurück auf die neun ersten Sendungen.
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Wir haben die Sendung an einem Freitag, den 13., aufgenommen. Was liegt also näher, als über Aberglauben zu sprechen. Dreimal auf Holz klopfen, keine Schuhe auf den Tisch stellen oder in Rauhnächten keine Wäsche waschen – diese Beispiele fallen Maike sofort ein? Wie sieht es bei Rebecca und Kübra aus, kennt man im Judentum oder Islam die gleichen abergläubischen Ideen?
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Nachdem in der letzten Episode vor allem die verschiedenen Kalender der Religionen Thema waren und der Blick auf die Feiertage eher allgemein gehalten war, wird es diese Woche persönlicher. Rebecca, Maike und Kübra erzählen, was ihre ganz eigenen Lieblingsfeste sind.
Wer wissen will, auf welche Tage die Feste anderer Religionen fallen, dem seien interreligiöse Kalender empfohlen zum Beispiel vom Land Brandenburg: https://www.potsdamer-toleranzedikt.de/wp-content/uploads/2020/11/IRK-2021.pdf oder vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge https://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Behoerde/interkultureller-kalender-2021-A1.html?nn=282388
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Beim Blick in ihren interreligiösen Kalender ist Rebecca aufgefallen, dass die hohen jüdischen Feiertage schon wieder kurz bevor stehen. Eine sehr schöne, aber auch immer etwas stressige Zeit. Und da Musliminnen und Muslime gerade Kurban, das Opferfest, gefeiert haben, fand Rebecca, dass das doch ein schöner Anlass ist, über religiöse Feste und die Lieblingsfeiertage ihrer Co-Hosts Maike und Kübra zu sprechen. Und natürlich ihre eigenen.
Interreligiöse Kalender bieten z.B. das Land Brandenburg: https://www.potsdamer-toleranzedikt.de/wp-content/uploads/2020/11/IRK-2021.pdf
oder das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge
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Zum Thema „Frauen in den Religionen“ haben Rebecca, Kübra und Maike so viel zu sagen, dass sie gleich noch eine Sendung dazu aufgenommen haben. Sie wollen wissen, was die Heiligen Schriften - die Tora, die Bibel und der Koran - eigentlich zum Verhältnis von Männern und Frauen sagen? Und welche Rolle spielt dabei die Sprache? Gott hat kein Geschlecht und wir dennoch meist als Mann beschrieben. Warum ist das so?
Im Christentum spricht man von Gott als Vater oder Herr. Im Koran ist die Ansprache der Gläubigen geschlechterneutral. Die dennoch meist männlichen Beschreibungen werden Gott nicht gerecht, finden Kübra, Maike und Rebecca und finden viele Beispiele aus Judentum, Christentum und Islam mit, die das unterstreichen.
Was heißt das für uns heute? Sprache ist Spiegel der Gesellschaft. In ihr drücken sich Herrschaftsformen aus und die waren und sind nun einmal überwiegend patriarchal. Dass das nicht so bleiben muss, zeigen die Versuche von Frauen sowie LGBTQ+-Menschen, die Heiligen Schriften neu zu übersetzen. Maike stellt eine feministische Neuübersetzung der Bibel vor und Rebecca erzählt von ihrem Engagement bei Keshet. Das ist eine Gruppe von Jüdinnen und Juden, die sich für die Akzeptanz von queerem Leben in jüdischen Gemeinden einsetzen und aktuell an einem gendergerechten Gebetsbuch in deutscher Sprache arbeiten. Wir sind gespannt.
Vielen Dank auch an die Soziologin und Genderforscherin Safiyye Arslan für ihren Beitrag zur Sprache im Koran.
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Vorbilder der drei Moderatorinnen und genannte Namen in der Episode:
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Kinder, Küche, Kirche – warum sind wir eigentlich Teil von patriarchalischen Religionen, fragt sich Maike in dieser Folge und will das auch von Kübra und Rebecca wissen.
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Wo schränken Christentum, Judentum und Islam Frauen ein? In Maikes Fall hat die in Berlin zuständige evangelische Landeskirche, die EKBO, Frauen schon vor 50 Jahren formal gleichgestellt. Trotzdem erlebt sie in ihrer Pfarrerinnenausbildung immer wieder Alltagssexismus, nach dem Frauen sich um die Kinder kümmern oder Kuchen backen, aber nicht für die Predigt zuständig sein können.
Welche Erfahrungen macht Rebecca, wenn sie mit Kippa und Tallit – traditionell von Männern getragene Kopfbedeckung und Gebetsschal - in der Synagoge betet? Und wie geht Kübra damit um, dass für viele Feminismus und Islam als unvereinbar gilt?
Außerdem sprechen die drei über Frauenfiguren in den Heiligen Schriften Tora, Bibel oder Koran und darüber, ob Gott wirklich männlich ist.
Zum Thema gibt es viele tolle Bücher. Maike, Rebecca und Kübra empfehlen:
Dorothee Sölle "Mystik und Widerstand"
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Rebecca, Maike und Kübra sind sich einig: Als Jüdin, Christin oder Muslimin finden sie sich in den Medien selten realitätsnah wieder. Warum? Das fängt mit Bildern an. Geht es um Antisemitismus, sieht man meist männliche Hinterköpfe mit Kippa. Themen wie Migration, Flüchtlinge oder Integration werden meist mit kopftuchtragenden Frauen illustriert - auch wenn es gar nicht um Musliminnen geht. Darüber und über andere allgegenwärtige Stereotype diskutieren die drei Podcasterinnen in der aktuellen Folge.
Rebecca hat dazu den Regisseur Arkadij Khaet befragt. Arkadij ist Filmstudent in Ludwigsburg und hat mit Mickey Paatzsch den Kurzfilm „Masel tov Cocktail“ (D 2020) gedreht, in dem die Hauptfigur, der 16-jährige jüdische Schüler Dima, seine Situation so beschreibt: „Im deutschen Film werden Juden meistens nur in schwarz-weiß gezeigt. Wir schlagen selten zurück. Ist doch geil, oder? Direkt viel jüdischer.“ Die Reduzierung auf auf Antisemitismus und Shoa nervt.
Kübra geht es ähnlich - und auch wieder anders: Islam wird meist negativ dargestellt: Terror, unterdrückte Frauen, unterdrückende Männer. Positive Geschichten sind selten.
Und die christlichen Kirchen haben zwar eigene Sendeplätze, die Darstellung von Christinnen und Christen könnte aber durchaus diverser sein, findet Maike. Als junge Frau und angehende Pfarrerin findet sie sich von den überwiegend männerdominierten Berichten selten angesprochen.
Wie erlebt ihr das? Was sind eure Erfahrungen? Schreibt uns eure Erlebnisse.
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https://house-of-one.org/de
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Immer wieder ist Kübra mit der Frage konfrontiert: „Woher kommst Du denn?“ Dass sie in Bayern geboren ist, und man das auch hört, reicht den meisten nicht. Die Folgefrage „Woher kommst Du wirklich?“ zeigt das.
Deutschland ist längst ein buntes Miteinander von Lebensentwürfen, Religionen und Kulturen. Dass ein Mensch mehrere Identitäten in sich vereinen kann - wie in Kübras Fall als Muslimin, Deutsche, Bayerin und Türkin - fällt dennoch vielen schwer, zu verstehen. Eine Erfahrung, die auch Rebecca oft macht, denn Deutsch sein, wird noch immer mit weiß und christlich sein verbunden.
Welche Erfahrungen haben Kübra und Rebecca gemacht und wie nimmt Maike das war, die diesen Struggle nur aus Erzählungen anderer kennt.
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