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Das European Young Family Doctors Movement (EYFDM) organisiert internationale Austauschprojekte für Ärztinnen und Ärzte. Interessierte können so den Praxisalltag in einem anderen europäischen Land erleben.
„Das sind Einblicke, die einen sehr stark prägen“, erzählt Dr. Fabian Dupont im „ÄrzteTag“-Podcast. Er war bereits zum Praxisaustausch in Paris und London. Dupont ist Arzt in Weiterbildung und Mitglied bei der Jungen Allgemeinmedizin (JADE). Beim JADE-Treffen auf dem DEGAM-Kongress wurde er erneut in den Vorsitz des Netzwerks gewählt und vertritt den Bereich „Internationale Zusammenarbeit“.
Während der Pandemie sei das Risiko für Medikationsfehler gewachsen, heißt es auf der Homepage des Tages der Patientensicherheit – dieser ist am 17. September. Woran liegt das? Dr. Ruth Hecker, Vorsitzende des Aktionsbündnisses Patientensicherheit, führt das darauf zurück, dass weniger Begleitpersonen mit zum Arzt kommen konnten. Außerdem gab es Lieferschwierigkeiten für Medikamente und der Sommer war sehr heiß. In dieser extremen Form habe das viele Hausärzte überrascht, sagt die Fachärztin für Anästhesiologie und Chief Patient Safety Officer an der Universitätsmedizin Essen. Sie empfiehlt als Handreichung die Patienteninformation zum häuslichen Umgang mit Arzneimitteln.
Auch, wenn man davon absieht, kommt es zu vermeidbaren Medikationsfehlern, die mit der mangelnden Digitalisierung im Gesundheitswesen zusammenhängen können. Wie genau und warum Datenschutz nur ein untergeordnetes Problem ist, erklärt Hecker in der aktuellen Episode des „ÄrzteTag“-Podcasts. (Dauer: 23:52 Minuten)
„Keine Termine für Neupatienten – Ihre Bundesregierung“ – mit Plakatentwürfen wie diesem will der Spitzenverband Fachärzte Deutschland (SpiFa) Ärzte anregen, ihre Patienten über die Gesetzespläne der Bundesregierung zur Stabilisierung der GKV-Finanzen und ihre Konsequenzen zu informieren. Die Entwürfe sind Teil der heute gestarteten Kampagne „#WartenBisDerArztKommt“.
Die Erregung unter Ärzten aufgrund der Pläne sei groß, berichtet SpiFa-Chef Dr. Dirk Heinrich im „ÄrzteTag“-Podcast: Er habe es noch nie erlebt, dass so viele Kolleginnen und Kollegen aus Eigeninitiative an ihre Abgeordneten im Wahlkreis geschrieben hätten – ganz abgesehen von mittlerweile über 50.000 Unterschriften unter dem offenen Brief der Kassenärztlichen Bundesvereinigung an den Minister. Darin wird die Beibehaltung der Neupatientenregelung gefordert.
Placebo-Tabletten wirken selbst dann, wenn die Patientinnen und Patienten wissen, dass das keine „echten“ Medikamente sind. Das ist für chronische Schmerzen, für Fatigue oder depressive Verstimmungen nachgewiesen worden. Es braucht aber gar keine bunten Placebos. Der Placebo-Effekt lässt sich auch ohne Scheinmedikamente nutzen, nämlich indem eine entsprechende Erwartungshaltung erzeugt wird, erläutert Professorin Ulrike Bingel im „ÄrzteTag“-Podcast. Und das gelte nicht nur für Schmerzsyndrome. Es gibt kein System des Körpers, für das keine Placebo-Effekte beschrieben worden sind.
Worum es geht, sind Erwartungen an und Erfahrungen mit Therapien und Therapeuten. Wir sprechen dabei nicht über psychologische Effekte oder gar „Einbildung“, sondern objektiv nachgewiesene physiologische Effekte. Gelingt es, die Mechanismen „Erwartung“ und „Lernen“ personalisiert zu steuern, lässt sich jede spezifische Therapie modulieren – zum Guten wie zum Schlechten. Auch darüber spricht Ulrike Bingel. Nocebo-Effekte gelte es natürlich möglichst zu vermeiden, also negative Erwartungen an eine Therapiemaßnahme. Diese könnten ebenso wirkmächtig sein wie Placebo-Wirkungen: „Da hole ich mal was aus dem Giftschrank!“ – das klingt gar nicht gut! (Dauer: 19:10 Minuten)
„Ich glaube, es ist zu viel, ich weiß gar nicht, wie ich das schaffen kann“: Diese Sorgen begleiten viele angehende Medizinstudenten und bereits Studierende. Dabei ist es genau dieser Gedanke, der jeden im Studium zusammenschweißt, sagt die angehende Ärztin Alina Walbrun im „Ärztetag“-Podcast. Auch spricht sie darüber, wieso sie jedem Abiturienten raten würde, das Studium auszuprobieren, auch ohne einen NC von 1,0.
Zurzeit ist Alina Walbrun Studentin der Humanmedizin und Doktorandin der Handchirurgie, Plastischen und Ästhetischen Chirurgie am Klinikum der Universität in München. Neben ihrem Studium ist sie Medizin-Influencerin: Ihren knapp 123.000 Followern berichtet sie auf der Plattform TikTok direkt aus ihrem Medizinstudium. Unter anderem gibt sie persönliche Tipps, wie es auch andere durch das Medizinstudium schaffen können. Und nicht nur das ist Inhalt des Podcasts: Alina Walbrun kommt zudem darauf zu sprechen, wieso es besonders wichtig ist, sich mit der Pflege gut zu stellen. (Dauer: 13:06 Minuten)
Die Goethe-Universität Frankfurt hat zu viele Zulassungen zum Medizinstudium erteilt und diese dann zurückgezogen. Sie hat ihr Bedauern ausgedrückt. Im „ÄrzteTag“-Podcast kommen die Betroffenen Linda Reimann und Nina Schmitz zu Wort.
Nina Schmitz hat 12 andere Angebote für Medizinstudienplätze verloren, Linda Reimann hat einen zugesicherten Platz in Ungarn aufgegeben. Es habe ihnen den Boden unter den Füßen weggezogen – so beschreiben beide den Moment, als sie den Rücknahmebescheid bekommen haben. Welche Lösungen sie sich vorstellen können und was sie schon für ihre Medizinstudienplätze getan haben, berichten sie in dieser Epsiode.
Redaktioneller Hinweis: Das Gespräch mit Linda Reimann und Nina Schmitz haben wir am Dienstag, 30. August, mittags aufgezeichnet. Da es nach der Aufnahme weitere Entwicklungen rund um das Frankfurter Vergabe-Chaos gab, haben wir die neuen Informationen am 1. September ergänzt. Im Podcast weisen wir auf die Stellen, die wir neu eingesprochen haben, hin.
Das Konzept „One Health“ bedeutet, die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt als eng verbunden zu denken. Dabei ist auch die Zusammenarbeit von Veterinär- und Humanmedizinern wichtig. Doch wie sieht diese Zusammenarbeit aus Sicht einer Veterinärmedizinerin aus? „Der Austausch ist wahnsinnig wichtig“, sagt Professor Madeleine Plötz im „ÄrzteTag“-Podcast.
Sie ist Veterinärmedizinerin, Fachtierärztin für Milchhygiene und leitet das Institut für Lebensmittelqualität und –sicherheit an der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo). Sie berichtet etwa vom Projekt PAC-CAMPY im Forschungsnetz Zoonotische Infektionskrankheiten. Hier erforscht das Institut für Lebensmittelqualität und –sicherheit gemeinsam mit anderen Forschungseinrichtungen, etwa der Charité in Berlin, Campylobacter-Infektionen, wie sie vermieden und wie behandelt werden können. Auch von Alternativen zu Antiobiotika erzählt Plötz im „ÄrzteTag“-Podcast. (Dauer: 18:11 Minuten)
In der Medizin ist es wichtig, transparent mit Fehlern umzugehen und aus ihnen zu lernen: Das sagt unter anderem das Aktionsbündnis Patientensicherheit. Dabei sind Behandlungsfehler – zum Beispiel Seitenverwechslungen oder Medikamentenverwechslungen – nicht nur ein Thema für Stationsärzte. Etwa ein Drittel der Vorwürfe zu Behandlungsfehlern kommen aus dem ambulanten Sektor, das ergab eine Auswertung des Medizinischen Dienst Bund, die im Juni veröffentlicht wurde.
Im „ÄrzteTag“-Podcast erzählt Dr. Armin Wunder, niedergelassener Hausarzt aus Frankfurt, wie er in der Praxis mit Fehlern umgeht. An konkreten Beispielen aus seinem Alltag erklärt er, wie man es schafft, sachlich über unerwünschte Ereignisse zu sprechen – im Team und mit den Patienten. (Dauer: 13:31 Minuten)
One Health bedeutet, die Gesundheit von Mensch und Tier sowie Umwelt eng verbunden zu denken. Die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bmvd) hat dazu, in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband der Veterinärmedizinstudierenden Deutschland (bvvd), ein Positionspapier veröffentlicht. Darin fordert sie mehr interprofessionelle Lehre zum Thema One Health und schlägt ein nationales One Health-Gremium vor.
Claire Pleimelding von der bvmd geht soweit zu sagen, dass sie als zukünftige Ärztin in der Klinik, in der Praxis oder in der Forschung nicht um One Health herumkommt. Wie One Health in der Lehre bereits umgesetzt wird, erklärt sie in dieser Episode des „ÄrzteTag“-Podcasts. (Dauer: 23:29 Minuten)
Zu behaupten, die Corona-Pandemie sei eine Herausforderung, ist eine sehr euphemistische Aussage: Manche Menschen leiden erheblich – nicht nur unter der Erkrankung COVID-19, sondern viele eher unter den Folgen der Pandemiemaßnahmen. Waren Schulschließungen auch für Politiker eine der schwierigsten Entscheidungen, ist heute noch nicht vollständig klar, wie sinnvoll die Maßnahme für das Infektionsgeschehen war. Und für die Kinder? Was macht es mit den jungen Menschen plötzlich ohne präsente Lehrer und anderen Kindern zu sein?
Prof. Martin Holtmann ist ärztlicher Direktor der LWL-Uniklinik Hamm, einer Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, und hat eine klare Meinung: Die meisten werden dauerhaft nicht psychisch beeinträchtigt sein – es wird keine „verlorene Generation“ geben. In diese Episode des „ÄrzteTag“-Podcasts erklärt der studierte Humanmediziner und Theologe, wie er zu dieser Sichtweise kommt.
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