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Das Corona-Rad scheint sich immer schneller zu drehen, eine Infektions-Höchststandmeldung jagt die andere, die Krisentreffen der Regierungs-Chefs von Bund und Ländern finden in immer kürzeren Abständen statt, gefolgt von Änderungen der Corona-Maßnahmen. Am Mittwoch haben nun in seltener Einmütigkeit Bund und Länder gemeinsam für vier Wochen weitere Einschränkungen beschlossen, um so das Infektionsgeschehen wieder in den Griff zu bekommen – die Einschränkungen sind deutlich, aber nicht so absolut wie im Frühjahr, quasi ein Lockdown light. Genau den hätten eigentlich etliche Ärztevertreter und Wissenschaftler gerne vermieden. Kurz vor dem politischen Corona-Gipfel ist am Mittwoch haben sie ein Positionspapier vorgelegt mit einer eigenen Strategien, wie auf die steigenden Corona-Infektionszahlen reagiert werden könnte. Unterzeichnet haben das Papier die KBV und die beiden Virologen Professor Hendrik Streeck (Universität Bonn) und Professor Jonas Schmidt-Chanasit (Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin, Hamburg). Unterstützung kommt von vielen Ärzte und Psychotherapeuten auf einer langen Liste an großen und kleinen ärztlichen Berufsverbänden und Fachgesellschaften.
Bei Schlaganfällen zählt jede Minute und eine schnelle Einlieferung auf eine neurologische Station - am besten eine Stroke Unit. Doch die ist nicht immer in unmittelbarer Nähe. Dann können auch in einem Telekonsil, die wichtigsten Informationen ausgetauscht werden, um erste Behandlungsentscheidungen zu treffen, ist Privatdozent Dr. Christoph Gumbinger überzeugt. Er ist Sprecher der Kommission "Telemedizinsche Schlaganfallversorgung" der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft und Leiter der Stroke-Unit an der Universität Heidelberg.
Durchblutungsstörungen durch Diabetes werden oft verschleppt, obwohl sie schlimme Folgen bis hin zur Amputation von Gliedmaßen haben können. Ärzten fällt die Entscheidung für eine solche Operation daher ebenfalls schwer. Ihr Ziel ist es, möglichst frühzeitig zu intervenieren, indem der Blutzucker gut eingestellt wird, Wunden an Fuß und Bein ordentlich versorgt werden und die Gefäßdurchblutung erhalten bleibt.
Täglich überschlagen sich derzeit die Meldungen mit neuen Höchstständen bei den positiven Corona-Tests. Noch scheint das nicht in gleichem Maß auf die Zahl schwer erkrankter Patienten mit COVID-19 durchzuschlagen. Doch vergangenen Freitag kam eine erste Meldung der Landesregierung Nordrhein-Westfalen, wonach die Zahl der stationär zu behandelnden COVID-19-Kranken in dem bevölkerungsreichsten Bundesland innerhalb eine Woche von 950 auf rund 1420 Patienten gestiegen war. Vier Wochen zuvor hatte die Zahl noch bei nur 320 gelegen. Einen profunden Einblick in das Infektionsgeschehen auf Intensivstationen hat Professor Gernot Marx. Er ist nicht nur Sprecher des Arbeitskreises Intensivmedizin der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI), sondern auch Direktor an der Unkiklinik Aachen im Bereich Intensivmedizin. Im Podcastgespräch berichtet er, wie sich die Intensivmediziner auf die neue Situation einstellen, welche Sorgen bestehen und welche Erfahrungen aus den ersten Monaten der Pandemie für die aktuellen Pläne und Behandlungsstrategien hilfreich sind.
Allein in Deutschland werden derzeit drei Impfstoffkandidaten gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 erforscht. So auch am Hamburger Uniklinikum-Eppendorf (UKE). Dort erprobt das Team der Infektiologin und Internistin Professor Marylyn Addo die Vektorvakzine MVA-SARS-2-S.
In dieser „ÄrzteTag“-Episode berichtet sie über erste Fortschritte – nicht nur bei ihrer Phase-1-Studie – und gibt einen Ausblick, wann ein erster Impfstoff zugelassen sein könnte. Und sie spricht darüber, was wir jetzt in der Pandemie tun sollten – und warum „wir die Pandemie sind“.
Foto: Ulrich Perrey / dpa-POOL / dpa
Aus dem Bundesgesundheitsministerium gibt es erste Eckpunkte für ein neues Digitalisierungsgesetz. Gesundheitsminister Jens Spahn würde damit zum nächsten großen Wurf ansetzen, denn die Stichpunkte haben es in sich. So will er die Nutzer der Telematikinfrastruktur (TI) deutlich ausweiten. Er will die TI „an Europa“ anschließen. Die elektronische Gesundheitskarte (eGK) würde zum Auslaufmodell. Und noch sehr viel mehr.
In dieser „ÄrzteTag“-Episode stellen wir erste Vermutung an, was die Pläne konkret für Ärzte und andere Leistungserbringer bedeuten könnten. Klar ist: Einfach umzusetzen wird dieses Gesetz nicht. Und es könnte einige frustrierte Gesichter geben.
Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com | Dean Hanson/Albuquerque Journal
Mit einem Quereinstieg will die Landesärztekammer in Thüringen Ärzte für den öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) gewinnen. Mit einer verkürzten Weiterbildung von ein oder zwei Jahren sollen so Kollegen aus anderen Fachgebieten einen Facharzt für öffentliches Gesundheitswesen absolvieren können. Die Möglichkeiten will die Kammer nach einem Grundsatzbeschluss jetzt vorbereiten.
Warum nicht auch einfach andere Fachgebiete in den Gesundheitsämtern tätig werden können, was schon heute oft der Fall ist, darüber sprechen wir in dieser Episode vom „ÄrzteTag“-Podcast mit Thüringens Kammerpräsidentin Dr. Ellen Lundershausen. Wir sprechen über die Hürden bis zum Quereinstieg, für wen er infrage käme, und ob der Thüringer Weg ein bundesweites Modell sein könnte.
Foto: BÄK
Im Frühjahr haben die niedergelassenen Ärzte quasi über Nacht ihre Praxen auf den Pandemiebetrieb umgestellt, zusätzliche Hygienemaßnahmen hochgefahren, Sichtschutz am Tresen installiert oder sogar "Fensterpraxen" eröffnet. Nun kommt mit steigenden Corona-Infektionszahlen wieder mehr Arbeit auf die Arztpraxen zu. Auch die neue nationale Teststrategie erhöht den Bedarf etwa für Abstriche von asymptomatischen Personen.
Das Kompetenzzentrum Hygiene und Medizinprodukte der KVen (www.hygiene-medizinprodukte.de) hat jetzt die neue Broschüre "Pandemieplanung in der Arztpraxis. Eine Anleitung zum Umgang mit Corona" veröffentlicht. In dieser Episode vom "ÄrzteTag"-Podcast sprechen wir mit einer der Autorinnen, Marion Dorbath vom CoC, wie die Praxen durch den Pandemie-Winter kommen.
Foto: CoC
Seit Donnerstag gilt die neue Corona-Testverordnung. Sie bringt nicht nur die Antigentests in die nationale Teststrategie, sondern mit ihr werden erstmals auch kostenfreie Screenings für Ärzte und Pflegekräfte und Gesundheitseinrichtungen ermöglicht. Mit diesen Schnelltests tun sich aber viele klinisch relevante Fragen auf.
Wann sind sie sinnvoll und wann nicht? Wie gut ist ihre Testgüte und sind sie überhaupt extern validiert? Und was unterscheidet ein negatives Antigen-Testergebnis in Berlin von einem positiven Testergebnis in Schleswig?
Darüber sprechen wir in dieser „ÄrzteTag“-Episode mit dem Berliner Facharzt für Laboratoriumsmedizin Dr. Michael Müller. Der 1. Vorstandsvorsitzende der Akkreditierten Labore in der Medizin – ALM e.V. spricht über den „Dreiklang“ für den Winter, über Partys und Tierärzte.
Quellen:
Foto: ALM e.V.
Auf Ärzte kommt das AIS zu, das Arzneimittelinformationssystem nach dem AMNOG. Was gut klingt, nämlich die Nutzenbewertung der Arzneien transparent zu machen, sorgt aber nicht nur bei ihnen für Kopfzerbrechen. Sie befürchten ein erhöhtes Regressrisiko und Einschränkungen ihrer Therapiefreiheit.
In dieser "ÄrzteTag"-Episode sprechen wir deshalb über die Wirkungen und Nebenwirkungen des AIS mit Dr. Gerhard Nitz. Der Fachanwalt für Medizinrecht von der Anwaltskanzlei Geiger, Nitz, Daunderer (www.gnd-law.de) ist ein Experte im Arzneimittelrecht.
Er erklärt, warum ein fehlender Zusatznutzen noch lange keinen Verordnungsausschluss bedeutet. Und er spricht darüber, wann Ärzte die Bewertungen bei ihrer Therapieentscheidung berücksichtigen sollten und wann sie in Rechtfertigungsnöte geraten könnten.
Foto: privat
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