Blick in die Bibel

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Blick in die Bibel episodes

  • "Fürchtet euch nicht" - Monika Kleine im Gespräch
    „Monika kann vieles, nur keinen Smalltalk“, sagt ihre gute Freundin, die Bestsellerautorin Husch Josten über Monika Kleine. Selbst einer Karnevalskarawane an Weiberfastnacht durch eine volle Kneipe habe sie Tiefgang verliehen. Kleine selbst kann darüber schmunzeln: „Mich interessieren die Menschen, die mir gegenüberstehen. Über das Wetter kann man eben nicht zehn Minuten reden.“Als langjährige SKF-Geschäftsführerin hat sie viele herausfordernde Zeiten erlebt – besonders die Corona-Pandemie. Sie beschreibt diese Jahre als anstrengend, aber auch als eine Zeit großer Solidarität und Kreativität. „Wir mussten die Fragen lieben, um in die Antworten hineinwachsen zu können“, sagt sie rückblickend. Die Krise habe gezeigt, welche Kräfte in Menschen stecken, wenn sie gemeinsam nach Lösungen suchen.Auch angesichts von Kriegen, Klimakrise und Sorgen um die Demokratie bewahrt Monika Kleine ihre Zuversicht. Sie richtet den Blick weniger auf die großen, unüberschaubaren Entwicklungen, sondern auf das, was unmittelbar getan werden kann: „Im Tun kann Trost liegen. Es vermittelt das Gefühl von Kraft, die dann auch mehr wird.“Im Tagesevangelium vom 6. August, in dem Jesus in einer Wolke erscheint und Gott sich zu seinem Sohn bekennt, berührt sie weniger die Wolke als die Erde darunter. Sie spricht von den „Schultern der Generationen“, auf denen wir stehen. Der Satz „Fürchtet euch nicht“ bedeute für sie nicht, dass Ängste verschwinden, sondern dass Menschen Kraft finden können, ihnen zu begegnen. „Ich bin weder der Anfang noch das Ende. Ich bin ein Teil dieser Kette und muss schauen: Was ist meine Aufgabe hier und heute?“Aus dem Evangelium nach Matthäus:In jener Zeit nahm Jesus Petrus, Jakobus und dessen Bruder Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg. Und er wurde vor ihnen verwandelt; sein Gesicht leuchtete wie die Sonne und seine Kleider wurden weiß wie das Licht. Und siehe, es erschienen ihnen Mose und Elija und redeten mit Jesus. Und Petrus antwortete und sagte zu Jesus: Herr, es ist gut, dass wir hier sind. Wenn du willst, werde ich hier drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija. Noch während er redete, siehe, eine leuchtende Wolke überschattete sie und siehe, eine Stimme erscholl aus der Wolke: Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe; auf ihn sollt ihr hören. Als die Jünger das hörten, warfen sie sich mit dem Gesicht zu Boden und fürchteten sich sehr. Da trat Jesus zu ihnen, fasste sie an und sagte: Steht auf und fürchtet euch nicht! Und als sie aufblickten, sahen sie niemanden außer Jesus allein. Während sie den Berg hinabstiegen, gebot ihnen Jesus: Erzählt niemandem von dem, was ihr gesehen habt, bis der Menschensohn von den Toten auferweckt ist! (Mt 17,1-9)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
    11 min
  • Ich bin emanzipiert katholische - Monika Kleine im Gespräch
    Für unsere Gesprächspartnerin im Tagesevangelium in der Woche vom 3.08- 08., Monika Kleine, ist der Glaube an Gott eine Entscheidung, ein Geschenk und lebenslange Erfahrung zugleich. Auch nach ihrem Ausscheiden als Geschäftsführerin des SkF Köln ist sie weiterhin in unterschiedlichen Gremien für die Kirche aktiv. So ist sie im Vorstand der Karl Rahner Akademie und des Katholikenausschusses der Stadt Köln. Kritisch setzt sie sich für ihre Kirche ein. Reformen gingen zu langsam voran, sagt sie, besonders mit Blick auf Frauen. Dennoch komme ein Austritt für sie nicht infrage: Kirche besteht für sie nicht nur aus der Institution, sondern vor allem aus den Menschen, die sie auf ihrem Glaubensweg geprägt und gestärkt hätten. Das Tagesevangelium vom 5. August habe sie zunächst irritiert. Vor allem Jesu Worte, er sei „nur zu den verlorenen Schafen Israels“ gesandt, hätten in ihr Widerspruch ausgelöst. Umso stärker beeindrucke sie der Wandel: Jesus lasse sich von der Hartnäckigkeit der Frau berühren und öffne sich ihrer Bitte. Gerade dieser Prozess mache das Evangelium für sie so aktuell. Die beharrliche Mutter werde für sie zum Vorbild, weil sie sich weder abweisen noch entmutigen lasse und unbeirrt für das Wohl ihres Kindes eintrete.Aus dem Evangelium nach Matthäus: In jener Zeit zog sich Jesus in das Gebiet von Tyrus und Sidon zurück. Und siehe, eine kanaanäische Frau aus jener Gegend kam zu ihm und rief: Hab Erbarmen mit mir, Herr, du Sohn Davids! Meine Tochter wird von einem Dämon gequält. Jesus aber gab ihr keine Antwort. Da traten seine Jünger zu ihm und baten: Schick sie fort, denn sie schreit hinter uns her! Er antwortete: Ich bin nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt. Doch sie kam, fiel vor ihm nieder und sagte: Herr, hilf mir! Er erwiderte: Es ist nicht recht, das Brot den Kindern wegzunehmen und den kleinen Hunden vorzuwerfen. Da entgegnete sie: Ja, Herr! Aber selbst die kleinen Hunde essen von den Brotkrumen, die vom Tisch ihrer Herren fallen. Darauf antwortete ihr Jesus: Frau, dein Glaube ist groß. Es soll dir geschehen, wie du willst. Und von dieser Stunde an war ihre Tochter geheilt. (Mt 15,21-28)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebie
    10 min
  • "Ungerechtigkeit löst bei mir politischen Zorn aus" - Monika Kleine im Gespräch
    Mit Monika Kleine sprechen wir in dieser Woche über das Tagesevangelium. Im Vorgespräch am Dienstag geht es um ihre Zeit beim SkF, dem Sozialdienst katholischer Frauen in Köln. Seit mehr als drei Jahrzehnten - bis 2024 - hat Monika Kleine den SkF Köln mit geprägt. Für sie ist der Verband vor allem eines: eine Organisation, die Frauen in unterschiedlichsten Notlagen unterstützt. Das Wachstum des SKF erklärt sie damit, dass die Mitarbeitenden genau hingehört und aus konkreten Problemen passgenaue Hilfen entwickelt haben – etwa für drogenabhängige Schwangere, die durch intensive Begleitung eine neue Perspektive gewinnen konnten. Besonders wichtig ist ihr, auch gesellschaftliche Tabuthemen sichtbar zu machen und politisch Veränderungen anzustoßen. Ungerechtigkeit löst bei ihr bis heute „politischen Zorn“ aus.Im Blick auf das Tagesevangelium vom 4. August liest Monika Kleine die Wundererzählung weniger wörtlich als im übertragenen Sinn. Entscheidend sei die Erfahrung, dass Menschen jemanden brauchen, der an sie glaubt und ihnen Rückhalt gibt. Diesen Gedanken verbindet sie mit ihrem eigenen Glauben: Er schenke ihr Halt, Zuversicht und die Kraft, trotz aller Herausforderungen den Weg für und mit anderen weiterzugehen.Aus dem Evangelium nach Matthäus:Nachdem Jesus die Menge gespeist hatte, drängte er die Jünger, ins Boot zu steigen und an das andere Ufer vorauszufahren. Inzwischen wollte er die Leute nach Hause schicken. Nachdem er sie weggeschickt hatte, stieg er auf einen Berg, um für sich allein zu beten. Als es Abend wurde, war er allein dort. Das Boot aber war schon viele Stadien vom Land entfernt und wurde von den Wellen hin und her geworfen; denn sie hatten Gegenwind. In der vierten Nachtwache kam er zu ihnen; er ging auf dem See. Als ihn die Jünger über den See kommen sahen, erschraken sie, weil sie meinten, es sei ein Gespenst, und sie schrien vor Angst. Doch sogleich sprach Jesus zu ihnen und sagte: Habt Vertrauen, ich bin es; fürchtet euch nicht! Petrus erwiderte ihm und sagte: Herr, wenn du es bist, so befiehl, dass ich auf dem Wasser zu dir komme! Jesus sagte: Komm! Da stieg Petrus aus dem Boot und kam über das Wasser zu Jesus. Als er aber den heftigen Wind bemerkte, bekam er Angst. Und als er begann unterzugehen, schrie er: Herr, rette mich! Jesus streckte sofort die Hand aus, ergriff ihn und sagte zu ihm: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt? Und als sie ins Boot gestiegen waren, legte sich der Wind. Die Jünger im Boot aber fielen vor Jesus nieder und sagten: Wahrhaftig, Gottes Sohn bist du. Sie fuhren auf das Ufer zu und kamen nach Gennésaret. Als die Leute jener Gegend ihn erkannten, schickten sie in die ganze Umgebung. Und man brachte alle Kranken zu ihm und bat ihn, er möge sie wenigstens den Saum seines Gewandes berühren lassen. Und alle, die ihn berührten, wurden geheilt. (Mt 14,22-36)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
    11 min
  • Keine Notlage ist beschämend und hoffnungslos - Monika Kleine im Gespräch
    In der Woche vom 03. - 08. August ist Monika Kleine unsere Gesprächspartnerin beim Blick auf das jeweilige Tagesevangelium. In kurzen Vorgesprächen stellen wir die  langjährige Geschäftsführerin des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) Köln vor. Ein Schlüsselerlebnis ihrer Jugend hat ihre Lebensweg geprägt. Mit 18 Jahren wurde sie kurz vor dem Abitur auf einem katholischen Internat im Schwarzwald schwanger. Sie rechnete fest damit, die Schule verlassen zu müssen. Stattdessen erlebt sie, was sie bis heute prägt: Die Ordensfrauen stehen hinter ihr, schenken ihr Vertrauen und ermöglichen ihr das Abitur. Als alleinerziehende Studentin arbeitet sie nachts in einer Kneipe, tagsüber kümmert sie sich um ihr Kind und studiert. Aus dieser Erfahrung wächst auch ihr Lebensmotto: „Keine Notlage ist beschämend, keine Notlage ist hoffnungslos.“Im Blick auf das Tagesevangelium von der Brotvermehrung entdeckt Kleine eine Haltung, die mit ihrer Lebenseinstellung zentral zu tun hat. Für sie geht es weniger um das Wunder als um den Perspektivwechsel: Nicht auf den Mangel schauen, sondern auf das, was da ist und geteilt werden kann. Besonders berührt sie, dass Jesus trotz seiner Trauer um Johannes die Not der Menschen wahrnimmt. Für Kleine ist das eine Einladung, Hoffnung zu bewahren, Möglichkeiten zu erkennen und mit dem Vorhandenen Gutes zu bewirken.Aus dem Evangelium nach Matthäus: In jener Zeit trat ein Mensch auf Jesus zu, fiel vor ihm auf die Knie und sagte: Herr, hab Erbarmen mit meinem Sohn! Er ist mondsüchtig und hat schwer zu leiden. Oft fällt er ins Feuer und oft ins Wasser. Ich habe ihn schon zu deinen Jüngern gebracht, aber sie konnten ihn nicht heilen. Da sagte Jesus: O du ungläubige und verkehrte Generation! Wie lange muss ich noch bei euch sein? Wie lange muss ich euch noch ertragen? Bringt ihn her zu mir! Und Jesus drohte ihm und der Dämon fuhr von ihm aus. Und der Knabe war von jener Stunde an geheilt. Als die Jünger mit Jesus allein waren, wandten sie sich an ihn und fragten: Warum konnten denn wir den Dämon nicht austreiben? Er antwortete: Wegen eures Kleinglaubens. Denn, amen, ich sage euch: Wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, dann werdet ihr zu diesem Berg sagen: Rück von hier nach dort! und er wird wegrücken. Nichts wird euch unmöglich sein. (Mt 17(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
    13 min
  • Zeugen der Wahrheit sein – Gespräch mit Schwester Anne Kurz
    In dieser Folge vom "Blick in die Bibel" erzählt Schwester Anne Kurz aus Münster zuerst etwas Persönliches: Sie liest gerade einen packenden Krimi, obwohl sie sich sonst kaum für dieses Genre begeistern kann. Außerdem spricht die Ordensfrau der Gemeinschaft Verbum Dei darüber, wie sie im Alltag zur Ruhe kommt – durch Spazierengehen, Schreiben und manchmal Malen. Danach stellt Schwester Anne das Exerzitienhaus ihrer Gemeinschaft in Venne bei Münster vor. Passend dazu steht im Tagesevangelium Johannes der Täufer im Mittelpunkt, denn die Kirche in Venne steht unter dem Patronat dieses Heiligen. Schwester Anne erklärt, warum Johannes eine starke, aber auch unbequeme Figur ist. Der Vorläufer Jesu verkündete die Wahrheit, auch wenn es gefährlich wurde. Für sie zeigt er, dass Glaube Mut braucht – und dass Menschen berufen sind, Licht zu sein und für Gerechtigkeit einzustehen.Aus dem Matthäusevangelium:In jener Zeit hörte der Tetrárch Herodes, was man von Jesus erzählte. Er sagte zu seinem Gefolge: Das ist Johannes der Täufer. Er ist von den Toten auferweckt worden; deshalb wirken solche Kräfte in ihm. Herodes hatte nämlich Johannes festnehmen und in Ketten ins Gefängnis werfen lassen wegen der Heródias, der Frau seines Bruders Philíppus. Denn Johannes hatte zu ihm gesagt: Es ist dir nicht erlaubt, sie zur Frau zu haben. Dieser wollte ihn töten lassen, fürchtete sich aber vor dem Volk; denn man hielt Johannes für einen Propheten. Als aber der Geburtstag des Herodes war, tanzte die Tochter der Heródias vor ihnen. Und sie gefiel Herodes, sodass er mit einem Eid zusagte, ihr zu geben, was immer sie sich wünschte. Sie aber, angestiftet von ihrer Mutter, sagte: Gib mir hier auf einer Schale den Kopf Johannes’ des Täufers! Und der König, der traurig wurde wegen der Eide und wegen der Gäste, befahl, den Kopf zu bringen. Und er schickte und ließ Johannes im Gefängnis enthaupten. Man brachte seinen Kopf auf einer Schale und gab ihn dem Mädchen und sie brachte ihn ihrer Mutter. Und seine Jünger kamen, holten den Leichnam und begruben ihn. Dann gingen sie und berichteten es Jesus. (Mt 14,1-12)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
    12 min
  • "Wo der Wille Gottes zu finden ist" – Gespräch mit Schwester Anne Kurz
    In dieser Folge vom "Blick in die Bibel" spricht DOMRADIO.DE-Redakteur Roland Müller mit Schwester Anne Kurz über den heiligen Ignatius von Loyola, der für sie und ihre Ordensgemeinschaft Verbum Dei sehr wichtig ist. Schwester Anne erzählt, wie Ignatius nach einer schweren Verletzung durch das Lesen von Heiligengeschichten innerlich verändert wurde. Daraus entstand seine geistliche Methode, genau hinzuspüren: Was gibt mir Frieden, Kraft und Trost? Danach legt Schwester Anne das Tagesevangelium aus: Jesus kommt in seine Heimat, doch die Menschen können kaum glauben, dass einer "von ihnen" wirklich von Gott gesandt ist. Schwester Anne erklärt: Wer sich verschließt, kann Gottes Wirken nur schwer erfahren. Vertrauen und Offenheit sind der Anfang von Heilung. Eine Folge über innere Klarheit, Glauben und die Frage, warum Nähe manchmal blind macht.Aus dem Matthäusevangelium:In jener Zeit kam Jesus in seine Heimatstadt und lehrte die Menschen in ihrer Synagoge, sodass sie außer sich gerieten vor Staunen und sagten: Woher hat er diese Weisheit und die Machttaten? Ist das nicht der Sohn des Zimmermanns? Heißt nicht seine Mutter Maria und sind nicht Jakobus, Josef, Simon und Judas seine Brüder? Leben nicht auch alle seine Schwestern unter uns? Woher also hat er das alles? Und sie nahmen Anstoß an ihm. Da sagte Jesus zu ihnen: Nirgends ist ein Prophet ohne Ansehen außer in seiner Heimat und in seiner Familie. Und er wirkte dort nicht viele Machttaten wegen ihres Unglaubens. (Mt 13,54-58)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
    13 min
  • "Dem Ruf Gottes folgen" – Gespräch mit Schwester Anne Kurz
    In dieser Folge vom "Blick in die Bibel" spricht DOMRADIO.DE-Redakteur Roland Müller mit Schwester Anne Kurz von der Ordensgemeinschaft Verbum Dei über geistliche Begleitung. Sie erklärt, dass es dabei um vertrauliche Gespräche geht, in denen Menschen ihr Leben, ihren Glauben und wichtige Fragen betrachten können. Das ist nicht nur für Menschen möglich, die eine Priester- oder Ordensberufung in Betracht ziehen, sondern für alle Gläubige, die dem eigenen Weg mit Gott nachspüren wollen. Danach deutet Schwester Anne das Tagesevangelium, in dem es um das Fischernetz geht. Die Ordensfrau sagt: Unser Leben ist oft gemischt – voller Gutem, Schwerem, Licht und Schatten. Wichtig sei, nicht zu schnell auszusortieren, sondern auch aus schwierigen Erfahrungen zu lernen. Am Ende des Tagesevangeliums geht es zudem um einen Schatz aus Altem und Neuem. Eine Folge über Berufung, Alltag und die Frage, was Gott uns mitten im Durcheinander zeigen will – unbedingt reinhören!Aus dem Matthäusevangelium:In jener Zeit sprach Jesus zu den Jüngern: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Netz, das ins Meer ausgeworfen wurde und in dem sich Fische aller Art fingen. Als es voll war, zogen es die Fischer ans Ufer; sie setzten sich, sammelten die guten Fische in Körbe, die schlechten aber warfen sie weg. So wird es auch bei dem Ende der Welt sein: Die Engel werden kommen und die Bösen aus der Mitte der Gerechten aussondern und sie in den Feuerofen werfen. Dort wird Heulen und Zähneknirschen sein. Habt ihr das alles verstanden? Sie antworteten ihm: Ja. Da sagte er zu ihnen: Deswegen gleicht jeder Schriftgelehrte, der ein Jünger des Himmelreichs geworden ist, einem Hausherrn, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorholt. (Mt 13,47-52)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
    12 min
  • "Größere Gemeinschaft mit Jesus" – Gespräch mit Schwester Anne Kurz
    Schwester Anne Kurz erzählt in dieser Folge vom "Blick in die Bibel", wie sie zwischen Münster und Hildesheim pendelt und dabei mit Verspätungen, Umstiegen und manchmal auch schwierigen Situationen im Zug zu tun hat. Im Bistum Hildesheim arbeitet sie als Referentin für Liturgie und Schöpfungsverantwortung. Im Rahmen dieser Tätigkeit begleitet sie etwa Ehrenamtliche, die Wort-Gottes-Feiern gestalten. Danach geht es um das Evangelium von Marta und Maria: Marta arbeitet, Maria hört Jesus zu. Schwester Anne deutet die Geschichte nicht als Gegensatz, sondern als Einladung, den eigenen Platz zu finden. Das Ziel muss immer eine größere Gemeinschaft mit Jesus sein, findet sie. Wichtig sei zudem, sich immer wieder zu fragen: Was ist jetzt wirklich wesentlich? Eine Podcastfolge über Alltag, Glauben und die Kunst, zwischen Tun und Hören eine Balance zu finden.Aus dem Lukasevangelium:In jener Zeit kam Jesus in ein Dorf. Eine Frau namens Marta nahm ihn gastlich auf. Sie hatte eine Schwester, die Maria hieß. Maria setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seinen Worten zu. Marta aber war ganz davon in Anspruch genommen zu dienen. Sie kam zu ihm und sagte: Herr, kümmert es dich nicht, dass meine Schwester die Arbeit mir allein überlässt? Sag ihr doch, sie soll mir helfen! Der Herr antwortete: Marta, Marta, du machst dir viele Sorgen und Mühen. Aber nur eines ist notwendig. Maria hat den guten Teil gewählt, der wird ihr nicht genommen werden. (Lk 10,38-42)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
    14 min
  • "Wie die Sonne leuchten" – Gespräch mit Schwester Anne Kurz
    In dieser Folge von "Blick in die Bibel" erzählt Schwester Anne Kurz von ihrer Ordensgemeinschaft Verbum Dei. Sie erklärt, dass die Gemeinschaft auf Mallorca entstanden ist und ihr Charisma in Gebet und Verkündigung besteht. Wichtig ist der Ordensschwester die persönliche Beziehung zu Gott und die Weitergabe des Glaubens. Danach geht es um die Auslegung des Evangeliums vom Unkraut auf dem Acker. Schwester Anne findet es tröstlich, dass selbst die Jünger Jesu nicht immer alles verstehen und nachfragen. Die harten Bilder vom Gericht deutet sie nicht als eine beängstigende Rede, sondern als große Hoffnung: Am Ende wird die Gerechtigkeit Gottes sichtbar. Die Gerechten werden "wie die Sonne leuchten". Warum dieser Satz gerade in dunklen Zeiten Mut machen kann, hört man in dieser Folge des Podcasts.Aus dem Matthäusevangelium:In jener Zeit verließ Jesus die Menge und ging in das Haus. Und seine Jünger kamen zu ihm und sagten: Erkläre uns das Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker! Er antwortete: Der den guten Samen sät, ist der Menschensohn; der Acker ist die Welt; der gute Samen, das sind die Kinder des Reiches; das Unkraut sind die Kinder des Bösen; der Feind, der es gesät hat, ist der Teufel; die Ernte ist das Ende der Welt; die Schnitter sind die Engel. Wie nun das Unkraut aufgesammelt und im Feuer verbrannt wird, so wird es auch bei dem Ende der Welt sein: Der Menschensohn wird seine Engel aussenden und sie werden aus seinem Reich alle zusammenholen, die andere verführt und Gesetzloses getan haben, und werden sie in den Feuerofen werfen. Dort wird Heulen und Zähneknirschen sein. Dann werden die Gerechten im Reich ihres Vaters wie die Sonne leuchten. Wer Ohren hat, der höre! (Mt 13,36-43)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
    15 min
  • Ein leises Gleichnis – Gespräch mit Schwester Anne Kurz
    In dieser Folge des Podcasts "Blick in die Bibel" spricht DOMRADIO.DE-Redakteur Roland Müller mit Schwester Anne Kurz. Die Ordensschwester erzählt, wie sie als junge Frau aus Hamburg ihren Weg in die spanische Gemeinschaft Verbum Dei gefunden hat. Eigentlich fühlte sie sich zuerst zu den Mutter-Teresa-Schwestern hingezogen, doch in Münster entdeckte sie ihre Freude an Verkündigung, Exerzitien und geistlicher Begleitung. Danach legt Schwester Anne das Tagesevangelium aus: Jesus vergleicht darin das Himmelreich mit einem kleinen Senfkorn und mit Sauerteig, der eine große Menge Mehl durchdringt. Für Schwester Anne steckt darin eine starke Hoffnung: Auch kleine Schritte können viel verändern. Warum gerade 50 Kilogramm Mehl für sie so wichtig sind, verrät sie in dieser Podcastfolge.Aus dem Matthäusevangelium:In jener Zeit legte Jesus der Menge ein weiteres Gleichnis vor und sagte: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Senfkorn, das ein Mann auf seinen Acker säte. Es ist das kleinste von allen Samenkörnern; sobald es aber hochgewachsen ist, ist es größer als die anderen Gewächse und wird zu einem Baum, sodass die Vögel des Himmels kommen und in seinen Zweigen nisten. Er sagte ihnen ein weiteres Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit dem Sauerteig, den eine Frau nahm und unter drei Sea Mehl verbarg, bis das Ganze durchsäuert war. Dies alles sagte Jesus der Menschenmenge in Gleichnissen und ohne Gleichnisse redete er nicht zu ihnen, damit sich erfülle,was durch den Propheten gesagt worden ist: Ich öffne meinen Mund in Gleichnissen, ich spreche aus, was seit der Schöpfung der Welt verborgen war. (Mt 13,31-35)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
    15 min

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Die Bibel steckt voller spannender Erzählungen – gemeinsam mit wöchentlich wechselnden Expertinnen und Experten sprechen wir über das Evangelium des Tages und was das Buch der Bücher für uns heute…

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