"Im Höhlengleichnis wird Bildung im klassischen Sinn von e-ducere als herausführen aus der Dunkelheit beschrieben. Voraussetzung dieser Auffassung ist ein Lehrer, der seinen Schüler in seiner Bequemlichkeit stört, ihn zwingt aufzustehen und, wenn nötig, ihn mit Gewalt ins blendende Licht der Wahrheit zerrt. Prominentestes Beispiel solch didaktischer Brutalität wäre bei Plato die sokratische Methode, bei welcher Punkt für Punkt, Vorurteile und Glaubenssätze des Schülers hinterfragt und widerlegt werden, um ihn dadurch von den Ketten falscher Erkenntnisse zu befreien. 1. Ist die Interaktion zwischen Lehrer und Schüler für diese Auffassung von Bildung eine notwendige Voraussetzung? 2. Wenn ja, kann diese Interaktion im Fernunterricht überhaupt erreicht werden? 3. Wenn ja, wie am Besten?"