Grotius schreibt: „Wenn aber viele die Gerechtigkeit, welche sie von den Bürgern fordern, für das Volk oder dessen Herrscher für überflüssig halten, so kommt dieser Irrtum daher, dass sie vor allem im Recht nur den Nutzen sehen, der aus ihm entsteht. Dieser Nutzen ist bei Bürgern, die einzeln für ihren Schutz zu schwach sind, offenbar. Aber grosse Staaten, die alles in sich fassen, was zum Schutz des Lebens nötig ist, scheinen einer Tugend nicht zu bedürfen, welche nach aussen schaut und die Gerechtigkeit genannt wird.“ Was ist die Konsequenz, wenn die Gerechtigkeit von den Herrschern für überflüssig gehalten wird, wenn nur der Nutzen im Recht gesehen wird ?