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Diese Episode Déjà-vu Geschichte ist eigentlich gar keine Episode. Es sind gleich fünf. Als kleiner Bonus während meiner Sommerpause teile ich nämlich fünf Folgen aus einer ehemaligen Miniserie mit dir, die hier im Podcast so noch nicht erschienen sind. Wir begeben uns heute auf eine Reise durch fast eintausend Jahre (zumeist) europäischer Geschichte vom 11. bis ins 20 Jahrhundert und verfolgen dabei die Entwicklung des Kontinents und der Welt während einiger besonders prägender Phasen mit.
Wir starten rein mit einer Geschichte über das Ende der Ritter und den Aufstieg von Bogenschützen und schließlich der Infanterie im Hundertjährigen Krieg. Chronologisch ist das zwar nicht die erste Geschichte der Reihe, sie bietet aber einen guten Startpunkt. Von da – am Ende des Mittelalters – können wir uns nämlich weiter in die Moderne vortasten. In der zweiten Geschichte bewegen wir unseren Blick aber erstmal weg vom militärischen, hin zu einem geistlichen Aspekt der spätmittelalterlichen Entwicklung Europas. Wie nehmen uns das Abendländische Schisma und seine Folgen vor. Danach wird es dann aber ernst. Wir bewegen wir uns zwar zeitlich zurück ins 11. Jahrhundert, gleichzeitig aber mit Riesenschritten in Richtung Moderne vor, wenn wir über die Littera Florentina und die Wiederentdeckung des Römischen Rechts sprechen. Mit Blick auf das 19. und 20. Jahrhundert runden wir unsere Reise dann (wie für die Zeit wohl leider passend) weniger positiv ab und sprechen am Schluss über Blackfacing und ungarischen Nationalismus.
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Beim Wort Duell haben wir alle schnell ein Bild vor Augen. Beziehungsweise ist es wahrscheinlicher eines von zwei Bildern. Entweder stehen sich darin zwei Männer (und ja, es sind immer Männer) mit gezogenen Degen und beeindruckenden Schnurrbärten gegenüber – oder es sind zwar die gleichen Typen, nur mit gezogenen Pistolen. Aber was war und ist ein Duell eigentlich genau? Wie entstand es in der Geschichte und wie unterscheidet es sich von einer handelsüblichen Messerstecherei vor der Kneipe ums Eck? Gibt es bei einem echten Duell gar Regeln und welche berühmten Duelle der Geschichte lassen sich denn finden? Zu guter Letzt noch: Spielt irgendwas davon auch heute noch eine Rolle? Eine ganze Menge Fragen, denen wir uns heute in dieser Episode nähern wollen.
Um mehr über die Geschichte des Duells zu erfahren, habe ich in dieser Folge des Déjà-vu Geschichte Podcasts also zwei Gäste bei mir, die deutlich mehr Ahnung mitbringen, als ich das jemals könnte. Ich spreche mit Alexander und Michael vom Podcast "Schwertgeflüster". Und die beiden kennen sich wirklich aus mit Duellen und Schwertkampf – sogar in der Praxis! Immerhin betreiben sie aktiv "HEMA" - Historical European Martial Arts, oder Historischen Schwertkampf auf Deutsch. Ich lehne mich also (mehr oder weniger – man weiß ja nie) entspannt zurück und lasse mir alles über das Duell und seine Geschichte in Europa vom ausgehenden Mittelalter bis heute erklären.
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Ulm ist eine Stadt, die in Süddeutschland manchmal etwas weniger Beachtung findet als ihre Nachbarn. Man kennt Ulm zwar für sein Münster mit dem höchsten Kirchturm der Welt, andere Sehenswürdigkeiten der Stadt bekommen dagegen oft wenig Aufmerksamkeit. Das ist aber schade und ich möchte das in dieser Folge des Podcast ändern. Denn Ulm hat sowohl eine spannende Geschichte zu erzählen als auch eine ganze Menge an interessanten Orten in der Innenstadt zu bieten. Grund genug also, mit dir gemeinsam heute durch diese Stadt und ihre Geschichte zu spazieren.
An einem Tag kann man in Ulm schon eine ganze Menge machen und ein gutes Gefühl für die Stadt an der Donau entwickeln. Auf unserem Spaziergang bewegen wir uns heute also einmal quer durch die Innenstadt. Wir beginnen am Weinhof mit dem Schwörhaus, spazieren über das Rathaus zum Ulmer Münster, danach an die Stadtmauer und die Grabenhäusle "Auf dem Kreuz" und beenden unseren Trip schließlich im Fischerviertel. Dabei spreche ich viele der historischen Themen an, die Ulm so einzigartig machen: Den Schwörmontag (und das für den Tourismus wichtige, wenn auch etwas weniger historische "Nabada"), die Ulmer Schachteln, Ulms Rolle als Kaiserpfalz sowie den Weg zur reichen mittelalterlichen Handelsstadt.
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Die Welt von heute ist geprägt durch das Patriarchat. Männer dominieren so gut wie alle menschlichen Gesellschaften und der Wandel zu mehr geschlechtlicher Gleichberechtigung findet auch in Deutschland und Europa immer noch zu langsam statt. Dabei stellt sich aber doch die Frage: Wie war das denn in der Geschichte? Gibt es auch historische Beispiele für den Gegenentwurf des Patriarchats, für ein Matriarchat? Und falls ja: Wann und wo gab es ein solches Matriarchat denn? Und überhaupt: Was bedeutet Matriarchat? Das sind eine ganze Menge komplexer Fragen, die uns weit in die Geschichte zurückführen, zumindest bis zur Sesshaftwerdung des Menschen. Tauchen wir also ein!
Gleich zu Beginn der Episode kommt der erste große Downer für alle Anhänger/innen des Feminismus wie mir selbst: Ein echtes Beispiel für ein Matriarchat findet sich in der Geschichte nämlich nicht. Denn nein: Die angeblichen Amazonen genügen nicht! Das soll aber nicht heißen, dass Geschlechterrollen immer schon gleich wie heute gewesen sind – ganz im Gegenteil. Schauen wir uns also gemeinsam an, wie die Aufgabenverteilung in Jäger/innen- und Sammler/innengesellschaften mal ausgesehen hat (die Gendersternchen dürften dir hier schon einen Hinweis geben) und was sich mit der Sesshaftwerdung in der neolithischen Revolution vor etwa 12.000 Jahren geändert hat. Kurz: Wie kamen wir dorthin, wo wir heute sind, und warum gab es wohl nie ein echtes Matriarchat?
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Die Edelweißpiraten waren eine jugendliche Widerstandsbewegung gegen den Nationalsozialismus. Ok … Das mag zwar etwas stark vereinfacht sein. Aber doch könnte man annehmen, man würde öfter von ihnen hören. Doch im Vergleich zu anderen Oppositionsgruppen wie der Weißen Rose um Sophie und Hans Scholl sind die Aktionen der Edelweißpiraten im Rheinland und Ruhrgebiet heute weitgehend unbekannt. Das will ich mit dieser Episode ein klein wenig ändern und was für ein Zufall: Ausgerechnet meine Cousine hat gerade ihre Dissertation zum Thema Edelweißpiraten abgeschlossen! Sachen gibt’s … Gemeinsam wollen wir also etwas Licht hinter den Widerstand und die Ziele der Edelweißpiraten bringen. Beziehungsweise fragen wir uns eigentlich erst mal: Wer waren diese Jugendlichen überhaupt und kann man sie denn als Teil des Widerstands gegen das „Dritte Reich“ bezeichnen?
Wir haben uns also gelinde gesagt einiges vorgenommen für diese Folge. Angefangen bei einer Definition und der Frage, wie es etwa zur Namensgebung „Edelweißpiraten“ kam, wenden wir uns langsam den Aktionen der Gruppe in Nazi-Deutschland zu. Wir fragen uns aber auch: Was waren die Motive der Mitglieder? Gab es überhaupt einheitliche Motive oder haben wir es hier nur versprengten Grüppchen zu tun, die miteinander gar nicht so viel gemeinsam hatten? Mit welcher Form der Verfolgung hatten die Edelweißpiraten zu kämpfen und wie erlebten sie das Ende des Krieges und der Nazi-Herrschaft – wenn sie das denn taten? All das in dieser Episode.
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Die Meiji-Restauration des Jahres 1868 veränderte nicht nur das Land Japan für immer. Sie ist nichts weniger als eine der bemerkenswertesten weltpolitischen Ereignisse der letzten zweihundert Jahre. Umso auffälliger ist es, dass die radikalen Veränderungen der Meiji-Ära in Europa noch heute relativ unbekannt sind. Diese Periode der japanischen Geschichte brachte doch immerhin in kürzester Zeit Veränderungen mit sich, die anderswo Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte in Anspruch nahmen. Am Ende dieses Prozesses war der Staat Japan mit dem vor der Meiji-Restauration schlicht nicht mehr vergleichbar. Das kann man auch nicht über alle Ereignisse der Geschichte sagen …
In dieser Folge des Déjà-vu Geschichte Podcast wollen wir uns die Ereignisse der Meiji-Restauration also etwas näher anschauen. Wie sah die historische Entwicklung Japans in den Jahrhunderten vor diesen Ereignissen aus? Was war die traditionelle Rolle des Kaisers oder Tennō in dieser Gesellschaft? Wie entwickelte sich das Shogunat und warum war Japan über mehr als zwei Jahrhunderte fast vollkommen von der Außenwelt abgeschnitten? Erst nachdem wir uns diesen Fragen gewidmet haben, können wir wirklich verstehen, wie radikal die Reformen der Meiji-Restauration und der ihr folgenden Verfassung tatsächlich waren. Ihre Folgen waren noch lange Zeit spürbar und sind es heute noch. Ohne Meiji-Ära wäre Japan vielleicht unter europäische Kontrolle geraten. Mit ihr stieg es selbst zur Kolonialmacht auf und nicht zuletzt sind die Ereignisse des Zweiten Weltkriegs, in denen Japan sich nicht gerade Ruhm bekleckerte, ohne Blick auf diese Vorgeschichte nicht verständlich.
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Nationalismus hat einen schlechten Ruf heutzutage. Er wird mit allem Negativen verbunden: Krieg, Fremdenhass, Intolleranz. Wir vergessen dabei aber gerne eine Kleinigkeit: Der Nationalismus ist schon längst zur Grundlage unserer Staatenwelt geworden und auch unser heutiges und letztes Beispiel Ungarn ist sein Produkt. Das Aufkommen des Nationalismus im 18. und 19. Jahrhundert ist dabei stark von einer ganz bestimmten Form der Geschichtserzählung geprägt: Den Gründungsmythen. Sie sind die Geschichten, auf deren Grundlage Menschen begannen, "ihre" Nation zu verstehen. In der Miniserie "Gründungsmythen des Nationalismus" wollen wir uns einige dieser Geschichten in verschiedenen europäischen Ländern ansehen.
Mit dieser Episode sind wir auch schon am Schluss der Miniserie angekommen. Dafür wenden wir unseren Blick zuerst in ein Land, das die in diesem Buch immer wieder beschriebene Mythenbildung verkörpert wie kein anderes: Ungarn. Nirgendwo bauen die nationalen Gründungsmythen so sauber und geordnet aufeinander auf wie in Ungarn – man darf also gespannt sein! Wie kamen die Ungarn denn in die pannonische Tiefebene beziehungsweise was behaupten die Mythen diesbezüglich? Warum ist diese Tiefebene im ungarischen Nationsverständnis so heilig und was hat der Friedensvertrag von Trianon mit all dem zu tun? Anschließend gibt es in dieser Folge auch den Schluss des Hörbuchs "Gründungsmythen des Nationalismus" zu hören, in dem ich die großen Gemeinsamkeiten aller bisherigen Beispiele nochmal zusammenfasse.
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Die Bantu-Expansion ist die wahrscheinlich größte Migrationsbewegung der Geschichte, von der du noch nie gehört hast. Im Zuge dieser gigantischen Migration machte sich ein Volk (oder eher ein Volksstamm) der sogenannten Bantu vom Gebiet zwischen den heutigen Ländern Nigeria und Kamerun auf den Weg in Richtung Süden. Im Laufe mehrerer tausend Jahre durchzogen ihre Nachkommen dann die gesamte südliche Hälfte Afrikas. Um das Jahr 3000 vor Christus begann die erste Migrationsbewegung dieser Bantu wohl. Erst einige Jahrhunderte nach Christus erreichten dann die ersten Bantu-Sprecher das heutige Südafrika. Während dieser enormen Zeitspanne hinterließen die Bantu in ganz Afrika ihre Spuren. Heute sprechen als Resultat der Bewegungen jener Zeit vom Kongo im Nordwesten, über Kenia im Nordosten bis nach Südafrika im Süden Menschen eine Sprache, die zur Familie der Bantusprachen gerechnet wird. Eine der größten Migrationsbewegungen der Geschichte eben.
In dieser Folge des Déjà-vu Geschichte Podcast schauen wir uns diese Bantu-Expansion also mal etwas näher an. Wo siedelten die frühen Bantu denn genau? Wann zogen sie von dort los und wohin? Und überhaupt: Warum taten sie das alles denn? Wie war es letzten Endes möglich, dass sich die Bantusprachen überall in diesem riesigen Gebiet durchsetzten und so gut wie alle anderen Sprachen der Region – mit der einzigen nennenswerten Ausnahmen der Khoisan – verdrängten? Finden wir es in dieser Episode gemeinsam raus!
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Nationalismus hat einen schlechten Ruf heutzutage. Er wird mit allem Negativen verbunden: Krieg, Fremdenhass, Intolleranz. Wir vergessen dabei aber gerne eine Kleinigkeit: Der Nationalismus ist schon längst zur Grundlage unserer Staatenwelt geworden und auch unser heutiges Beispiel England ist sein Produkt. Das Aufkommen des Nationalismus im 18. und 19. Jahrhundert ist dabei stark von einer ganz bestimmten Form der Geschichtserzählung geprägt: Den Gründungsmythen. Sie sind die Geschichten, auf deren Grundlage Menschen begannen, "ihre" Nation zu verstehen. In der Miniserie "Gründungsmythen des Nationalismus" wollen wir uns einige dieser Geschichten in verschiedenen europäischen Ländern ansehen.
In dieser fünften Folge der Serie soll es also um England gehen. Wenn man über Nationalismus in Europa spricht, nimmt England ohnehin eine Sonderrolle ein. Hier begann vieles, was später am restlichen Kontinent Schule machen sollte. Und so ist es vielleicht auch nicht überraschend, dass die Sonderwegserzählung in England eine besonders ausgeprägte ist. Es soll in dieser Episode daher um die Idee der "Island Nation" gehen, einer englischen Nation geformt durch ihre Lage auf der britischen Insel. Wie entstand diese Idee, was bedeutet sie und welche historischen Mythen unterfüttern sie? Tauchen wir dazu ein in die Geschichten von Boudicca, von König Artus, Hengest und Horsa, Wilhelm dem Eroberer und all den vielen anderen, die im Lauf der Jahrhunderte auf dieser Insel so ihr Unwesen getrieben haben.
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Warum reden wir eigentlich über die Geschichte? Was bringt uns das und warum dann ausgerechnet im Medium Podcast? Was denkt denn die wissenschaftliche Welt über unsere Spielereien und wer soll sich das alles überhaupt anhören? Das sind ein paar der Fragen, die sich wahrscheinlich alle Geschichtspodcaster und Geschichtspodcasterinnen recht regelmäßig stellen. In dieser Folge wollen wir also mal darüber sprechen und dafür habe ich Philipp von "Anno Punkt Punkt Punkt" zu Gast. Er redet in seinem Podcast wie ich seit Anfang 2018 über die Geschichte. Anders als ich tut er das aber nicht allein und auf Basis von Literatur, sondern spricht direkt mit Forschenden aus der Geschichtswissenschaft darüber, wie diese Literatur überhaupt entsteht.
Da drängen sich mir einige der oben genannten Fragen doch geradezu auf! Mit Philipp sprechen wir in dieser Episode also darüber, warum wir beide eigentlich podcasten, was wir uns damit erhoffen und was uns auch nach über drei Jahren noch motiviert hält. Vor allem sprechen wir aber über die Welt der Geschichtswissenschaft, wie Philipp den Stand der Wissenschaftskommunikation dort wahrnimmt, wie die Resonanz auf seinen Podcast in wissenschaftlichen Kreisen ist und was sich da eventuell noch verändern kann. Es wurde also ein nettes Gespräch über das Reden über Geschichte – in all seinen Facetten.
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