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Nationalismus hat einen schlechten Ruf heutzutage. Er wird mit allem Negativen verbunden: Krieg, Fremdenhass, Intolleranz. Wir vergessen dabei aber gerne eine Kleinigkeit: Der Nationalismus ist schon längst zur Grundlage unserer Staatenwelt geworden und auch unser heutiges Beispiel Serbien ist sein Produkt. Das Aufkommen des Nationalismus im 18. und 19. Jahrhundert ist dabei stark von einer ganz bestimmten Form der Geschichtserzählung geprägt: Den Gründungsmythen. Sie sind die Geschichten, auf deren Grundlage Menschen begannen, "ihre" Nation zu verstehen. In der Miniserie "Gründungsmythen des Nationalismus" wollen wir uns einige dieser Geschichten in verschiedenen europäischen Ländern ansehen.
In dieser vierten Folge widmen wir uns einem Land, das hier im Podcast immer wieder Thema ist: Serbien. Und seine Geschichtsmythen haben es wirklich in sich! Denn mit der Legende um die Schlacht auf dem Amselfeld liefert uns Serbien ein Paradebeispiel für einen nationalen Opfermythos. Diese historisch gar nicht so bedeutenden Schlacht von 1389 wurde mit der Zeit zum allesbestimmenden geschichtlichen Moment Serbiens. Der Tag der Schlacht, der Vidovdan, wurde zum Schicksalstag der serbischen Nation und dieser Mythos verfolgt das Land auch heute noch. Nicht zuletzt begann doch auch der Aufstieg Slobodan Milošević' ausgerechnet im Kosovo und in direkter Bezugnahme auf jene Schlacht 600 Jahre zuvor. Kurz gesagt: Wohl nirgendwo in Europa ist das Mittelalter so präsent wie in Serbien … Finden wir heraus, warum.
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Im Sommer letzten Jahres kam mein Buch „Populismus leicht gemacht. Erfolgreich lernen von den großen Diktatoren der Geschichte“ heraus, erst mal nur als Taschenbuch und eBook. Dank der großartigen Unterstützung in der Crowdfunding-Aktion konnte ich im letzten Herbst aber auch ins Tonstudio gehen und dort ein professionelles Hörbuch einsprechen. Auch das ist inzwischen seit Anfang 2021 online zum Kauf verfügbar und seitdem spiele ich mit dem Gedanken, einen Auszug daraus im Podcast zu teilen. Aber irgendwie fand ich das ein wenig … naja: faul. Ich habe mir also etwas anderes überlegt und in dieser Folge gibt es als Alternative eine Lesung aus dem Buch zu hören. Aber nicht nur das: Ich habe daraus gleich eine musikalische Lesung gemacht.
In dieser Episode des Déjà-vu Geschichte Podcast mache ich somit gleich zwei Dinge, die ich hier ansonsten meide wie der Teufel das Weihwasser. Oder der Diktator die Pressefreiheit? … Ich werde in dieser Folge ablesen und ich werde in ihr singen! Dich erwarten also die Einleitung und ein Kapitel aus dem Buch, in dem ich über so illustre Diktatoren der Geschichte wie Miklós Horthy in Ungarn, Francisco Franco in Spanien und António Salazar in Portugal rede.
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Nationalismus hat einen schlechten Ruf heutzutage. Er wird mit allem Negativen verbunden: Krieg, Fremdenhass, Intolleranz. Wir vergessen dabei aber gerne eine Kleinigkeit: Der Nationalismus ist schon längst zur Grundlage unserer Staatenwelt geworden und auch unser heutiges Beispiel Frankreich ist sein Produkt. Das Aufkommen des Nationalismus im 18. und 19. Jahrhundert ist dabei stark von einer ganz bestimmten Form der Geschichtserzählung geprägt: Den Gründungsmythen. Sie sind die Geschichten, auf deren Grundlage Menschen begannen, "ihre" Nation zu verstehen. In der Miniserie "Gründungsmythen des Nationalismus" wollen wir uns einige dieser Geschichten in verschiedenen europäischen Ländern ansehen.
In dieser dritten Folge widmen wir uns einer der frühesten und vielleicht der wichtigsten Nationalbewegung der Geschichte: Frankreich. Denn in Frankreich nahm so vieles seinen Anfang, was den Nationalismus im 19. Jahrhundert weltweit ausmachen würde – auch was Nationsmythen betrifft. Werfen wir in dieser Folge also einen Blick auf diese Gründungsmythen, die Frankreich schufen. Wir beginnen erst mit den ganz alten Geschichten, wie dem Aufstand Vercingetorix' gegen Rom oder der Reichsgründung der Merowinger unter König Chlodwig. Danach schauen wir uns aber auch die Wirren der Revolutionszeit an und sehen, welchen Einfluss die Französische Revolution auf die Mythen Frankreichs hatte. Und zu guter Letzt müssen wir dann auch noch über Jeanne d'Arc sprechen: Den Klebstoff des französischen Nationalgefühls.
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Frida Kahlo ist die wohl bekannteste Malerin des 20. Jahrhunderts, wenn nicht sogar darüber hinaus. Sie ist eine wahre Ikone und ihre Kunstwerke – besonders die Porträts ihrer selbst – sind heute weltberühmt. Das Leben Frida Kahlos ist es allein deshalb schon wert, sich näher anzuschauen. Das allein soll aber nicht der Zweck dieser Podcast-Episode sein. Vielmehr möchte ich hier Frida Kahlo, ihr Leben und ihren frühen Tod als einen Ausgangspunkt nehmen. Als Ausgangspunkt für eine Reise, in der wir viel über die Geschichte ihres Heimatlandes Mexiko erfahren und nicht zuletzt über den Kommunismus im 20. Jahrhundert.
In dieser Folge des Déjà-vu Geschichte Podcast mache ich also genau das. Beginnend mit der Geburt Frida Kahlos im Jahr 1907 soll die Reise beginnen. Ich werfe einen Blick auf die mexikanische Revolution ab 1910 und das System, gegen welches sich diese Revolution wandte. Ich arbeite mich weiter durch das Leben Kahlos vor, zum tragischen Busunfall ihrer Jugend bis hin zur ihrer Hochzeit mit dem berühmten mexikanischen Maler Diego Rivera. Und dann war da noch das Zusammentreffen mit Leo Trotzki … Aber was genau Trotzki in der Geschichte zu suchen hat, das erfährst du dann in der Folge. Und zwar nicht nur von mir.
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Nationalismus hat einen schlechten Ruf heutzutage. Er wird mit allem Negativen verbunden: Krieg, Fremdenhass, Intolleranz. Wir vergessen dabei aber gerne eine Kleinigkeit: Der Nationalismus ist schon längst zur Grundlage unserer Staatenwelt geworden und auch unser heutiges Beispiel Rumänien ist sein Produkt. Das Aufkommen des Nationalismus im 18. und 19. Jahrhundert ist dabei stark von einer ganz bestimmten Form der Geschichtserzählung geprägt: Den Gründungsmythen. Sie sind die Geschichten, auf deren Grundlage Menschen begannen, "ihre" Nation zu verstehen. In der Miniserie "Gründungsmythen des Nationalismus" wollen wir uns einige dieser Geschichten in verschiedenen europäischen Ländern ansehen.
In dieser zweiten Folge wenden wir uns also Rumänien zu. Denn Rumänien hat mit einem ganz besonderen Geschichtsmythos aufzuwarten: Dort beziehen sich Nationalisten von Romantikern des 19. Jahrhunderts bis zu kommunistischen Machhabern wie Nicolae Ceaușescu auf nichts Geringeres als das Römische Reich selbst! Konkret drehen sich die Legenden Rumäniens um das Volk der Daker, ihre Kriege gegen Rom und wie es am Ende dazu kommen konnte, dass noch heute eine lateinische Sprache in der Region existiert. Also … die echten Gründe für die Entstehung der Sprache in Rumänien spielen eigentlich keine Rolle. Wie immer geht es in erster Linie um eine märchenhafte Erzählung der nationalen Kontinuität. Einen Gründungsmythos eben.
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In dieser ersten Folge der Serie sprechen wir direkt über Deutschland und seine zahlreichen Geschichtsmythen. Wie war das mit Hermann und Varus, was genau geschah in den Nibelungen nochmal, warum sollte Friedrich Barbarossa zurückkehren und was glaubten Verfechter der Dolchstoßlegende eigentlich? All diese Mythen mögen im Deutschland von heute keine sehr große Rolle mehr spielen (oder zumindest scheint es so). Noch vor etwas über 100 Jahren wurden ihnen aber Denkmäler gebaut und das strahlt auch heute noch aus.
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Die Heldenreise ist eine Theorie darüber, wie wir uns als Menschen Geschichten erzählen. Sie beschreibt dabei so unterschiedliche Werke der Literatur wie den Gilgamesch-Epos vor 4000 Jahren oder Herr der Ringe und Star Wars im letzten Jahrhundert. Denn wenn der Vater der Heldenreise – oder wie er es nannte: des Monomythos – recht hatte, erzählen wir uns als Menschheit seit Anbeginn eigentlich ein und dieselbe Geschichte. Dieser Mann war Joseph Campbell und mit seinem Buch „Der Heros in tausend Gestalten“ legte er wirklich eine ziemlich radikale Idee vor. Seine Beschreibung der klassischen Heldenreise wurde zur Grundlage des modernen Storytelling – für die Geschichte der Menschheit hat die Idee aber noch viel weitgehendere Bedeutung.
In dieser Folge des Déjà-vu Geschichte Podcast schaue ich mir die Idee des Monomythos Campbells also etwas genauer an und nehme mir konkrete Beispiele für die von ihm beschriebene Heldenreise vor. Ich erzähle dir zuerst das Epos von Gilgamesch und dann die Geschichte aus Der Herr der Ringe (die du wahrscheinlich kennen dürftest). Damit versuche ich herauszufinden, wie viel die beiden Erzählungen wirklich gemeinsam haben und was das über uns als Menschheit sagt.
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Die jungen Staaten Europas hatten im frühen Mittelalter mit einer ganzen Serie an äußeren Feinden zu kämpfen. Vom Norden kamen die Wikinger, aus dem Osten die Ungarn und im Süden des Kontinents machten sich muslimische Sarazenen breit. Während die beiden erstgenannten letzten Endes „zivilisiert“ (also christianisiert) werden konnten, waren die Muslime eine ganz andere Herausforderung. Sie mussten dringend aus Europa vertrieben werden und in der klassischen Erzählung geschah genau das beginnend mit dem Jahr 732. Da schlug Karl Martell das Heer der Sarazenen bei Poitiers und beendete damit ihren Vormarsch. In Spanien konnte sich der Islam dann zwar noch halten, doch der Beginn des Endes war damit eingeleitet.
Aber ganz so einfach ist die Geschichte freilich nicht. Die Sarazenen waren in Europa noch jahrhundertelang präsent. In Spanien, in Italien und sogar im heutigen Frankreich und der Schweiz. Das Zusammenleben von Muslimen und Christen war dabei auch keineswegs das einfache schwarz-weißes Gegeneinander, das wir uns heute oft vorstellen. Die Beziehungen waren länger, enger und diverser, als man glauben würde und nirgendwo wird das klarer als in Fraxinetum – einer muslimischen Siedlung in Südfrankreich.
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Quellen
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Kinder in Uniform, deutscher Sang, Gemeinschaft. Die Pfadfinder wirkten auf mich immer schon ein wenig merkwürdig, um nicht zu sagen ungeheuer. Gleichzeitig trifft man aber immer wieder ganz freundliche ehemalige Pfadfinder, die von ihrer Zeit dort schwärmen und auf mich so gar nicht wie völkische Kameraden wirken. Daher habe ich mir vorgenommen, mir die Sache heute etwas näher anzuschauen. Was machen die Pfadfinder eigentlich, warum tragen sie Kluft und Halstuch und warum wirken ihre Traditionen mitunter ein wenig … rechts? Ein Blick in die Geschichte wird es sicher aufklären.
Wie sich herausstellt, liegt ein Grund für meine Wahrnehmung der Pfadfinder gar nicht so sehr in der Pfadfinderbewegung selbst. Tatsächlich spielten in Deutschland nämlich schon früher Vorgängerbewegungen eine große Rolle, die ihre Spuren in den heutigen Pfadfindern hinterlassen haben. Beim Blick in diese Geschichte landen wir etwa schnell bei der Lebensreform und schließlich bei der sogenannten Wandervogelbewegung des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Diese Wandervögel waren Teil der größeren Reformbewegung der Zeit und drückten den Pfadfindern gewaltig ihren Stempel auf. Nicht unbedingt im Positiven, möchte ich meinen.
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Die Schlacht von Karánsebes – auch bekannt als der Rückzug von Karánsebes – hat im Internet einen geradezu legendären Ruf. Diese Aktion des österreichischen Heers gilt immerhin als einer der größten militärischen Fehlschläge der Geschichte! Denn bei Karánsebes soll 1788 nichts geringeres geschehen sein, als dass Österreich sich selbst angriff! Das klingt doch nach einer unterhaltsamen Geschichte voller Dummheiten und (Anti-)Helden. Was wäre also passender, als mit den Jungs von Heldendumm genauer darüber zu reden?
Wir haben uns also zu dritt zusammengesetzt, um diese berühmte Schlacht von Karánsebes zu rekonstruieren. Sie war zwar Teil eines länger anhaltenden Konflikts, dem russisch-österreichischen Türkenkrieg, hat aber in der Erinnerung deutlich länger überlebt als der Krieg selbst. Schauen wir uns also an, wie Katharina die Große von Russland den österreichischen Herrscher Joseph II in diesen Krieg zog, was das Osmanische Reich dem entgegenzustellen plante und warum es letzten Endes alles egal war. Denn immerhin fand eine Gruppe von Husaren da plötzlich einige Fässer Schnaps …
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