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Die Geschichte der Globalisierung ist für uns eine durch und durch europäische. Sie begann mit den großen Seefahrern und Entdeckern, die in der frühen Neuzeit aus Spanien und Portugal auszogen, um die Welt zu erkunden. Seit Christoph Columbus 1492 die neue Welt und Vasco da Gama 1498 den Seeweg nach Indien entdeckten, ging es für Europa Schlag auf Schlag. Und ehe man sich versah, saßen Spanier und Portugiesen, bald aber auch schon Franzosen, Holländer und Briten an allen Ecken und Enden der bekannten Welt und brachten dorthin bald schon den Kolonialismus mit.
Dabei hätte alles anders kommen können. Die Globalisierung hätte auch von China ausgehen können! Schon sechzig Jahre vor Christoph Columbus und Vasco da Gama hatte China nämlich seinen eigenen großen Seefahrer: Zheng He. Und der kam auf den Reisen mit seiner gigantischen Flotte weiter, als man es sich hierzulande vorstellen kann. Den Europäern hätte diese mächtige Armada mit Sicherheit Schauer durch die Knochen gejagt. Wie weit genau Zheng He aber kam, warum er dann plötzlich aufhörte und warum du mit hoher Wahrscheinlichkeit noch nie von ihm gehört hast: All das erfährst du in dieser Episode des Déjà-vu Geschichte Podcast.
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Die Geschichte strotzt nur so vor falschen Vorhersagen. Vom ominösen Maya-Kalender, nach dem wir alle seit sechs Jahren tot sein sollten, über Nostradamus bis hin zu den vielen vielen Leuten, die nicht an den Durchbruch des Telefons, Automobils oder Flugzeugs glaubten: Menschen behaupteten immer schon gerne, sie wüssten über die Zukunft bescheid.
Ein besonders gutes Beispiel aus der Wissenschaft sind dazu die Thesen des Nationalökonomen Thomas Robert Malthus, der sich mit Bevölkerungsentwicklung und dem natürlichen Limit der Weltbevölkerung auseinandersetzte. An der Wende zum 19. Jahrhundert stellte Malthus seine bahnbrechende und weit rezipierte Theorie zur Bevölkerungsentwicklung auf. Er deklarierte darin, dass die Weltbevölkerung schlicht schneller wächst, als die Nahrungsmittelversorgung ihr folgen kann. Dieses vollkommen untragbare Bevölkerungswachstum muss sich früher oder später selbst korrigieren. Durch Krieg, Seuche und Hungersnot. Und all das schien ihn noch nicht mal sonderlich zu stören.
Heute wissen wir, dass Malthus‘ berühmte Bevölkerungsfalle nie eintrat. Die Weltbevölkerung erreichte seitdem zwar ein nie dagewesenes Niveau. Trotzdem leben wir immer noch. Wie konnte eine so weit rezipierte Theorie ihrer Zeit also so grundlegend daneben liegen? Und zu guter Letzt: Warum hatte Malthus trotz all dem nicht vollkommen unrecht? All das erfahrt ihr in der heutigen Episode des Déjà-vu Geschichte Podcast!
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Kaum eine Theorie könnte besser belegt sein als der Klimawandel. Naja, außer vielleicht der Urknall und die Tatsache, dass die Erde weder flach noch hohl ist. Trotzdem gibt es immer noch Leute, die den Klimawandel und die Erderwärmung nicht für echt halten. Man kann sich eigentlich nur auf den Kopf greifen! Oder aber … man kann auch mal als Historiker einfach seinen Senf dazu geben in der Hoffnung, dass es ein wenig hilft. In dieser Episode gebe ich also eine kleine Definition, was das Klima überhaupt ist und was der Klimawandel für uns als Menschheit bedeutet und in der Geschichte bedeutet hat. Auch die Ursachen des Klimawandels sollen kurz angerissen werden. Ich weiß, das sollte man eigentlich den Naturwissenschaftlern überlassen, aber es ist halt nun mal wichtig. Was soll ich tun?
Was mir schon eher liegt, sind die Auswirkungen des Klimawandels auf die Menschheit im Lauf ihrer Geschichte. Und das sind zwei sehr unterschiedliche Dinge. Das Klima ist groß, riesig. Wir reden hier über Millionen von Jahren an sich abwechselnden Eiszeiten und Heißzeiten. Der Mensch hat davon in seiner kurzen Geschichte währenddessen kaum etwas mitbekommen. Wir lebten nämlich immer schon in einer Eiszeit, der aktuellen. Wenn wir über Menschen und den Klimawandel reden, reden wir also über kleinste Fluktuationen in den Fluktuationen des Klimas. Doch diese Fluktuationen haben es in sich! Von der "Optimumzeit", in der sich die Römer als Großmacht etablierten, führte uns das Erdklima in die "Pessivumzeit" der Völkerwanderung. In der Neuzeit folgte dann die Kleine Eiszeit. All diese Veränderungen spielten sich im Bereich von nur ein bis zwei Grad ab und hinterließen dennoch massive Spuren in der Menschheitsgeschichte. Da können wir uns schon vorstellen, dass der heutige Klimawandel mit seiner Erderwärmung uns noch Probleme machen wird.
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Russland und seine Autokratie. Das ist ja fast schon ein Running Gag; die beiden Worte sind inzwischen beinahe Synonyme. Vor kurzem wurde das – wie es scheint – wieder einmal bewiesen. Vladimir Putin gewann im März 2018 ein weiteres Mal die Präsidentschaftswahlen in Russland, diesmal mit ganzen 70 Prozent der Stimmen! Bei solchen Zahlen kann man schon auch mal hellhörig werden. Aber hey! Immerhin hat Putin es diesmal geschafft, die Wahlbeteiligung bei unter 100 Prozent zu halten. Das war auch nicht immer so in der Geschichte. Sie lernen ja doch, die Russen.
In dieser Episode des Déjà-vu Geschichte Podcast geht es um genau diese Geschichte: die Autokratie und ihre Rolle in Russland. Warum sind diese beiden Begriffe so eng miteinander verbunden? Ist die Autokratie in Russland wirklich immer noch so dominant und hat die Demokratie dort tatsächlich einfach keine Chance? Oder ganz blöd gefragt: Wie viel haben Putin und Ivan der Schreckliche gemeinsam? Dazu unternehmen wir eine Reise durch die Geschichte Russlands in den letzten 1200 Jahren. Unterwegs schauen wir uns an, wann und wo genau die Autokratie zum Bestandteil des russischen Staats und der russischen Seele geworden ist – oder sein soll! Und ob wir wirklich eine direkte Linie von den frühen Russen über Ivan den Schrecklichen, Peter den Großen, Lenin, Stalin bis Putin ziehen können … nun, das werden wir dann am Ende herausfinden.
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Ach, die gute alte Boulevardpresse. Was beschert sie uns nicht immer für einen Spaß! Wenn man sich so die heutigen Schlagzeilen der größeren deutschen und internationalen Boulevardzeitungen anschaut, kann es einen eigentlich kaum wundern, dass ständig irgendjemand "Fake News, Fake News!" schreit. Dabei haben wir der Boulevardpresse, Regenbogenpresse, Klatschpresse - wie auch immer wir sie abschätzig nennen wollen - doch einiges zu verdanken. So bedeutet sie auch irgendwie die Geburtsstunde des modernen Journalismus an und für sich!
In dieser Episode des Déjà-vu Podcasts geht es um die Geschichte der Boulevardpresse und ganz besonders um die Geschichte dreier Menschen: Joseph Pulitzer, William Randolph Hearst und den - ja, so hieß er wirklich - Right Honourable Harold Harmsworth, 1. Viscount Rothermere. Sie waren die Visionäre, die das todlangweilige Zeitungswesen des 19. Jahrhunderts hernahmen und daraus etwas machten, das die Welt für immer veränderte. Oh, und ganz nebenbei sind die Lebensgeschichten dieser Männer mehr als nur ein bisschen spannend und teils geradezu absurd. Was die Geschichte der Boulevardpresse jetzt genau mit dem Spanisch-Amerikanischen Krieg, der Geburt des US-Amerikanischen Imperialismus, britischem Kommunismus, einem Zeitungsputsch, ungarischem Revisionismus und den Nazis - ja, warum auch nicht, den Nazis! - zu tun hat … Dazu müsst ihr euch die Episode schon anhören.
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In der heutigen Ausgabe des Déjà-vu Geschichte Podcast geht es nicht um große Herrscher. Es geht auch nicht um mächtige Königreiche, Kriege oder überhaupt um die Geschichte von Menschen. Nein, in dieser Episode soll sich alles um einen Stein drehen! Aber natürlich geht es nicht nur um irgendeinen Stein. Es geht um den Stone of Scone, den schottischen und englischen Krönungsstein. Und es geht darum, was uns so ein Stein über Mythenbildung, Nationalismus und den britischen Staat an sich lehren kann. Und über die Geschichte Schottlands.
Die Legende des Stone of Scone (ausgesprochen übrigens "Ston of Skun", weil… warum auch nicht?) ist in Schottland auch heute noch weit verbreitet und bekannt. Außerhalb Schottlands sieht die Sache aber ganz anders aus. Grund genug, sich die Sache mal etwas genauer anzuschauen. Und diese genauere Betrachtung lohnt sich auch sofort. Die Geschichte des Stone of Scone, beziehungsweise auch Stone of Destiny, Stein von Scone oder Krönungsstein, ist nämlich aberwitzig! Was die verschiedenen Seiten diesem Stein zusprechen, ist absoluter Wahnsinn. Wenn es nach schottischen Mythen gehen soll, existiert dieser Krönungsstein gar schon seit Anbeginn der Zeit! Jakob selbst soll im Buch Genesis schon auf dem Stein geschlafen haben. Gut, der Mythos klingt nicht nur aus Gründen der Gemütlichkeit fragwürdig. Wirklich irre wird die Geschichte aber dann im Mittelalter, als der Stone of Scone von den englischen Truppen Edwards I. geraubt und nach London gebracht wurde.
Seitdem ranken sich zahlreiche Legenden um den Stone of Scone. Der Stein, der vor 700 Jahren mit Edward nach London ging und inzwischen - seit den Neunzigerjahren - wieder in Schottland zu sehen ist, soll nämlich gar nicht der echte sein! Wer den Stein aber wann und wo gefälscht haben soll… Tja, dafür müsst ihr euch schon die Episode anhören! Ich verspreche aber soviel: Es lohnt sich. Denn die Geschichte dieses Steins bewegt sich vom Heiligen Land in biblischer Zeit, über eine schottische Mönchssiedlung im Mittelalter bis zu einem Haufen betrunkener schottischer Studenten in den Fünfzigerjahren. Und wenn man sich nach all dem fragt, wo man diesen Stone of Scone nun tatsächlich sehen kann: Nun, das hängt ganz stark davon ab, welcher Version der Geschichte man glauben will…
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Vieles von dem, was wir heute als "romantisch" verstehen, was von Männern und von Frauen heute so erwartet wird, kommt aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Davor hatten die Leute noch andere Probleme. Die Romantik muss manchmal halt doch hintanstehen, wenn gerade die halbe Verwandtschaft an der Pest gestorben ist.
In dieser allerersten Episode des Déjà-vu Geschichte Podcasts stelle ich zwei berühmte Frauenhelden dieser Zeit vor, Giacomo Casanova und Lord Byron. Und wenn man sich die Geschichte dieser beiden Womanizer genauer anschaut, wird schnell klar: So romantisch war das damals alles gar nicht.
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In dieser kurzen Episode erzähle ich dir, wer ich bin, worum es in diesem Podcast geht und was du dir in Zukunft erwarten kannst.
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