
Sign up to save your podcasts
Or


In dieser Folge sprechen Tim und Dominique über den sogenannten "Six Pager" als besondere Form des Written Narrative. Der Six Pager stammt aus dem Umfeld von Amazon und steht für weit mehr als nur ein Dokument mit sechs Seiten Fließtext. Er schafft einen Rahmen, in dem Gedanken vollständig entwickelt werden, bevor andere Menschen darüber diskutieren und entscheiden. Genau darin liegt seine Stärke. Wer eine Idee schriftlich nachvollziehbar erklärt, beschreibt nicht nur die gewünschte Lösung, sondern setzt sich intensiv mit dem Problem, dem Kontext, den Annahmen, Gegenargumenten möglichen Alternativen und den Risiken auseinander. Das führt häufig zu einer deutlich besseren Grundlage für Entscheidungen als eine Präsentation mit wenigen Stichpunkten ("Death by PowerPoint").
Ein Six Pager verändert gleichzeitig die Art, wie Meetings ablaufen. Statt Folien zu präsentieren und dabei auf Vorwissen zu hoffen, lesen alle Beteiligten den Text zunächst gemeinsam. Erst danach beginnt die Diskussion. Dadurch entsteht ein gemeinsames Verständnis, bevor Meinungen aufeinander treffen. Niemand muss vermuten, ob einzelne Personen die Unterlagen vorher gelesen haben oder wichtige Informationen fehlen. Gleichzeitig zwingt das Schreiben im Vorfeld dazu, die eigenen Gedanken zu ordnen. Wer eine Idee nicht klar aufschreiben kann, hat sie oft selbst noch nicht vollständig durchdacht. Genau deshalb eignet sich ein Six Pager besonders für strategische Entscheidungen, neue Produktinitiativen oder wichtige Investitionen.
Der Six Pager ist jedoch kein Werkzeug für jede Situation. Niemand sollte alltägliche Abstimmungen oder kleine operative Entscheidungen auf diese Weise dokumentieren. Der Aufwand lohnt sich dort, wo Tragweite und Unsicherheit zusammenkommen und unterschiedliche Sichtweisen berücksichtigt werden müssen. Gerade Product Owner, Produktmanager und Führungskräfte profitieren davon, weil sie Entscheidungen regelmäßig begründen und verschiedene Interessen zusammenbringen. Ein sauber formuliertes Written Narrative macht Annahmen sichtbar, legt Zielkonflikte offen und schafft eine gemeinsame Grundlage für konstruktive Diskussionen. Das verbessert nicht nur die Qualität von Entscheidungen, sondern auch die Zusammenarbeit innerhalb einer Produktorganisation.
Wer den Six Pager zum ersten Mal ausprobiert, merkt schnell, dass Schreiben vor allem ein Denkwerkzeug ist. Gute Texte entstehen nicht nebenbei. Sie fordern Klarheit und machen Lücken im eigenen Verständnis sichtbar. Genau deshalb ersetzt ein Six Pager keine Präsentation, sondern verfolgt einen anderen Zweck. Statt Informationen möglichst kompakt auf Folien zu verdichten, entwickelt er einen nachvollziehbaren Gedankengang, der von der Ausgangssituation bis zur Empfehlung führt. So entsteht eine Entscheidungsvorlage, die Diskussionen auf ein deutlich höheres Niveau hebt und Produktteams dabei unterstützt, bewusstere und tragfähigere Entscheidungen zu treffen.
Es gibt jede Menge gut Quellen, um noch tiefer in das Thema einzusteigen:
Im Gespräch wurde auf diese älteren Episoden hingewiesen:
Habt ihr den Six Pager oder grundsätzlich ein Written Narrative schon einmal genutzt bzw. ausprobiert? Habt ihr Meetings erlebt in denen ein Six Pager wahrscheinlich mehr geholfen hätte als eine PowerPoint Präsentation?Teilt eure Erfahrungen doch mit uns und der Community. Hinterlasse gerne einen Kommentar unterm Blog-Artikels oder auf unserer Produktwerker LinkedIn-Seite.
Folgt uns Produktwerkern auf
By Tim Klein, Dominique Winter, Oliver WinterIn dieser Folge sprechen Tim und Dominique über den sogenannten "Six Pager" als besondere Form des Written Narrative. Der Six Pager stammt aus dem Umfeld von Amazon und steht für weit mehr als nur ein Dokument mit sechs Seiten Fließtext. Er schafft einen Rahmen, in dem Gedanken vollständig entwickelt werden, bevor andere Menschen darüber diskutieren und entscheiden. Genau darin liegt seine Stärke. Wer eine Idee schriftlich nachvollziehbar erklärt, beschreibt nicht nur die gewünschte Lösung, sondern setzt sich intensiv mit dem Problem, dem Kontext, den Annahmen, Gegenargumenten möglichen Alternativen und den Risiken auseinander. Das führt häufig zu einer deutlich besseren Grundlage für Entscheidungen als eine Präsentation mit wenigen Stichpunkten ("Death by PowerPoint").
Ein Six Pager verändert gleichzeitig die Art, wie Meetings ablaufen. Statt Folien zu präsentieren und dabei auf Vorwissen zu hoffen, lesen alle Beteiligten den Text zunächst gemeinsam. Erst danach beginnt die Diskussion. Dadurch entsteht ein gemeinsames Verständnis, bevor Meinungen aufeinander treffen. Niemand muss vermuten, ob einzelne Personen die Unterlagen vorher gelesen haben oder wichtige Informationen fehlen. Gleichzeitig zwingt das Schreiben im Vorfeld dazu, die eigenen Gedanken zu ordnen. Wer eine Idee nicht klar aufschreiben kann, hat sie oft selbst noch nicht vollständig durchdacht. Genau deshalb eignet sich ein Six Pager besonders für strategische Entscheidungen, neue Produktinitiativen oder wichtige Investitionen.
Der Six Pager ist jedoch kein Werkzeug für jede Situation. Niemand sollte alltägliche Abstimmungen oder kleine operative Entscheidungen auf diese Weise dokumentieren. Der Aufwand lohnt sich dort, wo Tragweite und Unsicherheit zusammenkommen und unterschiedliche Sichtweisen berücksichtigt werden müssen. Gerade Product Owner, Produktmanager und Führungskräfte profitieren davon, weil sie Entscheidungen regelmäßig begründen und verschiedene Interessen zusammenbringen. Ein sauber formuliertes Written Narrative macht Annahmen sichtbar, legt Zielkonflikte offen und schafft eine gemeinsame Grundlage für konstruktive Diskussionen. Das verbessert nicht nur die Qualität von Entscheidungen, sondern auch die Zusammenarbeit innerhalb einer Produktorganisation.
Wer den Six Pager zum ersten Mal ausprobiert, merkt schnell, dass Schreiben vor allem ein Denkwerkzeug ist. Gute Texte entstehen nicht nebenbei. Sie fordern Klarheit und machen Lücken im eigenen Verständnis sichtbar. Genau deshalb ersetzt ein Six Pager keine Präsentation, sondern verfolgt einen anderen Zweck. Statt Informationen möglichst kompakt auf Folien zu verdichten, entwickelt er einen nachvollziehbaren Gedankengang, der von der Ausgangssituation bis zur Empfehlung führt. So entsteht eine Entscheidungsvorlage, die Diskussionen auf ein deutlich höheres Niveau hebt und Produktteams dabei unterstützt, bewusstere und tragfähigere Entscheidungen zu treffen.
Es gibt jede Menge gut Quellen, um noch tiefer in das Thema einzusteigen:
Im Gespräch wurde auf diese älteren Episoden hingewiesen:
Habt ihr den Six Pager oder grundsätzlich ein Written Narrative schon einmal genutzt bzw. ausprobiert? Habt ihr Meetings erlebt in denen ein Six Pager wahrscheinlich mehr geholfen hätte als eine PowerPoint Präsentation?Teilt eure Erfahrungen doch mit uns und der Community. Hinterlasse gerne einen Kommentar unterm Blog-Artikels oder auf unserer Produktwerker LinkedIn-Seite.
Folgt uns Produktwerkern auf

42 Listeners

216 Listeners

2 Listeners

8 Listeners

34 Listeners

8 Listeners

5 Listeners

3 Listeners

19 Listeners

13 Listeners

0 Listeners

312 Listeners

11 Listeners

1 Listeners

32 Listeners