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Auch wenn unterm Strich nicht viel davon übrig geblieben ist, konnte der DAX im Verlauf des betrachteten Zeitraums einiges an Plus machen. Ohnehin hatte Joachim Goldberg nach unten mehr Luft gesehen als nach oben. So verwundert ihn nicht, wie viele professionelle Anleger sich abgesichert haben. 13 Prozent sind von der Longseite weg und davon 11 Prozent auf die Shortseite. Der Sentiment-Index dieser Anlegergruppe steht bei -31 Punkten. Ungefähr 10 Prozent der Anleger seien ohnehin sehr kurzfristig aktiv und würden versuchen, kleine Bewegungen zu nutzen.
Anders die privaten Anleger, von denen wenige Aktien gekauft und noch weniger ihre Short-Engagements geschlossen haben. Sie hätten die Schwäche genutzt, vermutet der Verhaltensökonom. Dieser Sentiment-Indes steht nun bei Null.
Marktstimmung am 8. September: "Gegangen, um zurückzukommen"
Tatsächlich konnte der DAX während der vergangenen sechs Wochen immerhin einen Kursgewinn von 4,4 Prozent hinlegen, aber per Saldo hat sich an der Stimmung der privaten und institutionellen Investoren seither trotzdem fast nichts verändert. Man zeigte sich – möglicherweise auch wegen der nun langsam vielerorts zu Ende gehenden Ferienzeit – zurückhaltend bis vorsichtig. Allerdings sind nach Ansicht von Joachim Goldberg die sich aus der derzeitigen Positionierung der Akteure ableitenden künftigen Angebots- und Nachfrageniveaus beim DAX auffallend asymmetrisch verteilt.
"Rücksetzer statt Sell-off" fasst Joachim Goldberg die Kursbewegung der zurückliegenden Woche zusammen, welche die Anleger aber zu Gewinnmitnahmen genutzt hätten. Mit 17 Prozent Zuwachs im Bullenlager der Profis und 14 Prozent geschlossenen Short-Engagements steht der Sentiment-Index dieser Anlegergruppe auf -7 Punkten. Von den Privatanlegern sind 10 Prozent von der Bärenseite weg, weshalb deren Sentiment-Index jetzt bei +1 Punkt steht. Der Verhaltensökonom wertet beide Stimmungslagen als relativ neutral.
Die Anleger seien bemerkenswert agil, bei einer etwas schwierigeren Ausgangslage aus verhaltenstechnischer Sicht. An der Oberseite sei jetzt zwischen 16.150 und 16.200 mit Aktienverkäufen zu rechnen und an der Unterseite fehle nun einiges an Nachfragepotential. Ab 15.500/15.550 Punkten läge jetzt die stützende Grenze.
Während die Profis passiv bleiben (oder in Urlaub sind), setzen private Anleger aktiv auf fallende Preise. Was das für den Markt bedeutet, weiß Joachim Goldberg.
Wenige Gewinnmitnahmen der professionellen Bären und vermehrte Antizipation fallender Preise bei den privaten Anlegern - die Reaktionen auf die DAX-Delle von 4,8 Prozent im Verlauf sind bei den bei den Anlegergruppen recht unterschiedlich ausgefallen. In der Summe ist die Stimmung der Anleger wieder auf einem ähnlichen Niveau mit -6 bzw. -8 Punkten. Was Joachim Goldberg in der relativen Betrachtung als neutral bis positiv bewertet. Nach Ansicht des Verhaltensökonoms haben sich die Rahmenbedingungen für Kursgewinne eher verschlechtert.
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